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Die Beziehung von Nietzsche zu Wagner

Title: Die Beziehung von Nietzsche zu Wagner

Seminar Paper , 2008 , 9 Pages , Grade: 3

Autor:in: Stéphanie Lüders (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Friedrich Nietzsche wurde am 15. Oktober 1844 in Sachsen geboren und lebte bis 1900.
Wagner lebte von 1813 bis 1883. Diese Teilarbeit befasst sich mit den Jahren 1883-1887 von
Nietzsches Lebens und seiner Beziehung zu Wagner. In den Jahren 1883-1887 arbeitete der
Philosoph Friedrich Nietzsche als freier Autor. Er verfasste eines seiner größten Werke: „Also
sprach Zarathustra“. Im Jahre 1886/87 erscheinen Zweitauflagen von „Geburt der Tragödie“,
„Menschliches, Allzumenschliches“, „Morgenröte“ und „Die fröhliche Wissenschaft“. Im
Jahre 1888 kamen „Der Fall Wagner“ und „Nietzsche contra Wagner“ heraus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Verhältnis von Nietzsche zu Wagner

2.1 Die zunehmende Distanz zwischen Nietzsche und Wagner

2.2 Wagner als Zerstörer der Kunst

2.3 Nietzsches Philosophie und Werturteil

3. Die Jahre 1883-1887

3.1 Nietzsche und Wagner- zwischen Liebe und Hass

3.2 Nietzsches Reaktionen auf Wagners Tod

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe und wechselvolle Beziehung zwischen dem Philosophen Friedrich Nietzsche und dem Komponisten Richard Wagner, mit einem besonderen Fokus auf den Zeitraum von 1883 bis 1887. Dabei steht die Wandlung Nietzsches von einem glühenden Verehrer Wagners hin zu dessen scharfem Kritiker im Zentrum der Analyse.

  • Die anfängliche tiefe Bewunderung und die gemeinsame Vision der Kunsterneuerung.
  • Die Analyse der zunehmenden geistigen und ästhetischen Distanz zwischen den beiden Persönlichkeiten.
  • Nietzsches philosophische Auseinandersetzung mit Wagners Musikdrama und dessen gesellschaftlicher Wirkung.
  • Der Einfluss von Wagners Hinwendung zur christlichen Thematik auf Nietzsches Ablehnung.
  • Nietzsches Reaktionen auf Wagners Tod und seine darauffolgende Neuorientierung.

Auszug aus dem Buch

2. Das Verhältnis von Nietzsche zu Wagner

Seine erste Begegnung mit Richard Wagner und dessen Frau Cosima Wagner war bereits im Jahre 1868. Zu dieser Zeit verehrte Nietzsche beide zutiefst. Im Laufe der Jahre aber änderte sich Nietzsches Haltung und Meinung über Wagner (wikipedia). Nietzsche setzte sich immer wieder mit Wagners musikalischen Werken, seiner Persönlichkeit und seiner gesellschaftlichen Rolle auseinander. Zu Beginn bewunderte Nietzsche Wagner. Er bezeichnete ihn als den „größten Genius und größten Menschen dieser Zeit“. Was beide miteinander verband war die „Erneuerung der Kunst und die Veredelung der Menschheit“ (MGG, Band 12 S. 1108). Wagner fühlte sich von Nietzsche verstanden. Wagner schrieb 1873 in einem Brief an Nietzsche, dass er ihn (Nietzsche) für den Einzigen hielt, der wisse was er wolle.

Wagner verteidigte Nietzsches Werk „Geburt der Tragödie“ bei Nietzsches Kritikern. Nietzsche behauptete Wagner habe die Kunst wieder entdeckt, „binde alle Kulturkräfte wieder zusammen, habe das Theater reformiert und sein neues Verhältnis zwischen Musik und Leben und Musik und Drama“ (MGG, Band 12 S. 1109). Richard Wagner entwickelte das Musikdrama, indem er Musik, Sprache und Theater miteinander verband. Dies war ein neuer Sprung in der Entwicklung der Musikgeschichte. Mit einem Male war Nietzsche gespaltener Meinung über Wagner. Einerseits preiste Nietzsche Wagner, indem er in ihm einen „Revolutionär der Gesellschaft“ sah, der „ein neues Verhältnis zwischen Musik und Leben und Musik und Drama“ gefunden habe. Nietzsche sah einen Fortschritt in Wagners Musik indem er ihm sagte Wagner „rede zu Menschen der Zukunft“ (MGG, Band 12, S. 1109). Andereseits distanzierte sich Nietzsche von Wagner, indem er seine „Maaslosigkeit“, das „Ausschweifende“ und „dramatische Notbehelfe“ kritisierte (MGG, Band 12, S. 1109).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung (1883-1887) und gibt einen Überblick über die in dieser Phase entstandenen Werke Nietzsches.

