Vertrauen in Organisationen - Eine inhaltliche und perspektivische Analyse von Vertrauen in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur


Diplomarbeit, 2003
89 Seiten, Note: 2

Leseprobe

Diplomarbeit
in Wirtschaftspsychologie
Vertrauen in Organisationen
Eine inhaltliche und perspektivische Analyse von
Vertrauen in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur
Wintersemester 2002/03
,,Trust makes the world go round"
von Werner Sauer

Meinen Eltern

2
I
NHALTSVERZEICHNIS
1
Einleitung... 4
1.1
Wie funktioniert Vertrauen?...6
1.1.1
Phasen des Vertrauensaufbaus ... 7
1.1.2
Phasen des Vertrauensabbaus ... 9
1.2
Vertrauen aus verschiedenen Perspektiven ...10
1.2.1
Vertrauen aus der psychologischen Perspektive ... 10
1.2.2
Vertrauen aus der soziologischen Perspektive ... 13
1.2.3
Vertrauen aus der ökonomischen Perspektive... 14
1.2.3.1
Vertrauen im Rahmen der Transaktionskostentheorie ... 15
1.2.3.2
Vertrauen im Rahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie ... 16
1.2.3.3
Kosten- und Nutzenbetrachtung von Vertrauen ... 17
1.3
Die Rolle von Vertrauen in der Betriebswirtschaft ...18
2
Vertrauen in Unternehmen ... 21
2.1
Vertrauen: ein ökonomisches Prinzip? ...23
2.1.1
Vertrauen im Rahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie ... 24
2.1.2
Stufen der Vertrauensbereitschaft in der Automobilindustrie... 25
2.1.3
Exkurs: Vertrauen und Marketing ... 29
2.2
Verschiedene Forschungsschwerpunkte des Vertrauensphänomens...31
2.2.1
Vertrauen als Koordinationsmechanismus in Organisationen ... 31
2.2.2
Vertrauen im strategischen Planungsprozess... 34
2.2.3
Vertrauen ist reine Gefühlssache! ... 37
2.2.4
Parallelität von Vertrauen und Geschäftsbeziehungen ... 40
2.2.5
Vertrauen als strategische Ressource... 44
2.3
Vertrauen in öffentlichen Verwaltungsorganisationen ...48
2.3.1
Vertrauen als informale Struktur der Bürokratie ... 48
2.3.2
Vertrauensbildung in der Organisationsentwicklung ... 51
2.4
Vertrauensmanagement...53
2.4.1
Möglichkeiten der Vertrauensdelegation ... 53
2.4.2
Hilfestellung von Vertrauen bei Veränderungsprozessen ... 56
2.4.3
Vorraussetzungen und Merkmale für den Vertrauensbedarf ... 60

3
2.5
Vertrauen im E ­ Commerce...67
2.5.1
Vertrauen in virtuellen Unternehmen... 68
2.5.2
Möglichkeiten des Vertrauensmanagements im E ­ Commerce ... 70
2.5.2.1
Vertrauen und Reputation... 71
2.5.2.2
Vertrauen als subjektive Risikoeinschränkung ... 74
3
Schlussbetrachtung... 77
3.1
Fazit der ersten Fragestellung...78
3.1.1
Die psychologische Perspektive... 78
3.1.2
Die ökonomische Perspektive ... 79
3.1.3
Die soziologische Perspektive... 80
3.1.4
Erweiterung durch eine vierte Perspektive... 80
3.1.5
Die deskriptive Perspektive ... 81
3.2
Fazit der zweiten Fragestellung ...82
3.3
Allgemeine Schlussbemerkung ...83
4
Literaturverzeichnis ... 85

4
,,Lieber Geld verlieren als Vertrauen."
Robert Bosch (1861-1942), dt. Industrieller, Firmengründer
1
1 E
INLEITUNG
Vertrauen ist in erster Linie ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität.
Dieser Mechanismus ist ein Universalutensil, das situationsimmanent in allen
Lebensbereichen des Menschen vorkommt. Menschliches Handeln ohne Vertrauen
ist undenkbar, selbst wenn die Technik schon als Substitut für bestimmte
Handlungen benutzt wird, so ist immer noch das Vertrauen in die Technik die
Voraussetzung zur Implementierung dieser technischen Handlungsalternative.
Der Begriff Vertrauen lässt sich nicht eindeutig definieren, weil er sehr vielseitig und
umfassend verwendet wird. Es muss immer das Umfeld betrachtet bzw. auf den
Kontext geachtet werden, um die tatsächliche Bedeutung zu verstehen. Daher wird in
dieser Arbeit auch eine inhaltliche Analyse des Vertrauensthemas durchgeführt.
Ebenso ist Vertrauen nur sehr schwer prüfbar bzw. messbar, da umfassende
Untersuchungen auch außerhalb des Forschungsschwerpunktes, notwendig sind
2
.
Zum Beispiel müsste man im Unternehmen nicht nur einen bestimmten Bereich
analysieren, sondern alle Unternehmensbereiche und ihre Wirkungsbeziehungen,
um eine bessere Übersicht von Vertrauen in Organisationen zu bekommen. Aber
dadurch wird die Untersuchung von Vertrauen im Allgemeinen nur erschwert.
Die zahlreichen Verwendungen von dem Begriff Vertrauen, kann man jedoch grob in
zwei Bereiche einteilen. Zum einen gibt es Vertrauen in Menschen, bzw. Personen
und zum anderen Vertrauen in abstrakte Formen, wie Systeme, Politik, Technik,
Gesellschaft, Wirtschaft, etc. Diese Liste könnte man beliebig lange fortsetzen. Um
aus dieser Vielfalt der Vertrauensbegriffe einen Fokus für eine wissenschaftliche
Arbeit zu finden, wurde hier die Untersuchung auf die aktuellste Literatur gerichtet, in
der das Vertrauensphänomen in Organisationen beschrieben wird.
1
Aufgeführt unter http://www.zitate.de.
2
Vgl. dazu Willeitner in Kapitel 2.4.2 und Einwiller in Kapitel 2.5.2.1

