Die Arbeit beschäftigt sich mit den allgemeinen Risiken und Haftungsrisiken der Eventveranstalter, ihren Verkehrssicherungspflichten und Möglichkeiten der postitiven Beeinflussung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Event
2.1 Von der Veranstaltung zum Event
2.1.1 Merkmale des Events
2.1.2 Eventvielfalt
2.2 Der Veranstalter des Events
2.2.1 Definition des Veranstalters
2.2.2 Die Aufgaben des Veranstalters
2.3 Gefahren und Risiken bei Events
2.3.1 Mögliche Eventrisiken
2.3.2 Risiken des Veranstalters
2.3.3 Risikopotenziale
2.3.4 Das Risikopotenzial bei Events unter Beachtung des besonderen Risikofaktors „Mensch“
3 Haftung
3.1 Haftungsarten und Veranstalterhaftung gegenüber bestimmten Personengruppen
3.2 Die Verkehrssicherungspflichten des Veranstalters
3.3 Veranstalterhaftung bei Eventausfall
4 Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung
4.1 Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalters
4.2 Versicherungen
4.2.1 Veranstalterhaftpflichtversicherung
4.2.2 Eventausfallversicherung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Risiken und Haftungsfragen, denen Veranstalter bei der Durchführung von Events gegenüberstehen. Ziel ist es, ein Verständnis für die vielfältigen Gefahrenquellen zu schaffen und aufzuzeigen, wie Veranstalter sich durch vertragliche Maßnahmen und Versicherungen absichern können, wobei ein besonderer Fokus auf den schwer greifbaren Verkehrssicherungspflichten liegt.
- Grundlagen des Eventbegriffs und die Rolle des Veranstalters
- Analyse verschiedener Risikoarten und Haftungsquellen
- Verkehrssicherungspflichten als zentraler rechtlicher Schwerpunkt
- Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung durch AGB
- Bedeutung und Auswahl geeigneter Versicherungsmodelle
Auszug aus dem Buch
2.3.4 Das Risikopotenzial bei Events unter Beachtung des besonderen Risikofaktors „Mensch“
Ein Event ist schon allein von der Planung und den gedanklichen Konzepten her, ohne jegliche Betrachtung der beteiligten Personen, ein „einmaliges Ereignis mit hohem Risiko“49. Rechnet man nun noch alle Aspekte hinzu, die durch die Zuschauer oder auch Mitarbeiter und den organisatorischen Ablauf während des Events geschehen können, wie z. B. Unfälle, potenziert sich das Risiko um ein Vielfaches.50 Entsprechend kann man sagen, dass Events vorwiegend durch die beteiligten Personen, d. h. die Zuschauer und Mitarbeiter, einem besonderen Risiko ausgesetzt werden. Menschliches Verhalten kann schon bei einer Einzelperson in bestimmten Situationen nicht mehr eindeutig eingeschätzt oder vorausgesagt werden, geschweige denn in einer Gruppe, in der völlig andere Voraussetzungen und Dynamiken herrschen. Verstärkend kommt bei einem Event hinzu, dass das „subjektive Erleben“51 der Besucher, hervorgerufen durch eine einzigartige Wahrnehmung, im Vordergrund steht. Die Zuschauer sollen von der stattfindenden Handlung, wie beispielsweise der des „Phantoms der Oper“ im Colosseum-Theater in Essen, gepackt und mitgerissen werden,52 um alles um sich herum zu vergessen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Veranstaltungen hin zum modernen "Event" ein und verdeutlicht die damit verbundene wirtschaftliche Bedeutung sowie die Notwendigkeit einer professionellen Vorbereitung.
2 Das Event: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Event", erläutert das Rollenverständnis und die Aufgaben des Veranstalters und analysiert systematisch die diversen Finanz-, Betriebs- und Rechtsrisiken bei Veranstaltungen.
3 Haftung: Hier werden die verschiedenen Haftungsarten sowie die für Veranstalter zentralen Verkehrssicherungspflichten erörtert und anhand von Gerichtsurteilen in ihrer praktischen Anwendung konkretisiert.
4 Möglichkeiten der Haftungsbegrenzung: In diesem Teil wird untersucht, wie Veranstalter ihre Haftung mittels allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGB) beschränken können und welche Rolle spezialisierte Versicherungen wie die Veranstalterhaftpflicht- oder Eventausfallversicherung spielen.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz möglicher Absicherungen ein Restrisiko bestehen bleibt und plädiert für einheitlichere gesetzliche Regelungen, insbesondere im Bereich der Verkehrssicherungspflichten.
Schlüsselwörter
Veranstalterhaftung, Eventmanagement, Haftungsrecht, Verkehrssicherungspflichten, Risikomanagement, Veranstalterhaftpflichtversicherung, Eventausfall, Rechtliche Absicherung, AGB, Schadensersatz, Deliktische Haftung, Vertragsrecht, Eventrisiken, Veranstaltungssicherheit, Haftungsbegrenzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Problematik der Veranstalterhaftung und den daraus resultierenden Risiken bei der Durchführung von Events.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition des Eventbegriffs, die Analyse von Haftungsrisiken, die Verkehrssicherungspflichten und Möglichkeiten zur Risikominimierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Veranstaltern einen Einblick in ihre haftungsrechtliche Verantwortung zu geben und Strategien aufzuzeigen, wie sie sich vor finanziellen Schäden schützen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftlich orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung einschlägiger Rechtsprechung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Risikoanalyse, eine rechtliche Einordnung der Haftungsarten sowie eine Prüfung von Haftungsbegrenzungsmöglichkeiten durch Verträge und Versicherungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Veranstalterhaftung, Eventrisiken, Verkehrssicherungspflichten, Schadensersatz und Haftungsbegrenzung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die vertragliche von der deliktischen Haftung?
Die vertragliche Haftung resultiert aus Pflichtverletzungen bestehender Verträge (z.B. Besucherverträge), während die deliktische Haftung auf gesetzlichen Schuldverhältnissen nach § 823 BGB bei unerlaubten Handlungen basiert.
Warum sind AGB für Veranstalter als Schutzinstrument nur begrenzt wirksam?
AGB sind in der Praxis oft schwer durchsetzbar, da die Kenntnisnahme durch den Besucher vor Vertragsschluss sichergestellt sein muss, was bei vielen Eventtypen nur schwer zu realisieren ist.
Welche Rolle spielt der Faktor „Mensch“ bei Eventrisiken?
Der Mensch stellt ein unkalkulierbares Risiko dar, da individuelles Fehlverhalten oder gruppendynamische Prozesse wie Panik oder Gewalt schwer vorhersehbar sind und das Haftungsrisiko massiv erhöhen.
Was ist eine All-Risk-Versicherung im Eventbereich?
Dies ist eine umfassende Form der Eventausfallversicherung, die auch seltener auftretende Ereignisse wie Fluglotsenstreiks, Schneewehen oder den Tod wichtiger Akteure abdeckt.
- Citation du texte
- Nicole Rodegast (Auteur), 2005, Zur Problematik der Veranstalterhaftung bei Events, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186132