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Die Problematik der Erfassung und Bewertung des Vermögens und der Schulden in der Eröffnungsbilanz bayerischer Kommunen

Titel: Die Problematik der Erfassung und Bewertung des Vermögens und der Schulden in der Eröffnungsbilanz bayerischer Kommunen

Diplomarbeit , 2005 , 89 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Dipl. Betriebswirt FH Florian Friedlmeier (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gemeinden gehen neue Wege, so titelt die Stadtzeitung der Gemeinde Friedberg in ihrer Ausgabe vom Mittwoch, den 25. Februar 2004, und meint damit, dass die Einführung eines grundlegend reformierten Rechnungswesens nötig ist, um sich aus der misslichen Lage, in der sich die Kommunen momentan befinden, zu befreien.1
Dies wird anhand der ständigen finanziellen Probleme der bayerischen Städte und Gemeinden und darüber hinaus recht deutlich. Eindrücke, die diese Veränderungen notwendig machen, konnte der Verfasser anhand eines halbjährigen Praktikums im Landratsamt Rottal-Inn, in der Abteilung für Controlling und Verwaltungsreform, gewinnen.
Jedoch lässt sich so eine Reformierung mit den bisherigen Haushaltsinstrumenten nicht erreichen. Deshalb wurde seitens des jüngsten Beschlusses der Innenministerkonferenz
vom 21. November vergangenen Jahres in Jena beschlossen,
dass das bisherige, für Kommunen zuständige Rechnungswesen, die Kameralistik, in den nächsten Jahren bundesweit von der erweiterten Kameralistik oder der Doppik abgelöst wird.2

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des neuen kommunalen Rechnungswesens

