Beim Media Monitor geht es um eine Panel Befragung zum Thema Online Entertainment Medien. Die Dokumentation erläutert die ersten vier Frageblöcke der Online-
Entertainment-Medien zur Panelbefragung.
Ausgangspunkt bilden die Musik-Downloads, auf denen
die Frage- und Antwortstellung aufgebaut wurde. Es schließen sich die Bereiche Web-
Radio, Online-Print-Medien und Handy Services an, bei denen die Fragen über die Musik-
Downloads übertragen und inhaltlich modifiziert wurden. Ziel soll an dieser Stelle nicht sein,
Ausblicke auf die Auswertung und Interpretation zu geben, sondern lediglich das Aufzeigen
des Zustandekommens der einzelnen Fragestellungen. Besondere Beachtung erhält dabei
die empirische Methodik, auf der die Ausgestaltung der Fragen und Antworten basiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Musik-Downloads
2.1 Ausgangspunkt und Methodik der Fragegestaltung
2.2 Bedeutung für die Panelbefragung
2.3 Fragestellungen und deren Antworten
3 Web-Radio
3.1 Probleme der Methodik
3.2 Fragestellungen und deren Antworten
4 Online- Printmedien
4.1 Bedeutung für die Panelbefragung
4.2 Fragestellungen und deren Antworten
5 Handy-Services
5.1 Bedeutung für die Panelbefragung
5.2 Fragestellungen und deren Antworten
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der detaillierten Dokumentation und methodischen Herleitung der Frageblöcke des Media Monitors, welche die Akzeptanz von Internet-Entertainment-Medien untersuchen. Im Fokus steht dabei die empirische Gestaltung der Befragungsinstrumente, um valide Daten über das Nutzungsverhalten und die Einstellungen gegenüber digitalen Inhalten zu gewinnen.
- Entwicklung und methodische Begründung von Fragebögen für Online-Entertainment
- Analyse von Nutzungshäufigkeiten und Kaufpräferenzen digitaler Medienprodukte
- Konstruktion von Filterfragen und Preisakzeptanzanalysen
- Untersuchung von Substitutionseffekten zwischen physischen und digitalen Tonträgern
Auszug aus dem Buch
2.1 Ausgangspunkt und Methodik der Fragegestaltung
Bevor ein Fragebogen erstellt wird ist es notwendig, das Ziel der Untersuchung klar zu spezifizieren. Ziel war es, herauszufinden, welche digitalen Medienprodukte zur Unterhaltung im Internet genutzt und gekauft werden. In diesem Ziel sollten die derzeitige und zukünftige Nutzung, Einstellungen und Präferenzen (beispielsweise zum Online-Kauf), Zahlungsbereitschaften, Hemmschwellen und Substitutionseffekte eingeschlossen sein. Bei den Entscheidungen für eine bestimmte Fragestellung wurde immer versucht, alle Aspekte, Meinungen und Differenzen in der Gruppe auszudiskutieren. So konnten die Fragen zuerst in der Kleingruppe, danach in der gesamten Gruppe erstellt und angepasst werden. Jeder hat dabei sein Wissen, aber auch seine Bedenken bei bestimmten Formulierungen eingebracht. Da es letztlich um die Interpretation der Auswertung geht, wurde versucht, die Zielrichtung jeder einzelnen Frage auch aus der Sicht des Befragten zu sehen. Im Nachhinein ist es jedoch fast unmöglich, alle Fragen in ihrer kompletten Entwicklungsstufe darzustellen, weshalb hier nur die wichtigsten Anordnungen betrachtet werden können.