5
Daraus ergeben sich zwei Kernfragen, die es in dieser Arbeit zu beantworten gilt:
1. Aus welcher wissenschaftlichen Perspektive wird in den neuesten
wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsberichten und -arbeiten über
Vertrauen berichtet?
2. Inwieweit werden in der analysierten Literatur praxisnahe Lösungen für die
Implementation von vertrauensvollen Führungsstilen in Organisationen
vorgeschlagen?
Wenn man von Vertrauen spricht, meint man im Normalfall die soziale Beziehung
zwischen Menschen, die Vertrauen geben bzw. verweigern können
3
. Dort wo
Vertrauen vorkommt, sind mehr Möglichkeiten des Erlebens und des Handelns
gegeben, was die Komplexität des sozialen Systems steigert. Durch Vertrauen in den
Partner vergrößert sich der persönliche Handlungsspielraum.
Einerseits ist Vertrauen ein Mechanismus der Reduktion von sozialer Komplexität,
andererseits ist es die Basis für die Expandierung des sozialen Systems. Eine
genauere Beschreibung und Erklärung von Vertrauen in diesen Zusammenhängen
und unter verschiedenen Blickwinkeln wird im Kapitel 1.2 erfolgen.
Der Aufbau dieser Arbeit ist in drei Hauptkapitel unterteilt. Im ersten Kapitel wird
Vertrauen von der theoretischen Sichtweise ausführlich erläutert. Ziel ist es, eine
umfassende Definition von Vertrauen zu nennen, die aus den Klassikern der
Vertrauensforschung besteht, um eine Basis für das weitere Verständnis im Kapitel 2
vorzubereiten.
Es gibt drei Hauptperspektiven, unter denen Vertrauen überwiegend untersucht wird.
Dabei handelt es sich um die psychologische, soziologische und ökonomische
Perspektive, die auch das Hauptaugenmerk dieser Arbeit umfassen.
Im zweiten Kapitel werden verschiedenen Formen von Vertrauen aus den
Forschungsarbeiten erwähnt, die bereits im wirtschaftlichen Umfeld untersucht
wurden. Dabei wird die Literatur aus diesen drei Sichtweisen analysiert, um
herauszufinden, in welcher Perspektive Vertrauen im wirtschaftswissenschaftlichen
Bereich vorkommt. Im dritten und letzten Kapitel wird dann die Konklusion erörtert,
welche der genannten Perspektiven bei der Untersuchung von Vertrauen im
3
Siehe Deutsch, M., 1962, S. 303.

6
wirtschaftlichen Umfeld überwiegt. Dabei ist es wichtig, herauszufinden, in welcher
Weise die Literatur dieses Thema behandelt. Daraus ergeben sich weitere Fragen:
Werden die ökonomischen Berichte überwiegen, in denen Vertrauen im
wirtschaftlichen Umfeld als ein Mechanismus der Kostenreduktion dargestellt wird?
Oder wird ein Leitfaden angegeben, wie Vertrauenssituationen in Unternehmen
einzuführen sind. Oder gibt es auch Literatur mit einem Lehrbuchcharakter, bzw. mit
einem Praxisratgeber, die eine aktive Rolle in der Vertrauenssituation eines
Unternehmens vorschlagen, um eine Verbesserung herbei zu führen.
Diese Fragen werden im Laufe dieser Arbeit ausführlich beantwortet. Bevor jedoch
die einzelnen Literaturangaben untersucht werden, ist es notwendig eine explizite
und umfassende Definition des Begriffes Vertrauen darzulegen. Vertrauen ist, wie
bereits erwähnt, ein sehr weitreichender Begriff, der unter verschiedenen
Perspektiven ganz unterschiedliche Bedeutungen haben kann. Die Literatur über
Vertrauen im wirtschaftlichen Umfeld behandelt viele interdisziplinäre Bereiche,
angefangen bei Vertrauen in virtuellen Unternehmen, Electronic Commerce, über
Vertrauensmanagement in Unternehmen und bis hin zu Vertrauen in
Transaktionskostenmodellen. Dementsprechend müssen die Definitionsangaben von
Vertrauen in dieser Arbeit den weitreichenden Themen der Literatur entsprechen, um
ein genaues Verständnisbild der behandelten Bereiche zu ermöglichen.
,,Das Vertrauen, welches neue Freunde
sich einander schenken, pflegt sich stufenweise zu entwickeln."
Johann Wolfgang von Goethe
4
1.1 Wie funktioniert Vertrauen?
Bevor die Vertrauensdefinition aufgeführt wird, ist es notwendig zu erklären, wie
Vertrauen aus einer funktionalen Sicht von den Menschen in der heutigen Zeit
verwendet wird. Die Funktionsweise von Vertrauen soll hier anhand des Drei-
4
Aufgeführt unter http://www.zitate.at.

