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Latente Steuern nach IAS/IFRS und HGB

Titel: Latente Steuern nach IAS/IFRS und HGB

Diplomarbeit , 2007 , 98 Seiten , Note: 1.1

Autor:in: Götz A. Grossmann (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Inhalt der Arbeit ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungskonzepten latenter Steuern nach HGB und IFRS. Der Autor diskutiert zunächst die rechtlichen Grundlagen zur Bilanzierung von Steuerlatenzen im Einzel- und Konzernabschluss nach beiden Normgefügen. Dabei als strittig identifizierte Abgrenzungssachverhalte werden nachfolgend an Beispielen erörtert und Lösungswege herausgearbeitet, wobei steuerliche Verlustvorträge sowie der anzuwendende Steuersatz den Schwerpunkt der Untersuchung darstellen. Zu der Frage, inwieweit eine Angleichung der HGB-Bilanzierung zu latenten Steuern an die internationalen Standards als vertretbar erscheint bzw. eine höhere Aussagequalität der Steuerabgrenzung nach IFRS anzuzweifeln ist, wird ferner kritisch Stellung bezogen. Im letzten Teil der Arbeit werden die wissenschaftlich gewonnenen Ergebnisse um einen Blick in die Bilanzierungspraxis zu latenten Steuern erweitert. Als Datengrundlage dienen hierbei die DAX-30 Konzernabschlüsse des Geschäftsjahres 2005. Einer Analyse der verschiedenen Entstehungsursachen latenter Steuern folgend werden abschließend die Konsequenzen einer Steuersatzänderung für deren notwendige Neubewertung simuliert. Seinen Berechnungen legt der Verfasser dabei den im Zuge der Unternehmensteuerreform von der deutschen Gesetzgebung gekürzten Ertragsteuersatz für Kapitalgesellschaften zu Grunde. Welch praktisch relevanter Bedeutungsgehalt im Zuge dieser Neuberechnung latenten Steuern innewohnt, legen die gefundenen Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage einiger Unternehmen nahe.

In ihrer Rechnungslegung zum Geschäftsjahresende 2007 haben zahlreiche deutsche Konzerne erst in jüngster Vergangenheit die hohe Brisanz der Thematik latenter Steuern nach IFRS in entsprechender Weise erfahren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionen und Adressaten des Jahresabschlusses

