Die vorliegende Diplomarbeit ist im betriebswirtschaftlichen Marketing angesiedelt.
Untersuchungsobjekt sind die gegenwärtig vielfach zu beobachtenden Konsumverhaltensänderungen
im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH).
Ziel der Diplomarbeit ist es herauszufinden, welche Alternativen die unterschiedlichen Betriebsformen
des LEHs besitzen, sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen und sich mit einer Erfolg
versprechenden Marktstrategie im Wettbewerb um die Verbraucher optimal zu positionieren. Dafür
werden neben einer umfangreichen Betrachtung der potentiellen Differenzierungsmöglichkeiten von
Einzelhändlern im LEH vor allem die Determinanten der Einkaufsstättenwahl von Konsumenten
betrachtet. Eine durchgeführte empirische Untersuchung dient dazu, die in der Literatur gefundenen
Zusammenhänge zu überprüfen sowie darüber hinaus die für das Einkaufsverhalten und die
Einkaufsstättenwahl relevanten Ziele und Wertvorstellungen der Konsumenten zu identifizieren.
Aktuelle Zeitungs- und Zeitschriftenüberschriften, wie „Das Zeitalter des Discounters – der
schrittweise Abschied von Supermärkten und Markenartikeln?“, „‚Tante Emma‘ bald nur noch auf
dem Land“ oder „Lidl gewinnt, alle anderen verlieren“, zeigen, dass der LEH derzeit in vielen
Bereichen von einem massiven Umbruch gekennzeichnet ist.
Der LEH, wie auch der Einzelhandel insgesamt haben sich in den vergangenen Jahren eindeutig von
einem Verkäufer- hin zu einem Käufermarkt gewandelt. Konsumenten haben heute mehr denn je
die Wahl zwischen einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften und Betriebsformen, bei denen sie ihre
Versorgungseinkäufe tätigen können. Untersuchungen haben ergeben, dass Verbraucher mittlerweile
im Durchschnitt zehn bis vierzehn (sic!) unterschiedliche Geschäfte für ihre Versorgungseinkäufe
aufsuchen. Damit verbunden hat sich auch das Einkaufsverhalten der Konsumenten teils erheblich
verändert.[...]
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG
2 AUFBAU DES DEUTSCHEN LEBENSMITTELEINZELHANDELS
2.1 ÜBERBLICK
2.2 DIFFERENZIERUNGSMERKMALE
2.2.1 Standortpolitik
2.2.2 Sortimentspolitik und Verkaufsraumgestaltung
2.2.3 Handelsmarkenpolitik
2.2.4 Preispolitik
2.2.5 Servicepolitik und Kundenbindung
2.3 BETRIEBSFORMEN
2.4 STRUKTUR UND ENTWICKLUNG
2.5 ZWISCHENFAZIT
3 DETERMINANTEN DES KONSUMENTENVERHALTENS
3.1 ÜBERBLICK
3.2 DETERMINANTEN DES EINKAUFSVERHALTENS
3.2.1 Wirtschaftliche Determinanten
3.2.2 Soziodemographische Determinanten
3.2.3 Soziale Determinanten
3.2.4 Situative Determinanten
3.3 ZWISCHENFAZIT
4 EMPIRISCHE ANALYSE AUF BASIS DER MEANS-END-THEORIE
4.1 ÜBERBLICK
4.2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
4.2.1 Grundlagen und Ziele der Means-End-Theorie
4.2.2 Interview auf Basis der Laddering-Methode
4.2.3 Ermittlung der Means-End-Ketten
4.3 BESCHREIBUNG DER BEFRAGUNG
4.3.1 Auswahl der Interviewten
4.3.2 Ablauf der Interviews
4.4 AUSWERTUNG DER BEFRAGUNG
4.4.1 Bewertung der realen Einkaufsstätten
4.4.2 Charakterisierung einer idealen Einkaufsstätte
4.4.3 Analyse der Means-End-Ketten
4.5 ZWISCHENFAZIT
4.5.1 Zusammenfassung der Analyse und Implikationen
4.5.2 Kritische Würdigung
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5.2 AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht die gegenwärtigen Konsumverhaltensänderungen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und analysiert, wie sich verschiedene Betriebsformen durch erfolgreiche Strategien optimal positionieren können, um die Einkaufsstättentreue der Konsumenten langfristig zu binden.