7
Phasen-Modells des Vertrauensaufbaus von Petermann
5
beschrieben werden. Ziel
ist es, dadurch ist ein besseres Verständnis für die folgenden Definitionen im Kapitel
1.2 zu erreichen.
Jeder Mensch teilt seine Welt in eine ihm bekannte, also ihm vertraute Welt und in
eine unbekannte, ihm unvertraute Welt ein. Die vertraute Welt ist dann relativ
übersichtlich und wird in dieser Einfachheit durch ziemlich enge Grenzen gesichert.
Außerhalb seiner vertrauten Welt versucht er sich durch Regeln und Normen
zurechtzufinden und Unvertrautes wie Vertrautes zu behandeln, wie er es bereits in
seiner vertrauten Welt gewohnt ist.
Dieses Handeln ermöglicht relatives sicheres Erwarten und damit auch ein
Absorbieren möglicher Risiken, wobei Vertrautheit selbst weder eine günstige noch
ungünstige Erwartung, sondern eine Bedingung der Möglichkeit für beides ist.
Voraussetzung für Vertrauen ist somit die Vertrautheit
6
. Der Bedarf für Komplexität
wächst durch die verschiedenen Rollen, mit denen das Individuum täglich
konfrontiert ist, wie z.B. die Erzieherrolle, die Arbeitnehmerrolle, etc. Der Mensch ist
gezwungen sein Vertrauen zu erweitern, weil er diese Rollen erfüllen muss, wie z.B.
im Berufsleben bestimmte Anforderungen zur Erfüllung einer Aufgabe. Dadurch wird
die unvertraute Welt dieser Person durch den Zwang, der durch die Rolle entsteht,
zurückgedrängt, ohne jedoch ganz ersetzt zu werden. Diese Erweiterung an
Vertrauen wird in ein Systemvertrauen umgewandelt, das einen bewusst riskierten
Verzicht auf mögliche weitere Informationen mit sich bringt und laufende
Erfolgskontrollen impliziert.
1.1.1 Phasen des Vertrauensaufbaus
Im Vertrauensprozess gibt es jeweils drei Phasen des Vertrauensaufbaus, bzw. des
Vertrauensabbaus bei interpersonalen Vertrauen. Die Phasen dieser Modelle werden
hier nicht bis ins partnerpsychologische Detail erläutert, da es für das weitere
5
Vgl. Petermann, F., 1992, S. 116-122.
6
Vgl. Luhmann, N., 1968, S. 19.

