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Eine Annäherung an Familienunternehmen aus systemtheoretischer Perspektive

Titre: Eine Annäherung an Familienunternehmen aus systemtheoretischer Perspektive

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 30 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Alexander Jung (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Die vorliegende Arbeit beschäfigt sich mit Familienunternehmen unter der besondernen Perspektive der Systemtheorie und identifiziert die Familie als besonderes soziales System.

„Es gibt Systeme“ sagt Niklas Luhmann. Es handelt sich also keineswegs um die konstruktivistische Auffassung, Systeme seien ein reines gedankliches Konstrukt unseres Verstandes. Mit diesem Ausgangspunkt soll im Folgenden zunächst ein – dem Rahmen dieser Arbeit entsprechender - kurzer Überblick über die historische und inhaltliche Entwicklung der Systemtheorie gegeben werde (Kapitel 2), wobei auch im Besonderen die Systemtypen Organisation und Familie herausgegriffen und vertieft werden sollen. Kapitel 3 stellt im Anschluss den Versuch einer Brücke zwischen diesen beiden Teilsystemen dar, zeigt deren Unterschiede auf und
beschreibt die durch die Kopplung der beiden Systeme entstehenden
Besonderheiten von Familienunternehmen. Es geht also um die Frage, was Familienunternehmen aus systemtheoretischer Perspektive sein könn(t)en. Der sicherlich nicht einfache Zugang zum Werk von Niklas Luhmann, das hier als Grundlage dienen und in besonderer Weise Berücksichtigung finden soll, setzt vom Leser jedoch gewisse Vorkenntnisse der systemtheoretischen Begrifflichkeiten voraus, da eine ausführliche und tiefgehende Darstellung sicherlich den hier gestellten Rahmen sprengen würde. Die Schlussbetrachtung lenkt schließlich den Blick auf die spezifischen Chancen und Probleme von Familienunternehmen. Letztlich soll diese Arbeit Familienunternehmen von einer etwas anderen Perspektive anleuchten, und eine systemperspektivische „Beobachtung 2. Ordnung“ als mögliche Betrachtungsebene von Familienunternehmen darstellen, die nicht nur akademischen Gewinn verspricht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

EINE ANNÄHERUNG AN DIE SYSTEMTHEORIE

2.1 Entwicklungsphasen der Systemtheorie

2.1.1 Geschlossene Systeme

2.1.2 Offene Systeme

2.1.3 Die neuere Systemtheorie/ Die Theorie selbstreferentieller Systeme

2.2 Organisationen als soziale Systeme

2.2.1 Soziale Systeme

2.2.2 Entscheidungskommunikationen als Besonderheit von Organisationen

2.3 Das Sozialsystem Familie

2.3.1 Die Familie in der modernen Gesellschaft

2.3.2 Die Inklusion der ganzen Person als spezifische Funktion der Familie

2. FAMILIENUNTERNEHMEN

3.1 Unterschiede von Familien und Unternehmen aus systemtheoretischer Perspektive

3.2 Besonderheiten von Familienunternehmen

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Chancen und Risiken von Familienunternehmen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Familienunternehmen aus der systemtheoretischen Perspektive von Niklas Luhmann, um zu ergründen, wie diese Organisationen als operativ geschlossene, aber strukturell gekoppelte soziale Systeme innerhalb der modernen Gesellschaft funktional bestehen können.

  • Grundlagen der neueren Systemtheorie und des Autopoiese-Konzepts
  • Organisationen als soziale Systeme basierend auf Entscheidungskommunikation
  • Familie als soziales System mit dem Fokus auf Personeninklusion
  • Systemtheoretische Abgrenzung von Familie und Unternehmung
  • Kritische Analyse von Chancen und Risiken in Familienunternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2 Besonderheiten von Familienunternehmen

In Familienunternehmen treffen nun diese beiden Systeme durch die personelle Identität von Familien- und Unternehmensmitgliedern aufeinander. Gemäß Wimmer (1996) kann von Familienunternehmen dann gesprochen werden, wenn „sich eine Wirtschaftsorganisation im Eigentum einer Familie, oder eines Familienverbandes befindet und diese deshalb einen bestimmenden Einfluß auf die Entwicklung des Unternehmens nehmen kann.“ (Wimmer 1996: 18)

Systemtheoretisch ist (und bleibt) ein Familienunternehmen eine (Wirtschafts-) Organisation, deren Elemente Entscheidungskommunikationen sind. Familie und Organisation sind beides operational geschlossene Systeme, und somit jeweils Umwelt füreinander. Die Familie und die (Familien-)Unternehmung stehen zwar in einem Zusammenhang, bilden aber kein eigenes System. Dies kann man sich dadurch verdeutlichen, dass beide Systeme eben nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikationen bestehen. In Unternehmen (als Organisationen) besteht die Kommunikation ja eben aus Entscheidungen, während dies in Familien höchst selten der Fall ist. Familie und Unternehmen bleiben demnach unterschiedliche Systeme und bilden kein Metasystem „Familienunternehmen“.

