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Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft.

Título: Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft.

Tesis , 2008 , 65 Páginas , Calificación: 1.8

Autor:in: Denis Dobras (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
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Diese Arbeit bildet eine Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kernpunkte der modernen Arbeitsorganisation werden adäquat auf die familiale Lebensführung fokussiert. So zeigt die Arbeit die Vereinbarkeitsprobleme zwischen Arbeit und Familie auf, die in der öffentlichen Diskussion bislang nur auf die Hausfrauendebatte und nicht ausreichende Kinderbetreuungskapazitäten zurückgeführt wurden. Veränderte Arbeitsbeziehungen zwischen den Arbeitsmarktakteuren hingegen sind nicht umfassend berücksichtigt worden, die aber maßgebend sind, weil Spontaneität und Flexibilität in der Erwerbsphäre mit der Verlässlichkeit der Familie kollidieren. Bislang gibt es nur wenig Stoff über diese Kombination. Ich versuche, die kapitalistische Dynamik für die heute schwierigen Bedingungen, die Familien in ihrem Alltag haben, verantwortlich zu machen. Das Thema ist hoch aktuell, die Arbeit hat eine relativ gute Note erzielt und ist dabei kostengünstig. Sie eignet sich als guter Leitfaden für andere Diplomarbeiten o.ä.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Familie: Eine Begriffsbestimmung

2. Geschichtlicher Rückblick auf die Familie

2.1 Das vorindustrielle „ganze Haus“

2.2 Die Herausbildung der modernen Kleinfamilie

2.2.1 Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte

2.2.2 Liebe als primäres Kriterium der Partnerwahl

2.2.3 Stellung der Kinder

2.2.4 Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung

3. Organisation der Arbeit in der industriell-geprägten Gesellschaft als historische Referenzfolie für Entgrenzungsprozesse

3.1 Normal-Arbeitsverhältnis

3.2 Normal-Arbeitszeit

4. Reorganisation der Arbeit in der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft

4.1 Atypische Beschäftigungsverhältnisse

4.1.1 Teilzeitarbeit

4.1.2 Geringfügige Beschäftigung

4.1.3 Befristete Beschäftigung

4.1.4 Leiharbeit

4.1.5 Telearbeit

4.2 Flexibilisierung der Arbeitszeit

4.2.1 Arbeitszeitkonten

4.2.1 Vertrauensarbeitszeit

5. Formwandel der Arbeit

5.1 Indirekte Steuerung der Arbeitsprozesse

5.2 Partizipation und Externalisierung im Arbeitsprozesse

5.3 Subjektivierung der Arbeit

6. Die Ware Arbeitskraft: Neue Anforderungen an ihre Besitzer

6.1 Selbst-Kontrolle

6.2 Selbst-Marketing

6.3 Selbst-Rationalisierung

7. Mobilität und mobile Lebensformen als berufliche Anforderung

7.1 Fernpendler

7.2 Wochenendpendler

7.3 Fernbeziehung

8. Entgrenzte Arbeit und Zeitmanagement in der alltäglichen Lebensführung

8.1 Grundzüge des Familienalltags

8.2 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die alltägliche Lebensführung

8.2.1 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die Lebensführung von Familien mit zwei Erwerbstätigen

8.2.2 Auswirkungen entgrenzter Arbeit auf die Lebensführung von Familien mit einem Erwerbstätigen

8.2.3 Zeitliche Belastungen bei Alleinerziehenden

8.3 Chancen entgrenzter Arbeit

9. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Dynamik der modernen, kapitalistischen Wirtschaftsformation und deren tiefgreifende Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, wie sich die Reorganisation der Arbeit – geprägt durch Flexibilisierung und Entgrenzung – auf die Lebensführung und die Alltagsorganisation von Familien auswirkt.

  • Wandel von stabilen Erwerbsbiografien hin zu instabilen "Bastelbiografien"
  • Die Auswirkungen von Flexibilisierung, Mobilität und atypischen Beschäftigungsverhältnissen
  • Transformation der Arbeitnehmer zum "Arbeitskraftunternehmer" durch Subjektivierung
  • Zeitliche und räumliche Entgrenzung als Herausforderung für das Familienleben
  • Strategien der Alltagsorganisation von Familien unter neuen ökonomischen Systemzwängen

Auszug aus dem Buch

2. Geschichtlicher Rückblick auf die Familie

Bis weit in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde in der Familiensoziologie davon ausgegangen, dass in der vorindustriellen Zeit die Großfamilie die typische Familienform gewesen sei. Eine Familienform, die bis dahin als Drei-Generationen-Haushalt (Großeltern, Eltern und Kinder) und Solidargemeinschaft mystifiziert war. Die historische Familienforschung hat gezeigt, dass unter den vorindustriellen Lebensbedingungen ein solches Familienmodell nur selten und bedingt möglich gewesen ist. Im Europa des 18. Jahrhunderts erreichte, auf Grund der fehlenden Hygienerichtlinien und der schlechten medizinischen Versorgung, nur jedes zweite Kind das 15. Lebensjahr. Auch bei den Erwachsenen war die Lebenserwartung gering, so dass Ehen sehr häufig durch den frühzeitigen Tod eines Ehepartners aufgelöst wurden.