- Analyse der Differenzierungsmöglichkeiten für Einzelhändler im LEH
- Untersuchung der Determinanten der Einkaufsstättenwahl
- Qualitative Befragung von Konsumenten auf Basis der Means-End-Theorie
- Identifikation von unbewussten Entscheidungsprozessen, Zielen und Werten der Verbraucher
- Ableitung von Handlungsimplikationen für Einzelhandelsbetriebe
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Die vorliegende Diplomarbeit ist im betriebswirtschaftlichen Marketing angesiedelt. Untersuchungsobjekt sind die gegenwärtig vielfach zu beobachtenden Konsumverhaltensänderungen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH).
Ziel der Diplomarbeit ist es herauszufinden, welche Alternativen die unterschiedlichen Betriebsformen des LEHs besitzen, sich von ihren Konkurrenten abzugrenzen und sich mit einer Erfolg versprechenden Marktstrategie im Wettbewerb um die Verbraucher optimal zu positionieren. Dafür werden neben einer umfangreichen Betrachtung der potentiellen Differenzierungsmöglichkeiten von Einzelhändlern im LEH vor allem die Determinanten der Einkaufsstättenwahl von Konsumenten betrachtet. Eine durchgeführte empirische Untersuchung dient dazu, die in der Literatur gefundenen Zusammenhänge zu überprüfen sowie darüber hinaus die für das Einkaufsverhalten und die Einkaufsstättenwahl relevanten Ziele und Wertvorstellungen der Konsumenten zu identifizieren.
Aktuelle Zeitungs- und Zeitschriftenüberschriften, wie „Das Zeitalter des Discounters – der schrittweise Abschied von Supermärkten und Markenartikeln?“, „‚Tante Emma‘ bald nur noch auf dem Land“ oder „Lidl gewinnt, alle anderen verlieren“, zeigen, dass der LEH derzeit in vielen Bereichen von einem massiven Umbruch gekennzeichnet ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problemstellung des LEH, die Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung des methodischen Gangs der Untersuchung.
2 AUFBAU DES DEUTSCHEN LEBENSMITTELEINZELHANDELS: Darstellung der Differenzierungsmerkmale, Charakterisierung verschiedener Betriebsformen sowie Analyse der Marktstruktur und aktuellen Entwicklung im LEH.
3 DETERMINANTEN DES KONSUMENTENVERHALTENS: Erläuterung der wirtschaftlichen, soziodemographischen, sozialen und situativen Einflussfaktoren auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten.
4 EMPIRISCHE ANALYSE AUF BASIS DER MEANS-END-THEORIE: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews zur Identifikation unbewusster Motive, Ziele und Wertvorstellungen bei der Einkaufsstättenwahl.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der Analyse sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im LEH.
Schlüsselwörter
Lebensmitteleinzelhandel, LEH, Einkaufsstättenwahl, Konsumentenverhalten, Means-End-Theorie, Laddering-Methode, Handelsmarken, Betriebsformen, Preisimage, Kundenbindung, Smart Shopping, Hybrides Konsumentenverhalten, Markenführung, Distributionsgrad, Wettbewerbsstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Veränderungen des Konsumentenverhaltens im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und analysiert, wie sich verschiedene Betriebsformen im Wettbewerb erfolgreich positionieren können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Differenzierungsmerkmale im LEH, die Determinanten des Einkaufsverhaltens sowie die Anwendung der Means-End-Theorie zur Identifikation von Verbraucherwerten.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist die Identifikation von Zielen und Werten der Konsumenten, die die Einkaufsstättenwahl beeinflussen, um daraus Handlungsempfehlungen für eine bessere Marktpositionierung der Einzelhändler abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Analyse und einem empirischen Teil, bei dem qualitative Laddering-Interviews auf Basis der Means-End-Theorie durchgeführt wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktstruktur und Betriebsformen des LEH, die Erläuterung klassischer Konsumentenverhaltensdeterminanten sowie die detaillierte Durchführung und Auswertung der empirischen Untersuchung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lebensmitteleinzelhandel, Einkaufsstättenwahl, Means-End-Theorie, Handelsmarken, Preisimage und Kundenbindung.
Wie beeinflusst die "Geiz ist geil"-Mentalität den LEH laut der Arbeit?
Diese Mentalität hat dazu geführt, dass sich das Preisniveau im deutschen LEH auf ein europaweit niedriges Niveau eingestellt hat, wobei Konsumenten über alle sozialen Schichten hinweg vermehrt bei Discountern einkaufen.
Welche Rolle spielt die Means-End-Theorie bei der Analyse?
Sie dient dazu, die Verbindung zwischen konkreten Produkteigenschaften, den daraus resultierenden Konsequenzen und den persönlichen Werten der Konsumenten aufzudecken, die letztlich die Einkaufsstättenwahl steuern.
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- Sascha Hoffmann (Author), 2004, Determinanten der Einkaufsstättenwahl im Lebensmitteleinzelhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185990