Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die grundsätzlichen Determinanten der Standortwahl zu bestimmen und die bisherigen Direktinvestitionsströme sowie die Standortqualität Sloweniens zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Problemstellung
2 Theorie der Direktinvestitionen, Einflussgrößen und Wirkungen
2.1 Definitorische Begriffsabgrenzung
2.2 Erscheinungsformen und Arten von Direktinvestitionen
2.3 Voraussetzungen und Motive von Direktinvestitionen
2.4 Ökonomische Partialtheorien
2.4.1 Entscheidungsbegründende Ansätze
2.4.2 Standorttheoretische Ansätze
2.5 Eklektischer Ansatz nach Dunning
2.6 Einflussgrößen und Wirkungen von Direktinvestitionen
2.6.1 Determinanten des Entscheidungsprozesses
2.6.1.1 Politische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
2.6.1.2 Infrastruktur, Privatisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen
2.6.1.3 Fiskalische Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen
2.6.1.4 Marktgröße und Marktwachstum
2.6.1.5 Arbeitskosten und Humankapital
2.6.1.6 Außenhandelspolitik und wirtschaftspolitische Anreize
2.6.2 Grundsätzliche Wirkungen auf das Zielland
2.6.3 Grundsätzliche Wirkungen auf die Geberländer
3 Wirtschaftsstruktur und ADI in Slowenien
3.1 Ausgangssituation und Wirtschaftstruktur
3.2 Direktinvestitionsströme in Slowenien
3.2.1 Sektorale Analyse
3.2.2 Regionale Analyse
4 Analyse der Einflussgrößen und ihrer Wirkungen in Slowenien
4.1 Politische, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
4.2 Infrastruktur, Privatisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen
4.3 Fiskalische Stabilität und steuerliche Rahmenbedingungen
4.4 Marktgröße und Marktwachstum
4.5 Arbeitskosten und Humankapital
4.6 Außenhandelspolitik und wirtschaftspolitische Anreize
5 Resumee
5.1 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Determinanten der Standortwahl für ausländische Direktinvestitionen (ADI) und analysiert deren bisherige Entwicklung sowie die Standortqualität Sloweniens. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche politischen, ökonomischen und strukturellen Faktoren den Investitionszustrom in Slowenien maßgeblich beeinflussen und wie das Land seine Wettbewerbsposition im Transformationsprozess gestaltet hat.
- Theoretische Fundierung von Direktinvestitionen und Einflussgrößen
- Strukturanalyse der slowenischen Wirtschaft und ADI-Ströme
- Untersuchung von Rahmenbedingungen (Politik, Recht, Steuern, Infrastruktur)
- Bewertung des Investitionsstandorts Slowenien im europäischen Kontext
Auszug aus dem Buch
2.5 Eklektischer Ansatz nach Dunning
Der eklektische Ansatz nach Dunning, der in der angelsächsischen Literatur auch als OLI-Paradigma bezeichnet wird, stellt gewissermaßen eine Synthese der drei relevantesten Partialansätze dar und kann als bisher weitestgehender Vorstoß bezüglich einer allgemeinen Direktinvestitionstheorie angesehen werden. Die Abkürzung „OLI“ beinhaltet dabei die Begriffe „Ownership, Location and Internalisation“, womit Dunning jene drei Bedingungen kennzeichnet, die zwingend simultan erfüllt sein müssen, damit Unternehmen ADI anderen Formen der internationalen Bedienung des Auslandsmarktes vorziehen. Die erste Bedingung folgt aus der Theorie des monopolistischen Vorteils nach Hymer / Kindleberger, wonach Unternehmen spezifische Wettbewerbsorteile gegenüber den Anbietern des Gastlandes aufweisen müssen, so dass sie i. d. R. eine Monopolstellung oder zumindest eine gewisse Marktmacht aufbauen können. Ist die erste Bedingung erfüllt, so folgt zum Zweiten, dass im Zielland der Direktinvestition länderspezifische Vorteile, wie z. B. kostengünstige Produktionsfaktoren, existieren müssen, so dass eine Standortarbitrage erzielt werden kann. Die zweite Bedingung folgt damit aus dem standorttheoretischen Ansatz. Die dritte Bedingung ergibt sich aus der Internalisierungshypothese, wonach für ein Unternehmen der Anreiz bestehen muss, firmenspezifische Vorteile intern zu verwenden und diese nicht anderen Formen der Markttransaktion vorzuziehen. Liegen alle drei Bedingungen vor, so kommt gemäß Dunning eine Direktinvestition zustande.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Ausgangslage Sloweniens nach der Unabhängigkeit 1991 und diskutiert die Herausforderungen des Transformationsprozesses.
2 Theorie der Direktinvestitionen, Einflussgrößen und Wirkungen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Direktinvestitionen dargelegt, inklusive der Partialtheorien und Dunnings eklektischem Ansatz.
3 Wirtschaftsstruktur und ADI in Slowenien: Das Kapitel befasst sich mit der aktuellen slowenischen Wirtschaftsstruktur sowie der sektoralen und regionalen Analyse der Direktinvestitionsströme.
4 Analyse der Einflussgrößen und ihrer Wirkungen in Slowenien: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der konkreten Rahmenbedingungen für Investoren, basierend auf den im zweiten Kapitel entwickelten Faktoren.
5 Resumee: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, zieht Lehren aus dem bisherigen Transformationsprozess und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Schlüsselwörter
Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Slowenien, Transformation, Standortvorteile, Privatisierung, OLI-Paradigma, Markteintritt, Wirtschaftswachstum, Institutionelle Rahmenbedingungen, Arbeitskosten, Humankapital, Außenhandelspolitik, Wettbewerbsfähigkeit, FDI.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der ausländischen Direktinvestitionen in Slowenien und deren Einflussfaktoren im Transformationskontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Investitionstheorie, die wirtschaftliche Struktur Sloweniens, steuerliche Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von Institutionen und Infrastruktur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Determinanten der Standortwahl zu bestimmen und die bisherige Standortqualität Sloweniens kritisch zu analysieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autor verwendet eine Kombination aus theoretischer Fundierung (Literaturanalyse) und empirischer Betrachtung anhand von Daten zu Investitionsströmen, Wirtschaftsdaten und Standortindikatoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die politischen, rechtlichen, fiskalischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen in Slowenien und deren Korrelation mit dem Zufluss ausländischer Direktinvestitionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem ADI, Transformation, Standortvorteile, Privatisierung und die wirtschaftliche Integration Sloweniens.
Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates beim Privatisierungsprozess?
Der Autor kritisiert die Art und Geschwindigkeit der Privatisierung sowie eine anfänglich abwartende oder protektionistische Haltung gegenüber ausländischen Investoren.
Was bedeutet die "Brückenkopffunktion" Sloweniens?
Sie beschreibt den strategischen Vorteil des Landes, aufgrund historischer Beziehungen, Sprachkenntnisse und Mentalität als Basis für Engagements in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens zu dienen.
- Quote paper
- Dipl.-Kfm. Dusan Vesenjak (Author), 2005, Ausländische Direktinvestitionen in Slowenien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186009