Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch


Diplomarbeit, 2005

276 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Logistik-
eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch
Diplomarbeit
im Studiengang ,,Übersetzen / Dolmetschen"
angefertigt an der Fachhochschule Köln, Fachbereich Sprachen
vorgelegt von: Júlia Smidrkalová
aus Lipany
Datum der Abgabe: 22.08.2005

1
Inhaltsverzeichnis
1 Arbeitsmethodik... 2
1.1 Themenfindung...2
1.2 Gegenstand und Ziel der Arbeit...3
1.3 Abgrenzung des Fachgebietes... 3
1.4 Literatur- und Informationsbeschaffung...4
1.5 Begriffssystem...4
2 Einführung in das Fachgebiet... 7
2.1 Einleitung...7
2.2 Begriffsbestimmung und Herkunft der Logistik...8
2.3 Gründe für die Transformation der Logistik...10
2.4 Problemstellung aus gegenwärtiger Sicht...13
2.5 Logistik als Rationalisierungs- und Potenzialfunktion...15
2.6 Logistische Phasen des Güterflusses...16
2.7 Logistik aus der Sicht der Organisationsentwicklung...17
2.7.1 Logistik in der funktionsorientierten Organisation... 18
2.7.2 Logistik in der objektorientierten Organisation... 18
2.7.3 Logistik in der Matrixorganisation...19
2.8 Zusammenfassung... 20
3 Begriffssystem...21
3.1 Begriffe in deutscher Sprache... 21
3.2 Begriffe in englischer Sprache... 27
4 Terminologische Untersuchung... 33
5 Alphabetisches Terminologieverzeichnis... 225
5.1 Index Deutsch-Englisch...225
5.2 Index Englisch-Deutsch...231
6 Literaturverzeichnis... 237

2
1 Arbeitsmethodik
1.1 Themenfindung
Bei der Auswahl eines geeigneten Diplomarbeitsthemas stand bereits in der Planungsphase fest,
dass ich meine betriebswirtschaftliche Kompetenz erweitern und mich daher auf ein Thema aus
diesem Bereich konzentrieren wollte.
Die betriebswirtschaftlichen Grundfunktionen können anhand des Wertkettenkonzeptes
1
von Porter
erläutert werden. Porter teilt die Grundfunktionen in primäre und unterstützende Aktivitäten ein.
Unterstützende Aktivitäten im Unternehmen tragen nicht direkt zur Erstellung des Produktes oder
der Dienstleistung bei. Beispielsweise gehören die Forschung und Entwicklung, Personalwirtschaft,
Beschaffung, IT und Controlling zu diesen unterstützenden oder sekundären Aktivitäten. Zu den
primären Aktivitäten zählen die Logistik, Produktion, Marketing und Vertrieb und der Kunden-
dienst. Diese Funktionen haben gemeinsam, dass sie direkt zu der Leistungserstellung im Betrieb
beitragen.
Bei meiner weiteren Eingrenzung des zu wählenden Themas bin ich auf eine betriebswirtschaftliche
Funktion im primären Bereich gestoßen, die in der letzten Zeit im wirtschaftlichen Geschehen
immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, nämlich die Logistik. Die wirtschaftlich sehr hohe
Relevanz des Themas sowie meine bisherigen Erfahrungen in Zusammmenhang mit meiner
abgeschlossenen Berufsausbildung zur Industriekauffrau haben mir die Auswahl zugunsten der
Logistik leicht gemacht. Zu meiner Ausbildung möchte ich anmerken, dass ich diverse Unter-
nehmensbereiche durchlaufen habe, zu denen auch die Beschaffungs-, Lager- sowie die Produk-
tionslogistik gehörten, so dass ich auf einen praktischen Erfahrungshintergrund zurückgreifen
konnte.
1
Vgl. Porter (2001), S. 76

3
1.2 Gegenstand und Ziel der Arbeit
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist die terminologische Erfassung und Bearbeitung des Fach-
gebietes Logistik mit Hilfe des Terminologieverwaltungsprogramms Multiterm'95 Plus. Zu diesem
Zweck wird eine Datenbank mit der relevanten Terminologie in den Sprachen Deutsch und
Englisch erstellt, die sich als Übersetzungs- und Arbeitshilfe für Mitarbeiter mit logistischen
Aufgaben, Übersetzer, Studierende und andere Interessierte anbietet.
Des Weiteren wird ein Begriffssystem in Form eines Organigramms zur graphischen Verdeutli-
chung der Zusammenhänge zwischen den einzelnen Begriffen erstellt. Zudem soll eine Einführung
in das Fachgebiet den Einstieg in die teilweise komplexe Thematik erleichtern.
1.3 Abgrenzung des Fachgebietes
Die Logistik lässt sich in Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Marketing-, Informations- und
Ersatzteillogistik einteilen. Sonderbereiche der Logistik wie die Instandhaltungs- und Entsorgungs-
logistik werden in dieser terminoligischen Arbeit nicht näher betrachtet, da es sich um ganz
spezielle Thematiken handelt, die nur wenige Unternehmen in eigenen Abteilungen behandeln.
Um die logistischen Bereiche abzugrenzen wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, die Auf-
schluss über die Priorisierung geben sollte. Bei dieser Analyse wurde festgestellt, dass eine
Abgrenzung des Fachgebietes bis zum fertigen Produkt sinnvoll wäre, da beispielsweise die
Marketinglogistik als frühere Hauptlogistikfunktion in hinreichender Weise bereits untersucht
wurde. Aus diesem Grund soll die Grenze bei dem fertigen Produkt gezogen werden, d. h., es soll
die Logistik des Beschaffungs-, Lager- und Produktionsvorganges terminologisch untersucht
werden. Aus Gründen der Vollständigkeit werden die Marketing-, Informations- und Ersatzteil-
logistik sowohl im Organigramm als auch in der Datenbank eingeführt, aber nicht näher betrachtet.

4
1.4 Literatur- und Informationsbeschaffung
Zur Verschaffung eines ersten Überblicks über die Logistik im Hinblick auf die Erstellung des
Begriffssystems hat es sich als hilfreich erwiesen, zunächst einführende Literatur zu konsultieren.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Fachbuch ,,Logistik" von Prof. Dr. Harald Ehrmann
zu erwähnen, das sich auf praxisrelevante Aspekte der Logistik bezieht und somit hervorragend als
Einstieg in die Thematik geeignet war. Die weiterführende Literatur, die als Grundlage für die
terminologische Untersuchung diente, stammte aus verschiedenen Fachbibliotheken. Bei der Be-
schaffung der deutschsprachigen Fachliteratur ist vor allem auf die Bestände der Kölner Fachhoch-
schulbibliothek zurückgegriffen worden. Die Universitätsbibliothek Bochum sowie die Univer-
sitäts- und Stadtbibliothek Köln konnten wiederum mit einer Fülle von englischsprachiger Fach-
literatur aufwarten. Dieser Fachliteratur konnten auch die meisten Definitionen in beiden Sprach-
richtungen entnommen werden, da Internetquellen für diese Zwecke nicht besonders geeignet
waren.
Nichtsdestotrotz waren die Internetquellen, bei deren Auswahl Kompetenz sowie Vertrauens-
würdigkeit selbstverständlich von größter Bedeutung waren, ausschlaggebend bei der Suche nach
geeigneten Kontextbeispielen. Als besonders hilfreich haben sich dabei die Suchmaschinen
,,www.google.de", ,,www.google.com", ,,www.ask.com" sowie ,,www.scholar.google.com"
erwiesen.
1.5 Begriffssystem
Das Fachgebiet Logistik wird innerhalb des Begriffssystems in sechs Hauptbereiche unterteilt, von
denen drei aus unter Punkt 1.3 genannten Gründen terminologisch näher untersucht und in weitere
Teilbereiche untergliedert werden.
Das Begriffssystem ist im Laufe der Zeit verändert und ergänzt worden, was vor allem auf die Tat-
sache zurückzuführen ist, dass sich mit fortschreitendem Einlesen in die Thematik eine andere Zu-
ordnung und Gewichtung der einzelnen Begriffe ergeben hat. Gerade bei dieser Problematik hat mir
mein Ehemann, Dipl.-Wirt.Ing. Roman Smidrkal, MBA, beratend zur Seite gestanden und somit
eine fachlich relevante Unterstützung geboten. Dennoch war eine klare Abgrenzung einiger

