Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik

Der gewerbliche Rechtschutz gegen die Produktpiraterie

Titel: Der gewerbliche Rechtschutz gegen die Produktpiraterie

Diplomarbeit , 2006 , 93 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Peer-Martin Runge (Autor:in)

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Nachahmung oder sogar Fälschung von erfolgreichen Produkten oder Marken ist keineswegs eine neue Erscheinung. Schon aus der Antike gibt es viele Aufzeichnungen, die belegen, dass es bereits zu dieser Zeit zahlreiche Fälle gab, in denen versucht wurde, mit Kopien und Fälschungen einen schnellen Gewinn zu erzielen. Horaz berichtet beispielsweise von Damassipus, der durch Fälschungen zu großem Reichtum gekommen sei.1
Doch all diese Fälscher waren hauptsächlich in der Kunstszene zu finden und nicht wie heute in fast jedem Bereich des Wirtschaftslebens.
„Nach Angaben der EU fallen durch Produktpiraterie, illegale Überproduktion, Parallel- und Re-Importe mittlerweile bereits 10% des Welthandels auf Plagiate oder Fälschungen, was einem internationalen Schaden von über 300 Milliarden Euro gleichkommt.“2 Im Jahr 2001 sind an den Außengrenzen der EU 95 Millionen gefälschte Artikel und Waren beschlagnahmt worden, was einen Anstieg um 900% zu 1998 bedeutet.3
Die Zahl der gefälschten Produkte, die die EU erreicht haben, dürfte noch weit höher liegen.
Die Geburtsstunde der Produktpiraterie lässt sich zum Ende der siebziger Jahre festsetzen, als erstmalig Kleidungsstücke auf die westlichen Märkte kamen, die zwar Logos trugen, aber nicht von den Originalherstellern fabriziert worden waren. Auch wenn es diese Art von Produktpiraterie heute noch im großen Stile gibt, so möchte ich jene doch als eine Vorstufe zur modernen Produktpiraterie bezeichnen.
[...]
1 Vgl. Gerlach, T., [2006].
2 Wikipedia: Produktpiraterie, [2006].
3 Vgl. Wölfel, T., 2003, S.18.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Produktpiraterie

2.2. Markenpiraterie

2.3. Plagiat und Fälschung

3. Rechtliche Schutzvorschriften in Deutschland

3.1. Einleitung

3.2. Urheberrecht

3.3. Patentrecht

3.4. Gebrauchsmusterrecht

3.5. Geschmacksmusterrecht

3.6. Markenrecht

3.7. Zusammenfassung

4. Europäischer und internationaler Gewerblicher Rechtschutz

4.1. Einleitung

4.2. Europäisches und Internationales Urheberrecht

4.3. Europäisches und Internationales Patentrecht

4.4. Europäisches und internationales Gebrauchsmusterrecht

4.5. Europäisches und internationales Geschmacksmusterrecht

4.6. Europäisches und internationales Markenrecht

4.7. Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights

4.8. Zusammenfassung

5. Produktpiraterie in der Praxis

5.1. Einleitung

5.2. Gründe für die Zunahme der Produktpiraterie

5.3. Betroffene Bereiche

5.4. Die Herkunft von Plagiaten am Beispiel der VR China

5.5. Wirtschaftliche Folgen der Produktpiraterie

5.6. Zusammenfassung

6. Möglichkeiten der Bekämpfung der Produktpiraterie

6.1. Einleitung

6.2. Organisation der Anti-Produktpiraterie im Unternehmen

6.3. Defensive Maßnahmen

6.3.1. Rechtliche Maßnahmen

6.3.2. Weitere defensive Maßnahmen

6.4. Offensive Maßnahmen

6.4.1. Produktkennzeichnung und Verpackungskennzeichnung

6.4.2. Beschaffung, Logistik und Vertrieb

6.5. Zusammenfassung

7.0. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, ob der aktuelle gewerbliche Rechtsschutz auf nationaler und internationaler Ebene ausreicht, um das wachsende Problem der Produktpiraterie effektiv zu bekämpfen, und analysiert dabei sowohl rechtliche Rahmenbedingungen als auch praktische Gegenstrategien der Wirtschaft.

  • Analyse der rechtlichen Grundlagen des gewerblichen Rechtsschutzes in Deutschland (Urheber-, Patent-, Markenrecht etc.).
  • Untersuchung der internationalen Harmonisierung und Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums.
  • Darstellung der Praxis der Produktpiraterie, insbesondere unter Betrachtung der Rolle der Volksrepublik China.
  • Evaluation von Abwehrstrategien (defensiv und offensiv) zur Bekämpfung von Plagiaten in Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung:

Die Nachahmung oder sogar Fälschung von erfolgreichen Produkten oder Marken ist keineswegs eine neue Erscheinung. Schon aus der Antike gibt es viele Aufzeichnungen, die belegen, dass es bereits zu dieser Zeit zahlreiche Fälle gab, in denen versucht wurde, mit Kopien und Fälschungen einen schnellen Gewinn zu erzielen. Horaz berichtet beispielsweise von Damassipus, der durch Fälschungen zu großem Reichtum gekommen sei.

