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Revisionskartierung von Muschelkalk und Keuper im N-Teil von Blatt 5728 Oberlauringen

Titre: Revisionskartierung von Muschelkalk und Keuper im N-Teil von Blatt 5728 Oberlauringen

Mémoire (de fin d'études) , 1983 , 67 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Dr. Thomas Stinder (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Cartographie, Géodésie, Sciences de l'information géographique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mit Vergabe der Diplomkartierung sollte das tektonisch komplexe, bis heute (2007) nicht als Detailaufnahme publizierte Gebiet am Nordrand der Hassberge südwestlich von Bad Königshofen im Grabfeld (Unterfranken, Bayern) detailliert untersucht werden. Die dazu im Maßstab 1:10.000 durchgeführte Geländeaufnahme erfolgte in mehreren Kampagnen Anfang der 1980er-Jahre. Geländeaufenthalte Ende der 1990-Jahre und 2002 zeigten keine besseren Aufschlußverhältnisse, im Gegenteil, der Auffiederungsbereich der Hassbergstörung in Kleinbardorf war nun durch die dort abgeschlossene Bebauung nicht mehr zugänglich und auch die seinerzeit aufgenommenen Profile von Grenzdolomit und Bleiglanzbank waren nicht mehr vorhanden. Eine im Jahr 2001 an der Ruhr-Universität im Gebiet östlichen des Hassbergrückens erneut angesetzte Diplomkartierung brachte ebenfalls keine zusätzlichen Erkenntnisse, so daß die hier vorgestellte Geländeaufnahme den aktuellen Forschungsstand wiederspiegelt.

Die vorliegende Arbeit ist ein inhaltlich unveränderter Reprint der Diplomkartierung STINDER aus dem Jahre 1983, die unter der Leitung von Prof. Dr. Schröder am Geologischen Institut der Ruhr-Universität Bochum entstanden ist. Der Text wurde 2007 jedoch neu formatiert, so daß sich gegenüber der Originalarbeit ein anderes Layout und Schriftbild ergibt. Zudem wurden orthographische Korrekturen vorgenommen sowie zwei Literaturzitate und das Vorwort zur Drucklegung integriert.

Die Originalarbeit ergänzend ist für die auskartierten Einheiten von Muschelkalk, Keuper und Quartär eine Einordnung gemäß der Stratigraphie der Generallegende GK 25/50 von Bayern durchgeführt worden. Die entsprechenden Kürzel sind in den Erläuterungen zur Kartierung vermerkt.

Von den zur Diplomkartierung gehörenden sieben Anlagen sowie den zwei Karten und Profilen des Anhangs wurden Scans angefertigt, von denen ein Teil aufgrund der mittlerweile veränderten Papierfarbe der Lichtpausen nachbearbeitet werden mußte. Die Scans der Anlagen, Karten und Profile sind als verkleinerte Grafiken im DIN-A4-Format dem Erläuterungstext angehängt. Ein Reproduktion der bis zu DIN-A0-messenden Dokumente in Originalgröße war aus Kostengründen nicht möglich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Geographischer und geologischer Überblick

1.1. Geographischer Überblick

1.1.1. Lage des Arbeitsgebietes und morphologische Gegebenheiten

1.1.2. Klimatische Verhältnisse

1.2. Geologischer Überblick

2. Landschaftsgeschichte und geologische Erforschung

2.1. Landschaftsgeschichte

2.2. Geologische Erforschung

2.3. Kartiermethodik

3. Stratigraphie

3.1. Der tiefere Untergrund

3.2. Der Obere Muschelkalk (mo)

3.3. Der Keuper (k)

3.3.1. Der Unterkeuper (ku)

3.3.1.1. Ton- und Mergelsteine des Unterkeupers (ku)

3.3.1.2. Die Sandsteine und Gelbkalke des Unterkeupers (ku)

3.3.1.3. Der Grenzdolomit (kuD)

3.3.2. Der Mittlere Keuper (km)

3.3.2.1. Der Gipskeuper (kmg)

3.3.2.1.1. Die Unteren Myophorienschichten (kmM)

3.3.2.1.1.1. Der Bochingerhorizont (kmMh)

3.3.2.1.2. Die Bleiglanzbank (kmMb)

3.3.2.1.3. Die Oberen Myophorienschichten (kmM)

3.3.2.1.4. Die Corbulabank (kmEc)

3.3.2.1.5. Die Estherienschichten (kmE)

3.3.2.1.6. Der Schilfsandstein (kmS)

3.3.2.1.7. Die Lehrbergschichten (kmL)

3.3.2.1.7.1. Die Lehrbergbänke (kmLl)

3.3.2.2. Der Sandsteinkeuper (kms)

3.3.2.2.1. Die Ton- und Mergelsteine über den Lehrbergbänken (kmBLbl)

3.4. Die quartäre Ablagerungen (qh)

3.4.1. Die fluviatilen Schotter (qp,G)

3.4.2. Der Solifluktionsschutt (,X,fl)

3.4.3. Löß, Lößlehm (,Lo(l))

3.4.4. Hangabschwemmungen und Talfüllungen (,,ta)

4. Tektonik

4.1. Regionaltektonische Aspekte

4.2. Lagerungsverhältnisse

4.3. Die Schichtlagerungskarte

4.4. Verbiegungsstrukturen

4.5. Bruchstrukturen

4.6. Kleintektonik

5. Hydrogeologische Verhältnisse

5.1. Das Oberflächenwasser

5.1.1. Fluß- und Bachläufe

5.1.2. Quellen und Quellhorizonte

5.2. Das Grundwasser

6. Nutzbare Ablagerungen

6.1. Mergelsteine

6.2. Sandsteine

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten geologischen Revisionskartierung des tektonisch komplexen Gebietes am Nordrand der Haßberge südwestlich von Bad Königshofen, um die stratigraphischen Einheiten von Muschelkalk und Keuper neu zu bewerten und ein genaues Verständnis der lokalen Lagerungsverhältnisse zu erarbeiten.

