Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Es
werden Vorgänge in der Produktentstehung und deren aktive Gestaltung in
Unternehmen näher erläutert. Dabei werden zunächst die Definition des
Produktentstehungsprozesses und dessen genaue Abgrenzung in der Literatur
untersucht. Danach werden die einzelnen Phasen und die darin tragenden Methoden
eingehend betrachtet. Allgemeine Faktoren wie Zeit, Qualität und Kosten, sowie
Einflussgrößen in den jeweiligen Phasen der Produktentstehung, werden hinsichtlich
der Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg des neuen Produktes analysiert.
Um die Theorie kritisch betrachten zu können und weiteres Verbesserungspotential zu
entdecken, soll auch die praktische Umsetzung eines Produktentstehungsprozesses
dargestellt werden. Dazu werden in einem Beispiel, die Vorgänge der
Produktentstehung aus dem Werk Plochingen der Robert Bosch GmbH aufgegriffen.
Ein Vergleich des Beispiels mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft zeigt
vorhandene Lücken auf und gibt weitere Ansatzpunkte zur besseren Gestaltung der
Produktentstehung.
Wenn es um Themen geht die mit der Produktentstehung zu tun haben, befasst sich
die Literatur fast ausschließlich mit Großunternehmen. Auch in der Praxis hat sich
bisher eine aktive Steuerung der Produktentstehung hauptsächlich in
Großunternehmen durchgesetzt. Da aber auch in mittelständischen Unternehmen ein
qualifiziertes Produktentstehungsprozess-Management den Erfolg neuer Produkte
drastisch steigern kann, werden in einem Leitfaden die wichtigsten Punkte
herausgearbeitet, die dabei zu beachten sind. Diese Diplomarbeit ist als doppelseitige Ausfertigung im PDF-Format erhältlich. (inkl. übersichtlichem und detailiertem Lesezeichen)
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Stand der Wissenschaft
1. Der Produktentstehungsprozess
1.1 Definition des PEP
1.2 Verschiedene Arten des PEP
1.2.1 Konventionelle Produktentstehung
1.2.2 Integrierte Produktentstehung
1.2.3 Digitale Produktentstehung
1.2.4 Unterschiede in den Industriezweigen
1.2.4.1 Automobil- und Zuliefererindustrie
1.2.4.2 Maschinenbauindustrie
1.2.4.3 Elektroindustrie
1.2.5 Kategorisierung der PEP’s nach Güterarten
1.2.5.1 Konsumgüter
1.2.5.2 Investitionsgüter
1.3 Die einzelnen Phasen im PEP
1.3.1 Produktplanung
1.3.2 Entwicklung und Konstruktion
1.3.3 Produktherstellung
1.3.3.1 Vorbereitende Maßnahmen
1.3.3.2 Teilefertigung
1.3.3.3 Montage
1.3.4 Materialwirtschaft und Logistik
1.4 Umsetzung durch Methoden
1.4.1 Organisatorische Methoden
1.4.2 Integrierende Methoden
1.4.3 Verschiedene Methoden in den einzelnen Phasen des PEP
1.4.3.1 Produktplanung
1.4.3.2 Entwicklung und Konstruktion
1.4.3.3 Produktherstellung
1.4.3.4 Materialwirtschaft und Logistik
2. Der wirtschaftliche Erfolg im Produktentstehungsprozess
2.1 Definition und Bedeutung des wirtschaftlichen Erfolgs
2.2 Einflüsse auf den wirtschaftlichen Erfolg
2.2.1 Effektivität und Effizienz
2.2.2 Zeit
2.2.3 Kosten
2.2.4 Qualität
2.2.5 Inneres und äußeres Umfeld
2.3 Messbarkeit
2.3.1 Maßstäbe und Messgrößen
2.3.2 Kriterien für den Erfolg
2.4 Erfolgs-Controlling
2.4.1 Kennzahlensysteme
2.4.2 Weitere Werkzeuge und Indikatoren zur Erfolgssteuerung
3. Einflussgrößen und deren Wirkungen
3.1 Einflussgrößen in den einzelnen Phasen der PE
3.1.1 Produktplanung
3.1.2 Entwicklung und Konstruktion
3.1.3 Produktherstellung
3.1.4 Materialwirtschaft und Logistik
3.2 Negative Auswirkungen auf den Produkterfolg
III. Ablauf des PEP: Ein Praxisbeispiel
1. Die Phasen eines PEP in der Praxis
1.1 Phasen
1.2 Kerndokumente
2. Die integrierten Abteilungen
2.1 Direkt beteiligte Abteilungen
2.2 Unterstützende Abteilungen
2.3 Kommunikation und Organisation
2.4 Digitale Werkzeuge
3. Methoden
4. Einflüsse auf den Erfolg des PEP
4.1 Schwierigkeiten und Risiken
4.2 Erfolgs-Controlling
IV. Vergleich – Aufzeigen wichtiger Unterschiede der Theorie und Praxis
V. Wie macht man’s richtig? – Leitfaden für KMU’s mit Serienproduktion
1. Was charakterisiert KMU’s hinsichtlich des PEP?
2. Ein Leitfaden für KMU’s – Schlüsselfaktoren des Erfolgs
2.1 Ideenfindung unterstützen
2.2 Integrierte Produkt- und Produktionsplanung
2.3 Schnelle und qualitätsgesicherte Entwicklung und Konstruktion
2.4 Funktionales Produktionssystem
3. Strategie zur Einführung
VI. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, den Produktentstehungsprozess (PEP) ganzheitlich zu durchleuchten, die wirkenden Einflussgrößen zu analysieren und durch einen Vergleich von wissenschaftlicher Theorie mit einem konkreten Praxisbeispiel einen Leitfaden für mittelständische Unternehmen mit Serienproduktion abzuleiten.