8
Verständnis vollkommen ausreicht, die einzelnen Schritte und deren Inhalte grob zu
erwähnen.
Der zeitliche Unterschied von Vertrauensaufbau zum ­abbau ist gewaltig. Ersteres
ist im Allgemeinen ein langwieriger Prozess und dauert insbesondere dort noch
länger, wo Menschen misstrauisch aufgrund schlechter Erfahrungen sind.
Vertrauensabbau dagegen kann sehr kurzfristig und plötzlich durch drastische
Ereignisse zerstört werden. Dieses Drei-Phasen-Modell von Petermann
7
baut auf
Studien zur Arzt-Kind-Interaktion auf, ist aber grundsätzlich auch auf andere
Interaktionen bzw. Situationen anwendbar.
Im Aufbau ist erstens das Herstellen einer gemeinsamen Kommunikationsbasis
erforderlich, damit klar verständlich ist, über was gesprochen wird. Hierbei wird eine
Sensibilität aufgebaut, die kleinste Veränderungen im verbalen oder nonverbalen
Verhalten des Gegenübers bemerkt und sofort rückgemeldet wird. Dadurch
bekommen die Gesprächspartner ein jeweiliges Feedback des aktiven Zuhörens.
Zweitens ist der Abbau von bedrohlichen Handlungen erforderlich, d.h. man muss
dem Gegenüber ein Gefühl der Sicherheit und des Einfühlungsvermögens
vermitteln
8
, die sog. Selbstoffenbarung. Weiters ist auch der Aspekt des geplanten
unbedingt notwendig, weil eine Bedrohung entstehen kann, wenn Informationen nicht
oder ungenügend eingeordnet werden.
Drittens ist ein gezielter Einsatz von vertrauensauslösenden oder ­fördernden
Handlungen zu erreichen. Zu diesen Handlungen gehören das Äußern von Bitten
(z.B. Bitte um Feedback) sowie generell selbstexplorative Äußerungen, die zu einer
vertrauensvollen Atmosphäre beisteuern.
Die wichtigste Komponente in allen diesen Phasen ist aber der Wille zum Vertrauen,
denn ohne ein konsistentes Verhalten in den Vertrauensaufbauphasen für das
Vertrauen wird das gewünschte Ziel nicht erreicht. Daraus kann man ableiten, dass
dieser Wille freiwillig und aus ehrlichen Motiven erfolgen muss. Den Willen zum
Vertrauensaufbau kann man sehr schwer vorheucheln und kann somit nicht
erzwungen werden. Das bedeutet, dass Vertrauen aus eigener Kraft sowie ehrlichen
und selbstoffenbarenden Motiven erfolgt, die für die zukünftige Vertrauensbeziehung
ausschlaggebend sein werden.
7
Vgl. Petermann, F., 1992, S. 116.

9
1.1.2 Phasen des Vertrauensabbaus
Beim Vertrauensbruch wird Vertrauen als ein Kredit im Rahmen einer
zwischenmenschlichen Beziehung betrachtet, der sehr schnell an Wert verlieren
kann. Die drei Phasen des Vertrauensbruchs-Modells von Petermann
9
sind reziprok
zu denen des Vertrauensaufbaus:
1. Zerstören einer vertrauensvollen Kommunikation
2. Wahl bedrohlicher Handlungen
3. Gezielter Vertrauensbruch
Zu Phase 1, zerstören einer vertrauensvollen Kommunikation: Eine solche Situation
kann entstehen, wenn die Selbstbezogenheit eines Partners zu groß ist und das
fehlende Einfühlungsvermögen dazu führen kann, dass beide Partner aneinander
vorbeireden. Das hat zur Folge, dass Entscheidungen schlecht koordiniert werden
und unter ökonomischen Gesichtspunkten ineffizient gearbeitet wird.
Zu Phase 2, Wahl bedrohlicher Handlungen: Durch bedrohliches Verhalten in
Beziehungen ist ein Partner immer in einer Schutzposition, da solche Bedrohungen
schwer vorherzusehen sind und diese unbeabsichtigt erfolgen. Das kann sich z.B.
durch zu wenige oder zu viele Ratschläge desorientierend auf den Partner
auswirken, was sein Missvertrauen zum Vertrauensgeber verstärkt. Dies schmälert
nochmals das Vertrauen und auch die Bereitschaft zum erneuten Vertrauensaufbau.
Zu Phase 3, Gezielter Vertrauensbruch: In der letzten Phase des Vertrauensbruches
ist die Geringschätzung des Partners mit seinen Leistungen der Grund für eine
ungleiche Beziehung. Auch wenn der Partner seine Anstrengungen erhöht, um den
Leistungen zu entsprechen, genügt das für den Vorgesetzten nicht. Das führt beim
Angestellten dazu, dass sein Selbstvertrauen immer mehr schwindet und die
Kooperationsbereitschaft zum Vorgesetzten abnimmt oder auch ganz erlischt.
8
Vgl. Seligmann, M.E.P., 1986, S. 65
9
Vgl. Petermann, F., 1992, S. 120.

10
Diese Modelle von Petermann stellen ein notwendiges Basiswissen für das
allgemeine Verständnis von Vertrauen dar, das in den folgenden Kapiteln dieser
Arbeit noch gebraucht wird.
1.2 Vertrauen aus verschiedenen Perspektiven
Der Vertrauensbegriff wird sehr umfassend und interdisziplinär in der Literatur
verwendet. Daher kommt der Betrachtung des Umfelds, in dem von Vertrauen
gesprochen und unter welchen Perspektiven es erwähnt wird, eine sehr wichtige
Bedeutung zu.
Es gibt 3 Hauptperspektiven von Vertrauen, die in der Literatur am häufigsten
erwähnt werden: die psychologische-, die soziale- und die ökonomische Perspektive.
Daher werden die Definitionen von Vertrauen in den folgenden Kapiteln sich auch auf
diese Bereiche beziehen.
1.2.1 Vertrauen aus der psychologischen Perspektive
Der Fokus des psychologischen Vertrauens bezieht sich auf die
zwischenmenschlichen Aspekte, d.h. auf Beziehungen zum Partner oder zum
Arbeitskollegen. Um Missverständnisse zu vermeiden, muss hier jedoch eine
zusätzliche Unterscheidung der Individualpsychologie, d.h. die inneren Vorgänge
eines Individuums, wie Motive, Emotionen oder Kognitionen und der
Sozialpsychologie aufgeführt werden. Letzteres untersucht die direkte soziale
Interaktion von Individuen, die in dieser Arbeit als die bereits genannte
psychologische Perspektive gilt. Dabei werden hier zuerst die Klassiker der
Vertrauenspsychologie aus den Werken von Luhmann, Petermann oder Eriskon
erwähnt, die dieses Thema aus einer allgemeinen Sichtweise beschreiben. Danach
werden einige Definitionen von Vertrauen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht
genannt.

