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Die Geschichte des Flamenco

Titre: Die Geschichte des Flamenco

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 1998 , 16 Pages , Note: 0

Autor:in: Magister Markus Mross (Auteur)

Romanistique - Philologie espagnole
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Der Flamenco ist in Andalusien, der südlichsten Provinz Spaniens, entstanden. Er ist das Produkt vieler verschiedener Kulturen, die jahrhundertelang nacheinander ihre Spuren in Andalusien bzw. in Spanien hinterlassen haben (z.B. Griechen, Römer, Mauren).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Sozialgeschichtliche Hintergründe und Allgemeines

1.1. Die Migrationsbewegung der Roma als eigentlicher Entstehungsfaktor

1.2. Die politische und wirtschaftliche Situation in Andalusien

1.3. Die verschiedenen musikalischen und kulturellen Einflüsse im Flamenco

1.4. Der Flamenco als Lebensgefühl und als ästhetische Kunstform

1.5. Die jüngere Geschichte des Flamenco

2. Die drei Grundpfeiler des Flamenco

2.1. Der „Cante“

2.2. Der „Baile“

2.3. Der „Toque“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und die kulturelle Entwicklung des Flamenco im Kontext der sozialgeschichtlichen Bedingungen Andalusiens sowie die Bedeutung seiner drei zentralen Grundpfeiler Gesang, Tanz und Gitarre.

  • Sozialgeschichtliche Ursprünge und Einflüsse der Roma in Andalusien
  • Die politische und sozioökonomische Lage im historischen Andalusien
  • Der Flamenco als Ausdrucksform und ästhetische Kunstrichtung
  • Strukturelle Analyse der Kernelemente: Cante, Baile und Toque
  • Die Entwicklung und Transformation des Flamenco über die Jahrhunderte

Auszug aus dem Buch

1.1. Die Migrationsbewegung der Roma als eigentlicher Entstehungsfaktor

Der Flamenco ist in Andalusien, der südlichsten Provinz Spaniens, entstanden. Er ist das Produkt vieler verschiedener Kulturen, die jahrhundertelang nacheinander ihre Spuren in Andalusien bzw. in Spanien hinterlassen haben (z.B. Griechen, Römer, Mauren). Der eigentliche Entstehungsfaktor jedoch ist das Auswandern einiger Romastämme aus Indien und deren Niederlassungen in Andalusien. Keine andere Kultur hat den Flamenco als Musikrichtung und als Lebensphilosophie so entscheidend geprägt wie die der aus ihrer ursprünglichen Heimat vertriebenen Zigeuner.

Das Abwandern dieser Romastämme erfolgte etwa im 9./10. Jahrhundert nach Christus. Die Mehrzahl von ihnen stammt wahrscheinlich aus der Provinz Punjab im Nordwesten Indiens. Es ist nicht klar erwiesen, ob sie der Kaste der „Unberührbaren“ („Parias“) oder aber der Kriegerkaste („Rajputs“) angehörten. Für die erste Möglichkeit spricht die These, daß die „klassischen“ Romaberufe im allgemeinen als unrein bezeichnet und somit als typisch für eine niedere Kaste eingestuft wurden (z.B. Tierhandel und Tierdressur, Handlesen, Akrobatik, Metallverarbeitung), worauf auch der Name vieler Romastämme zurückzuführen ist (z.B. „Kaldarra“ = Kupferschmied, „Ursari“ = Bärenführer, „Lovara“ = Pferdehändler). Für die zweite Vermutung spricht die Tatsache, daß ein allgemein verbreitetes „aristokratisches“ Bewußtsein bei den verschiedenen Romastämmen herrschte und daß sie sich nach ihrer Einwanderung in Europa mit Adelstiteln vorzustellen pflegten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sozialgeschichtliche Hintergründe und Allgemeines: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des Flamenco durch die Migration der Roma nach Andalusien und die historischen sozioökonomischen Bedingungen der Region.

1.1. Die Migrationsbewegung der Roma als eigentlicher Entstehungsfaktor: Hier wird der Ursprung der Roma-Stämme aus Indien und deren Ankunft in Spanien als wesentlicher Impulsgeber für die Entwicklung des Flamenco beschrieben.

1.2. Die politische und wirtschaftliche Situation in Andalusien: Dieses Kapitel analysiert die schwierigen Lebensverhältnisse unter verschiedenen Herrschaftssystemen, die den Nährboden für die Ausdrucksform des Flamenco bildeten.