2.1 Wesentliche Eckpunkte des neuen Kommunalen Finanzmanagements

2.2 Das Drei-Komponenten-System des NKF

2.2.1 Die Vermögensrechnung

2.2.2 Die Ergebnisrechnung

2.2.3 Die Finanzrechnung

3 Erfassung und Bewertung kommunales Vermögen und Schulden

3.1 Erfassung

3.1.1 Grundsätze ordnungsmäßiger Inventur

3.1.1.1 Vollständigkeit

3.1.1.2 Richtigkeit

3.1.1.3 Klarheit und Nachprüfbarkeit

3.1.1.4 Wirtschaftlichkeit

3.1.2 Prozess der Erfassung

3.1.2.1 Inventurrahmenplan

3.1.2.1.1 Zeitplan

3.1.2.1.2 Sachplan

3.1.2.1.3 Personalplan

3.1.2.2 Durchführung der Inventur

3.1.2.2.1 Buch- und Beleginventur

3.1.2.2.2 Körperliche Inventur

3.1.2.3 Aufstellung des Inventars

3.2 Bewertung

3.2.1 Grundsätze ordnungsmäßiger Bewertung

3.2.1.1 Vollständigkeit und Verrechnungsverbot

3.2.1.2 Bilanzidentität

3.2.1.3 Stetigkeit der Bewertung

3.2.1.4 Fortführung der Tätigkeit

3.2.1.5 Einzelbewertung

3.2.1.5.1 Bewertungsvereinfachungsverfahren

3.2.1.5.1.1 Festbewertung

3.2.1.5.1.2 Gruppenbewertung

3.2.1.5.1.3 Sofortabschreibung

3.2.1.5.1.4 Verbrauchsfolgeverfahren

3.2.1.5.1.5 Durchschnittsbewertung

3.2.1.6 Vorsichtsprinzip

3.2.1.6.1 Realisationsprinzip

3.2.1.6.2 Imparitätsprinzip

3.2.1.7 Periodisierungsprinzip

3.2.2 Bilanzgliederung

3.2.3 Wahl des Wertansatzes in der Eröffnungsbilanz

3.2.4 Abschreibungen

3.2.4.1 Zulässige Abschreibungsmethoden

3.2.4.1.1 Lineare Abschreibung

3.2.4.1.2 Degressive Abschreibung

3.2.4.1.3 Leistungsabschreibung

3.2.4.1.4 Kombination von Abschreibungsmethoden

3.2.4.2 Bestimmung der Nutzungsdauer

3.3 Bewertung von kommunalen Vermögens

3.3.1 Bebaute / Unbebaute Grundstück

3.3.1.1 Ertragswertverfahren

3.3.1.2 Sachwertverfahren

3.3.1.3 Vergleichswertverfahren

3.3.2 Übriges Infrastrukturvermögen

3.3.2.1 Grün- und Parkanlagen, Sport- und Spielplätze und andere Freiflächen

3.3.2.2 Landwirtschaftlich genutzte Flächen

3.3.2.3 Straßen und Plätze

3.3.3 Bewegliches Sachanlagevermögen

3.3.3.1 Betriebs- und Geschäftsausstattung

3.3.3.2 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler

3.3.3.3 Fahrzeuge

3.3.3.4 Anlagen und Maschinen

3.3.3.4.1 Anlagen der Abwasserentsorgung

3.3.3.4.2 Anlagen der Verkehrstechnik

3.3.4 Immaterielle Vermögensgegenstände

3.3.5 Finanzanlagen

3.3.6 Umlaufvermögen

3.3.7 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

3.4 Bewertung der Schulden

3.4.1 Eigenkapital

3.4.2 Sonderposten

3.4.3 Rückstellungen

3.4.3.1 Pensionsrückstellungen

3.4.3.1.1 Unterstützungskasse / (Bayer.) Versorgungsverband

3.4.3.1.2 Pensionskasse / Versicherungsunternehmen

3.4.3.1.3 Bewertung der unmittelbaren Pensionsverpflichtung

3.4.3.2 Aufwandsrückstellungen

3.4.4 Verbindlichkeiten

3.4.5 Passive Rechnungsabgrenzung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und methodischen Ansätze zur Erfassung und Bewertung von kommunalem Vermögen und Schulden im Kontext der Einführung eines modernen, doppischen Rechnungswesens in bayerischen Kommunen, um die Transparenz und Vergleichbarkeit des kommunalen Finanzmanagements zu gewährleisten.

  • Übergang von der traditionellen Kameralistik zum neuen kommunalen Finanzmanagement (NKF)
  • Struktur und Funktionsweise des Drei-Komponenten-Systems (Bilanz, Ergebnisrechnung, Finanzrechnung)
  • Methodische Anforderungen an die Erstinventur und Vermögensbewertung in der Eröffnungsbilanz
  • Besonderheiten bei der Bewertung spezifischer kommunaler Vermögenswerte wie Infrastrukturvermögen
  • Regelungen für Rückstellungen und Verbindlichkeiten im kommunalen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Übriges Infrastrukturvermögen

Infrastrukturvermögen besitzen die Bundesländer in verschiedenster Form, dazu zählen Grün- und Parkanlagen, Friedhöfe, Sportplätze, Kinderspielplätze, Grillplätze, Straßen, Plätze, Straßenbegleitgrün, land- und forstwirtschaftliche Flächen, Naturschutzflächen, Kleingartenanlagen sowie Wasserflächen usw..

3.3.2.1 Grün- und Parkanlagen, Sport- und Spielplätze und andere Freiflächen

Für die Bewertung von Grün- und Freiflächen ist zu beachten das der Aufwuchs gem. §§ 93 und 94 BGB ein wesentlicher Bestandteil des Grundstücks ist, jedoch schließt dies nicht aus, den Aufwuchs als separaten Vermögensgegenstand zu bewerten. Dies spricht vor allem daran, dass eine ggf. spätere alternative Nutzung der Fläche besser bilanziell ausgewiesen werden kann.

Im Vordergrund dieser Überlegung sollte deshalb eine Zweiteilung der Bewertung erfolgen. Dabei sollen Bodenwerte nach den Vergleichswertverfahren bzw. nach den Bodenrichtwerten ermittelt werden. Außenanlagen und Aufwuchs (bauliche Anlagen) hingegen sollten zu durchschnittlichen aktuellen Wiederherstellungskosten in Anlehnung an das Sachwertverfahrens abzüglich einer Alterswertminderung angesetzt werden. Dabei sollte bei der Bewertung des Aufwuchs ein pauschalierter Festwert zur Vereinfachung angesetzt werden können.