11
Für Franz Petermann bedeutet Vertrauen ,,auf etwas hoffen und dadurch
Unsicherheit abbauen"
10
, mit anderen Worten, durch Vertrauen will man in einer
Beziehung risikohafte und unkalkulierbare Situationen kontrollieren können. Weiters
ist Vertrauen eine zentrale Voraussetzung und Variable der Beziehungsgestaltung,
weil sie eine Basis schafft, auf der alles weitere wie z.B. Emotionen und
Zuverlässigkeit aufgebaut werden kann. Wie allerdings Vertrauen im Alltag
begünstigt wird oder zerstört wird, behandelt Petermann nur in Bezug auf den
Umgang mit Kindern in einem pädagogisch-psychologischen Rahmen.
Erikson hingegen erweitert die Auffassung von Vertrauen, das bei ihm auf einem
tiefenpsychologischen Entwicklungsmodell basiert. Er nimmt an, dass sich ohne
Vertrauen keine stabile Persönlichkeit entwickeln kann (die Ich-Identität), und dass
das Urvertrauen der Eckstein einer gesunden Persönlichkeit ist
11
. Er beschreibt
Vertrauen als ein Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu dürfen, das vor allem in
der Mutter-Kind-Beziehung erlernt wird
12
. Interessant ist der Aspekt von Erikson,
dass Vertrauen ausschließlich von positiven Erfahrungen getragen wird, und dass
negative Verhaltensweisen Vertrauen verringern bzw. verhindern. Das kann
passieren, wenn die körperliche Nähe oder das regelmäßige Stillen des Kindes
unterbleibt. Dann ist das Urvertrauen des Kindes gestört und es wird anfälliger für
Krankheiten der Psyche. Das Selbstvertrauen wird im späteren Alter nicht so
ausgeprägt und widerstandsfähig sein, wie bei Personen, die diese Probleme im
Kindesalter nicht hatten.
Generell ist Vertrauen ein Grundbegriff, der dazu dient, soziale Interaktionen und
Handlungsweisen zu beschreiben. Obwohl Luhmann als Soziologe bekannt ist,
beschreibt er Vertrauen aus der psychologischen Sichtweise ,,in jedem Falle [als]
eine soziale Beziehung"
13
, die sich sowohl in einem psychischen als auch einem
sozialen Interaktionsumfeld bildet.
Dieser Exkurs in die partnerpsychologische Vertrauensbeziehung soll nur als
Ergänzung und zum besseren Verständnis der im Kapitel 2 behandelten Literatur
dienen. Durch diese psychologische Sichtweise von Vertrauen sollte lediglich gezeigt
10
Siehe Petermann, F., 1992, S. 9.
11
Vgl. Erikson, E.H., 1963, S. 15.
12
Vgl. Erikson, E.H., 1963, S.22.
13
Siehe Luhmann, N., 1968, S.4.

12
werden, aus welchen Bereichen heraus Vertrauen erstmals wissenschaftlich
untersucht wurde.
Sinnvoll wird die Diskussion über Vertrauen erst, wenn man einen konkreten Bezug
auf dem Hintergrund spezieller Zielbestimmungen herstellt
14
. Vertrauen in
zwischenmenschlichen Beziehungen hat demnach keinen ungefähren Zweck,
sondern ganz genaue Absichten und Erwartungen, die von dem Vertrauensgeber an
dem Vertrauensempfänger weitergegeben werden. Diese Klarheit ist unter anderem
ein Grund dafür, warum im wirtschaftlichen Umfeld Vertrauen so eine wichtige Rolle
spielt, weil es nicht um ungefähre Ziele, sondern um konkrete Zielvorgaben geht, die
erfüllt werden müssen.
Dieses Verständnis für die Konkretisierung der Zielvorgaben des Vertrauensbegriffs
ist sehr hilfreich, wenn es darum geht die ökonomische Sichtweise von Vertrauen zu
erklären. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der Leser erfahren, dass die
wirtschaftliche Betrachtung von Vertrauen unter ökonomischen Effizienzkriterien
wahrscheinlich einen Hauptteil der untersuchten Literatur einnehmen wird.
Ein Kritikpunkt der ökonomischen Sichtweise ist, dass man sich nur auf die
eingeschränkte Sichtweise der Effizienzkriterien in der Wirtschaft beschränkt, obwohl
der Vertrauensbegriff viel weitreichender ist. Die allgemeine Betrachtung von
Vertrauen im wirtschaftlichen Kontext ist auch deshalb sehr wichtig, weil
Vertrauensbeziehungen im Gefolge neuer Managementkonzepte den Status eines
zentralen Wettbewerbsfaktors errungen haben. Somit sind diese zu einem ,,schwer
zu imitierenden Wettbewerbsvorteil(s)"
15
avanciert. Dadurch ist Vertrauen zu einem
wirtschaftlich beeinflussendem Faktor geworden, der durchaus gefördert und
unterstützt werden kann.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Vertrauen eine konkrete
Handlungsdisposition ist, die sich vornehmlich in der Kooperationsbereitschaft eines
Partners offenbart. Vertrauen ermöglicht die Bereitschaft, in eine Beziehung ohne
Vorleistung des Partners zu investieren und dadurch ein kontrolliertes Risiko
einzugehen
16
.
14
Vgl. Petermann, F., 1992, S.17-18.
15
Vgl. Seifert, M., 2001, S. 11.
16
Vgl. Deutsch, M., 1962, S. 18.

