Viele Unternehmungen sehen sich heutzutage den Herausforderungen veränderter Umweltbedingungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die Markt- und Wettbewerbslandschaft. Als Beispiele hierfür lassen sich die Dynamisierung, Deregulierung und Privatisierung vieler Märkte, verkürzte Technologielebenszyklen, steigende Kundenanforderungen sowie die Globalisierung und Intensivierung des Wettbewerbes anführen. Vor diesem Hintergrund ist es für den Erfolg und das langfristige Überleben der Unternehmungen von entscheidender Bedeutung, schnell, flexibel und möglichst kostengünstig auf die veränderten Erfolgs- und Rahmenbedingungen in vielen Branchen reagieren zu können. Dies führt zu neuen Anforderungen und Ansprüchen (z. B. die Entwicklung neuer Produkte, Serviceleistungen, Informations- und Kommunikationstechniken) an das Management, die Strukturen, Abläufe und Methoden in den Unternehmungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Anpassungen innerhalb der Unternehmungen erforderlich. Dabei kommt flexiblen Organisationsformen mit Projektcharakter eine wachsende Bedeutung zu, da die starren traditionellen Organisationsformen insbesondere im Bereich der Führungssysteme und -instrumente die neuen Ansprüche nur unter großen Reibungsverlusten bewältigen können. Die wachsende Bedeutung zeigt sich durch die steigende Anzahl, die höheren Kosten und den zunehmenden Umfang von Projekten in den Unternehmungen. Um eine effektive und effiziente Umsetzung aller Projekte im Hinblick auf die Unternehmungszielerreichung zu gewährleisten, müssen in einer integrierten Betrachtung des Projektportfolios die einzelnen Projekte bezüglich ihrer Ziele und der verfügbaren Kapazitäten aufeinander abgestimmt werden. Diese Koordination und Steuerung der Projektlandschaft (?Gesamtheit aller in einem Unternehmen ablaufende Projekte und deren Verknüpfungen?) fällt in den Aufgabenbereich des Multiprojektcontrollings.
Ziel dieser Arbeit ist es, vor dem Hintergrund der eben genannten Probleme und aktuellen Entwicklungen die Bedeutung des Multiprojektcontrollings in Unternehmungen mit umfangreicher Projekttätigkeit aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Mittel und Methoden eingesetzt werden, um die an ein Multiprojektcontrolling gestellten Anforderungen zu erfüllen. Auch eventuell auftretende Widerstände innerhalb der Unternehmung bei der Einführung eines Multiprojektcontrollings müssen hierbei bedacht werden. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Multiprojektcontrolling als Möglichkeit zur Steuerung und Koordination der Projektlandschaft in Unternehmungen
2 Begriffliche Grundlagen von Projekten und Multiprojektcontrolling
2.1 Begriffliche Abgrenzung von Projekten und Projektmanagement
2.2 Multiprojektcontrolling: Abgrenzung zum Einzelprojektcontrolling und zum Multiprojektmanagement
2.3 Notwendigkeit und Institutionalisierung des Multiprojektcontrollings
3 Aufgaben eines Multiprojektcontrollings
3.1 Gestaltung der Projektlandschaft und Ausrichtung des Projektportfolios auf die Unternehmungsziele
3.2 Planung und Steuerung der verfügbaren Ressourcen sowie Realisierung von Synergien
4 Instrumente des Multiprojektcontrollings
4.1 Projektportfoliomanagement: Gestaltung der Projektlandschaft in Unternehmungen
4.2 Kapazitätsmanagement: Zuordnung vorhandener Ressourcen auf die Projekte
4.3 Risikomanagement: Identifikation von Problemen und Risiken innerhalb des Projektportfolios
5 Multiprojektcontrolling in Unternehmungen als Erfolgsfaktor im zunehmenden Wettbewerb
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Multiprojektcontrollings in Unternehmen, die mit einer Vielzahl an parallelen Projekten konfrontiert sind. Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit dieses Controllings aufzuzeigen sowie die Methoden und Instrumente zu analysieren, mit denen ein Unternehmen die Herausforderungen einer komplexen Projektlandschaft koordinieren und steuern kann.
- Notwendigkeit und Abgrenzung des Multiprojektcontrollings
- Aufgaben bei der strategischen Gestaltung des Projektportfolios
- Planung und Steuerung knapper Ressourcen
- Systematische Ansätze zum Risikomanagement in Projektportfolios
- Erfolgsfaktoren und organisatorische Einbindung
Auszug aus dem Buch
1 Multiprojektcontrolling als Möglichkeit zur Steuerung und Koordination der Projektlandschaft in Unternehmungen
Viele Unternehmungen sehen sich heutzutage den Herausforderungen veränderter Umweltbedingungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die Markt- und Wettbewerbslandschaft. Als Beispiele hierfür lassen sich die Dynamisierung, Deregulierung und Privatisierung vieler Märkte, verkürzte Technologielebenszyklen, steigende Kundenanforderungen sowie die Globalisierung und Intensivierung des Wettbewerbes anführen. Vor diesem Hintergrund ist es für den Erfolg und das langfristige Überleben der Unternehmungen von entscheidender Bedeutung, schnell, flexibel und möglichst kostengünstig auf die veränderten Erfolgs- und Rahmenbedingungen in vielen Branchen reagieren zu können. Dies führt zu neuen Anforderungen und Ansprüchen (z. B. die Entwicklung neuer Produkte, Serviceleistungen, Informations- und Kommunikationstechniken) an das Management, die Strukturen, Abläufe und Methoden in den Unternehmungen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Anpassungen innerhalb der Unternehmungen erforderlich. Dabei kommt flexiblen Organisationsformen mit Projektcharakter eine wachsende Bedeutung zu, da die starren traditionellen Organisationsformen insbesondere im Bereich der Führungssysteme und -instrumente die neuen Ansprüche nur unter großen Reibungsverlusten bewältigen können.
