Die Arbeit behandelt die Diskrepanz des Gemeinwohls gegenüber dem Willen der Verwaltung, die Verfolgung und Gefahr von Eigeninteressen in Institutionen und bietet als Ausweg aus diesem Dilemma ein Verfahren der Bürgerbeteiligung an. ...
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Verwaltung
- Regierung und Verwaltung orientieren sich am Gemeinwohl
- Auch Entscheider haben Eigeninteressen
- Positionen, in denen die Darstellung der Interessen erlaubt ist
- Interessendarstellung in Positionen des öffentlichen Interesses
- Politik
- Verwaltung
- Kirche
- Interessendarstellung in Positionen des öffentlichen Interesses
- Der Bedarf nach Eingrenzung der Eigeninteressen
- Wege der Eingrenzung
- Richter
- Schöffen
- Befristung von Macht
- Auch diese Instrumente haben Eigeninteressen
- Was tun?
- Das Verfahren „Planungszelle“
- Die Historie der Planungszelle
- Warum benötigt man die Planungszelle?
- Erklärungen zur Begrifflichkeit und des Spannungspotentials
- Der Ablauf einer Planungszelle
- Die differenzierten Einsetzungsmöglichkeiten anhand stattgefundener Planungszellen
- Das Beteiligungsprojekt „Meerbusch Mitte“ - Eine Fallstudie
- Die Vorstellungen und Vorgaben der Verwaltung
- Der Ablauf der Planungszelle Meerbusch Mitte
- Die besondere Demografie der Stadt Meerbusch
- Der Verlauf der Planungszellen und deren Teilergebnisse
- Der Wille der Bürger zur Entwicklung ihrer Stadt
- Die Divergenz zwischen den Vorgaben der Verwaltung und dem Ergebnis der Planungszellen
- Das überraschende Ergebnis der Planungszelle
- Die Unvereinbarkeit der Vorstellungen
- Das aktive Ablehnen des Vorhabens durch die Bürger
- Die Vorstellungen und Vorgaben der Verwaltung
- Der Widerspruch zwischen der Vorstellung der Verwaltung und dem Willen der Bürger
- Der regierte Bürger tendiert zum regierenden Bürger
- Der Wunsch nach mehr Mitspracherecht wird stetig größer
- Die Möglichkeiten bei zunehmender Mitbestimmung
- Integration
- Identifikation
- Der regierte Bürger tendiert zum regierenden Bürger
- Zu Experten ausgebildete Macher - Ein neuer Zustand der Kooperation
- Die Verwaltung als ausführendes Organ des Bürgerwillens?
- Der Bürger plant seine eigene Umgebung
- Mit Hilfe der Planungszelle wird es möglich, die Vorstellungen der Bürger zu harmonisieren und realisierbar zu machen
- Die Verwaltung realisiert mit Hilfe ihrer Instrumente den Bürgerwillen
- Ergebnis
- Resümee
- Literatur
- Die Verwaltung als ausführendes Organ des Bürgerwillens?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit „Am Gemeinwohl vorbei geplant“ befasst sich mit der Frage, inwieweit die Verwaltung bei Planungsprozessen den Bürgerwillen berücksichtigt und ob die Interessen des Gemeinwohls im Vordergrund stehen. Die Arbeit analysiert die Rolle der Verwaltung im Entscheidungsprozess und untersucht, ob und wie die Interessen der Bürger in die Planungsprozesse integriert werden können.
- Die Rolle der Verwaltung im Entscheidungsprozess
- Die Berücksichtigung des Bürgerwillens in Planungsprozessen
- Die Bedeutung des Gemeinwohls in der Planungspraxis
- Die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung
- Die Herausforderungen der Integration von Bürgerinteressen in Planungsprozesse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der Bürgerbeteiligung in Planungsprozessen dar und führt in die Thematik der Verwaltung und des Gemeinwohls ein. Es wird die Frage aufgeworfen, ob die Verwaltung im Sinne des Gemeinwohls handelt oder ob Eigeninteressen die Entscheidungen beeinflussen.
Kapitel II beleuchtet die Verwaltung als Institution und untersucht die Rolle der Regierung und Verwaltung im Hinblick auf das Gemeinwohl. Es werden die unterschiedlichen Interessenlagen von Entscheidungsträgern und Bürgern analysiert und die Notwendigkeit der Eingrenzung von Eigeninteressen diskutiert.
Kapitel III widmet sich dem Verfahren der „Planungszelle“ als Instrument der Bürgerbeteiligung. Es werden die Historie, die Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeiten der Planungszelle erläutert. Die Kapitel beleuchtet die Vorteile und Herausforderungen dieses Verfahrens.
Kapitel IV präsentiert die Fallstudie „Meerbusch Mitte“ als Beispiel für die Anwendung der Planungszelle. Es werden die Vorstellungen der Verwaltung und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung gegenübergestellt und die Divergenz zwischen beiden aufgezeigt.
Kapitel V analysiert den Widerspruch zwischen der Vorstellung der Verwaltung und dem Willen der Bürger. Es wird die Frage untersucht, wie der Bürger zu mehr Mitspracherecht gelangen kann und welche Möglichkeiten der Integration und Identifikation mit Planungsprozessen bestehen.
Kapitel VI beschäftigt sich mit dem neuen Zustand der Kooperation zwischen Verwaltung und Bürgern. Es wird die Frage diskutiert, ob die Verwaltung zum ausführenden Organ des Bürgerwillens werden kann und welche Rolle die Planungszelle in diesem Prozess spielt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Bürgerbeteiligung, das Gemeinwohl, die Verwaltung, die Planungszelle, die Interessenvertretung, die Entscheidungsfindung, die Integration von Bürgerinteressen, die Fallstudie Meerbusch Mitte und die Herausforderungen der Kooperation zwischen Verwaltung und Bürgern.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Planungszelle?
Eine Planungszelle ist ein strukturiertes Verfahren der Bürgerbeteiligung, bei dem zufällig ausgewählte Bürger als "Gutachter" an Planungsprozessen mitwirken.
Warum kommt es oft zu Konflikten zwischen Verwaltung und Bürgern?
Häufig verfolgen Verwaltungen Eigeninteressen oder starre Vorgaben, die nicht mit dem tatsächlichen Willen oder dem Gemeinwohl der Bürger übereinstimmen.
Was zeigt die Fallstudie "Meerbusch Mitte"?
Die Studie belegt eine starke Divergenz zwischen den ursprünglichen Plänen der Verwaltung und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung.
Kann die Verwaltung zum ausführenden Organ des Bürgerwillens werden?
Das ist das Ziel moderner Kooperationsmodelle, bei denen die Verwaltung die durch Bürgerbeteiligung harmonisierten Vorstellungen technisch realisiert.
Welche Vorteile bietet Bürgerbeteiligung für die Identifikation?
Wenn Bürger ihre Umgebung selbst mitplanen, steigt die Identifikation mit den Projekten und die Akzeptanz der Ergebnisse.
- Citation du texte
- Dipl.-Soz.Wiss. Sascha Kuflik (Auteur), 2004, Am Gemeinwohl vorbei geplant - Von der Durchsetzungskraft des Bürgerwillens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185992