13
1.2.2 Vertrauen aus der soziologischen Perspektive
Die soziologische Perspektive erlaubt es, Vertrauen aus einer Makroperspektive zu
betrachten, die sich nicht nur auf ein einzelnes Unternehmen beziehen kann,
sondern auch auf ganze Branchen der Industrie.
Der Vertrauensbegriff wird in der Soziologie durch den des Systemsvertrauens
erweitert. Es spielt in der soziologischen Sichtweise eine wichtige Rolle, weil diese
sich nicht direkt mit Individuen beschäftigt, sondern mit abstrakten Fähigkeiten und
Expertensystemen. Dieses Vertrauen beruht nicht auf dem Glauben der guten
Absichten anderer Personen, sondern auf der Richtigkeit von Prinzipien, denen die
einzelne Person vertraut und diese akzeptiert. Damit ist gemeint, dass das
Systemvertrauen auch ein Vertrauen in nachweisbaren Fähigkeiten, wie z.B.
Zertifikate für Berufsgruppen, Reputationen etc. sein kann. Obwohl man von
Systemvertrauen auf abstrakter Ebene spricht, wird es auf eine konkrete Person
bezogen, das Können im Sinne von Fähigkeiten zugetraut. Man vertraut z.B. einem
Arzt, dass dieser weiß, wie man eine bestimmte Krankheit behandelt und einem
Mechaniker vertraut man, dass dieser den Motor richtig reparieren kann.
Weiters gilt das Vertrauen in das richtige Funktionieren des Systems, das wiederum
von Personen erstellt wurde, die Experten auf diesem Gebiet sind. Beim
Systemvertrauen geht es also darum, in bestimmte Dinge zu vertrauen, die wiederum
von vertrauenswürdigen Experten von Spezialgebieten unter Berücksichtigung
allgemeiner gesellschaftlicher Normen, implementiert wurden. Es findet ein Art
Vertrauenssprung statt, wobei das Bindeglied zwischen dem Individuum und dem
Vertrauensinhalt ein abstraktes System ist.
Einen ähnlichen Begriff verwendet Zucker für das Systemvertrauen. Für sie
verwenden soziale Institutionen den Vertrauensbegriff als ,,institutional trust"
17
und
erlauben eine Institutionalisierung von Vertrauen in der Gesellschaft. In der Praxis
sind diese Institutionen rechtliche Verträge, Lizenzen, Garantien etc. und
signalisieren Vertrauenswürdigkeit, weil sie gesellschaftlich anerkannt sind.
Geld zum Beispiel, setzt Vertrauen in jede Person voraus, die es auch benutzt. Diese
Selbstverständlichkeit des Vertrauens in Geldwerten, ist gar nicht mehr so
17
Siehe Zucker, L.G., 1986, S. 89.