Doch all diese Fälscher waren hauptsächlich in der Kunstszene zu finden und nicht wie heute in fast jedem Bereich des Wirtschaftslebens.

„Nach Angaben der EU fallen durch Produktpiraterie, illegale Überproduktion, Parallel- und Re-Importe mittlerweile bereits 10% des Welthandels auf Plagiate oder Fälschungen, was einem internationalen Schaden von über 300 Milliarden Euro gleichkommt.“ Im Jahr 2001 sind an den Außengrenzen der EU 95 Millionen gefälschte Artikel und Waren beschlagnahmt worden, was einen Anstieg um 900% zu 1998 bedeutet. Die Zahl der gefälschten Produkte, die die EU erreicht haben, dürfte noch weit höher liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Überblick über die historische Entwicklung der Produktpiraterie und Darstellung der zunehmenden wirtschaftlichen Relevanz des Problems.

2. Begriffsbestimmungen: Klärung der zentralen Begriffe im Kontext der Piraterie, wie Produkt- und Markenpiraterie sowie Abgrenzung zum Plagiat.

3. Rechtliche Schutzvorschriften in Deutschland: Erläuterung der nationalen Gesetze zum gewerblichen Rechtsschutz inklusive Urheber-, Patent- und Markenschutz.

4. Europäischer und internationaler Gewerblicher Rechtschutz: Analyse der internationalen Abkommen und der Harmonisierungsbestrebungen zum Schutz geistigen Eigentums.

5. Produktpiraterie in der Praxis: Detaillierte Betrachtung der Ursachen, der betroffenen Wirtschaftsbereiche und der Auswirkungen der Piraterie anhand des Beispiels VR China.

6. Möglichkeiten der Bekämpfung der Produktpiraterie: Diskussion von unternehmensinternen Strategien, unterteilt in organisatorische, defensive und offensive Maßnahmen.

7.0. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur notwendigen Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft bei der Bekämpfung illegaler Produktimitationen.

Schlüsselwörter

Produktpiraterie, Markenrecht, Patentrecht, Urheberrecht, Plagiat, Fälschung, gewerblicher Rechtsschutz, TRIPS, Markenpiraterie, Schutzvorschriften, internationale Abkommen, Wettbewerb, Wirtschaftskriminalität, Produktkennzeichnung, geistiges Eigentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der rechtlichen und praktischen Aspekte der Produktpiraterie und bewertet die Wirksamkeit der vorhandenen Abwehrmechanismen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen rechtliche Schutzvorschriften in Deutschland, internationale Abkommen, wirtschaftliche Folgen von Plagiaten sowie Strategien zur Unternehmenssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu erörtern, ob die bestehenden rechtlichen Instrumente ausreichen, um die Produktpiraterie erfolgreich zu bekämpfen, oder ob zusätzliche betriebswirtschaftliche Maßnahmen erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Ausarbeitung, die bestehende Gesetzgebungen, Studien und reale Fallbeispiele für die Untersuchung nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Gesetzeslage, die Analyse der aktuellen Marktsituation und die Entwicklung von Handlungsstrategien für Unternehmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Produktpiraterie, gewerblicher Rechtsschutz, Markenrecht, Plagiat und internationale Harmonisierung.

Welche Rolle spielt die VR China in dieser Untersuchung?

China wird als Fallbeispiel analysiert, um zu verdeutlichen, wie wirtschaftliche Aufstrebung, mangelnde Strafverfolgung und ein geringes Unrechtsbewusstsein gegenüber Kopien die Piraterierate beeinflussen.

Warum hält der Autor den rechtlichen Schutz allein für unzureichend?

Der Autor argumentiert, dass Gesetze territorial begrenzt sind, während Produktpiraterie ein globales, grenzüberschreitendes Phänomen darstellt, dem nur mit einer Kombination aus Recht und präventiven Unternehmensmaßnahmen begegnet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der gewerbliche Rechtschutz gegen die Produktpiraterie
Hochschule
International Business School Berlin
Note
1.7
Autor
Peer-Martin Runge (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
93
Katalognummer
V186247
ISBN (eBook)
9783656998983
ISBN (Buch)
9783869430829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rechtschutz produktpiraterie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peer-Martin Runge (Autor:in), 2006, Der gewerbliche Rechtschutz gegen die Produktpiraterie , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186247
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  93  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum