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Geschichte der Steuertheorie: Revolution und Besteuerung

Título: Geschichte der Steuertheorie: Revolution und Besteuerung

Trabajo de Seminario , 2006 , 19 Páginas , Calificación: 1.7

Autor:in: Paul Amann (Autor)

Economía de las empresas - Historia económica y social
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Revolutionen spielen eine wichtige Rolle in der Menschheitsgeschichte. Mehrere Disziplinen setzen sich mit dem Phänomen auseinander: Politologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften sind nur drei davon. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Revolution und Besteuerung. Dass ökonomische Faktoren bei Revolutionen eine große Rolle spielen, ist eine spätestens seit Marx allgemein akzeptierte Ansicht. Welche Rolle dabei der Besteuerungsaspekt spielt, ist jedoch oftmals unklar, was zum einen auf die unterschiedliche Auslegung des Begriffes Revolution, zum anderen auf die Schwierigkeiten der ?Absonderung? des Besteuerungsaspektes von anderen ökonomischen Ursachen, Motivationen und Folgen der Revolution und außerdem auf empirische Schwierigkeiten zurückzuführen ist.
Diese Arbeit stellt zunächst einige Überlegungen zur individualtheoretischen Motivation des revoltierenden Steuerzahlers an, basierend auf zwei Public-Choice-Modellen. Bei der anschließenden Betrachtung der Makroebene werden die wichtigsten Revolutionsursachen und deren Besteuerungsrelevanz sowie die steuerpolitischen Folgen einer erfolgreichen Revolution aufgezeigt. Aufgrund der in der Wissenschaft und Öffentlichkeit variierenden Begriffseingrenzung werden zudem drei verwandte Konfliktphänomene und deren Besonderheiten im Hinblick auf Besteuerung vorgestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Revolution, Staatsstreich, Revolte, Sezessionskrieg

2.2. Besteuerung

3. Individualbetrachtung

3.1. Warum revoltiert der Steuerzahler

3.2. Wann revoltiert der Steuerzahler

4. Revolution

4.1. Ursachen und ihre steuerpolitische Relevanz

4.1.1. Sozioökonomische Voraussetzungen

4.1.2. Finanzkrise des Staates

4.1.3. Staatsineffizienz und Reformunfähigkeit

4.1.4. Abnehmende Repression

4.1.5. Neue Ideen

4.2. Folgen

5. Staatsstreich

6. Revolte

7. Sezessionskrieg

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Revolution und Besteuerung, wobei der Fokus sowohl auf der individualtheoretischen Motivation des Steuerzahlers als auch auf makroökonomischen Revolutionsursachen liegt.

  • Analyse der steuerpolitischen Motivation von Individuen anhand von Public-Choice-Modellen.
  • Untersuchung von Revolutionsursachen und deren steuerlicher Relevanz.
  • Abgrenzung verschiedener Konfliktphänomene wie Staatsstreich, Revolte und Sezessionskrieg.
  • Beurteilung der Folgen von Revolutionen für das Steuersystem.

Auszug aus dem Buch

3.1. Warum revoltiert der Steuerzahler

In diesem Abschnitt wird das „Revolutionsparadox“ von Gordon Tullock zusammenfassend dargestellt. Dabei wird eine geringfügige Modifikation des Modells vorgenommen, um dieses der steuerpolitischen Fragestellung anzupassen. Das Individuum sieht sich in einer Revolution (Revolte, Sezessionskrieg) drei Alternativen gegenüber: er kann auf der Seite der Revolutionäre gegen die Regierung kämpfen (2), die Regierung bei der Revolutionsniederschlagung aktiv unterstützen (3) oder neutral bleiben (1). Die individuellen Gewinnfunktionen sehen dabei wie folgt aus:

PN = PGLV (1)

PR = PG(LV + LI) + RI(LV + LI) – PI[1 – (LV + LI)] – LWIR+ E (2)

PK = PG(LV – LI) + DI[1 – (LV – LI) – PP(LV – LI)] – LWIR+ E (3)

