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Ökonomische Transformation in Kasachstan

Das Entwicklungsregime eines rohstoffexportierenden Transformations- und Entwicklungslandes

Título: Ökonomische Transformation in Kasachstan

Tesis , 2005 , 93 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Katja Wedig (Autor)

Economía - Casos de estudio
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Kasachstan gehört, gemessen an seinen natürlichen Ressourcen, zu den reichsten Ländern der Erde. Seit 2002 führt der Abbau der Rohstoffe zu einem durchschnittlich jährlichen BIP-Wachstum von ca. 9,4 Prozent. Ein Ende des Rohstoffbooms ist nicht zu erwarten. Die Entwicklung einer eigenen leistungsfähigen verarbeitenden Industrie und einer High-Tech-Industrie wurde jedoch stark vernachlässigt. Dies macht die kasachische Wirtschaft äußerst abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise.
Um deutschen Unternehmern einen groben Überblick über Kasachstan zu vermitteln, erfolgen zu Beginn der Arbeit ein paar kurze Ausführungen zur geographischen Lage des Landes, zur Demographie, zur innen- wie auch zur außenpolitischen und wirtschaftlichen Situation.
Den Hauptteil dieser Arbeit bilden die Ausführungen über die wirtschaftliche Entwicklung der Republik Kasachstan seit der Erklärung der Unabhängigkeit. Daraus wird ersichtlich, dass es in den letzten Jahren zu der bereits erwähnten Rohstoffabhängigkeit des Landes kam. Die Konzentration kann zu den Phänomenen Fluch der Ressourcen und holländische Krankheit (Dutch Disease) führen, deren Folgen sich negativ auf die Entwicklung eines Landes auswirken können. Zum besseren Verständnis wird diese Problematik zunächst theoretisch behandelt. Anschließend wird eine Analyse anhand der aktuellen Wirtschaftssituation Kasachstans vorgenommen.
Im Frühjahr 2003 unterzeichnete der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew die Strategie der industriellen und innovativen Entwicklung Kasachstans von 2003 bis 2015. Ziel ist es, die einseitige Abhängigkeit der kasachischen Wirtschaft vom Rohstoffbereich durch eine Diversifizierung zu verringern.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kasachstan im Überblick

2.1 Geographische Lage

2.2 Demographie

2.3 Innenpolitische Situation

2.4 Außenpolitik

2.5 Wirtschaftliche Situation

3. Kasachstan und ausgewählte internationale Kooperationen

3.1 Kasachstan und Zentralasien

3.2 Kasachstan und Russland

3.3 Kasachstan und China

3.4 Kasachstan und die Länder der Europäischen Union

3.5 Kasachstan und Deutschland

4. Die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans seit Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 anhand ausgewählter makroökonomischer Daten

4.1 Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP)

4.2 Entwicklung der Verbraucherpreise

4.3 Außenhandel

4.3.1 Export

4.3.2 Import

4.4 Ausländische Direktinvestitionen

4.5 Zahlungsbilanz

4.5.1 Leistungsbilanz

4.5.2 Kapitalverkehrsbilanz

4.6 Staatshaushalt

5. Fluch der natürlichen Ressourcen und „holländische Krankheit“ („Dutch Disease“)

5.1 Theoretischer Teil

5.1.1 Fluch der Ressourcen

5.1.1.1 Anzeichen

5.1.1.1.1 Geringes Wirtschaftswachstum

5.1.1.1.2 Entwicklung des Lebensstandards

5.1.1.1.3 Regierungsführung

5.1.1.1.4 Gewalt und Gefährdung von Menschenrechten

5.1.1.2 Gründe für das schwache Wirtschaftswachstum

5.1.1.2.1 Schwankender Erdölpreis

5.1.1.2.2 Entstehung von Rentenstaaten

5.1.1.2.3 Korruption

5.1.1.2.4 Vernachlässigte Bildung

5.1.1.2.5 Exportwachstum

5.1.1.3 Rohstoffreichtum gleich Fluch?

5.1.2 „Holländische Krankheit“ („Dutch Disease“)

5.1.3 Lösungsansätze

5.1.3.1 Mehr Transparenz

5.1.3.2 Stabilisierungsfonds und direkte Umverteilung an die Bevölkerung

5.2 Analyse Kasachstans

6. „Strategie der industriellen und innovativen Entwicklung der Republik Kasachstan von 2003 bis 2015“

7. Abschluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die ökonomische Transformationsphase Kasachstans vor dem Hintergrund seiner starken Rohstoffabhängigkeit und untersucht dabei insbesondere die Risiken des "Ressourcenfluchs" sowie der "holländischen Krankheit". Ziel ist es, deutschen Investoren ein umfassendes Verständnis der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der staatlichen Diversifizierungsstrategien zu vermitteln.

