Diese Arbeit beschäftigt mit der für Basel II relevanten Komponente des Marktrisikos und der Errechnung des Eigenmittelerfordernisses nach den Richtlinien 93/6/EWG ("CAD I") und 98/31/EG ("CAD II"). MS Powerpoint Präsentation im Preis inkludiert
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangssituation und Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Hausarbeit
1.3. Methodische Vorgangsweise und Aufbau der Arbeit
2. Eigenkapitalregulierende Grundnormen
2.1. Solvabilitätsrichtlinie
2.2. Kapitaladäquanzrichtlinie I
2.3. Kapitaladäquanzrichtlinie II
2.4. Eigenmittelrichtlinie (EMRL)
3. Regulierungsbereiche des WP-Handelsbuches
3.1. Die Trading-Book-Lösung als Kernstück der CAD
3.1.1. Spezifikationen des Wertpapier-Handelsbuches
3.1.2. Abgrenzung des Wertpapier-Handelsbuches
4. Richtlinienkonformes Eigenmittelerfordernis
4.1. Geschäftsfeldspezifische Unterlegungsbereiche
4.1.1. Eigenmittelunterlegung „großes WP-Handelsbuch“
4.1.2. Eigenmittelunterlegung „kleines WP-Handelsbuch“
4.2. Positionsspezifische Unterlegungsbereiche
4.2.1. Bewertung der jeweiligen Positionen
5. Der Building Block Approach
5.1. Spezifisches Positionsrisiko in Schuldtiteln
5.2. Allgemeines Positionsrisiko in Schuldtiteln
5.2.1. Laufzeitbandmethode
5.2.1.1. Berechnungsschritte der Laufzeitbandmethode
5.2.2. Durationsmethode
5.2.2.1. Berechnungsschritte der Durationsmethode
5.2.3. Vergleich der beiden Methoden
5.3. Spezifisches Positionsrisiko in Substanzwerten
5.4. Allgemeines Positionsrisiko in Substanzwerten
5.5. Kritikpunkte an der Risikomessung von Substanzwerten
5.6. Aufrechnung von allgemeinen Positionsrisiken
6. Fremdwährungsrisiko und offene Goldposition
6.1. Modellannahmen
6.2. Berechnungsschritte
6.2.1. Beispiel zur Eigenmittelunterlegung der offenen Devisenposition
7. Bankinterne Modelle
7.1. Methodik der Rückvergleiche (Backtesting)
7.2. Krisentests bei internen Modellen (Stresstesting)
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Seminararbeit ist die Darstellung der Auswirkungen der Kapitaladäquanzrichtlinie auf die Eigenmittel der österreichischen Kreditinstitute. Dabei wird analysiert, wie das Wertpapier-Handelsbuch im Hinblick auf das spezifische und allgemeine Marktrisiko regulatorisch zu behandeln ist.
- Regulatorische Rahmenbedingungen für Kreditinstitute
- Abgrenzung und Bewertung des Wertpapier-Handelsbuches
- Methoden zur Berechnung des Marktrisikos (Laufzeitband- und Durationsmethode)
- Umgang mit Fremdwährungsrisiken und internen Risikomodellen
Auszug aus dem Buch
3.1.2. Abgrenzung des Wertpapier-Handelsbuches
Da nach § 2 Z 35 BWG die Einbeziehung von Positionen in das Wertpapier-Handelsbuch nach institutsinternen Kriterien zu erfolgen hat, verbleibt dem Kreditinstitut – mit Ausnahme der Wertpapiere des Handelsbestandes, die jedenfalls dem Wertpapier-Handelsbuch zuzurechnen sind – ein großer Handlungsspielraum, wie es sein Wertpapier-Handelsbuch definiert. Somit bestehen zwischen Handels- und Bankbuch keine fixen Abgrenzungsmerkmale. Die Kreditinstitute sind vielmehr verpflichtet, produktspezifische, organisatorische bzw. kompetenzmäßige Kriterien für eine Abgrenzung des Wertpapier-Handelsbuches vom Bankbuch in Betracht zu ziehen. Um allzu freien Gestaltungsmöglichkeiten entgegen zu wirken, müssen diese Kriterien generelle Anwendung finden und der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) bekannt gegeben werden. Gleiches gilt für Änderungen bereits bestehender Kriterien. Eine einmal getroffene Zuordnung zum Wertpapier-Handelsbuch ist grundsätzlich beizubehalten sowie die Umbuchung von Positionen in bzw. aus dem Handelsbuch für sachverständige Dritte nachvollziehbar zu dokumentieren und zu begründen. Dabei ist für die Zuordnung von Handelsgeschäften zum Wertpapier-Handelsbuch entscheidend, von welcher Stelle diese beauftragt wurden und nicht, ob diese von einer Handels- oder sonstigen Geschäftsabteilung abgeschlossen werden. Sogenannte „interne Geschäftsabschlüsse“ zur Risikominimierung im Bankbuch zählen zum Wertpapier-Handelsbuch, sofern auf diesem Wege nicht missbräuchlich ein Marktrisiko vom Handelsbuch in das Bankbuch verlagert wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Marktrisikoregulierung in der EU und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkung der Kapitaladäquanzrichtlinie auf österreichische Kreditinstitute aufzuzeigen.