2. Das Verhältnis von Nietzsche zu Wagner: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Beziehung, von der anfänglichen tiefen Bewunderung und Verbundenheit bis hin zur einsetzenden kritischen Distanz.

2.1 Die zunehmende Distanz zwischen Nietzsche und Wagner: Hier wird der Prozess der Entfremdung beschrieben, wobei insbesondere Nietzsches ästhetische Kritik an Wagners Kompositionsweise und der emotionalen Wirkung seiner Musik dargelegt wird.

2.2 Wagner als Zerstörer der Kunst: Dieses Kapitel analysiert Nietzsches Vorwurf, dass Wagner die Musik als bloßes Mittel für außermusikalische Zwecke instrumentalisiere und damit ihren eigenständigen Stellenwert untergrabe.

2.3 Nietzsches Philosophie und Werturteil: Hier wird Nietzsches philosophische Methode der Werturteil-Analyse erläutert und sein Bruch mit Wagners christlich geprägter Lebensphilosophie begründet.

3. Die Jahre 1883-1887: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Jahre nach dem Tod Wagners, in denen Nietzsche seine Gegnerschaft zu Wagner festigte und versuchte, sich von ihm musikalisch und geistig zu lösen.

3.1 Nietzsche und Wagner- zwischen Liebe und Hass: Die ambivalente Gefühlslage Nietzsches wird hier detailliert betrachtet, inklusive seiner Versuche, durch den Vergleich mit anderen Komponisten wie Bizet die eigene Position gegenüber Wagner zu definieren.

3.2 Nietzsches Reaktionen auf Wagners Tod: Das Kapitel dokumentiert Nietzsches psychische Reaktion auf die Nachricht von Wagners Tod und seine Briefe, in denen er das Gefühl einer „tödlichen Beleidigung“ durch Wagners Entwicklung zum Christentum ausdrückt.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer knappen Rekapitulation der Einflüsse Wagners auf den jungen Nietzsche und der späteren ideologischen Abkehr unter dem Leitbild des „Übermenschen“.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Richard Wagner, Musikdrama, Kunstkritik, Ästhetik, Nihilismus, Übermensch, Willen zur Macht, Musikgeschichte, Geistesgeschichte, Georges Bizet, Bayreuth, Werturteil, Erlösungsthematik, philosophische Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Beziehung zwischen Friedrich Nietzsche und Richard Wagner, insbesondere unter dem Aspekt des Wandels von einer tiefen Verehrung zu einer scharfen philosophischen und ästhetischen Ablehnung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Ästhetik der Musik, die Rolle der Kunst in der Gesellschaft, Nietzsches Kritik an traditionellen Werten und seine Auseinandersetzung mit dem Christentum im Werk Wagners.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, wie und warum sich Nietzsche von einem glühenden Bewunderer Wagners zu dessen schärfstem Kritiker wandelte und welche philosophischen Beweggründe hinter dieser Distanzierung standen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Briefen, zeitgenössischen Schriften und musikwissenschaftlicher Fachliteratur, um Nietzsches subjektive Werturteile zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der frühen Bewunderung, die detaillierte Untersuchung der ästhetischen Entfremdung, die philosophische Abgrenzung gegenüber dem Parsifal sowie die traumatische Auseinandersetzung mit Wagners Tod.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Musikdrama“, „Übermensch“, „Nihilismus“, „Ästhetik“ und „Entfremdung“ charakterisiert.

Wie bewertete Nietzsche spezifisch Wagners kompositorische Technik?

Nietzsche kritisierte vor allem Wagners „unendliche Melodien“ und die Verwendung von Dissonanzen, die er als beunruhigend und als einen Ausdruck eines Machtwillens interpretierte, der die Musik ihrer Leichtigkeit beraubte.

Welche Rolle spielte Bizets „Carmen“ für Nietzsche in dieser Zeit?

Nietzsche nutzte Georges Bizets Oper „Carmen“ als Gegenentwurf zu Wagners Musik, um das für ihn „Gesunde“ und „Melodiöse“ gegen das aus seiner Sicht „lähmende“ und „nervenreizende“ Werk Wagners abzugrenzen.

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Details

Title
Die Beziehung von Nietzsche zu Wagner
College
University of Graz
Grade
3
Author
Stéphanie Lüders (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V186530
ISBN (eBook)
9783869436449
ISBN (Book)
9783656994107
Language
German
Tags
beziehung nietzsche wagner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stéphanie Lüders (Author), 2008, Die Beziehung von Nietzsche zu Wagner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186530
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