5
Begriffe nicht immer möglich, da sie gleich zwei Hauptbereichen der Logistik zugeordnet werden
konnten. Dies war insbesondere der Fall bei dem Begriff ,,Materialdisposition", der sowohl der
Beschaf-fungs- als auch der Produktionslogistik im Rahmen des PPS-Systems zuzuordnen wäre.
Aufgrund der Konnotation des in Frage stehenden Begriffes ist die Entscheidung jedoch zugunsten
der Beschaffungslogistik ausgefallen.
Die Bereiche Beschaffungs-, Lager-, Produktions-, Marketing-, Informations- sowie Ersatzteil-
logistik bilden die Tragsäulen des dieser Diplomarbeit zugrunde liegenden Begriffssystem. Es
besteht aus insgesamt 190 Begriffen, von denen 24 lediglich Gliederungsbegriffe darstellen, die
durch spitze Klammern auch als solche gekennzeichnet sind.
Neben der Eintragsnummer sowie der Fachgebiets-, Lenoch-Code- und Autorangabe enthält jeder
terminologische Eintrag die entsprechenden Sprachblöcke mit allen dazugehörigen Informationen.
Hierbei handelt es sich um eine deutsche und eine englische Benennung mit der Angabe des Genus
bei deutschen Substantiven bzw. der Wortklasse bei englischen Substantiven. Wird die Benennung
vorwiegend im Singular bzw. Plural gebraucht, so erfolgt zusätzlich die Angabe des Numerus. Des
Weiteren wird der Benennungstyp angegeben, falls eine Benennung sowohl in der Voll- als auch in
der Kurzform oder als Abkürzung vorkommt.
Jede Benennung enthält eine Definition und ein Kontextbeispiel mit der Angabe der jeweiligen
Definitions- bzw. Kontextquelle in Form eines Quellenkürzels, das in Zirkumflexe eingeschlossen
wird und somit auf den vollständigen bibliographischen Eintrag verweist. Bei Monographien be-
inhaltet dieser neben dem vollständigen Namen des Autors auch Angaben zum Titel, Ort, Verlag,
Erscheinungsjahr und zur Auflage. Macht man bibliographische Angaben zu einer Seite im World
WideWeb, so werden die vollständige URL, der Titel des relevanten Artikels und das vollständige
Datum erfasst. Zu der Vergabe von Quellenkürzeln ist anzumerken, dass diese bei Fachbüchern aus
dem Nachnamen des Autors und dem Erscheinungsjahr und bei Internetquellen aus dem URL-
Kürzel sowie dem entsprechenden Jahr bestehen.
Die meisten Einträge beinhalten zudem Synonyme sowohl in der deutschen als auch in der
englichen Sprache. Bei den Synonymen wird keine Definition, sondern lediglich ein Kontext-
beispiel mit der dazugehörigen Kontextquelle angegeben. Der Eintrag wird durch eine Notation

6
vervollständigt, d. h., eine dem Organigramm entnommene Nummer, die die logischen Zusammen-
hänge der Begriffe verdeutlicht.
Enthält ein Eintrag eine Textstelle, die auch bei anderen Einträgen vorkommt, so wird diese in
Zirkumflexe eingeschlossen, um einen Querverweis herzustellen. Somit wird dem Benutzer eine
Möglichkeit gegeben, per einfachen Mausklick zu einem anderen Eintrag zu gelangen, um ausführ-
liche terminologische Informationen über die betreffende Textstelle zu erhalten.

7
2 Einführung in das Fachgebiet
2.1 Einleitung
Das Fachgebiet Logistik steht seit einigen Jahren im Mittelpunkt einiger betriebswirtschaftlicher
Betrachtungen, was man sogar durch Beobachtungen in der Umwelt bestätigen kann. So kann man
beobachten, dass nahezu jede Hochschule oder sonstige wissenschaftliche Einrichtung einen Lehr-
stuhl für Logistik führt. Als Träger dieser Lehrstühle werden oftmals privatwirtschaftliche Unter-
nehmen genannt, was das Interesse der Praxis an der Thematik widerspiegelt.
Außerdem nehmen die Stellenanzeigen für Mitarbeiter im logistischen Sektor stetig zu und der
Begriff Logistik ziert nun die Nutzfahrzeuge eines jeden Spediteurs. Zudem hat die Deutsche Post
durch eine große Marketingmaßnahme versucht, ihr bürokratisches Image zu verbessern, indem sie
sich jetzt das ,,größte Logistik-Unternehmen der Welt" nennt. An diesen Ausführungen kann man
erkennen, dass Logistik nicht nur ein wichtiges, sondern auch ein modernes Gebiet der Betriebs-
wirtschaft ist. Warum das so ist, wird in den folgenden Kapiteln erläutert:
x In Kapitel 2.2 werden die Begriffsbestimmung und die Herkunft der Logistik
aufgegriffen, d. h., es werden verschiedene Definitionen des Begriffes Logistik vorgestellt
und Gemeinsamkeiten aufgedeckt, um zu einer zusammenfassenden Definition zu kommen.
Außerdem wird die historische Herkunft der Logistik und des Begriffes Logistik analysiert.
x Die Gründe für die Transformation der Logistik werden in Kapitel 2.3 genannt. Dabei
wird auf den zeitlichen Änderungsverlauf der Logistikfunktion eingegangen und es wird
geklärt, warum das Logistikverständnis sich aktuell von der Vergangenheit unterscheidet.
x Wie sich die Problemstellung aus gegenwärtiger Sicht darstellt, wird in Kapitel 2.4
erläutert und es wird begründet, welche Herausforderungen die Logistik zu bestehen hat.
x
Die beiden möglichen Funktion der Logistik, die sich als Rationalisierungs- und
Potenzialfunktion darstellen, werden in Kapitel 2.5 dargelegt.

8
x Die logistischen Phasen des Güterflusses sollen in Kapitel 2.6 zeigen, welche Aufgaben die
Logistikfunktionen bewerkstelligen müssen.
x Wie sich die Logistik aus Sicht der Organisationsentwicklung darstellt und welche
möglichen Ausprägungen in der Praxis vorkommen, soll in dem vorletzten Kapitel
Gegenstand der Ausführungen sein.
x In einem abschließendem Kapitel soll das betreffende Thema kurz zusammengefasst
werden.
Die Autorin weist darauf hin, dass eine objektbezogene Differenzierung der Logistik
1
nach Mikro-
und Makrologistik möglich ist. Die Makrologistik befasst sich mit den Güterflusssystemen in
Volkswirtschaften und deren Gestaltung, während die Mikrologistik sich mit den Flusssystemen
von Einzelwirtschaften, also Industrie- und Handelsunternehmen, beschäftigt. Dementsprechend
befasst sich diese terminologische Arbeit nur mit der Mikrologistik.
2.2 Begriffsbestimmung und Herkunft der Logistik
Der Begriff Logistik kann auf verschiedene Wörter aus dem Griechischen, Lateinischen und
Französischen zurückgeführt werden
2
. Die Wörter ,,logizomai" (berechnen, überlegen) und ,,logos"
(Vernunft) können aus dem griechischen Wort ,,lego" (denken) abgeleitet werden. Weiterhin ist das
lateinische Wort ,,logica" (Vernunft) diesem Wortstamm zuzuordnen. Zudem gibt es eine Abstam-
mung aus dem französischen Wort ,,loger" (Unterbringung)
3
, welches wiederum von dem latei-
nischen Wort ,,logugea" (Miete) stammt.
Die eigentlichen Wurzeln der betriebswirtschaflichen Logistik liegen jedoch im militärischen
Bereich. So hat der byzantinische Kaiser Leontos VI (886 ­ 911)
4
in seinem Werk ,,Summarische
Auseinandersetzung der Kriegskunst" bereits die Logistik erwähnt. Der Kaiser definierte die
1
Vgl. Weber; Kummer (1998), S. 7
2
Vgl. Weber; Kummer (1998), S. 1
3
Vgl. Bichler; Schröter (1995), S.15
4
Vgl. Isermann (1998), S. 21

