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Der Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

Title: Der Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

Diploma Thesis , 2007 , 124 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dipl. Psych. Maria Weigel (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Es wird wissenschaftlich diskutiert, ob die Zahnbehandlungsangst (ZBA) eine spezielle Form der Blut-, Spritzen- und Verletzungsangst (BII) ist. Untersuchungen über Zusammenhänge und Unterschiede zwischen diesen beiden Spezifischen Phobien fehlen bisher für den deutschen Sprachraum. Hierzu wurden 200 Probanden (132 Frauen, 68 Männer) im Alter zwischen 18 und 80 Jahren (M = 36.8) mit dem Mutilation Questionnaire (Kloreman et al., 1974), dem Dental Fear Survey (Kleinknecht et al., 1973) und dem Hierarchischen Angstfragebogen (Jöhren, 1999), sowie einem weiteren Fragebogenverfahren zur Erfassung der ZBA befragt. Hinweise für das Vorliegen einer Dentalphobie ergaben sich bei 19 Befragten (9.5%) und für das Vorliegen einer BII bei 20 Befragten (10%). Anzeichen für das komorbide Vorliegen beider Angststörungen zeigten 5 Befragte (2.5%). Frauen berichteten für beide spezifische Phobien signifikant höhere Angstwerte als Männer (t(168,292) = 3.829 und t(198) = 3.820 für jeweils p < .01). Probanden, die höhere Werte für ZBA berichteten, erreichten auch höherer Werte bezüglich des Vorliegens einer BII (r = .417, p < .01). Die Tatsache, dass etwa drei Viertel der Untersuchten als ZBA-Betroffene, nicht jedoch als BII-Betroffene klassifiziert wurden, spricht für die Kategorisierung der ZBA als eigenständige Unterform der Spezifischen Phobien.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 Spezifische Phobien

2.1.1 Diagnostische Kriterien und klinische Merkmale der spezifischen Phobien

2.1.2 Epidemiologie

2.1.3 Ätiologie

2.1.4 Diagnostik und Diagnoseinstrumente

2.1.5 Behandlung

2.2 Zahnbehandlungsphobie

2.2.1 Definition sowie typische und spezifische Merkmale des Störungsbildes der Zahnbehandlungsphobie

2.2.2 Epidemiologie

2.2.3 Komorbidität

2.2.4 Ätiologie

2.2.5 Diagnostik und Diagnoseinstrumente

2.2.6 Behandlung

2.3 Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

2.3.1 Definition sowie typische und spezifische Merkmale des Störungsbildes der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

2.3.2 Epidemiologie

2.3.3 Komorbidität

2.3.4 Ätiologie

2.3.5 Diagnostik und Diagnoseinstrument

2.3.6 Behandlung

2.4 Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

2.4.1 Der Zusammenhang zwischen Dentalphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie im ICD-10 und DSM-IV

2.4.2 Empirische Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Dentalphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN

3.1 Ziele der Untersuchung

3.2 Ableitung der Fragestellungen und Hypothesen der vorliegenden Studie

4. METHODE

4.1 Datenerhebung

4.2 Erhebungsinstrumente

4.2.1 Soziodemografische Variablen

4.2.2 Mutilation Questionnaire

4.2.3 Dental Fear Survey

4.2.4 Hierarchischer Angstfragebogen

4.2.5 Fragebogen zu angstauslösenden Situationen der Zahnbehandlungsangst

4.3 Operationalisierung der untersuchten Variablen

4.4 Eigenschaften der Stichprobe

4.5 Datenauswertung und verwendete statistische Verfahren

5. ERGEBNISSE

5.1 Fragestellungen 1 - 3: Prävalenzraten der Dentalphobie und der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie sowie Komorbidität

5.2 Fragestellung 4 - 5: soziodemografische Variablen und Dentalphobie, Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie und Komorbidität