2.1. Der handels- und steuerrechtliche Jahresabschluss nach nationalen Normen

2.1.1. Umfang und Ziele des Jahresabschlusses nach deutschem Handelsrecht

2.1.2. Bemessung der Steuerschuld am Steuerbilanzgewinn

2.1.3. Verknüpfung von Handels- und Steuerbilanz über das Maßgeblichkeitsprinzip

2.2. Zwecke und Grundsätze der Rechnungslegung nach internationalen Standards (IAS/IFRS)

3. Systematik latenter Steuern

3.1. Begriff, Entstehung und Zweck latenter Steuern

3.2. Abgrenzungskonzepte latenter Steuern

3.2.1. Das Timing-Concept

3.2.2. Das Temporary-Concept

3.3. Bewertungsmethoden latenter Steuern – Deferred-Method versus Liability-Method

4. Latente Steuern aus Ergebnisdifferenzen im HGB-Einzelabschluss

4.1. Grundlagen und Bilanzansatz latenter Steuern nach HGB

4.2. Berechnung latenter Steuern nach HGB

4.3. Ausweis latenter Steuern im HGB-Jahresabschluss

4.4. Folgen aus Verlustsituationen für die Steuerabgrenzung nach HGB

5. Latente Steuern im Jahresabschluss nach IAS/IFRS

5.1. Gesetzliche Grundlage und Vorbemerkungen

5.2. Bilanzansatz latenter Steuern nach IAS 12

5.2.1. Konzeption und Methodik der Steuerabgrenzung

5.2.2. Voraussetzungen und Ausnahmen bei der Abgrenzung latenter Steuern

5.2.3. Steuerabgrenzungen auf erfolgsneutrale temporäre Differenzen

5.2.4. Aktivierung latenter Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen

5.3. Bewertungsfragen bei der Steuerabgrenzung im IFRS-Jahresabschluss

5.4. Ausweis latenter Steuern und Angaben im Anhang nach IAS 12

6. Latente Steuern im Konzernabschluss nach IAS/IFRS und HGB

6.1. Überblick und Ursachen latenter Steuern im Konzernabschluss

6.2. Latente Steuern aus Maßnahmen zur Konsolidierungsvorbereitung

6.2.1. Übernahme und Anpassung latenter Steuern für den IFRS-Konzernabschluss

6.2.2. Latente Steuern in HGB-HB I und II aufgrund konzerneinheitlicher Bilanzierung und Bewertung sowie Währungsumrechnung

6.2.3. Konzept der Steuerabgrenzung nach DRS 10 in HB I und HB II

6.3. Latente Steuern aus Unternehmenszusammenschlüssen

6.3.1. Behandlung temporärer Differenzen aus der Kapitalkonsolidierung nach IAS 12

6.3.2. Latente Steuern im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach HGB und DRS 10

6.4. Latente Steuern infolge erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen

6.4.1. Behandlung von Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung

6.4.2. Zwischenergebniseliminierung und Problematik des anzuwendenden Steuersatzes im internationalen Konzern

7. Latente Steuern in der Rechnungslegungspraxis deutscher Konzernunternehmen

7.1. Problemstellung und empirische Datengrundlage

7.2. Bedeutung latenter Steuern in den DAX-30-Konzernabschlüssen

7.3. Entstehungsursachen von Steuerlatenzen in der Bilanzierungspraxis

7.3.1. Empirischer Befund zur Bedeutung einzelner Steuerabgrenzungstatbestände

7.3.2. Entwicklung der Steuerabgrenzungen auf steuerliche Verlustvorträge im Zeitablauf

7.4. Folgen einer Steuersatzsenkung für die Bilanzierungspraxis latenter Steuern

7.4.1. Steuerreform und anzuwendender Steuersatz in der Steuerabgrenzungspraxis

7.4.2. Anpassung der latenten Steuerpositionen und mögliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Unternehmen

8. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Bilanzierungsmöglichkeiten latenter Steuern nach HGB und IFRS in den Einzel- und Konzernabschlüssen deutscher Kapitalgesellschaften. Ziel ist es, die Korrelation zwischen den Normen zur Steuerabgrenzung und den jeweiligen Zielen des Jahresabschlusses aufzuzeigen und bilanzpolitische Gestaltungsspielräume zu hinterfragen.

  • Vergleich der Steuerabgrenzung nach HGB (Timing-Concept) und IFRS (Temporary-Concept)
  • Analyse der Bilanzierung latenter Steuern in Einzel- und Konzernabschlüssen
  • Empirische Untersuchung der Steuerabgrenzungspraxis bei DAX-30-Unternehmen
  • Auswirkungen steuerrechtlicher Rahmenbedingungen wie Verlustvorträge und Unternehmensteuerreformen
  • Kritische Würdigung der Entscheidungsnützlichkeit der Steuerabgrenzung

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Das Timing-Concept

Die Verrechnung latenter Steuern nach dem Timing-Concept erfolgt strikt GuV-bezogen. Es führen nur diejenigen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz zu einer Steuerabgrenzung, die sich sowohl im Zeitpunkt ihrer Entstehung als auch bei ihrer Auflösung bzw. (absehbaren) Umkehrung in der Erfolgsrechnung auswirken. Somit kommt eine Abgrenzung latenter Steuern nach diesem Konzept nur dann in Betracht, wenn eine zeitlich versetzte Periodisierung von Aufwendungen und Erträgen bei der handels- und steuerrechtlichen Gewinnermittlung stattfindet. Die hieraus resultierenden, zeitlich begrenzten Differenzen (timing differences) zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in späteren Jahren wieder (erfolgswirksam) ausgleichen, sich Handels- und Steuerbilanzergebnis in der Totalperiode also stets entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Steuerabgrenzung vor dem Hintergrund der internationalen Rechnungslegung (IFRS) in Deutschland.

2. Funktionen und Adressaten des Jahresabschlusses: Gegenüberstellung der Ziele von handelsrechtlicher und internationaler Rechnungslegung hinsichtlich Gläubigerschutz und Informationsfunktion.