9
Logistik als die dritte Kriegskunst nach der Taktik und Strategie, deren Aufgabe es war, für eine
umfassende Unterstützung des Heeres zu sorgen.
Nach dieser sehr frühen Definition der Logistik tauchte der Begriff erst wieder 1837 in dem Buch
,,Abriss der Kriegskunst" auf. Der Autor Baron Antoine-Henry de Jomini
5
, der auch die Militär-
akademie in Petersburg für Zar Alexander gründete, führte als wesentliche Bereiche der Logistik
z.B. die Standortbestimmung von Lagern, Truppentransporte, Quartierung und Versorgung der
Truppen auf. Aufgrund von vielen Anwendungen wurde der Logistik als Funktion des Militär-
wesens eine immense Bedeutung zugeschrieben und einige Zeit nach dem 2.Weltkrieg wurde sie in
die Betriebswirtschaft transferiert. In Deutschland wurde diese Entwicklung ebenfalls, wenn auch
etwas zeitversetzt, nachvollzogen und es kam zu den ersten Veröffentlichungen Anfang der 70er
Jahre. Diese Veröffentlichungen waren stark von amerikanischen Ansätzen geprägt und wurden
überwiegend von Ingenieuren herausgegeben. Dementsprechend wurden Themen der Logistik wie
Hochregallagertechnik, fahrerlose Transportsysteme, Kommissioniertechnik etc. angesprochen,
aber betriebswirtschaftliche Fragestellungen wurden nur marginal behandelt. Erst Ende der 70er
Jahre wurden Themen wie bestandsarme Produktion, Kanban und Just-in-Time-Produktion ange-
sprochen. Bereits Anfang der 80er Jahre wurde die Logistik als zentrale Managementaufgabe
gesehen, was einer bedeutenden Aufwertung dieser Funktion gleichkam.
Wenn man sich die Definitionen der Logistik im Laufe der Zeit ansieht, so fällt es auf, dass sie
anfangs lediglich als physische Distribution einer Ware oder eines Materials gesehen wurde. Diese
Definitionen wurden aber aus verschiedenen Gründen der Entwicklung im Logistikbereich ange-
passt. Bevor im nächsten Kapitel auf die Gründe für die Transformation der Logistik eingegangen
wird, soll ein kurzer Überblick über die gegenwärtigen Definitionen
6
der Logistik gegeben werden.
,,Logistik ist ein kurz-, mittel- und langfristiger methodischer Ansatz zur Optimierung von
Unternehmensplanungen und -prozessen, gemäß den Zielen einer ganzheitlichen Planung,
Steuerung und Überwachung zur Begegnung der ökonomischen, ökologischen, technologischen und
sozialen Herausforderungen."
Jünemann (1989)
5
Vgl. Bloech (1984), S. 7
6
Vgl. Heiserich (1997), S. 4

10
,,Logistik befasst sich als anwendungsorientierte wissenschaftliche Disziplin mit der optimalen
Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Material- und Warenbewegungen von der Quelle bis
zur Senke einschließlich der die physischen Bewegungen auslösenden Informationsströme über
Unternehmensgrenzen hinweg."
Baumgarten (1988)
,,Logistik ist eine Querschnittsfunktion und eine neue Denkweise, die auf ganzheitliche
Optimierung von Material-, Informations- und Wertfluss ausgerichtet ist."
Rupper (1991)
,,Logistik ist das Management von Prozessen und Potenzialen zur koordinierten Realisierung
unternehmensweiter und unternehmensübergreifender Materialflüsse und der dazugehörigen
Informationsflüsse."
Weber (1992)
Im Hinblick auf diese Arbeit soll Logistik als eine abteilungsübergreifende Funktion in einem
Unternehmen verstanden werden, die das Ziel hat, die Material- und Informationsflüsse als
ganzheitlichen Prozess optimal zu gestalten.
2.3 Gründe für die Transformation der Logistik
Die Logistikfunktion und somit auch der Logistikbegriff haben sich in den letzten fünf Jahrzehnten
grundlegend gewandelt. Wie bereits erwähnt wurde die Logistik Anfang der 50er Jahre als reine
physische Distribution bezeichnet. Unter Logistik wurde also der Transport der Ware zum Kunden
gesehen, was als reines Verteilen zu bezeichnen war. Der Grund für diese sehr eingeschränkte
Sichtweise der Logistik ist mit den damaligen Gegebenheiten auf den Märkten zu erklären. In der
Nachkriegszeit gab es einen Mangel an Waren und somit herrschte ein reiner Verkäufermarkt vor.
Die Hersteller mussten sich somit nur auf die Verteilung der Waren konzentrieren. Es wurde alles
abgesetzt, was produziert wurde und deshalb gab es auch keine Kostenprobleme in den
Unternehmen.

11
Dieser Markt änderte sich aber in den 70er Jahren zugunsten der Käufer, da es einen Überschuss an
Waren und Dienstleistungen gab. Die geänderte Marktsituation brachte Absatzschwierigkeiten für
die Unternehmen mit sich, da die Konsumenten eine große Auswahl an gleichwertigen Produkten
hatten. Dies führte wiederum zu einem gesteigerten Wettbewerb und folglich zu einem Preisverfall
an den Absatzmärkten. Die Unternehmen sahen sich also gezwungen, auf der Kostenseite eine
Reduktion durchzuführen und haben das Thema Logistik für sich entdeckt.
Die Logistik half bei der Senkung der Lagerhaltungs-, Bestands- und Kapitalkosten und bot den
Produzenten die Möglichkeit, ihre Waren und Dienstleistungen günstiger anzubieten. Abbildung 1
verdeutlicht aufgrund des Du-Pont-Kennzahlensystems die Möglichkeiten der Kostenreduktion.
So kann man erkennen, dass die Reduktion der Bestände (Lager- und Umlaufbestände) eine wesent-
liche Einflussgröße auf die Steigerung des Return on Investment ist
7
. Dabei reichen die
Maßnahmen zur Beeinflussung der Bestände von der Make-or-Buy-Entscheidung über die
Verringerung der Fertigungstiefe, der Lagerstufen und der Varianten bis zum Einsatz von flexiblen
Arbeits- und Fertigungsstrukturen. Diese Maßnahmen werden in diesem Zusammenhang als
strategische Maßnahmen bezeichnet
8
.
Die operativen Maßnahmen reichen wiederum von der Optimierung der Disposition über die
Ermittlung von optimalen Losgrößen bis zur Gewährleistung termintreuer Anlieferung von Eigen-
und Fremdteilen (z.B. Just-in-Time, Kanban etc.).
Der Return on Investment, den man als Gewinn in % des investierten Kapitals übersetzen kann,
wird in vielen Unternehmen als Spitzenkennzahl zur Messung des wirtschaftlichen Erfolges
betrachtet und kann somit als Beleg für die Wichtigkeit der Logistikfunktion gesehen werden.
7
Vgl. Heiserich (1997), S. 21
8
Vgl. Heiserich (1997), S. 52-53

12
Abbildung 1: Du-Pont-Kennzahlensystem
Quelle: Ehrmann (2001), S. 59
Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Unternehmen die logistische Funktion als Rationalisierungs-
funktion genutzt, was in dieser Situation als logische Handlungsweise zu sehen ist, wenn man
bedenkt, dass die Logistikkosten 10 bis 30 % Anteil am Umsatz haben
9
. Tabelle 1 gibt einen
Überblick über die unterschiedlichen Logistikkosten je nach Branchenzugehörigkeit.
9
Vgl. Bichler; Schröter (1995), S.19

13
Branche
Anteil der Logistikkosten
am Umsatz
Nahrungsmittelindustrie
29,6 %
Metall und Metallverarbeitung
26,5 %
Chemische Erzeugnisse, Öl
23,1 %
Papier und Papiererzeugung
16,7 %
Holz und landwirtschaftliche Erzeugnisse
16,1 %
Elektronische / Elektrotechnische Erzeugnisse
15,9 %
Textilindustrie
14,9 %
Maschinenbau
9,8 %
Quelle: o.V.: Waterloo im Wartestand, in: Wirtschaftswoche, Nr. 25, 15.06.1990, S. 18
Dieser Kostenanteil gibt den bereits reduzierten Stand von 1990 wieder. Demnach kann man
durchaus erahnen, welchen Kostenanteil die Gestaltung der Material- und Informationsflüsse vor
diesem Zeitpunkt hatte, wo die Logistik eher stiefmütterlich behandelt wurde. Dass die Logistik
jedoch auch Möglichkeiten auf der Erlösseite bietet, wurde erst in einem späterem Stadium von den
Unternehmen entdeckt (siehe Kapitel 2.5).
In den 80er und 90er Jahren hatte die Informationstechnologie einen sehr großen Einfluss auf die
Logistik, da sich traditionelle Arten von Lagerhaltungs- und Planungssystemen zugunsten von
modernen Warenwirtschafts- und Produktionsplanungssystemen entwickelt haben. Westliche
Firmen mussten im Hinblick auf die Vormachtstellung japanischer Produktionsplanungssysteme die
Möglichkeit nutzen, ihre Produktivität zu erhöhen. Die Logistik wurde also genutzt, um die ganz-
heitliche
10
Planung, Steuerung und Kontrolle der Material- und Informationsflüsse im Betrieb zu
optimieren und somit Chancen auf dem Absatzmarkt wahrnehmen zu können.
2.4 Problemstellung aus gegenwärtiger Sicht
Die Unternehmen der heutigen Zeit sind einem immensen Druck durch die Umsystemkompo-
nenten
11
(ökonomische, technologische, rechtlich-politische, sozio-kulturelle und physisch-
ökologische) ausgesetzt. Diese Umsystemkomponenten ändern sich in immer kürzerer Zeit, so dass
10
Vgl. Krampe; Lucke (1993), S. 12
11
Vgl. Thom (3/1997), S. 202