14
selbstverständlich, wenn eine andere Person dieses Geldvertrauen nicht hat und
deshalb auch nicht dessen Wert anerkennt. Nur weil eine Person kein Vertrauen in
Geld aufbringt, kann dadurch kein Geldtransfer zustande kommen und das ganze
Geldtransfersystem würde auf einmal nicht mehr funktionieren. Es ist nicht das Geld,
das die Erde bewegt, sondern das Vertrauen, das u.a. auch in Geld notwendig ist,
Transaktionen jeglicher Art überhaupt zu ermöglichen. Vertrauen ist absolut
essentiell für das Funktionieren der heutigen modernen Gesellschaft
18
.
Die meisten Definitionen von Vertrauen nehmen auf die sozialen Beziehungen, die
Vertrauen beinhalten, keinen Bezug. Sie definieren lediglich das Verhalten anderer
Personen, die sich durch den Vertrauensvorschuss auf abgesprochene Weise
verhalten werden und somit das Risiko der geplanten Handlung auf ein Minimum
reduzieren. Die Definition von Vertrauen aus der soziologischen Sichtweise
beinhaltet die bewusste Erwägung von Alternativen bestimmter Handlungsweisen,
die eine Teilerreichung als Endphase haben.
Es geht also darum, die Gefahr und das Risiko zu minimieren, ähnlich wie in der
psychologischen Sichtweise in Kap. 1.2.1, aber mit der Erweiterung der
Zeitdimension, dass Vertrauen ein ,,kontinuierlicher Zustand"
19
ist, auf dem man sich
ohne Fristigkeit verlassen kann.
Bei einer Verfehlung des Zieles kann man entweder
mit Enttäuschung oder mit der teilweisen Übernahme der Schuld in seinem Handeln
reagieren und somit einen Lernprozess auslösen.
1.2.3 Vertrauen aus der ökonomischen Perspektive
Viele neue Forschungsprojekte die das Thema Vertrauen in einem wirtschaftlichen
Umfeld untersucht haben, begründen die Relevanz von Vertrauen in Organisationen
mit der der Kosteneinsparung. Durch Vertrauen ist es möglich soziale
Reibungspunkte bei Individuen zu verringern, was u.a. zu einer Beschleunigung des
Arbeitsprozesses führen kann, was wiederum Kosteneinsparungen mit sich bringt.
Vertrauen hat also das Potential zum Kostenminimierungsinstrument in einer
wirtschaftlichen Einheit. Die meisten Ansätze, in denen Vertrauen als solches
18
Vgl. Giddens, A., 1995, S. 39-40.

15
behandelt wird, erfolgt im Rahmen der Transaktionskostentheorie und der Prinzipal-
Agenten-Theorie. Zunächst werden diese Theorien im Zusammenhang mit dem
Vertrauensbegriff hier näher erläutert, danach wird eine Kosten-Nutzenbetrachtung
von Vertrauen aufgestellt. Dadurch soll gezeigt werden, wie vielseitig der Einfluss
von Vertrauen auf ein Unternehmen sein kann.
1.2.3.1 Vertrauen im Rahmen der Transaktionskostentheorie
Die Koordination wirtschaftlicher Aktivitäten erfordert den Einsatz von Ressourcen
und verursacht Kosten, die als Koordinations- oder Transaktionskosten bezeichnet
werden
20
. Der Gegenstand der Transaktionskostentheorie ist die Analyse und
Strukturierung der Kosten eines Leistungstausches
21
.
Dazu gehören Kosten der Anbahnung, Vereinbarung, Abwicklung, Kontrolle und der
Anpassung einer Transaktionsbeziehung. Die Höhe dieser Kosten wird nach
Williamson im Wesentlichen durch die Unsicherheit der Umweltbedingungen, die Art
der zu erbringenden Leistung und die Häufigkeit der Transaktion bestimmt
22
. Die
Transaktionskosten umfassen jedoch nicht nur die monetär erfassbaren Kosten,
sonder auch alle mit der Transaktion verbundenen, monetär zu bewertenden Opfer
und Anstrengungen. Was in der Theorie relativ einfach erscheint, ist in der Praxis
sehr schwer durchführbar. Die Erfassung dieser nichtmonetären Kosten unterliegt in
der Praxis großen Problemen
23
. Deshalb liegt der eigentliche Nutzen der
Transaktionskostentheorie vielmehr im Vergleich von dem Organisationsdesign und
der Möglichkeit, z.B. Vertrauen als einen besseren Koordinationsmechanismus für
die Transaktionen einzusetzen.
Durch den Einsatz eines solchen Koordinationsmechanismus, der geeignet ist, die
Unsicherheit und Komplexität gleichermaßen zu reduzieren, kann man Kosten
einsparen oder zumindest minimieren.
Praktische Beispiele für Kosteneinsparungen bei Transaktionskosten sind im
externen Bereich der Organisationen in der Automobilindustrie zu finden. Vogt hat
19
Siehe Giddens, A., 1995, S. 47.
20
Vgl. Picot, A., 1982, S. 267-284.
21
Vgl. Albach, H., 1989, S. 1155.
22
Vgl. Williamson, O.E., 1993, S. 453-486.
23
Vgl. Albach, H., 1989, S. 1163.