2. Eigenkapitalregulierende Grundnormen: Hier werden die wesentlichen EU-Richtlinien wie die Solvabilitätsrichtlinie und die Kapitaladäquanzrichtlinien vorgestellt, die das Fundament der Eigenkapitalregulierung bilden.
3. Regulierungsbereiche des WP-Handelsbuches: Der Fokus liegt auf der Definition und Abgrenzung des Wertpapier-Handelsbuches innerhalb eines Kreditinstituts als Kernstück der regulatorischen Anforderungen.
4. Richtlinienkonformes Eigenmittelerfordernis: Dieses Kapitel beschreibt, wie das Eigenmittelerfordernis für verschiedene Geschäftsfelder und Positionsarten spezifisch zu ermitteln ist.
5. Der Building Block Approach: Es wird die systematische Berechnung des spezifischen und allgemeinen Marktrisikos für Schuldtitel und Substanzwerte mittels Baukastenprinzip dargestellt.
6. Fremdwährungsrisiko und offene Goldposition: Die Behandlung von Fremdwährungsrisiken wird erläutert und anhand eines konkreten Berechnungsbeispiels verdeutlicht.
7. Bankinterne Modelle: Abschließend werden die qualitativen Anforderungen an bankinterne Risikomodelle sowie die Methoden der Validierung durch Backtesting und Stresstesting behandelt.
Schlüsselwörter
Kapitaladäquanzrichtlinie, Kreditinstitute, Wertpapier-Handelsbuch, Marktrisiko, Eigenmittel, Laufzeitbandmethode, Durationsmethode, Substanzwerte, Fremdwährungsrisiko, Bankinterne Modelle, Backtesting, Stresstesting, Eigenmittelunterlegung, Solvabilitätsrichtlinie, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den regulatorischen Anforderungen der Kapitaladäquanzrichtlinie (CAD) an österreichische Kreditinstitute, insbesondere im Hinblick auf die Eigenmittelunterlegung von Marktrisiken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Abgrenzung des Wertpapier-Handelsbuches, die Berechnung von Markt- und spezifischen Risiken sowie die Anwendung interner bankeigener Risikomodelle.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Kapitaladäquanzrichtlinie auf die Eigenkapitalbasis der österreichischen Banken zu analysieren und die Standardverfahren für die Eigenmittelunterlegung zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der relevanten EU-Richtlinien und des Bankwesengesetzes sowie der Einbeziehung von Expertenwissen aus der Bankenpraxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt detailliert die Berechnungsmethoden für Marktrisiken, wie den Building Block Approach, die Laufzeitband- und Durationsmethode sowie die Behandlung von Fremdwährungsrisiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kapitaladäquanz, Marktrisiko, Wertpapier-Handelsbuch, Eigenmittelunterlegung und Bankinterne Modelle.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen dem "großen" und "kleinen" WP-Handelsbuch?
Die Unterscheidung basiert auf dem Umfang der Handelsaktivitäten; Institute, die nur in geringem Umfang Handel betreiben, können unter bestimmten Voraussetzungen vereinfachte Berechnungsmethoden der Solvabilitätsrichtlinie nutzen.
Was versteht man unter dem Building Block Approach?
Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem spezifische und allgemeine Positionsrisiken additiv ermittelt werden, um das gesamte Marktrisiko einer Position zu quantifizieren.
Welchen Stellenwert nimmt das Backtesting ein?
Backtesting fungiert als Qualitätssicherungsverfahren für interne Modelle, indem die realen Risikoresultate mit den Modellprognosen abgeglichen werden.
- Citar trabajo
- Erik Ludl (Autor), 2003, Die Auswirkungen der Kapitaladäquanzrichtlinie auf die Eigenmittel der Kreditinstitute in Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185906