14
die Unternehmen, die sich dieser Veränderungsgeschwindigkeit anpassen wollen, eine
grundlegende Bereitschaft zur Neugestaltung aufbringen müssen.
x So wirken beispielsweise die Globalisierung, die regionale Differenzierung der Nachfrage-
strukturen, die Stärkung der Käuferposition und die unberechenbare Konjunkturlage als
ökonomische Faktoren auf die Veränderungsgeschwindigkeit und -notwendigkeit der
Unternehmen ein.
x Weiterhin haben die technologischen Komponenten, die sich als immer kürzer werdende
Produkt- und Technologielebenszyklen, neue Kommunikationstechnologien und ein immenser
Investitionsbedarf für Forschung und Entwicklung bemerkbar machen, einen nicht
unerheblichen Anteil am Veränderungsdruck.
x Durch die rechtlich-politischen Rahmenbedingungen haben sich u.a. die Spannungen
zwischen Ost und West aufgelöst. Neue Märkte wurden geschaffen, die Nationalstaaten verloren
Macht, die Zoll- und Importbestimmungen wurden gelockert und die Staatshaushalte gerieten in
eine Krise.
x Zusätzlich haben sich auch die sozio-kulturellen Komponenten im Sinne einer Änderung des
Wertesystems, einer Verschiebung der demographischen Strukturen, einer Verschiebung zu
wissensintensiven Tätigkeiten und einer Erhöhung der Volksmobilität transformiert.
x Zuletzt erhöhen die physisch-ökologischen Komponenten den Außeneinfluss, da sich
klimatische Bedingungen, drohende und entstandene Katastrophen, die allgemeinen
Umwelteinflüsse und die daraus resultierenden hohen umweltrechtlichen Anforderungen an die
Unternehmen dramatisch verändert haben
12
.
Diese Änderungen der Umsystemkomponenten führen u.a. zu einer Senkung der Nachfrage und
zu einem veränderten Nachfrageverhalten sowie zu erhöhtem Kosten- und Wettbewerbsdruck.
Vielen, wenn auch nicht allen der o.g. Einflüsse kann man mit Hilfe der Logistik begegnen.
So lassen sich bei geschickter Kombination der Logistikfunktionen Märkte erweitern, eine
verbesserte Marktposition durch einen erhöhten Kundennutzen generieren, der Kostendruck

15
vermindern, eine erhöhte Flexibilität gewährleisten sowie die Produktivität, Rentabilität und
Anpassungsfähigkeit steigern.
2.5 Logistik als Rationalisierungs- und Potenzialfunktion
Wie man anhand des Du-Pont-Kennzahlensystems aus Kapitel 2.3 sehen kann, kann die Logistik
sehr gut dazu verwendet werden, die Kosten im Unternehmen zu senken und somit einen Wett-
bewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Bis in die 80er Jahre hinein wurde diese
Rationalisierungsfunktion der Logistik als alleiniges Heilmittel eingesetzt. Schließlich wurde der
Logistik jedoch auch eine Potenzialfunktion (Wettbewerbsinstrument
13
) zugesprochen, was soviel
heißt, dass man mit dieser betrieblichen Funktion auch die Erlöse des Unternehmens steigern kann.
Durch den Einsatz der betrieblichen Logistik ist es möglich, besonders schnell und flexibel zu
fertigen oder auf geänderte Nachfragewünsche am Markt zu reagieren. Weiterhin ist der Faktor
Logistik ein nicht unerheblicher Punkt, wenn es um die serienmäßige Realisierung der Kunden-
bedürfnisse (mass customization) geht. Als Beispiel für den erfolreichen Einsatz der Logistik ist das
Unternehmen Dell zu nennen, das sowohl die Rationalisierungs- als auch die Potenzialfunktion
genutzt hat.
Dell hat auf das Konzept gesetzt, als erstes Unternehmen in der Branche PCs über den Direkt-
vertrieb zu verkaufen. Somit wurden die Produkte erst montiert, wenn der Kunde seine Bestellung
telefonisch durchgegeben oder über das Internet abgeschickt hat. Dies hatte den Vorteil, dass man
Just-in-Time produzieren konnte und somit kaum ein nennenswertes Lager vorhalten musste. Durch
diese Art der Produktion konnte man die Kosten gegenüber den Wettbewerbern besondern niedrig
halten und die Verluste aus dem Preisverfall der eingekauften Komponenten minimieren.
Besonders der letzte Punkt hatte einen großen Einfluss auf die Profitabilität des Unternehmens, da
es in der IT-Branche zu einem immensen Preisverfall der Lagerware kam. In diesem Zusammen-
hang sollte angemerkt werden, dass die Preise in dieser Branche täglich neu festgelegt werden.
Dell konnte aber die Logistik als Potenzialfunktion ebenfalls sehr erfolgreich nutzen, um die Erlöse
kontinuierlich zu steigern. Viele Kunden bevorzugten Dell nämlich aus dem Grund, dass die Kom-
12
Vgl. Doppler; Lauterburg (2000), S. 25
13
Vgl. Buchert; Hering; Rollberg (2000), S. 23

16
ponenten des Computers individuell ausgewählt werden konnten und man nicht auf vormontierte
Produkte zurückgreifen musste. Dies hat dem Kunden einen großen Nutzen beschert, da die über-
flüssigen oder überdimensionierten Komponenten nicht bezahlt werden mussten. Zudem wurde die
bestellte Ware innerhalb weniger Tage bis zur Haustür des Kunden geliefert. Innerhalb weniger
Jahre konnte sich Dell als Markenhersteller behaupten und steigerte seine Umsätze stetig. Durch die
Etablierung als Markenhersteller konnte Dell einen Produktpreis erzielen, der sich eher im mittleren
Segment wiederfindet. Dieser Erlösvorteil wurde bei besonders niedrigen Kosten erzielt, was sich
wiederum in der Profitabilität des Unternehmens und im Aktienkurs widerspiegelt.
Dieses Beispiel sollte bewusst machen, dass die Logistik im Laufe der Zeit von einer reinen
Funktion zum Senken der Kosten in eine Funktion zum Erzielen von höheren Erlösen transformiert
wurde. Aufgrund der in Kapitel 2.4 erwähnten Probleme, die gegenwärtig auf die Unternehmen
zukommen, wird diese Funktion der Logistik eher an Bedeutung gewinnen.
2.6 Logistische Phasen des Güterflusses
Um die Logistikfunktionen beispielhaft an einem produzierenden Unternehmen darstellen zu
können, werden die Aufgaben der Beschaffungs-, Lager-, Produktions-,Marketing-, Informations-
und Ersatzteillogistik kurz beschrieben.
Der Güterstrom beginnt mit der Beschaffungslogistik, die dafür sorgt, dass die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe sowie Fertig- und unfertige Erzeugnisse das Lager erreichen
14
. Dabei geht es, wie bei
jeder Logistikfunktion, darum, die benötigten Güter
15
in der richtigen Zeit, Qualität und Menge zum
richtigen Preis an den richtigen Ort zu bringen. Da der Einkauf von vielen verschiedenen Beschaf-
fungsquellen erfolgt, hat die Beschaffungslogistik auch eine Sammel- und Sortierfunktion der
Wareneingänge. Aufgrund des Produktionsprogrammes und der Erzeugnisstruktur muss sicher-
gestellt werden, dass alle zur Produktion benötigten Güter zur Verfügung gestellt werden können.
Die Lagerlogistik hat die Aufgabe, die Güter im Lager zu verwalten und eine Lagerplatzzuordnung
vorzunehmen. Dabei geht es um die Administration der Zentral- oder dezentralen Lager, um u.a.
14
Vgl. Buchert; Hering; Rollberg (2000), S. 6
15
Dabei geht es je nach Logistikfunktion um Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Ersatzteile, Produkte oder Informationen.