PG steht für das Ziel der Revolution: „a good, clean, beneficial and efficient government“, wird also als ein öffentliches Gut betrachtet, welches allen Bürgern nach dem Sieg der Revolution zur Verfügung stehen wird. RI bzw. DI ist die erwartete individuelle Belohnung für die Teilnahme an einer erfolgreichen Revolution bzw. an einer erfolgreichen Bekämpfung der Revolution (z.B. ein Posten in der neuen Regierung). PI bzw. PP ist die erwartete Bestrafung für die Partizipation an einer misslungenen Revolution bzw. für den Kampf gegen eine gelungene Revolution. LV ist die Wahrscheinlichkeit des Revolutionserfolges, wenn man von der Neutralität des Individuums ausgeht, LI ist der Einfluss des Individuums auf den Ausgang der Revolution durch seine Teilnahme. IR steht für Verletzung durch Kampfhandlungen, LW für die Verletzungswahrscheinlichkeit. E bezeichnet den „Unterhaltungswert“ der Teilnahme an Kampfhandlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand und die Herausforderungen bei der Analyse der Zusammenhänge zwischen ökonomischen Faktoren, insbesondere der Besteuerung, und dem Phänomen der Revolution.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel liefert Definitionen für die zentralen Konfliktformen sowie eine klare Abgrenzung des Besteuerungsbegriffs als öffentliche Abgabe in Geldleistung.

3. Individualbetrachtung: Hier werden mittels ökonomischer Modelle (Public-Choice) die Beweggründe des Einzelnen beleuchtet, sich an Aufständen zu beteiligen, und die Schwellenwerte für den Widerstand des Steuerzahlers hergeleitet.

4. Revolution: Das Kapitel analysiert verschiedene Ursachen wie Finanzkrisen, Staatsineffizienz und ideologische Einflüsse sowie die langfristigen steuerpolitischen Folgen von Revolutionen.

5. Staatsstreich: Es wird erörtert, warum Staatsstreiche als parteiinterne Machtkämpfe der Elite eher erfolgreich sind und steuerpolitische Ziele hierbei eine untergeordnete Rolle spielen.

6. Revolte: Das Kapitel charakterisiert Revolten als oft spontane und erfolglose "Steuerrevolten" von Steuerzahlern, die gegen unmittelbare steuerliche Belastungen protestieren.

7. Sezessionskrieg: Es wird die Rolle der Besteuerung als Faktor in Sezessionskriegen diskutiert, wobei die subjektive Wahrnehmung der Steuerlast oft eine größere Rolle spielt als die objektive.

8. Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Schwierigkeiten bei einer empirischen Verifizierung theoretischer Modelle aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Revolution, Besteuerung, Steuerzahler, Public-Choice-Modell, Revolutionsparadox, Staatseffizienz, Steuergerechtigkeit, Staatsstreich, Revolte, Sezessionskrieg, Finanzkrise, Öffentliche Güter, Steuerlast, Politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen steuerpolitischen Aspekten und dem Phänomen der Revolution in der Geschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Motivation von Individuen zur Teilnahme an Aufständen, Ursachen von Staatskrisen und die steuerlichen Konsequenzen von Regimewechseln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Besteuerung als Revolutionsursache zu identifizieren und zu analysieren, wie Steuerzahler ihre Partizipation an Konflikten rational abwägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt individualtheoretische Ansätze der Public-Choice-Schule sowie eine systematische Analyse historischer und makroökonomischer Revolutionsursachen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Modellierung der Entscheidung des Steuerzahlers und eine detaillierte Untersuchung der Ursachen und Folgen verschiedener Konfliktformen wie Revolution, Revolte und Staatsstreich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Revolutionsparadox, Steuergerechtigkeit, Staatsineffizienz und das Verhältnis zwischen privatem und öffentlichem Gut charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Revolte von der Revolution in diesem Kontext?

Revolten werden als spontane und meist lokale "Steuerrevolten" beschrieben, die oft reaktionär sind und mangels langfristiger Ziele meist scheitern, während Revolutionen auf einen systemischen Herrschaftswechsel abzielen.

Welche Rolle spielt die "Aufstandsschwelle" im Modell des Steuerzahlers?

Die Aufstandsschwelle markiert den Punkt, an dem die Belastung durch Steuern und die Ineffizienz staatlicher Leistungen den Nutzen des Staatsverbandes so weit untergraben, dass der Widerstand für das Individuum rational wird.

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Detalles

Título
Geschichte der Steuertheorie: Revolution und Besteuerung
Universidad
University of Hamburg
Calificación
1.7
Autor
Paul Amann (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
19
No. de catálogo
V186550
ISBN (Ebook)
9783869436302
ISBN (Libro)
9783656994237
Idioma
Alemán
Etiqueta
revolution besteuerung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Paul Amann (Autor), 2006, Geschichte der Steuertheorie: Revolution und Besteuerung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186550
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