Mit dieser Arbeit soll der Online Musikmarkt durch das Benchmarking zweier erfolgreicher Anbieter vorgestellt werden. Zum einen handelt es sich um den Weltmarktführer iTunes Music Store von Apple, zum anderen um den deutschen Marktführer Musicload, das von T-Online einer Tochter der Telekom betrieben wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Geschichte des World Wide Web
1.2 MP3-Format die Basis der Musik im Netz
1.3 Einbruch der Deutschen Musikindustrie
1.4 Überblick und Fragen
2. Der Online Musikmarkt
2.1 Pioniere des Onlinemarkts
2.2 Markteinschätzung und Prognose
2.3 Technische Infrastruktur Deutscher Haushalte
2.4 Die Welt der digitalen Distribution
2.5 Medienindustrie entert die Musikpiraterie
3. Musicload
3.1 Von Phonoline zu Musicload
3.2 Marktpotential
3.3 Der Marketingmix
3.3.1 Produktpolitik
3.3.2 Kontrahierungspolitk
3.3.3 Kommunikationspolitik
3.3.4 Distributionspolitik
4. iTunes Music Store
4.1 Stationen des Erfolges
4.2 Marktpotential
4.3 Das Geheimnis des Erfolges
4.4 Der Marketingmix
4.4.1 Produktpolitik
4.4.2 Kontrahierungspolitk
4.4.3 Kommunikationspolitik
4.4.4 Distributionspolitik
5. Vergleich der Marketingstrategien
5.1 Definition Benchmarking
5.2 Benchmarking zwischen Musicload und iTMS
5.2.1 Produktpolitik
5.2.2 Kontrahierungspolitik
5.2.3 Kommunikationspolitk
5.2.4 Distributionspolitik
5.3 Fazit
6. Schlußbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert den Online-Musikmarkt durch ein Benchmarking der zwei führenden Plattformen Musicload und iTunes Music Store, um die Herausforderungen und Strategien für einen erfolgreichen digitalen Musikvertrieb zu erörtern. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie die Musikindustrie nach dem Einbruch durch digitale Piraterie auf das Internet als neuen Vertriebskanal reagiert hat und welche Faktoren zum Erfolg der jeweiligen Konzepte beigetragen haben.
- Evolution des Online-Musikmarktes und technische Rahmenbedingungen
- Analyse und Vergleich der Marketingstrategien von Musicload und iTunes
- Die Rolle der digitalen Rechteverwaltung (DRM) und Distributionsmodelle
- Bekämpfung der Musikpiraterie und Präventionsmaßnahmen der Industrie
- Zukunftsfähigkeit und Marktpotenzial des legalen Online-Musikhandels
Auszug aus dem Buch
1.1 Die Geschichte des World Wide Web
Der Informatiker Tim Berners-Lee, von der europäischen Organisation für Nuklearforschung (CERN), entwickelte im Jahre 1990 das Konzept für das World Wide Web (www). Er stellte damit die grundlegende Technik für einen digitalen Vertrieb zum Austausch von Informationen, Daten und elektronischen Handel bereit. Im Vordergrund stand für ihn nicht die kommerzielle Nutzung, sondern die Erfindung eines Systems, dass der Erleichterung des Lesens elektronischer Dokumente diente. Heute ist das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ein Symbol des Fortschritts. Es bringt die Völker der Erde einander näher und stellt auf Abruf das gesammelte Wissen vieler Kulturen, den Nutzern weltweit zur Verfügung.
Der Vorgänger des Internet war das ARPANET, dass 1969 vom amerikanischen Verteidigungsministerium (DoD - Department of Defense) gegründet wurde. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits ein Wettlauf mit der Sowjetunion in der Weltraum- und Militärtechnologie. Der Kalte Krieg und die Angst, durch die wissenschaftliche Entwicklung der SU in militärischen Nachteil zu geraten, führte zur Gründung der Agentur für hochentwickelte Forschungsprojekte (ARPA).