17
den Güterfluss zur Produktion mit Hilfe verschiedener Kommissionierungsprinzipien und -formen
sicherzustellen. Bei der Lagerung der Güter werden verschiedene Arten der Lagersysteme verwen-
det, die von der Blocklagerung bis zum Umlaufregal reichen. Zur Sicherstellung einer betriebs-
wirtschaftlich sinnvollen Betreibung der Lager werden die Bestände mit Hilfe von
unterschiedlichen Bestandsrechnungen und -bewertungen in regelmäßigen Zeitabständen analysiert.
Ein sehr großer Teil der Produktionslogistik ist die Produktionsplanung und -steuerung, die es zur
Aufgabe hat, einen optimalen Einsatz der Produktionsfaktoren sicherzustellen. Mit Hilfe von PPS-
Systemen und PPS-Konzepten ist es möglich, eine nahezu optimale Balance zwischen Lieferfähig-
keit, Auslastung der Maschinen und Mitarbeiter sowie niedriger Kapitalbindung zu erreichen. Um
diese Ziele zu verwirklichen wird außerdem auf verschiedene Arten der Fertigung und den Einsatz
von computergestützen Systemen zurückgegriffen.
Nachdem das Produkt die ersten drei Stufen der Logistik durchlaufen hat, befindet es sich in einem
auslieferungsfähigen Zustand. Die Marketinglogistik sorgt für eine reibungslose und fristgerechte
Distribution zu den verschiedenen Stufen des Vertriebes. Dabei sorgt die Informationslogistik für
eine optimale Versorgung des Unternehmens mit allen relevanten Informationen. Schließlich sorgt
die Ersatzteillogistik dafür, dass die Versorgung der Endverbraucher oder Industriekunden mit
Ersatzteilen sichergestellt wird. Nachdem die Logistikfunktionen kurz erläutert wurden, ist es sinn-
voll, im nächsten Kapitel einen Blick auf die Eingliederung der Logistik in die Organisation zu
werfen.
2.7 Logistik aus der Sicht der Organisationsentwicklung
Aufgrund der beschriebenen Änderungen in der Funktion und im Zielsystem der Logistik kam es
auch im Organisationsaufbau zu grundlegenden Änderungen. Implizit wurde die Logistik, in ihrer
anfänglichen Ausprägung als physische Distribution, schon immer im Unternehmen durchgeführt,
obwohl es dafür keine eigene Abteilung gabt. Erst seitdem die Logistik als eine abteilungsüber-
greifende Funktion in einem Unternehmen verstanden wird, die das Ziel hat, die Material- und
Informationsflüsse als ganzheitlichen Prozess optimal zu gestalten, wird ihr auch organisatorisch
eine entsprechende Abteilung zugebilligt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten
16
, die Logistik in die
16
Da ein Überblick über die üblichen Organisationsformen gegeben werden soll, wird auf die Beschreibung von

18
Organisation zu integrieren. Es wird zwischen einer funktionsorientierten, einer objektorientierten
und einer Matrix-Organisation unterschieden.
2.7.1 Logistik in der funktionsorientierten Organisation
Diese Form der Organisation ist in den meisten mittelständischen Unternehmen vorzufinden und ist
der Ausganspunkt für alle darauf aufbauenden Formen. Neben den anderen betriebswirtschaftlichen
Funktionen kommt der Logistik hierbei eine gleichberechtigte Stellung zu. Als problematisch gilt
bei dieser Organisationsform, dass man die Abteilung Logistik als einen Konkurrenten der anderen
Abteilungen ansehen könnte, obwohl eine bereichsübergreifende Aufgabe gewährleistet werden
sollte
17
. Aus diesem Grund sollte, unter Berücksichtigung der individuellen Anforderungen, eine
objektorientierte Organisationsform oder eine Matrixorganisation bevorzugt werden, wobei diese
Organisationsformen für kleinere Unternehmen eher ungeeignet sind.
Abbildung 2: Logistik in der funktionsorientierten Organisation
2.7.2 Logistik in der objektorientierten Organisation
Die objektorientierte Organisation wird auch divisionale Organisation genannt, weil unterhalb der
Unternehmensführung Bereiche gebildet werden, die sich aus Sparten, Geschäftsbereichen und
Divisionen zusammensetzen. Die Logistik wird über den Sparten angesiedelt, denen gleichzeitig
bestimmte Logistikbereiche zugeordnet werden. Dabei hat die zentrale Logistik eher Planung- ,
Steuerungs-, Koordinierungs- und Kontrollaufgaben zu bewerkstelligen, während die Sparten-
logistik sich nach den Bedürfnissen der Sparten richtet.
seltenen Organisationsformen wie die Waben- oder Netzwerkorganisation verzichtet.
17
Vgl. Ehrmann (2001), S. 46

19
Abbildung 3: Logistik in der objektorientierten Organisation
2.7.3 Logistik in der Matrixorganisation
Wenn man die funktionsorientierte und die objektorientierte Organisationsform mischt, ergibt sich
die Matrixorganisation. In der Matrixorganisation kann die Logistik ihre Effizienz voll entfalten, da
die Vorteile der funktionsorientierten und der objektorientierten Organisation zum Einsatz kommen
können. Die Logistik wird als zentrale Abteilung neben den anderen Abteilungen geführt, die den
Produktgruppen ihre Dienstlesitungen anbietet. Diese Produktgruppen rufen die angebotenen Leis-
tungen der Logistikabteilung ab. Aus Kosten- und Organisationsgründen ist diese Organisations-
form nur für größere Unternehmen geeignet. Als entscheidender Nachteil wird die mangelnde
Möglichkeit der Zuständigkeitsabstimmung mit den anderen Abteilungen gesehen.

20
Abbildung 4: Logistik in der Matrixorganisation
2.8 Zusammenfassung
Die Logistik ist aus gutem Grunde eine der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Funktionen unserer
Zeit, da die Unternehmen einem nicht unerheblichen Druck von Seiten der Umsystemkomponenten
ausgesetzt sind. Einerseits können moderne Unternehmen mit Hilfe der Logistik die Kosten senken,
indem sie z.B. Bestands- und Lagerkosten minimieren. Andererseits können sie die Erlöse steigern,
indem sie flexibel und schnell reagieren und produzieren, was einen zusätzlichen Kundennutzen
generiert. Diese erweiterte Sichtweise der Logistik hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und wird
heute als selbstverständlich angesehen. Dementsprechend wird die Logistik als eine zentrale Funk-
tion im Unternehmen betrachtet, was sich an der Organisationsentwicklung deutlich erkennen lässt.
Logistik ist somit mehr als nur ein modernes Schlagwort, das nach einiger Zeit in Vergessenheit
gerät und ist deshalb in hinreichender Weise für eine terminologische Untersuchung geeignet.

1 Logistik
1.1 Beschaffungs-
logistik
1.2 Lagerlogistik
1.3
Produktionslogistik
1.4
Marketinglogistik
1.5 Informations-
logistik
1.6 Ersatzteillogistik
1.1.1
Materialdisposition
1.1.2
<Beschaffungs-
quellen>
1.1.3
<Beschaffungs-
menge>
1.1.4
<Beschaffungs-
kosten>
1.1.5
<Beschaffungs-
termin>
1.1.6
<Beschaffungs-
formen>
1.2.1 Lager
1.2.2 <Lagerplatz-
zuordnung>
1.2.3
Kommissionierung
1.2.4 <Rechnungs-
systeme>
1.2.5
<Lagersysteme>
1.3.1
Fertigungsprinzip
1.3.2
<Fertigungsarten>
1.3.3 <andere
Fertigungs-
strukturen>
1.3.4
<Fertigungsablauf>
1.3.5 Computer
Integrated
Manufacturing