Bei der Konstruktion des Fragebogens stand am Anfang das Problem, in welcher Art und Weise der Untersuchungsgegenstand erfragt werden sollte und ob es für Online- Befragungen besondere Anforderungen gibt. Erste Anhaltspunkte liefert der ADM et al. Danach gelten „die allgemeinen methodischen Anforderungen [...] auch für Online Befragungen“ (ADM et al. 2001, S. 10). Weitere Hilfe ist bei Schnell et al. zu finden. Laut Schnell et al. sollte einerseits jeder Themenbereich abgegrenzt sein und aus mehreren Fragen bestehen (Vgl. Schnell et al. 1999, S. 321). Andererseits ist es wichtig ähnliche Aspekte nacheinander abzufragen und neue Fragekomplexe mit Überleitungsfragen einzuleiten (Vgl. Schnell et al.1999, S. 321). Zudem sollten die ersten Fragen immer möglichst interessant, einführend und leicht zu beantworten sein, denn an ihnen „entscheidet sich das Engagement des Befragten zur Beantwortung des gesamten Fragebogens“ (Schnell et al.1999, S. 320).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Aufbau der ersten vier Frageblöcke des Media Monitors und legt den Fokus auf die empirische Methodik bei der Erstellung der Fragen.
2 Musik-Downloads: Dieses Kapitel behandelt die methodische Konzeption und Struktur der Fragen zu Musik-Downloads, einschließlich Filterfragen und der Ermittlung der Zahlungsbereitschaft.
3 Web-Radio: Das Kapitel analysiert die spezifischen Herausforderungen bei der Erstellung von Fragen zu Web-Radio-Angeboten unter Berücksichtigung von Platzierungseffekten.
4 Online- Printmedien: Hier wird der Fokus auf die Nutzung von Online-Printmedien zur Unterhaltung gelegt und die methodische Herangehensweise bei der Preisabfrage beschrieben.
5 Handy-Services: Dieses Kapitel thematisiert die Schwierigkeiten bei der Erfassung von Handy-Services und begründet die Einschränkung auf spezifische digitale Inhalte wie Klingeltöne und Spiele.
Schlüsselwörter
Online-Entertainment, Media Monitor, Musik-Downloads, Fragebogengestaltung, Empirische Sozialforschung, Panelbefragung, Web-Radio, Online-Printmedien, Handy-Services, Zahlungsbereitschaft, Substitutionseffekt, Filterfragen, Marktforschung, Preisgestaltung, Nutzerverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit dokumentiert die methodische Entwicklung und Gestaltung der Fragebögen für den Media Monitor, um die Akzeptanz digitaler Unterhaltungsmedien zu erfassen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind Musik-Downloads, Web-Radio, Online-Printmedien und Handy-Services.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Zustandekommen der Fragestellungen transparent zu machen und die empirische Grundlage für die Befragung von Internetnutzern zu erläutern.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden Methoden der empirischen Sozialforschung angewandt, unter anderem die Verwendung von Filterfragen, Skalen zur Preisabfrage und Prinzipien zur „Fragebogendramaturgie“.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Sektionen, die jeweils die Bedeutung für die Panelbefragung sowie die konkrete Ausgestaltung der Fragen und Antwortmöglichkeiten für die genannten Medienbereiche analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Online-Entertainment, empirische Sozialforschung, Zahlungsbereitschaft, Nutzerspezifikationen und methodische Fragebogengestaltung.
Warum wurde bei Musik-Downloads eine Filterfrage eingesetzt?
Die Filterfrage stellt sicher, dass nur Probanden, die tatsächlich Musik herunterladen, detaillierte Folgefragen beantworten müssen, um die Befragung effizient zu halten.
Was besagt der in der Arbeit erwähnte Halo-Effekt?
Der Halo-Effekt beschreibt bei der Preisabfrage die Gefahr, dass eine vorangegangene Frage die Bewertung der nachfolgenden Frage beeinflusst.
Warum wurde die Preisabfrage für Handy-Services spezifisch gestaltet?
Da es sich um drei unterschiedliche Dienstleistungsarten handelte (Klingeltöne, Logos, Spiele), mussten für diese einzeln Preise beurteilt werden, um die Akzeptanz realitätsnah zu erfassen.
- Arbeit zitieren
- Martin Weiß (Autor:in), 2004, Online-Entertainment-Medien: Die Frageblöcke des Media Monitors über die Akzeptanz von Internet-Entertainment-Medien wie Musik-Downloads im Detail, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186141