- Analyse des aktuellen Stands der Wissenschaft zum Produktentstehungsprozess
- Untersuchung von Einflussgrößen auf den wirtschaftlichen Erfolg neuer Produkte
- Detaillierte Darstellung eines Praxisbeispiels aus der Automobilzulieferindustrie
- Vergleich von Theorie und gelebter Praxis in Unternehmen
- Ableitung eines praxisorientierten Leitfadens für den Mittelstand
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Konventionelle Produktentstehung
Die konventionelle PE orientiert sich an einer linearen Abfolge von aufeinander aufbauenden und gegenseitig abhängigen Arbeitsschritten. Sie beschreibt ein sequentielles Vorgehen, wie es in Abbildung 2 dargestellt wird.
Die daraus entstehende organisatorische Folge, ist die Bildung von Abteilungsstrukturen nach sog. Funktionsbereichen. Im Gegensatz zu einer integrierten PE, geht hier mit der Bildung von Abteilungsbarrieren, die Sichtweise der jeweiligen Abteilungsfunktionen auf das ganze Produkt verloren.
Umso komplexer dabei das Produkt und somit auch die Entstehungsprozesse sind, desto mehr müssen die Aufgaben in kleinere Arbeitsteile zerstückelt werden. Diese können dann wiederum sequenziell bei unterschiedlichen Aufgaben, oder parallel etwa im Falle einer Mengenteilung ausgeführt werden. Nur so ist der PEP in seiner Komplexität dann noch beherrschbar.
Die Schwierigkeiten die sich jedoch aus immer weiter unterteilenden Funktionsbereichen ergeben sind heute mitunter eine der bedeutendsten Schwachstellen in Unternehmen. Es handelt sich hier um die Kommunikation zwischen den Abteilungen. Abb.4 zeigt dieses Problem an einer Gegenüberstellung von einem Industrieunternehmen und einem einfachen Handwerksunternehmen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Komplexität in der heutigen Fertigungsindustrie und die damit verbundene Notwendigkeit, den Produktentstehungsprozess zur Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs aktiv zu steuern.
II. Stand der Wissenschaft: Analysiert theoretische Grundlagen des PEP, erläutert verschiedene Arten der Produktentstehung, die Phasen des Prozesses, Methoden sowie Faktoren, die den wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich beeinflussen.
III. Ablauf des PEP: Ein Praxisbeispiel: Veranschaulicht die praktische Umsetzung des PEP anhand eines Werkes der Robert Bosch GmbH, inklusive der verwendeten Methoden, der integrierten Abteilungen und der Erfolgssteuerung.
IV. Vergleich – Aufzeigen wichtiger Unterschiede der Theorie und Praxis: Gegenüberstellung der wissenschaftlichen Idealvorstellungen mit der betrieblichen Realität, um Herausforderungen und notwendige individuelle Anpassungen aufzuzeigen.
V. Wie macht man’s richtig? – Leitfaden für KMU’s mit Serienproduktion: Entwickelt auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse einen praxisorientierten Leitfaden, der kleine und mittelständische Unternehmen bei der effizienten Gestaltung ihres PEP unterstützt.
VI. Schlusswort: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine aktive, unternehmensspezifische Gestaltung des PEP eine notwendige Voraussetzung für langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist.
Schlüsselwörter
Produktentstehungsprozess, PEP, wirtschaftlicher Erfolg, Produktplanung, Entwicklung und Konstruktion, Produktherstellung, Materialwirtschaft, Logistik, KMU, Serienproduktion, Simultaneous Engineering, Qualitätsmanagement, Erfolgs-Controlling, Prozessoptimierung, Produktqualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Gestaltung und Steuerung des Produktentstehungsprozesses (PEP), um den wirtschaftlichen Erfolg eines neuen Produktes sicherzustellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des PEP, die Einflussgrößen auf den wirtschaftlichen Erfolg, die praktische Anwendung des Prozesses in der Industrie sowie die Ableitung von Erfolgsfaktoren speziell für kleine und mittelständische Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens für mittelständische Unternehmen mit Serienproduktion, der dabei hilft, den PEP effizienter zu gestalten und den Produkterfolg zu maximieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine Kombination aus einer umfassenden Literaturanalyse sowie dem kritischen Vergleich mit einem konkreten Praxisbeispiel der Robert Bosch GmbH in Plochingen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der PEP-Phasen und Methoden, die Darstellung der Praxis am Beispiel von Bosch sowie den Abgleich von Theorie und Praxis, aus dem der Leitfaden für den Mittelstand resultiert.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Produktentstehungsprozess (PEP), wirtschaftlicher Erfolg, KMU, Simultaneous Engineering, Prozessqualität und Erfolgs-Controlling.
Wie unterscheidet sich die Theorie von der Praxis laut dem Autor?
In der Praxis sind eine 100%-Anwendung aller theoretischen Methoden oft an Ressourcen- und Zeitrestriktionen gebunden, weshalb eine individuelle, pragmatische Anpassung des PEP an das unternehmerische Umfeld notwendig ist.
Welche Rolle spielt der Mittelstand in dieser Diplomarbeit?
Der Mittelstand steht im Fokus, da der Autor feststellt, dass die vorhandene wissenschaftliche Literatur sich primär auf Großunternehmen konzentriert, KMU jedoch ein großes Verbesserungspotenzial durch eine aktivere Steuerung ihres PEP besitzen.
- Citation du texte
- Dominik Seeburger (Auteur), 2008, Einflussgrößen auf den wirtschaftlichen Erfolg im Produktentstehungsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186483