1.1.1
Materialdisposition
1.1.1.1
<Materialbedarfs-
arten>
1.1.1.1.1 Bruttobedarf
1.1.1.1.2 Nettobedarf
1.1.1.2 <Verfahren der
Materialdisposition>
1.1.1.2.1 programmgebundene
Materialdisposition
1.1.1.2.2 verbrauchsgebundene
Materialdisposition
1.1.1.2.1.1
Produktions-
programm
1.1.1.2.1.2
Erzeugnisstruktur
1.1.1.2.1.3
<beschaffungsrelevante
Zeit>
1.1.1.2.1.4 Lagerbestand
1.1.1.2.1.2.1 Stückliste
1.1.1.2.1.2.2
Verwendungsnachweis
1.1.1.2.1.2.3
Erzeugnisbaum
1.1.1.2.1.3.1
Beschaffungszeit
1.1.1.2.1.3.2
Durchlaufzeit
1.1.1.2.1.2.1.1 <Stücklistenarten>
1.1.1.2.1.2.1.2
Stücklistenprozessor
1.1.1.2.1.2.1.1.1
Baukastenstückliste
1.1.1.2.1.2.1.1.2 Strukturstückliste
1.1.1.2.1.2.1.1.3 Mengenstückliste
1.1.1.2.1.2.1.1.4
Variantenstückliste
1.1.1.2.1.3.2.1
<Komponenten
der Durchlaufzeit>
1.1.1.2.1.3.2.2
<Verkürzung der
Durchlaufzeit>
1.1.1.2.1.3.2.1.1
Rüstzeit
1.1.1.2.1.3.2.1.2
Bearbeitungszeit
1.1.1.2.1.3.2.1.3
Transportzeit
1.1.1.2.1.3.2.1.4
Liegezeit
1.1.1.2.1.3.2.2.1
Losteilung
1.1.1.2.1.3.2.2.2
Arbeitsvorgangs-
splittung
1.1.1.2.1.3.2.2.3
Überlappung
1.1.1.2.1.4.1
<Bestands-
arten>
1.1.1.2.1.
4.2
<Material-
arten>
1.1.1.2.1.4.1.1
Sicherheitsbestand
1.1.1.2.1.4.1.2
Meldebestand
1.1.1.2.1.4.1.3
reservierter
Bestand
1.1.1.2.1.4.1.4
verfügbarer
Bestand
1.1.1.2.1.4.1.5
Bestellbestand
1.1.1.2.1.4.2.1
Rohstoffe
1.1.1.2.1.4.2.2
Hilfsstoffe
1.1.1.2.1.4.2.3
Betriebstoffe
1.1.1.2.1.4.2.4
unfertige
Erzeugnisse
1.1.1.2.1.4.2.5
Fertigerzeugnisse

1.1 Beschaffungslogistik
1.1.2 <Beschaffungsquellen>
1.1.3 <Beschaffungsmenge>
1.1.4 <Beschaffungskosten>
1.1.5 <Beschaffungstermin>
1.1.6 <Beschaffungsformen>
1.1.2.1 Local
Sourcing
1.1.2.2 Global
Sourcing
1.1.2.3 Single
Sourcing
1.1.2.4
Multiple
Sourcing
1.1.2.5
Modular
Sourcing
1.1.3.1 exakte
Bestellmenge
1.1.3.2 feste
Bestellmenge
1.1.3.3
optimale
Bestellmenge
1.1.4.1
Anschaffungs-
kosten
1.1.4.2
Bestellkosten
1.1.4.3
Lagerkosten
1.1.4.4
Fehlmengen-
kosten
1.1.5.1
Bestellpunkt-
verfahren
1.1.5.2
Bestellrhyth-
musverfahren
1.1.6.1
Vorrats-
beschaffung
1.1.6.2 Just-
in-time-
Beschaffung

1.2 Lagerlogistik
1.2.1
Lager
1.2.2
<Lagerplatzzuordnung>
1.2.3
Kommissionierung
1.2.4
<Rechnungssysteme>
1.2.5
<Lagersysteme>
1.2.1.1
Zentrallager
1.2.1.2
dezentrales Lager
1.2.2.1
Magazinierprinzip
1.2.2.2
Lokalisierungsprinzip
1.2.5.1 Blocklagerung
1.2.5.2 Zeilenlagerung
1.2.5.3 Regallagerung
1.2.5.3.1 Fachbodenregal
1.2.5.3.2 Einfahrregal
1.2.5.3.3 Palettenregal
1.2.5.3.4 Kragarmregal
1.2.5.3.5 Durchlaufregal
1.2.5.3.6 Verschieberegal
1.2.5.3.7 Einschubregal
1.2.5.3.8 Umlaufregal
1.2.5.3.8.1 Paternosterregal
1.2.5.3.8.2 Karussellregal
1.2.4.1 Bestandsrechnung
1.2.4.2 Inventur
1.2.4.3 <Bestandsbewertung>
1.2.4.3.1 Fifo-Methode
1.2.4.3.2 Lifo-Methode
1.2.4.3.3 Durchschnittsmethode
1.2.4.3.4 Einzelbewertung
1.2.4.2.1 Stichtagsinventur
1.2.4.2.2 permanente Inventur
1.2.4.2.3 Stichprobeninventur
1.2.3.1 <Kommissionierprinzipien>
1.2.3.2 <Formen der Kommissionierung>
1.2.3.1.1 Mann-zur-Ware-Prinzip
1.2.3.1.2 Ware-zum-Mann-Prinzip
1.2.3.2.1 einstufige Kommissionierung
1.2.3.2.2 zweistufige Kommissionierung
1.2.3.2.3 parallele Kommissionierung

1.3 Produktionslogistik
1.3.1 Fertigungsprinzip
1.3.2 <Fertigungsarten>
1.3.3 <andere
Fertigungsstrukturen>
1.3.4 <Fertigungsablauf>
1.3.5 Computer
Integrated Manufacturing
1.3.1.1 Verrichtungsprinzip
1.3.1.2 Objektprinzip
1.3.1.3 Platzprinzip
1.3.1.4 Gruppenprinzip
1.3.1.1.1 Werkstatt
1.3.1.2.1 Fließband
1.3.2.1 Einzelfertigung
1.3.2.2 Serienfertigung
1.3.2.3 Massenfertigung
1.3.3.1 Lean
Production
1.3.3.2
modulare
Fabrik
1.3.3.3
fraktale Fabrik
1.3.4.1
Lagerfertigung
1.3.4.2
Auftragsfertigung
1.3.5.1 Computer Aided Design
1.3.5.2 Computer Aided Engineering
1.3.5.3 Computer Aided Planning
1.3.5.4 Computer Aided Manufacturing
1.3.5.4.1 NC-Maschine
1.3.5.4.2 CNC-Maschine
1.3.5.4.3 DNC-Maschine
1.3.5.4.4 Roboter
1.3.5.4.5 Förderband
1.3.5.4.6 fahrerloses Transportsystem
1.3.5.4.7 Regalbediengerät
1.3.5.4.8 flexibles Fertigungssystem
1.3.5.4.9 flexible Fertigungszelle
1.3.5.5 Computer Aided Quality Assurance
1.3.5.6 Produktionsplanung- und -steuerung

1.3.5.6 Produktionsplanung
und -steuerung
1.3.5.6.1 <PPS-Prinzip>
1.3.5.6.2 PPS-System
1.3.5.6.3 <PPS-Konzept>
1.3.5.6.1.1
Push-Prinzip
1.3.5.6.1.2
Pull-Prinzip
1.3.5.6.2.1 Produktionsprogrammplanung
1.3.5.6.2.2 Mengenplanung
1.3.5.6.2.3 Durchlaufterminierung
1.3.5.6.2.4 Kapazitätsbedarfsrechnung
1.3.5.6.2.5 Kapazitätsterminierung
1.3.5.6.2.6 Werkstattsteuerung
1.3.5.6.2.7 Auftragsfortschrittsüberwachung
1.3.5.6.2.8 Kapazitätsüberwachung
1.3.5.6.2.2.1 Stücklistenauflösung
1.3.5.6.2.2.2 Nettobedarfsermittlung
1.3.5.6.2.2.3 Vorlaufverschiebung
1.3.5.6.2.2.4 Losgrößenplanung
1.3.5.6.2.6.1 Auftragsfreigabe
1.3.5.6.2.6.2 Reihenfolgeplanung
1.3.5.6.2.6.3 Arbeitszuteilung
1.3.5.6.2.6.2.1 Prioritätsregel
1.3.5.6.2.7.1 Betriebsdatenerfassung
1.3.5.6.3.1 Manufacturing Resource Planning
1.3.5.6.3.2 Kanban
1.3.5.6.3.3 Optimized Production Technology
1.3.5.6.3.4 belastungsorientierte Auftragsfreigabe
1.3.5.6.3.5 Just-in-Time-Produktion
1.3.5.6.3.6 CONWIP-Verfahren
1.3.5.6.3.7 Netzplantechnik
1.3.5.6.3.2.1 Zwei-Karten-System
1.3.5.6.3.2.1.1 Transportkanban
1.3.5.6.3.2.1.2 Produktionskanban
1.3.5.6.3.2.2 Ein-Karten-System
1.3.5.6.3.2.3 Signal-Kanban-System
1.3.5.6.3.7.1 Critical Path Method
1.3.5.6.3.7.2 Metra Potential Method
1.3.5.6.3.7.3 Program Evaluation and Review Technique
1.3.5.6.3.7.1.1 kritischer Weg
1.3.5.6.3.7.1.2 Pufferzeit
1.3.5.6.3.7.1.2.1 Gesamtpufferzeit
1.3.5.6.3.7.1.2.2 freie Pufferzeit
1.3.5.6.2.3.1 Vorwärtsterminierung
1.3.5.6.2.3.2 Rückwärtsterminierung
1.3.5.6.2.6.2.1.1
FCFS-Regel
1.3.5.6.2.6.2.1.2
KOZ-Regel
1.3.5.6.2.6.2.1.3
LOZ-Regel
1.3.5.6.2.6.2.1.4
Schlupfzeitregel