1.3. Die verschiedenen musikalischen und kulturellen Einflüsse im Flamenco: Die Vielfalt der kulturellen Einflüsse, von maurischen bis zu jüdischen Elementen, wird hier als musikalisches Fundament aufgezeigt.

1.4. Der Flamenco als Lebensgefühl und als ästhetische Kunstform: Der Text beleuchtet den Flamenco als Ausdruck von Widerstand, Freiheit und als spirituelle „Duende“-Erfahrung.

1.5. Die jüngere Geschichte des Flamenco: Ein Überblick über die Professionalisierung des Flamenco, von den „Cafés cantantes“ bis hin zur Einbindung in die spanische Kunstmusik.

2. Die drei Grundpfeiler des Flamenco: Eine strukturelle Einführung in die drei Hauptkomponenten, aus denen die Flamencokunst besteht.

2.1. Der „Cante“: Dieser Abschnitt beschreibt den Gesang als historisches und technisches Herzstück des Flamenco inklusive seiner verschiedenen Stilrichtungen.

2.2. Der „Baile“: Hier wird die Entwicklung des Tanzes sowie die Bedeutung der körperlichen Ausdrucksweise und der Interaktion mit dem Musiker analysiert.

2.3. Der „Toque“: Die Technik der Flamencogitarre, ihre speziellen Anschlagsarten und ihre Rolle als Begleit- und Soloinstrument bilden den Kern dieses Kapitels.

Schlüsselwörter

Flamenco, Andalusien, Roma, Gitanos, Cante, Baile, Toque, Geschichte, Kultur, Musikwissenschaft, Tradition, Gesang, Tanz, Gitarre, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte des Flamenco, seiner Herkunft aus dem andalusischen Schmelztiegel der Kulturen und der detaillierten Beschreibung seiner künstlerischen Kernkomponenten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die historische Sozialgeschichte Andalusiens, die Rolle der Roma bei der Entstehung der Kunstform sowie die musikwissenschaftliche Analyse von Gesang, Tanz und Gitarrenspiel.

Was ist das primäre Ziel dieser Ausarbeitung?

Das Ziel ist es, den Flamenco nicht nur als Musikstil, sondern als tief verwurzeltes, kulturelles Lebensgefühl zu begreifen und die technischen sowie historischen Grundpfeiler präzise darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-deskriptiven Ansatz, um die Entstehung, die stilistischen Merkmale und die soziokulturelle Bedeutung des Flamenco unter Einbezug von Forschungsliteratur zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die sozialgeschichtliche Kontextualisierung der Entstehung und eine detaillierte Aufschlüsselung der drei Säulen Cante (Gesang), Baile (Tanz) und Toque (Gitarre).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Flamenco, Andalusien, Roma, Cante, Baile, Toque, kulturelle Identität und die historische Entwicklung der spanischen Volksmusik.

Welche Rolle spielt die Gitarre im Flamenco historisch?

Die Gitarre entwickelte sich erst im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts vom begleiteten Randinstrument zu einem solistisch konzentrierten, essentiellen Bestandteil des Flamenco.

Was bedeutet der Begriff „Duende“?

„Duende“ beschreibt einen Zustand der Inspiration und Ekstase während einer Flamenco-Darbietung, bei dem der Künstler eine tiefe, emotionale Verbindung zum Publikum herstellt.

Wie unterscheidet sich der Flamenco-Tanz vom Ballett?

Während das Ballett Leichtigkeit und vertikale Bewegung anstrebt, ist der Flamenco durch Erdverbundenheit, Stampfen und eine introvertiertere, sinnliche Haltung geprägt.

Gibt es einen festen Rhythmus im Flamenco?

Der Flamenco kennt keinen einheitlichen, massentauglichen Rhythmus wie die Popmusik, sondern basiert auf komplexen, traditionell überlieferten Strukturen, die oft durch den Cantaor und den Tänzer vorgegeben werden.

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Résumé des informations

Titre
Die Geschichte des Flamenco
Université
University of Hamburg
Note
0
Auteur
Magister Markus Mross (Auteur)
Année de publication
1998
Pages
16
N° de catalogue
V185929
ISBN (ebook)
9783656990055
ISBN (Livre)
9783656991359
Langue
allemand
mots-clé
geschichte flamenco
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Markus Mross (Auteur), 1998, Die Geschichte des Flamenco, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185929
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Extrait de  16  pages
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