Es sind zwar dieselben psychischen Systeme in Familie und Unternehmung zugegen, da aber psychische Systeme für soziale Systeme stets Umwelt darstellen, gilt dieses Sachverhalt auch für die Teilsysteme Unternehmung und Familie. Dennoch gibt es natürlich einige Besonderheiten bzw. Verstrickungen in Familienunternehmen. Bedeutsam ist, dass beide Systeme füreinander jeweils eine Art „Sonderumwelt“ darstellen (also eine strukturelle Kopplung bzw. Interpenetration vorliegt), durch die sie sich gegenseitig leichter irritieren lassen. Beispielsweise stellt die Nachfolgeentscheidung für (oder gegen) einen Familienangehörigen eine bedeutsame personelle Entscheidungsprämisse im Unternehmen dar, die hier als solche identifiziert, und an die sich weitere Entscheidungen anschließen dürften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung motiviert die systemtheoretische Annäherung an Familienunternehmen als Vorstufe zur Diplomarbeit und gibt einen Überblick über den geplanten Aufbau der Untersuchung.

EINE ANNÄHERUNG AN DIE SYSTEMTHEORIE: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung von der Systemtheorie geschlossener Systeme hin zur Theorie selbstreferentieller, autopoietischer Systeme nach Luhmann, wobei Organisationen und Familien als spezielle soziale Systeme herausgegriffen werden.

2. FAMILIENUNTERNEHMEN: Hier werden die Systeme Familie und Unternehmen theoretisch gegenübergestellt, um dann die Besonderheiten der daraus resultierenden Familienunternehmen unter Berücksichtigung personeller Identität zu analysieren.

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Chancen und Risiken von Familienunternehmen: Das Fazit identifiziert kritische Erfolgsfaktoren für Familienunternehmen und diskutiert die paradoxen Anforderungen an Stabilität und Irritationsfähigkeit im Hinblick auf Professionalisierung und Überlebenssicherung.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Familienunternehmen, Autopoiese, Soziale Systeme, Entscheidungskommunikation, Organisation, Familie, Person, strukturelle Kopplung, Unsicherheitsabsorption, Komplexitätsreduktion, Management, Strategieentwicklung, Controlling.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer systemtheoretischen Betrachtungsweise von Familienunternehmen unter Verwendung des theoretischen Rahmens von Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Grundlagen der neueren Systemtheorie, die Funktionsweise sozialer Systeme, spezifische Merkmale von Organisationen und Familien sowie deren Wechselwirkung in Familienunternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Familienunternehmen als soziale Systeme zu beobachten und zu verstehen, was diese aus systemtheoretischer Perspektive sind und wie sie durch die Koppelung der Systeme Familie und Unternehmung charakterisiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systemtheoretische Analyse angewandt, die auf dem Werk von Niklas Luhmann sowie ergänzenden Konzepten von Maturana, Varela und anderen Vertretern der soziologischen Systemtheorie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Systemtypen (Organisation und Familie) und die anschließende Zusammenführung in der Analyse von Familienunternehmen sowie deren spezifischen Chancen und Risiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Autopoiese, Entscheidungskommunikation, Personeninklusion, strukturelle Kopplung und operative Geschlossenheit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Kommunikation in Familien von der in Unternehmen?

In Familien steht die Person mit ihrer gesamten Identität im Zentrum der Kommunikation, während in Unternehmen funktionsbezogene, sachorientierte Entscheidungskommunikation dominiert, die eine Person als ersetzbar betrachtet.

Warum bilden Familie und Unternehmen kein gemeinsames "Metasystem"?

Da beide Teilsysteme jeweils operational geschlossen sind und ihre eigenen Elemente (Kommunikationen) reproduzieren, bilden sie kein übergeordnetes System, sondern bleiben zwei eigenständige Systeme, die jedoch strukturell miteinander gekoppelt sind.

Was bedeutet der Begriff "personenbezogener re-entry" im Kontext der Familie?

Dies beschreibt, dass die Familie die Unterscheidung von System und Umwelt anhand von Personen vollzieht, wodurch beinahe jegliches interne oder externe Verhalten einer Person für die Kommunikation in der Familie relevant wird.

Welche Rolle spielt das Controlling in Familienunternehmen laut der Untersuchung?

Das Controlling wird als kritischer Erfolgsfaktor identifiziert, dessen Ausbau helfen könnte, den spezifischen "Tunnelblick" vieler Familienunternehmen zu überwinden und eine professionellere Strategieentwicklung zu ermöglichen.

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Résumé des informations

Titre
Eine Annäherung an Familienunternehmen aus systemtheoretischer Perspektive
Université
LMU Munich
Cours
Seminar für strategische Unternehmensführung
Note
1.3
Auteur
Alexander Jung (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
30
N° de catalogue
V186011
ISBN (ebook)
9783869439754
ISBN (Livre)
9783656991885
Langue
allemand
mots-clé
eine annäherung familienunternehmen perspektive
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Jung (Auteur), 2002, Eine Annäherung an Familienunternehmen aus systemtheoretischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186011
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