1 logistics
1.1 supply logistics
1.2 warehouse
logistics
1.3 production
logistics
1.4 marketing
logistics
1.5 information
logistics
1.6 spare parts
logistics
1.1.1 material
requirements
planning
1.1.2 <sources of
supply>
1.1.3 <order
quantity>
1.1.4 <total costs of
procurement>
1.1.5 <purchasing
date>
1.1.6 <types of
purchasing>
1.2.1 store
1.2.2 <stock
location>
1.2.3 order picking
1.2.4 <calculation
systems>
1.2.5 <storage
systems>
1.3.1 factory layout
1.3.2 <production
types>
1.3.3 <other
manufacturing
structures>
1.3.4 <production
procedure>
1.3.5 computer-
integrated
manufacturing

1.1.1 material
requirements planning
1.1.1.1 <types of
material requirements>
1.1.1.1.1 gross requirements
1.1.1.1.2 net requirements
1.1.1.2 <methods of material
requirements planning>
1.1.1.2.1 time-phased material
requirements planning
1.1.1.2.2 consumption-
based planning
1.1.1.2.1.1 master
production schedule
1.1.1.2.1.2
product structure
1.1.1.2.1.3 <time relevant
to procurement>
1.1.1.2.1.4 stock
1.1.1.2.1.2.1 bill of materials
1.1.1.2.1.2.2
where-used list
1.1.1.2.1.2.3
product tree
1.1.1.2.1.3.1
supply lead time
1.1.1.2.1.3.2
manufacturing
lead time
1.1.1.2.1.2.1.1 <types
of bill of materials>
1.1.1.2.1.2.1.2 bill
of material processor
1.1.1.2.1.2.1.1.1 single-level
bill of materials
1.1.1.2.1.2.1.1.2 indented bill
of materials
1.1.1.2.1.2.1.1.3 summarized
bill of materials
1.1.1.2.1.2.1.1.4 modular bill
of materials
1.1.1.2.1.3.2.1
<components of
manufacturing
lead time>
1.1.1.2.1.3.2.2
<reduction of
manufacturing
lead time>
1.1.1.2.1.3.2.1.1
setup time
1.1.1.2.1.3.2.1.2
process time
1.1.1.2.1.3.2.1.3
move time
1.1.1.2.1.3.2.1.4
queue time
1.1.1.2.1.3.2.2.1
lot-splitting
1.1.1.2.1.3.2.2.2
operation splitting
1.1.1.2.1.3.2.2.3
operation
overlapping
1.1.1.2.1.4.1
<types of stock>
1.1.1.2.1.4.2
<types of
material>
1.1.1.2.1.4.1.1
safety stock
1.1.1.2.1.4.1.2
reorder point
1.1.1.2.1.4.1.3
allocated stock
1.1.1.2.1.4.1.4
available stock
1.1.1.2.1.4.1.5
stock on order
1.1.1.2.1.4.2.1 raw
materials
1.1.1.2.1.4.2.2
auxiliary materials
1.1.1.2.1.4.2.3
supplies
1.1.1.2.1.4.2.4 in-
process goods
1.1.1.2.1.4.2.5
finished goods

1.1 supply logistics
1.1.2 <sources of supply>
1.1.3 <order quantity>
1.1.4 <total costs of procurement>
1.1.5 <purchasing date>
1.1.6 <types of purchasing>
1.1.2.1 local
sourcing
1.1.2.2 global
sourcing
1.1.2.3 single
sourcing
1.1.2.4
multiple
sourcing
1.1.2.5
modular
sourcing
1.1.3.1 lot-for-
lot
1.1.3.2 fixed-
order quantity
1.1.3.3
economic
order quantity
1.1.4.1
purchasing
costs
1.1.4.2
ordering costs
1.1.4.3
stockholding
costs
1.1.4.4
stockout costs
1.1.5.1 fixed-
order quantity
system
1.1.5.2 fixed-
time period
system
1.1.6.1
forward
buying
1.1.6.2 just-in-
time
purchasing

1.2 warehouse logistics
1.2.1
store
1.2.2 <stock
location>
1.2.3 order
picking
1.2.4 <calculation
systems>
1.2.5 <storage
systems>
1.2.1.1
centralized
store
1.2.1.2
decentralized
store
1.2.2.1 fixed
location system
1.2.2.2 floating
location system
1.2.5.1 block stacking
1.2.5.2 row stacking
1.2.5.3 rack storage
1.2.5.3.1 shelving
1.2.5.3.2 drive-in rack
1.2.5.3.3 pallet rack
1.2.5.3.4 cantilever rack
1.2.5.3.5 live storage rack
1.2.5.3.6 powered mobile rack
1.2.5.3.7 push back rack
1.2.5.3.8 carousel
1.2.5.3.8.1 vertical carousel
1.2.5.3.8.2 horizontal carousel
1.2.4.1 stock control
1.2.4.2 stocktaking
1.2.4.3 <stock valuation>
1.2.4.3.1 FIFO Method
1.2.4.3.2 LIFO Method
1.2.4.3.3 average cost method
1.2.4.3.4 specific cost method
1.2.4.2.1 periodic stocktaking
1.2.4.2.2 continuous stocktaking
1.2.4.2.3 spot check
1.2.3.1 <methods of order picking>
1.2.3.2 <types of order picking>
1.2.3.1.1 picker to goods system
1.2.3.1.2 goods to picker system
1.2.3.2.1 consignee picking
1.2.3.2.2 batch picking
1.2.3.2.3 zone picking

1.3 production logistics
1.3.1 factory layout
1.3.2 <production types>
1.3.3 <other
manufacturing structures>
1.3.4 <production procedure>
1.3.5 computer-
integrated manufacturing
1.3.1.1 process layout
1.3.1.2 product layout
1.3.1.3 fixed-position layout
1.3.1.4 cellular layout
1.3.1.1.1 job shop
1.3.1.2.1 assembly line
1.3.2.1 craft production
1.3.2.2 batch production
1.3.2.3 mass production
1.3.3.1 lean
production
1.3.3.2 modular
factory
1.3.3.3 fractal
factory
1.3.4.1 make-to-
stock
1.3.4.2 make-to-
order
1.3.5.1 computer-aided design
1.3.5.2 computer-aided engineering
1.3.5.3 computer-aided planning
1.3.5.4 computer-aided manufacturing
1.3.5.4.1 NC machine
1.3.5.4.2 CNC machine
1.3.5.4.3 DNC machine
1.3.5.4.4 robot
1.3.5.4.5 conveyor
1.3.5.4.6 automated guided vehicle
1.3.5.4.7 automated storage and retrieval system
1.3.5.4.8 flexible manufacturing system
1.3.5.4.9 flexible manufacturing cell
1.3.5.5 computer-aided quality assurance
1.3.5.6 production planning and control