  • Wirtschaftliche Transformationsprozesse in Kasachstan seit 1991
  • Analyse der internationalen Kooperationsbeziehungen (u.a. mit Deutschland, Russland, China)
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Ressourcenfluchs
  • Bewertung der Diversifizierungsstrategien der kasachischen Regierung ("Strategie 2003-2015")
  • Potenziale und Hemmnisse für ausländische Direktinvestitionen

Auszug aus dem Buch

5.1.1.2.2 Entstehung von Rentenstaaten

Wenn sich der Staat gegenüber seinem Volk nicht mehr verpflichtet fühlt, da seine Einnahmen unverdient und zunächst einmal unbegrenzt sind, spricht man von einem Rentenstaat. Dies liegt im Charakter der Erdöleinnahmen selbst. Steuern, Lizenzgebühren und andere Einnahmen, die Regierungen aus der Rohstoffförderung zufließen, werden im ökonomischen Sinne als „Renten“ bezeichnet. Das heißt, der Staat bezieht Einnahmen aus dem Besitz oder der Kontrolle von Gütern, ohne dass ihm Kosten für deren Bereitstellung entstehen. So entstanden in Afrika durch die Erdölförderung, die von internationalen Konzernen und mit geringen inländischen Beschäftigungs- und Vernetzungseffekten durchgeführt wurde, regelrechte „Rentenstaaten“. Die Rohstoffrenten luden quasi zur wirtschaftspolitischen Verantwortungslosigkeit ein. Gerade die Verbindung von riesigen Vorkommen an natürlichen Ressourcen mit geringen Menschenrechten, unvollkommenen oder gar fehlenden Märkten und unklaren gesetzlichen Strukturen führt in Entwicklungs- und Schwellenländern oft dazu, dass Gelder aus anderen außerhalb des Rohstoffsektors erfolgreich funktionierenden Wirtschaftsbereichen abgezogen werden. Regierungen investieren in unrealistische Großprojekte, anstatt eine nachhaltige Wirtschafts- und Entwicklungspolitik zu verfolgen, die Preisschwankungen und Begrenztheit der natürlichen Ressourcen berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Neuausrichtung Kasachstans nach dem Zerfall der Sowjetunion und die Bedeutung Deutschlands als Handelspartner.

2. Kasachstan im Überblick: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über geographische, demographische und politische Grundlagen sowie die wirtschaftliche Situation des Landes.

3. Kasachstan und ausgewählte internationale Kooperationen: Es werden die bilateralen und multilateralen Beziehungen Kasachstans zu Zentralasien, Russland, China, der EU und Deutschland detailliert analysiert.

4. Die wirtschaftliche Entwicklung Kasachstans seit Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 anhand ausgewählter makroökonomischer Daten: Eine fundierte Untersuchung der BIP-Entwicklung, Inflation, des Außenhandels und ausländischer Direktinvestitionen seit 1991.

5. Fluch der natürlichen Ressourcen und „holländische Krankheit“ („Dutch Disease“): Dieses Kapitel widmet sich der theoretischen Aufarbeitung von Ressourcenabhängigkeiten und analysiert deren Anwendbarkeit auf die kasachische Wirtschaft.

6. „Strategie der industriellen und innovativen Entwicklung der Republik Kasachstan von 2003 bis 2015“: Hier wird das staatliche Programm zur Diversifizierung der Wirtschaft kritisch beleuchtet und in seinen Etappen dargestellt.

7. Abschluss: Der Abschluss fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Risiken sowie die Chancen für ausländische Investoren im Kontext der kasachischen Diversifizierungsbemühungen.

Schlüsselwörter

Kasachstan, Ökonomische Transformation, Rohstoffabhängigkeit, Holländische Krankheit, Dutch Disease, Direktinvestitionen, Diversifizierung, BIP-Wachstum, Erdölsektor, Außenhandel, Wirtschaftsentwicklung, Investitionshemmnisse, Zentralasien, Wirtschaftsreformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Transformation Kasachstans seit seiner Unabhängigkeit 1991 und der speziellen Herausforderung, als rohstoffreiches Land eine nachhaltige, diversifizierte Wirtschaft aufzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Abhängigkeit von Erdöl- und Rohstoffexporten, der Analyse makroökonomischer Daten und der Strategien der kasachischen Regierung zur industriellen Modernisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Kasachstan versucht, die Risiken des "Ressourcenfluchs" zu bewältigen, und welche Perspektiven sich daraus für ausländische, insbesondere deutsche, Investoren ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse makroökonomischer Daten, eine theoretische Fundierung zu Rohstoffökonomien sowie die Auswertung strategischer Regierungsdokumente und relevanter internationaler Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende statistische Aufarbeitung der kasachischen Wirtschaftsentwicklung, eine theoretische Diskussion der „holländischen Krankheit“ und eine detaillierte Analyse der staatlichen Entwicklungsstrategie für den Zeitraum bis 2015.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Kasachstan vor allem die Transformation der Wirtschaft, die Problematik der Rohstoffabhängigkeit, Investitionsklima und Diversifizierungsstrategien.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Deutschlands in Kasachstan?

Deutschland wird als wichtiger Handelspartner identifiziert, wobei die Arbeit kritisch anmerkt, dass deutsche Investitionen in Kasachstan bisher hinter den Möglichkeiten zurückbleiben, was auf diverse Investitionshemmnisse zurückzuführen ist.

Warum ist das Thema "holländische Krankheit" für Kasachstan relevant?

Da Kasachstan extrem stark vom Erdölexport abhängt, besteht das Risiko, dass eine Aufwertung der Landeswährung andere, nicht-rohstoffabhängige Industriezweige verdrängt und somit eine einseitige und langfristig stagnierende Wirtschaftsstruktur fördert.

Final del extracto de 93 páginas  - subir

Detalles

Título
Ökonomische Transformation in Kasachstan
Subtítulo
Das Entwicklungsregime eines rohstoffexportierenden Transformations- und Entwicklungslandes
Universidad
Berlin School of Economics
Calificación
1.3
Autor
Katja Wedig (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
93
No. de catálogo
V186032
ISBN (Ebook)
9783869439648
ISBN (Libro)
9783867468145
Idioma
Alemán
Etiqueta
ökonomische transformation kasachstan entwicklungsregime transformations- entwicklungslandes
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katja Wedig (Autor), 2005, Ökonomische Transformation in Kasachstan, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186032
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