Die wachsende Bedeutung zeigt sich durch die steigende Anzahl, die höheren Kosten und den zunehmenden Umfang von Projekten in den Unternehmungen. Um eine effektive und effiziente Umsetzung aller Projekte im Hinblick auf die Unternehmungszielerreichung zu gewährleisten, müssen in einer integrierten Betrachtung des Projektportfolios die einzelnen Projekte bezüglich ihrer Ziele und der verfügbaren Kapazitäten aufeinander abgestimmt werden. Diese Koordination und Steuerung der Projektlandschaft („Gesamtheit aller in einem Unternehmen ablaufende Projekte und deren Verknüpfungen“) fällt in den Aufgabenbereich des Multiprojektcontrollings.
Ziel dieser Arbeit ist es, vor dem Hintergrund der eben genannten Probleme und aktuellen Entwicklungen die Bedeutung des Multiprojektcontrollings in Unternehmungen mit umfangreicher Projekttätigkeit aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Mittel und Methoden eingesetzt werden, um die an ein Multiprojektcontrolling gestellten Anforderungen zu erfüllen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Multiprojektcontrolling als Möglichkeit zur Steuerung und Koordination der Projektlandschaft in Unternehmungen: Einleitung in die Problematik veränderter Marktbedingungen und die daraus resultierende Notwendigkeit einer koordinierten Steuerung der Projektlandschaft.
2 Begriffliche Grundlagen von Projekten und Multiprojektcontrolling: Definition und Abgrenzung der Begriffe Projekt, Projektmanagement und Multiprojektcontrolling sowie Erörterung der Notwendigkeit einer Institutionalisierung.
3 Aufgaben eines Multiprojektcontrollings: Darstellung der Kernaufgaben, insbesondere der Ausrichtung des Projektportfolios an Unternehmenszielen sowie der Abstimmung von Ressourcen und Synergien.
4 Instrumente des Multiprojektcontrollings: Detaillierte Erläuterung der operativen Werkzeuge wie Projektportfoliomanagement, Kapazitätsmanagement und Risikomanagement.
5 Multiprojektcontrolling in Unternehmungen als Erfolgsfaktor im zunehmenden Wettbewerb: Zusammenfassende Betrachtung der Rolle des Controllings für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Empfehlungen für die praktische Implementierung.
Schlüsselwörter
Multiprojektcontrolling, Projektlandschaft, Projektportfolio, Kapazitätsmanagement, Risikomanagement, Unternehmensziele, Projektmanagement, Ressourcensteuerung, Synergien, Wettbewerbsfähigkeit, Projektpriorisierung, Unternehmensorganisation, Strategische Planung, Projektkontrolle, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit und Umsetzung eines Multiprojektcontrollings in Unternehmen, um eine wachsende Anzahl an Projekten effizient zu koordinieren und auf die strategischen Unternehmensziele auszurichten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Felder sind die begriffliche Einordnung, die Aufgaben eines Multiprojektcontrollings, die Steuerung von Ressourcen sowie die Anwendung spezifischer Instrumente zur Portfolio- und Risikoverfolgung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Bedeutung des Multiprojektcontrollings aufzuzeigen und die Methoden und Mittel zu identifizieren, die Unternehmen zur Bewältigung komplexer Projekttätigkeiten einsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der systemorientierten Herleitung von Managementansätzen für die Projekt- und Unternehmungsführung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil fokussiert auf die konkreten Aufgaben des Multiprojektcontrollings (Kapitel 3) sowie die Instrumente zur operativen Umsetzung, insbesondere das Projektportfolio-, Kapazitäts- und Risikomanagement (Kapitel 4).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Multiprojektcontrolling, Projektportfolio, Kapazitätsmanagement, Risikomanagement, Ressourcensteuerung und Wettbewerbsfähigkeit.
Was unterscheidet das Multiprojektcontrolling vom Projektmanagement?
Während sich das Projektmanagement auf die zielgerichtete Abwicklung einzelner Projekte konzentriert, unterstützt das Multiprojektcontrolling die Steuerung der gesamten Projektlandschaft eines Unternehmens.
Warum ist ein Multiprojektausschuss notwendig?
Der Ausschuss dient der Institutionalisierung, um unternehmensweit Richtlinien festzulegen, Prioritäten für das Portfolio zu setzen und bei Konflikten zwischen Projekten lenkend einzugreifen.
Wie kann eine Mitarbeitereinsatzmatrix helfen?
Sie ermöglicht eine transparente Zuordnung von personellen Ressourcen auf die verschiedenen Projekte und unterstützt dabei, Kapazitätsengpässe frühzeitig zu erkennen.
Welche Rolle spielt die Netzplantechnik?
Sie wird als Instrument des Kapazitätsmanagements eingesetzt, um die zeitliche Lage von Vorgängen zu optimieren und somit Überlastungen zu vermeiden.
- Quote paper
- Holger Ladenthin (Author), 2004, Multiprojektcontrolling - Notwendigkeit, Aufgaben und Instrumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186169