1.3.5.6 production planning
and control
1.3.5.6.1 <PPC principle>
1.3.5.6.2 MPC system
1.3.5.6.3 <PPC concept>
1.3.5.6.1.1
push principle
1.3.5.6.1.2
pull principle
1.3.5.6.2.1 master production scheduling
1.3.5.6.2.2 quantity planning
1.3.5.6.2.3 scheduling
1.3.5.6.2.4 capacity requirements planning
1.3.5.6.2.5 finite capacity scheduling
1.3.5.6.2.6 shop floor control
1.3.5.6.2.7 order progress
1.3.5.6.2.8 capacity control
1.3.5.6.2.2.1 bill of materials explosion
1.3.5.6.2.2.2 netting
1.3.5.6.2.2.3 lead time offsetting
1.3.5.6.2.2.4 lot sizing
1.3.5.6.2.6.1 order release
1.3.5.6.2.6.2 operation sequencing
1.3.5.6.2.6.3 loading
1.3.5.6.2.6.2.1 dispatching rule
1.3.5.6.2.7.1 production data collection
1.3.5.6.3.1 manufacturing resource planning
1.3.5.6.3.2 kanban
1.3.5.6.3.3 optimized production technology
1.3.5.6.3.4 load-oriented order release
1.3.5.6.3.5 just-in-time production
1.3.5.6.3.6 CONWIP
1.3.5.6.3.7 network analysis
1.3.5.6.3.2.1 two-card system
1.3.5.6.3.2.1.1 withdrawal kanban
1.3.5.6.3.2.1.2 production kanban
1.3.5.6.3.2.2 single-card system
1.3.5.6.3.2.3 signal kanban system
1.3.5.6.3.7.1 critical path method
1.3.5.6.3.7.2 metra potential method
1.3.5.6.3.7.3 program evaluation and review technique
1.3.5.6.3.7.1.1 critical path
1.3.5.6.3.7.1.2 buffet time
1.3.5.6.3.7.1.2.1 entire buffer time
1.3.5.6.3.7.1.2.2 free buffer time
1.3.5.6.2.3.1 forward scheduling
1.3.5.6.2.3.2 backward scheduling
1.3.5.6.2.6.2.1.1
FCFS rule
1.3.5.6.2.6.2.1.2
SPT rule
1.3.5.6.2.6.2.1.3
LPT rule
1.3.5.6.2.6.2.1.4
slack time rule

33
Stand:
05.07.2005 - 13:25:29
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1
D:
Logistik
f.
Definition:
Logistik stellt die aus den Unternehmenszielen abgeleiteten planerischen und
ausführenden Maßnahmen und Instrumente zur Gewährleistung eines
optimalen Material-, Wert- und Informationsflusses im Rahmen des
betrieblichen Leistungserstellungsprozesses dar, wobei sich dieser von der
Beschaffung von Produktionsfaktoren und Informationen über deren
Bearbeitung und Weiterleitung bis zur Distribution der erstellten Leistungen
erstreckt.
Quelle: Ehrmann.2001, S. 25
Kontext:
Die Logistik läßt sich als eine der zentralen betriebswirtschaftlichen
Innovationen der jüngeren Zeit kennzeichnen.
Quelle: Weber, Kummer.1998, S. 1
E:
logistics
sub
Definition:
Logistics is that part of the supply chain process that plans, implements, and
controls the efficient, effective forward and reverse flow and storage of goods,
services, and related information between the point of origin and the point of
consumption in order to meet customers' requirements.
Quelle: www.beckmanmarketing8e.nelson.com.2005
Kontext:
Logistics has always been a central and essential feature of all economic
activity.
Quelle: Waters.2003, S. 19

34
Stand:
28.07.2005 - 12:50:06
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1
D:
Beschaffungslogistik
f.
Definition:
Die Aufgaben der Beschaffungslogistik können definiert werden als die
Gestaltung der Strukturen zur Sicherstellung einer mengen-, termin- und
qualitätsgerechten Materialversorgung.
Quelle: Heiserich.1997, S. 8
Kontext:
Im Bereich der Beschaffungslogistik gilt es, die vielen Beteiligten der
Prozesskette zu integrieren: Besteller, Lieferanten und Logistikdienstleister.
Quelle: www.axit.de.2005
E:
supply logistics
sub
Definition:
Supply logistics is the physical purchasing, transportation and storage of raw
materials and semi-products and its information processing for essential
production.
Quelle: www.tritonia.fi.2005
Kontext:
In case of supply logistics, the main difficulty is to integrate all the process
members, including not only those who order and supply but also logistic
services providers.
Quelle: www.axit.pl.2005
E:
material management
sub
Kontext:
Material management in the shipyard industry has aroused considerable
interest in recent years.
Quelle: www.inderscience.com.2005
E:
physical supply
sub
Kontext:
As an integral part of the National Health Service, NHS Logistics' aim is to
achieve best value in the physical supply of goods required for healthcare.
Quelle: www.bipsolutions.com.2005
E:
procurement logistics
sub
Kontext:
Procurement logistics ensure that materials are regularly ordered from our
supply partners and forwarded to our plants in due time.
Quelle: purchasing.bosch.com.2005

35
Stand:
28.07.2005 - 12:43:21
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1.1
D:
Materialdisposition
f.
Definition:
Die Materialdisposition plant die Bereitstellung von Materialien und
Halbfertigprodukten, die zur Primärbedarfsdeckung erforderlich sind.
Quelle: Weber, Kummer.1998, S.247
Kontext:
Eine funktionierende Materialdisposition und Lagerwirtschaft sollen Kosten
sparen, Bestände reduzieren und die Lieferbereitschaft sichern bei möglichst
geringer Kapitalbindung.
Quelle: www.noe.wifi.at.2005
D:
Bedarfsermittlung
f.
Kontext:
Der Genauigkeitsgrad der Bedarfsermittlung hängt davon ab, ob die erwarteten
Lagerkosteneinsparungen die höheren Planungskosten rechtfertigen.
Quelle: prodman.wu-wien.ac.at.2005
E:
material requirements planning
sub Vollform
Definition:
Material requirements planning is a system for effectively managing material
requirements in a manufacturing process.
Quelle: foldoc.hld.c64.org.2005
Kontext:
Material requirements planning is the heart of a strong inventory control
system.
Quelle: www.relevant.com.2005
E:
MRP
sub Abkürzung
Kontext:
MRP was the first phase in the development of MRPII.
Quelle: www.drummondwalker.co.uk.2005

36
Stand:
09.06.2005 - 09:48:12
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1.1.1
Anmerkung:
Gliederungsbegriff ohne Definition
D:
Materialbedarfsarten
f. pl.
E:
types of material requirements
sub pl.

37
Stand:
12.06.2005 - 16:46:07
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1.1.1.1
D:
Bruttobedarf
m.
Definition:
Ber Bruttobedarf ist der periodenbezogene Bedarf ohne Berücksichtigung der
Lagerbestände, evtl. ausstehender Bestellungen und reservierter
Lagerbestandsmengen.
Quelle: Tempelmeier.1992, S. 123
Kontext:
Mit der Produktprogrammplanung simuliert man verschiedene
Warenabsatzszenarien, um den Bruttobedarf bestmöglich abzuschätzen.
Quelle: www.microsoft.com.2005
E:
gross requirements
sub
Definition:
Gross requirements is the total anticipated production, use or withdrawals
during each time period.
Quelle: Tersine.1982, S. 301
Kontext:
Production scheduling incorporates sales forecasts, actual orders, and
production plans to develop gross requirements or independent demand.
Quelle: www.harrisdata.com.2005

38
Stand:
16.06.2005 - 17:45:28
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1.1.1.2
D:
Nettobedarf
m.
Definition:
Der Nettobedarf ist die unter Abzug des Lagerbestandes und der offenen
Eingänge noch zu deckende Menge einer Materialdisposition.
Quelle: www.idee.de.2005
Kontext:
Ist der Nettobedarf positiv, bedeutet das, dass Material beschafft werden muss,
um diesen Bedarf zu erfüllen.
Quelle: de.wikipedia.org.2005
E:
net requirements
sub
Definition:
The net requirements for a part or an assembly are derived as a result of
applying gross requirements and allocations against inventory on hand,
scheduled receipts, and safety stock.
Quelle: www.careersinlogistics.ca.2005
Kontext:
The net requirements at the plant level are used to drive the master production
schedule, and hence the materials requirements plan.
Quelle: www.pmisoft.com.2005

39
Stand:
09.06.2005 - 09:51:00
Fachgebiet:
Logistik
Lenoch-Code:
#EC: 9
Autor:
Julia Smidrkalova
Notation:
1.1.1.2
Anmerkung:
Gliederungsbegriff ohne Definition
D:
Verfahren der Materialdisposition
f. pl.
E:
methods of material requirements planning
sub pl.
Ende der Leseprobe aus 276 Seiten

Details

Titel
Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1.3
Autor
Jahr
2005
Seiten
276
Katalognummer
V186094
ISBN (eBook)
9783656999454
ISBN (Buch)
9783867468572
Dateigröße
5672 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
logistik, untersuchung, deutsch, englisch
Arbeit zitieren
Julia Smidrkalova (Autor), 2005, Logistik - eine systematische terminologische Untersuchung Deutsch und Englisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186094

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