5.3 Fragestellung 6: Zusammenhang zwischen Dentalphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

5.4 Fragestellung 7: Regelmäßigkeit der zahnmedizinischen Versorgung und Dentalphobie

5.5 Fragestellung 8: Übereinstimmung zwischen den beiden Erhebungsinstrumenten für die Dentalphobie

5.6 Fragestellung 9: Güte des Fragebogens zu angstauslösenden Situationen der Zahnbehandlungsangst (ASZBA)

5.7 Fragestellungen 10 - 11: Zusammenhänge mit den berichteten Angstausprägungen bezüglich der angstauslösenden Situationen (ASZBA)

5.8 Überblick über die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung

6. DISKUSSION

6.1 Zahnbehandlungsphobie

6.2 Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

6.3 Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie

6.4 Kritik an der vorliegenden Untersuchung

6.5 Ausblick und Implikationen für weitere Forschungsarbeiten

7. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Zahnbehandlungsphobie und der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie in einer deutschen Stichprobe. Das primäre Ziel ist es, Prävalenzraten zu ermitteln, das gemeinsame Auftreten (Komorbidität) beider Angststörungen zu analysieren und zu klären, ob die Dentalphobie als eigenständige Entität oder als Teil des Blut-Spritzen-Verletzungstypus zu klassifizieren ist.

  • Prävalenz und Komorbidität von Dentalphobie sowie Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie.
  • Einfluss von soziodemografischen Variablen wie Geschlecht, Alter und Bildung auf das Angstniveau.
  • Vergleich von Erhebungsinstrumenten (Dental Fear Survey vs. Hierarchischer Angstfragebogen).
  • Konstruktion und Evaluation eines neuen Fragebogens zu angstauslösenden Situationen (ASZBA).
  • Zusammenhang zwischen zahnmedizinischer Versorgungsregelmäßigkeit und Angstausprägung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Zahnbehandlungsphobie

Die Zahnbehandlungsphobie (ZBP) gehört zur Gruppe der spezifischen Phobien, wobei die Zahnbehandlung und die zahnbehandlungsspezifischen Reize die angstauslösende Situation gestalten. Werden Zahnbehandlungsängstliche mit einer solchen Situation konfrontiert, löst diese unmittelbar Angst aus. Vermeidung ist eine Möglichkeit, um dieser Angst aus dem Weg zu gehen, sodass viele Zahnbehandlungsphobiker den Zahnarzt über lange Zeit (zumeist mehrere Jahre) nicht besuchen. Unregelmäßige Zahnarztbesuche oder eine komplette Vermeidung der Zahnbehandlung führen in der Folge zu einer mangelnden Zahngesundheit (Hakeberg, Berggren & Gröhndahl, 1993). Diese erhält das Vermeidungsverhalten aufrecht, da die Betroffenen nun den Zahnarzt auch meiden, weil sie sich wegen ihrer „schlechten Zähne“ schämen.

Nach Markgraf-Stiksrud (1996) können 75% der Allgemeinbevölkerung einen Zahnarzt nicht ohne starke bis mittlere Ausprägung der Angst besuchen. Die Zahnbehandlungsphobie bleibt als Störung oft unerkannt, weil es sich um eine psychische Erkrankung handelt, die aufgrund ihrer weiten Verbreitung kein gesellschaftliches Tabu darstellt (Jöhren & Sartory, 2006). Diese Angst vor einer regelmäßigen Zahnbehandlung hat weitreichende Konsequenzen für die Zahngesundheit und die Lebensqualität der Betroffenen, die eine Zahnbehandlung längerfristig vermeiden. Außerdem stellt die Zahnbehandlungsangst eines Patienten auch eine wesentliche Schwierigkeit für den behandelnden Zahnarzt dar, da Zahnbehandlungsängstliche im Durchschnitt 20% mehr Behandlungszeit benötigen als angstfreie Patienten (Filewich, Jackson & Shore, 1981). Die zahnmedizinische Versorgung von Angstpatienten bedeutet demnach nicht nur für den Patienten ein erhöhtes Stressniveau, auch der behandelnde Zahnarzt berichtet oftmals ein erhöhtes Stresserleben (Institut der deutschen Zahnärzte, 1996). Deshalb ist eine genauere Betrachtung dieses Störungsbildes nicht nur aufgrund des Leidensdrucks der Betroffenen, sondern auch aufgrund ökonomischer Gesichtspunkte für das Gesundheitssystem sinnvoll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Zahnbehandlungs- und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie, Darstellung des Leidensdrucks und der medizinischen Relevanz.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Umfassende Aufarbeitung des aktuellen Wissensstands zu spezifischen Phobien, Definitionen, Epidemiologie, Ätiologie und Behandlungsmöglichkeiten.