Außerdem erlaubte die ökonomisch schlechte Situation in der vorindustriellen Zeit nur selten größere Verbände zum Zweck der Solidarität, so dass die Hausarbeit und damit das physische Überleben der Familienmitglieder stets im Mittelpunkt standen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Familie: Eine Begriffsbestimmung: Die Einleitung definiert den Familienbegriff als soziales Konstrukt, das durch gemeinsames Wirtschaften und Sorgebeziehungen geprägt ist, wobei heute von einer Ausdifferenzierung der Lebensformen statt einer Krise auszugehen ist.

2. Geschichtlicher Rückblick auf die Familie: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Wandel von vorindustriellen Haushaltsformen hin zur modernen Kleinfamilie nach und beleuchtet die Entstehung neuer privater Sphären.

3. Organisation der Arbeit in der industriell-geprägten Gesellschaft als historische Referenzfolie für Entgrenzungsprozesse: Es wird die Ära des Fordismus beschrieben, in der standardisierte Normalarbeitsverhältnisse eine klare Trennung von Erwerbsarbeit und Privatleben ermöglichten.

4. Reorganisation der Arbeit in der postindustriellen Dienstleistungsgesellschaft: Das Kapitel erläutert den Wandel hin zu atypischen Beschäftigungsformen und die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit zur Steigerung der Kapitalverwertung.

5. Formwandel der Arbeit: Der Fokus liegt auf neuen Managementkonzepten wie indirekter Steuerung, die Eigenverantwortung und Selbstorganisation zur neuen Norm machen.

6. Die Ware Arbeitskraft: Neue Anforderungen an ihre Besitzer: Die Untersuchung des „Arbeitskraftunternehmers“ zeigt, wie Beschäftigte zur aktiven Gestaltung und Vermarktung der eigenen Arbeitskraft gedrängt werden.

7. Mobilität und mobile Lebensformen als berufliche Anforderung: Hier werden die Auswirkungen steigender beruflicher Mobilitätsanforderungen wie Fernpendeln und Fernbeziehungen auf die Stabilität von Familien analysiert.

8. Entgrenzte Arbeit und Zeitmanagement in der alltäglichen Lebensführung: Dieses Kapitel verdeutlicht die Synchronisationsprobleme, die entstehen, wenn Familie auf starre Zeitstrukturen trifft, während die Arbeitswelt zunehmend entgrenzt agiert.

9. Zusammenfassung der Ergebnisse: Den Abschluss bildet die Synthese der Analysen, die eine notwendige Rückbesinnung auf die Bedürfnisse des Familienlebens gegenüber den ökonomischen Anforderungen fordert.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, Entgrenzung von Arbeit und Leben, Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Arbeitskraftunternehmer, Flexibilisierung, Mobilität, Subjektivierung der Arbeit, Zeitmanagement, Familienalltag, Prekarisierung, Arbeitszeitkonten, Indirekte Steuerung, Strukturwandel, Soziale Reproduktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne wirtschaftliche Anforderungen, insbesondere durch Flexibilisierung und Entgrenzung von Arbeit, die traditionelle Vereinbarkeit von Erwerbsleben und Familienalltag unter Druck setzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen den historischen Wandel der Familie, die Erosion des fordistischen Normalarbeitsverhältnisses, neue Managementstrategien, atypische Beschäftigungsformen sowie die Auswirkungen beruflicher Mobilität auf die alltägliche Lebensführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu hinterfragen, wie die Dynamik der modernen kapitalistischen Wirtschaft das herkömmliche Familienleben beeinflusst und inwieweit die neuen beruflichen Anforderungen die alltäglichen sozialen Reproduktionsleistungen von Familien erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aushandlung und Analyse soziologischer Fachdiskurse zur Arbeits- und Familiensoziologie, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit empirischen Trends und ökonomischen Reorganisationskonzepten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich vom historischen Rückblick über die Reorganisation der Arbeit und den Wandel zur Subjektivierung (Arbeitskraftunternehmer) bis hin zu den konkreten Auswirkungen auf Zeitmanagement und mobile Lebensformen in Familien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Vereinbarkeit, Entgrenzung, Arbeitskraftunternehmer, Flexibilisierung und die familiale Lebensführung unter den Bedingungen der modernen Dienstleistungsgesellschaft.

Welche Folgen hat die „Subjektivierung der Arbeit“ für den Einzelnen?

Die Subjektivierung zwingt den Beschäftigten dazu, Verantwortung für die eigene Leistung und die Rationalisierung der Arbeitsprozesse zu übernehmen, was oft in Selbstausbeutung und einem ständigen Zwang zur permanenten Anpassung mündet.

Warum wird die „Indirekte Steuerung“ als Herausforderung für Familien gesehen?

Da das Management nicht mehr durch klare Anweisungen kontrolliert, sondern dem Einzelnen die Verantwortung für Zielvorgaben überträgt, entstehen zeitliche Unsicherheiten, die eine planbare Alltagsorganisation für Familien massiv behindern.

Wie verändert sich die Familienorganisation durch das Pendeln?

Berufliche Mobilität führt zu einer "Scheinfamilie" oder einem hohen Druck zur Alltags-Logistik, da räumliche Distanz die tägliche, für die soziale Reproduktion notwendige Interaktion und gemeinsame Zeit minimiert.

Final del extracto de 65 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft.
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
1.8
Autor
Denis Dobras (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
65
No. de catálogo
V186541
ISBN (Ebook)
9783656997108
ISBN (Libro)
9783656980414
Idioma
Alemán
Etiqueta
problematik vereinbarkeit arbeit familie anforderungen wirtschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Denis Dobras (Autor), 2008, Die Problematik der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie angesichts der beruflichen Anforderungen der modernen Wirtschaft., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186541
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