Ertragswertorientierte Verfahren stehen hier eher im Hintergrund, da bei den meisten Flächen der soziale und ökologische Nutzen im Vordergrund steht.

Für Brachland und Unland welche nicht von der Allgemeinheit genützt, bzw. nicht in absehbarer Zeit davon auszugehen ist das der Nutzungsgrad erhöht wird, sollte nach herrschender Meinung mit einem Erinnerungswert von 1 € pro Objekt angesetzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Notwendigkeit der Einführung eines reformierten kommunalen Rechnungswesens in Bayern angesichts der aktuellen finanziellen Probleme der Kommunen.

2 Grundlagen des neuen kommunalen Rechnungswesens: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Eckpunkte des neuen Finanzmanagements und die Struktur des Drei-Komponenten-Systems als Grundlage für Planung und Rechnungslegung.

3 Erfassung und Bewertung kommunales Vermögen und Schulden: Der Hauptteil definiert die Anforderungen an die Inventur sowie spezifische Bewertungsverfahren für kommunales Vermögen und Schulden im Zuge der Bilanzerstellung.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Notwendigkeit der Umstellung des Rechnungswesens und betont die Herausforderungen, die insbesondere durch das Fehlen einheitlicher Regelungen in Bayern entstehen.

Schlüsselwörter

Doppik, Kommunalhaushalt, Eröffnungsbilanz, Vermögensbewertung, Inventur, Haushaltsreform, NKF, Infrastrukturvermögen, Bilanzierung, Abschreibungen, Rückstellungen, Kommunalhaushaltsverordnung, Ressourcenverbrauch, Bewertungsverfahren, kommunales Finanzmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit thematisiert die Herausforderungen und notwendigen Schritte bei der Umstellung des kommunalen Rechnungswesens in bayerischen Kommunen auf eine doppische Buchführung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die ordnungsgemäße Erfassung und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen der erstmaligen Erstellung einer Eröffnungsbilanz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, bayerischen Kommunen einen Leitfaden für die Bewertung ihres Vermögens und ihrer Schulden an die Hand zu geben, da hierzu bislang unvollständige oder fehlende Regelungen bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Verwaltungsvorschriften und Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), um Bewertungsstandards für den kommunalen Kontext abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Grundsätze ordnungsmäßiger Inventur, Bewertungsvereinfachungsverfahren, Abschreibungsmethoden sowie spezifische Bewertungsregeln für Grundstücke, Infrastrukturvermögen und Rückstellungen erläutert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Doppik, Eröffnungsbilanz, Anlagenbewertung, Inventur, NKF (Neues Kommunales Finanzmanagement) und Haushaltsreform.

Warum spielt die Unterscheidung von Vermögensarten eine Rolle?

Die Unterscheidung ist für die Anwendung der korrekten Bewertungsmethode entscheidend, da beispielsweise für Gebäude meist das Sachwertverfahren, für Grundstücke jedoch eher Vergleichswertverfahren herangezogen werden.

Warum ist das Thema für bayerische Kommunen aktuell?

Aufgrund des Reformprozesses im Haushaltswesen müssen Kommunen zunehmend ihr Vermögen und ihre Schulden transparent ausweisen, wobei viele Kommunen noch vor der Herausforderung der Umstellung und der dafür notwendigen Erfassungsarbeiten stehen.

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Details

Titel
Die Problematik der Erfassung und Bewertung des Vermögens und der Schulden in der Eröffnungsbilanz bayerischer Kommunen
Hochschule
Hochschule Deggendorf
Note
2.3
Autor
Dipl. Betriebswirt FH Florian Friedlmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
89
Katalognummer
V186012
ISBN (eBook)
9783869439747
ISBN (Buch)
9783867467971
Sprache
Deutsch
Schlagworte
problematik erfassung bewertung vermögens schulden eröffnungsbilanz kommunen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Betriebswirt FH Florian Friedlmeier (Autor:in), 2005, Die Problematik der Erfassung und Bewertung des Vermögens und der Schulden in der Eröffnungsbilanz bayerischer Kommunen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186012
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