3. Systematik latenter Steuern: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und Konzepte (Timing- vs. Temporary-Concept) der Steuerabgrenzung.

4. Latente Steuern aus Ergebnisdifferenzen im HGB-Einzelabschluss: Analyse der HGB-spezifischen Vorschriften, des Ansatzwahlrechts für aktive Latenzen und der Behandlung von Verlustvorträgen.

5. Latente Steuern im Jahresabschluss nach IAS/IFRS: Untersuchung der bilanzorientierten Abgrenzung nach IAS 12 und der Besonderheiten bei erfolgsneutralen Differenzen.

6. Latente Steuern im Konzernabschluss nach IAS/IFRS und HGB: Analyse der Konsolidierungsmaßnahmen und der Spezifika der Konzernrechnungslegung.

7. Latente Steuern in der Rechnungslegungspraxis deutscher Konzernunternehmen: Empirische Analyse der Bilanzierungspraxis in DAX-30-Konzernen sowie Auswirkungen von Steuersatzänderungen.

8. Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Beurteilung der Ergebnisse und Ausblick auf künftige Herausforderungen für die Bilanzierung.

Schlüsselwörter

Latente Steuern, IAS 12, HGB, Steuerabgrenzung, Timing-Concept, Temporary-Concept, Verlustvorträge, Konzernabschluss, Maßgeblichkeitsprinzip, Bilanzpolitik, Ertragsteuern, DAX-30, Rechnungslegung, Steuerreform, Liability-Method.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Konzepte und praktischen Bilanzierungsvorschriften für latente Steuern nach deutschem Handelsrecht (HGB) und internationalen Standards (IAS/IFRS) in Einzel- und Konzernabschlüssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich der Abgrenzungskonzepte, den Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz, der Behandlung von Verlustvorträgen sowie der praktischen Anwendung in DAX-Konzernen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Analyse der Bilanzierungsmöglichkeiten latenter Steuern und die Aufdeckung von Korrelationen zwischen den Abgrenzungsnormen und den Zielsetzungen der jeweiligen Jahresabschlüsse.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Neben einer fundierten theoretischen Analyse der Normen und Fachliteratur führt der Autor eine empirische Untersuchung der Geschäftsberichte der DAX-30-Unternehmen durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Systematik (Kapitel 3), die Anwendung im HGB-Einzelabschluss (Kapitel 4), die Steuerabgrenzung nach IAS/IFRS (Kapitel 5) sowie die komplexe Konsolidierungsthematik (Kapitel 6).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind latente Steuern, Timing- und Temporary-Concept, IAS 12, HGB, Verlustvorträge sowie die empirische Analyse der Bilanzierungspraxis in DAX-30-Unternehmen.

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Verlustvorträgen zwischen HGB und IFRS?

Nach HGB ist die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge nach herrschender Meinung weitgehend untersagt, während IAS 12 grundsätzlich eine Aktivierungspflicht vorsieht, sofern die Realisierung zukünftiger Gewinne wahrscheinlich ist.

Warum ist das "Temporary-Concept" nach IFRS bilanzorientiert?

Es ist bilanzorientiert, da es auf den Vergleich der IFRS-Bilanzwerte (accounting base) mit den steuerlichen Wertansätzen (tax base) abstellt, unabhängig davon, ob die Differenzen direkt aus der GuV oder erfolgsneutral entstanden sind.

Welche Rolle spielt die bevorstehende Unternehmensteuerreform für die Arbeit?

Die Reform dient als aktuelles Fallbeispiel, um die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die Bewertung bestehender latenter Steuerpositionen und das Konzernergebnis zu quantifizieren.

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Latente Steuern nach IAS/IFRS und HGB
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
1.1
Autor
Götz A. Grossmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
98
Katalognummer
V186475
ISBN (eBook)
9783869436777
ISBN (Buch)
9783869432175
Sprache
Deutsch
Schlagworte
latente steuern ias/ifrs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Götz A. Grossmann (Autor:in), 2007, Latente Steuern nach IAS/IFRS und HGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186475
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