Im Gegensatz dazu entstand das World Wide Web 1991 als ein freies und offenes Medium. Erst im Jahre 1995 wurde von Marc Andreessen mit der Netscape Software ein Browser entwickelt, mit dem Webseiten bunte Hintergrund- und Schriftfarben, Hintergrundtapeten, Tabellenlayouts, mehrgeteilte Bildschirmfenster (Frames) und Multimedia-Plugins enthalten konnten. In den Jahren 1995 und 1996 erreichte der Netscape-Browser unter den Web-Benutzern zeitweise einen Marktanteil vom 90 %.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung bietet einen historischen Rückblick auf die Entwicklung des World Wide Web und die Entstehung des MP3-Formats, während sie den Umsatzrückgang der Musikindustrie beleuchtet.
2. Der Online Musikmarkt: Das Kapitel untersucht die Pioniere des Marktes, die technische Infrastruktur in Deutschland sowie die Herausforderungen durch Tauschbörsen und digitale Piraterie.
3. Musicload: Hier wird der deutsche Marktführer beleuchtet, von der historischen Entwicklung über den Marketingmix bis hin zur technischen Plattform und Preispolitik.
4. iTunes Music Store: Dieser Abschnitt analysiert das Erfolgsmodell von Apple, insbesondere die Symbiose aus iTunes-Software und dem iPod als Kultobjekt.
5. Vergleich der Marketingstrategien: Ein Benchmarking zwischen Musicload und iTunes, bei dem Produktpolitik, Kontrahierung, Kommunikation und Distribution direkt gegenübergestellt werden.
6. Schlußbemerkung: Die Zusammenfassung der Ergebnisse bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des digitalen Musikvertriebs und die Bedeutung von Kundenbindung durch Lebensgefühl.
Schlüsselwörter
Online-Musikmarkt, Musikbranche, Benchmarking, Musicload, iTunes Music Store, MP3, Digitale Distribution, Musikpiraterie, Marketingmix, Produktpolitik, Kontrahierungspolitik, Kundenbindung, Tauschbörsen, Internetvertrieb, Apple iPod.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Online-Musikmarkt durch einen direkten Vergleich (Benchmarking) der beiden führenden Plattformen Musicload und iTunes Music Store.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung digitaler Musikangebote, die technische Infrastruktur, Marketingstrategien der Anbieter sowie der Umgang der Musikindustrie mit Online-Piraterie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren und Strategien der beiden untersuchten Plattformen herauszuarbeiten und zu bewerten, wie diese auf dem hart umkämpften Online-Musikmarkt bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode des Benchmarkings, um die Stärken und Schwächen der Anbieter systematisch gegenüberzustellen und die „Best Practices“ zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert den Marketingmix der beiden Anbieter – unterteilt in Produkt-, Kontrahierungs-, Kommunikations- und Distributionspolitik – sowie die allgemeinen Marktbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Online-Musikmarkt, Benchmarking, digitale Distribution, Musikpiraterie, Marketingmix und Kundenbindung.
Warum ist das Geschäftsmodell von Musicload auf den deutschen Markt begrenzt?
Aufgrund der sprachlichen Barrieren und der hohen Kosten einer internationalen Expansion konzentriert sich T-Online primär auf die Verteidigung seiner nationalen Marktführerschaft.
Warum wird Apple als „Individualist“ in der Musikbranche wahrgenommen?
Apple pflegt ein Image, das sich als Gegenentwurf zur etablierten, als konsumentenfeindlich wahrgenommenen Musikindustrie positioniert und durch innovative Produkte eine loyale Fangemeinde aufbaut.
- Citar trabajo
- Uwe Henk (Autor), 2005, "Der Online Musikmarkt" - Ein Benchmarking der Musikbranche am Beispiel der Internet Plattformen Musicload und iTunes Music Store, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186075