3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN: Definition der Ziele der vorliegenden Untersuchung sowie Ableitung spezifischer Hypothesen basierend auf der Literatur.

4. METHODE: Beschreibung der Datenerhebung, der verwendeten psychologischen Erhebungsinstrumente (MQ, DFS, HAF, ASZBA) und der angewandten statistischen Verfahren.

5. ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse bezüglich Prävalenz, Komorbidität, Einflussfaktoren und Güte der Messinstrumente.

6. DISKUSSION: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den internationalen Kontext sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

7. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit.

Schlüsselwörter

Zahnbehandlungsphobie, Dentalphobie, Blutphobie, Spritzenphobie, Verletzungsphobie, spezifische Phobien, Angststörungen, Epidemiologie, Komorbidität, psychologische Diagnostik, Fragebogenkonstruktion, Vermeidung, Zahngesundheit, Angstreaktion, Angsttherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Auftreten und den Zusammenhang von Zahnbehandlungsphobie und der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie in einer deutschen Stichprobe und beleuchtet deren Auswirkungen auf das Patientenverhalten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder umfassen die Epidemiologie spezifischer Phobien, die Analyse von Komorbiditäten, die Untersuchung soziodemografischer Einflussfaktoren und die psychometrische Evaluation von Erhebungsinstrumenten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die Zahnbehandlungsphobie ein eigenständiges Störungsbild darstellt oder als Komponente der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie zu betrachten ist, unter Einbezug von Prävalenzanalysen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Studie nutzt einen quantitativen Ansatz mit einer querschnittlichen Fragebogenerhebung (200 Teilnehmer) und statistischen Methoden wie Korrelationsanalysen, Varianzanalysen (ANOVA) und Faktorenanalysen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Neben dem theoretischen Hintergrund zu den Phobien beinhaltet der Hauptteil die methodische Vorgehensweise, die Prävalenzbestimmung und eine explorative Analyse der psychometrischen Eigenschaften des neu entwickelten ASZBA-Fragebogens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zahnbehandlungsphobie, Komorbidität, spezifische Phobien, Angstmessung und Prävalenzraten beschreiben.

Welche Rolle spielt die Ohnmachtsreaktion bei der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie?

Die Ohnmachtsreaktion wird als ein wesentliches, differenzierendes Merkmal identifiziert, da sie spezifisch für diesen Phobietypus ist und mit einer vasovagalen Synkope einhergeht.

Wie lautet die Schlussfolgerung zur Klassifikation der Zahnbehandlungsphobie?

Die Autorin empfiehlt, die Zahnbehandlungsphobie zukünftig als eigenständige spezifische Phobie zu klassifizieren, da sie sich in Symptomatik und angstauslösenden Reizen signifikant von der Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie abhebt.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1
Author
Dipl. Psych. Maria Weigel (Author)
Publication Year
2007
Pages
124
Catalog Number
V186495
ISBN (eBook)
9783656997221
ISBN (Book)
9783869432397
Language
German
Tags
zusammenhang zahnbehandlungsphobie blut- spritzen- verletzungsphobie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Psych. Maria Weigel (Author), 2007, Der Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186495
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