16
die Vertrauenswirkung auf die unterschiedlichen Transaktionskostenarten in dieser
Industriebranche analysiert und herausgefunden, dass die Transaktionskosten durch
Vertrauen gesenkt werden können
24
.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Vertrauen im Transaktionskostenmodell
im Allgemeinen zu einer Senkung der Kosten führt, aber nur im eingeschränkten
Rahmen. Um auf das Beispiel der Automobilindustrie wieder zurückzugreifen,
können nicht erkannte qualitative Schwächen eines Zulieferers in der
Anbahnungsphase zu Folgekosten und Imageschäden führen. Die
Opportunitätskosten, die durch solch einen Fehler entstehen, können sehr groß sein.
Deswegen ist Vertrauen als kostenminimierendes Instrument nur beschränkt im
Transaktionskostenmodell erfolgreich, weil man auf die möglichen Opportunitäts-
kosten besondere Rücksicht nehmen muss, was den Kosteneinsparungseffekt
wieder relativiert.
1.2.3.2 Vertrauen im Rahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie
Die Prinzipal-Agenten-Theorie beruht auf den gleichen Annahmen wie die
Transaktionskostentheorie, identifiziert aber genauer die opportunistischen
Verhaltensrisiken der Auftragsbeziehungen. Diese Auftragsbeziehungen sind
gekennzeichnet durch Informationsdefizite eines Prinzipals gegenüber einem
Agenten und durch die Umweltunsicherheit, die ein zusätzliches Risiko darstellt. Das
Ergebnis dieses Auftrags hängt vom Arbeitseinsatz des Agenten und des möglichen
Risikos ab. Der Prinzipal kann weder die Handlungen des Agenten noch das
Restrisiko vollständig oder nur teilweise unter Einsatz von Ressourcen beobachten.
Dadurch kann der Prinzipal nicht ableiten, welcher Teil des Ergebnisses auf den
Arbeitseinsatz des Agenten oder auf die Umweltzustände zurückzuführen ist. Diesen
Informationssprung kann der Agent opportunistisch für die eigenen Ziele nutzen
25
.
Der Anspruch der Prinzipal-Agenten-Theorie ist es, die opportunistischen
Verhaltensrisiken zu identifizieren und ein Instrumentarium bereitzustellen, welches
diese Risiken effizient einschränken können. Dem Prinzipal stehen verschiedene
24
Vgl. Vogt, J., 1997, S. 206.
25
Vgl. Spreman, K., 1989, S. 3-5.

17
Kontrollinstrumente zur Verfügung, die die Handlungsweise seines Agenten
transparenter machen, jedoch sind diese sehr kostspielig und können den Agenten in
seiner Arbeit sogar behindern
26
.
Der größte Nutzen dieses Verhältnisses liegt darin, dass die Kontrollkosten für den
Prinzipal nicht zu hoch sind, und der Vertrauensmissbrauch des Agenten durch
Anreize und Vertrauen eingegrenzt werden. Für den Prinzipal gibt es viele
Möglichkeiten mit den Verhaltensrisiken umzugehen. Dabei ist der
Vertrauensmechanismus der effizienteste, der das Verhalten des Agenten
beeinflussen kann. Die Wahl des Agenten, zu dem entweder ein
Vertrauensverhältnis schon besteht, oder die Einbettung eines Agenten in ein
solches Verhältnis, kann die Motivation des Agenten erheblich steigern. Ripperger
bezeichnet ein solches Vertrauensverhältnis als soziales Kapital, dass einen
implizierten Vertrag begründet, den der Agent nicht gefährden will
27
. Das soziale
Kapital gilt es von beiden Seiten aus zu erhalten und so zu investieren, dass es sich
vermehrt. Die berufliche Reputation des Agenten ist ein gutes Beispiel dafür, die er
sich in den meisten Fällen nicht leisten kann, durch einen Vertrauensmissbrauch zu
verlieren.
Sowohl in der Transaktionskostentheorie als auch in der Prinzipal-Agenten-Theorie
wird Vertrauen unter einer soziologischen Perspektive betrachtet, und zwar treten
anstelle von realen monetären Werten die sozialen Werte, die aber als nicht-fassbare
monetäre Einheiten in der Gesellschaft zählen. Das soziale Kapital wird durch
Einbettungsmechanismen die durch Vertrauen in die sozialen Geschäftsbeziehungen
der Arbeitnehmer intern, als auch der Lieferanten extern der Organisation investiert
wird, vor dem Vertrauensmissbruch gewahrt.
1.2.3.3 Kosten- und Nutzenbetrachtung von Vertrauen
Die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen der Vertrauensgeber und ­nehmer
soll die ökonomische Betrachtung des Vertrauens abschließen. Die Aussage einer
Tendenz hin zu mehr Vertrauen ist ohne eine weitere Eingrenzung bzw. einer
26
Vgl. Sjurts, I., 1998, S. 284-285.
27
Vgl. Ripperger, T., 1998, S. 68-70.
Ende der Leseprobe aus 89 Seiten

Details

Titel
Vertrauen in Organisationen - Eine inhaltliche und perspektivische Analyse von Vertrauen in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien
Note
2
Autor
Jahr
2003
Seiten
89
Katalognummer
V185857
ISBN (eBook)
9783656990611
ISBN (Buch)
9783867467322
Dateigröße
884 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertrauen, organisationen, eine, analyse, literatur
Arbeit zitieren
Magister Werner Sauer (Autor), 2003, Vertrauen in Organisationen - Eine inhaltliche und perspektivische Analyse von Vertrauen in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185857

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