  • Geologische Kartierung von Muschelkalk und Keuper im Maßstab 1:10.000.
  • Petrostratigraphische Gliederung des Mittleren Keupers durch Nutzung von Leitbänken.
  • Analyse der tektonischen Bruch- und Verbiegungsstrukturen im saxonischen Störungsbereich.
  • Untersuchung quartärer Ablagerungen und hydrogeologischer Bedingungen im Arbeitsgebiet.
  • Auswertung von Aufschlüssen und Profilen zur Korrelation lokaler Einheiten.

Auszug aus dem Buch

3.3.1.3. Der Grenzdolomit (kuD)

Gegen Ende des Unterkeupers verstärken sich die marinen Einflüsse stetig und es deutet sich eine Wende im Sedimentationsgeschehen an. Der Grenzdolomit dokumentiert als mächtigste Karbonatbank des Gesteinspaketes den am längsten währenden marinen Vorstoß. Der Dolomit bildet den Abschluß der Lettenkeuperfazies und damit das Ende der Unterkeuperschichtfolge in Franken. Seine stratigraphische Position als Grenze zwischen Lettenkeuper und Gipskeuper verleiht ihm für die Kartierung als Leithorizont eine besondere Bedeutung.

Im Gelände fällt der Grenzdolomit durch seine hellgelbe Farbe meist schon von weitem auf. Zudem bildet er aufgrund seiner Verwitterungsresistenz je nach Lagerungsverhältnissen meist Rücken oder Plateaus aus (Bild 1), die besonders dann stark akzentuiert sind, sofern sich die Schichtfolge im Liegenden an Stelle von Sandsteinen aus inkompetenten Mergeln und Tonen aufbaut.

Mit zwei Ausnahmen war der Grenzdolomit während der Geländeaufnahme nur in Form von Lesesteinen anzutreffen, sein Auftreten im Straßengraben an der Störungszone zwischen Kleinbardorf und Merkershausen nicht mitgerechnet. Einerseits war es an mehreren Punkten längs der Straße Großbardorf Kleineibstadt in der Böschung aufgeschlossen, zum anderen waren durch den Brückenneubau bei Merkershausen Teile des Karbonatpaketes in der Baugrube freigelegt worden (Abb. 7). Beide Aufschlüsse repräsentieren jedoch kein geschlossenes Profil, sondern zeigen nur Ausschnitte aus dem Gesteinspaket. Es ist deshalb notwendig, den Aufbau des Leithorizontes zusätzlich unter Verwendung von Geländebeobachtungen und Lesesteinmaterial zu diskutieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geographischer und geologischer Überblick: Beschreibt die Lage des Untersuchungsgebietes in Unterfranken und gibt einen einführenden Überblick über die geologische Situation sowie das Klima.

2. Landschaftsgeschichte und geologische Erforschung: Erläutert die geologische Entwicklungsgeschichte des Raumes von der variszischen Orogenese bis zur rezenten Landschaftsbildung und beschreibt die methodische Vorgehensweise der Kartierung.

3. Stratigraphie: Analysiert detailliert die Schichtfolge vom tiefen Untergrund über den Oberen Muschelkalk bis hin zu den verschiedenen Einheiten des Keupers und den quartären Ablagerungen.

4. Tektonik: Untersucht die komplexen tektonischen Gegebenheiten, insbesondere die saxonische Störungszone mit ihren Verbiegungs- und Bruchstrukturen im Bereich des Kartiergebietes.

5. Hydrogeologische Verhältnisse: Behandelt die Entwässerung des Gebietes durch Oberflächengewässer sowie die Ursachen und Verteilung von Grundwasseraustritten und Quellhorizonten.

6. Nutzbare Ablagerungen: Gibt einen kurzen Überblick über die lokale wirtschaftliche Bedeutung von Mergelsteinen und Sandsteinen für Bauzwecke.

Schlüsselwörter

Geologische Kartierung, Muschelkalk, Keuper, Stratigraphie, Unterkeuper, Gipskeuper, Leitbänke, Tektonik, Störungszone, Lithofazies, Grenzdolomit, Bleiglanzbank, Corbulabank, Schilfsandstein, Unterfranken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine geologische Revisionskartierung des N-Teils von Blatt 5728 Oberlauringen, um die Schichtfolge von Muschelkalk und Keuper in diesem tektonisch anspruchsvollen Bereich detailliert zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Stratigraphie der Trias-Schichten, der Analyse tektonischer Störungszonen, der Aufnahme quartärer Sedimente sowie der Untersuchung hydrogeologischer Verhältnisse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine präzise geologische Bestandsaufnahme zur Verbesserung der bestehenden geologischen Kartenwerke, da das Gebiet aufgrund seiner tektonischen Komplexität eine detaillierte Untersuchung erforderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt primär petrostratigraphische Kartierungsmethoden unter Zuhilfenahme von charakteristischen Leitbänken und führt Geländearbeiten bevorzugt in vegetationsarmen Zeiten durch, ergänzt durch die Analyse von Aufschlüssen und Profilen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die lithologische Gliederung der stratigraphischen Einheiten (Muschelkalk, Keuper) im Detail beschrieben, gefolgt von der Tektonik, Bruchstrukturen und einer hydrogeologischen Bewertung des Untersuchungsraumes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geologische Kartierung, Stratigraphie, Tektonik, Gipskeuper, Leitbänke wie Grenzdolomit oder Corbulabank sowie die lokale geologische Lage in Unterfranken.

Welche besondere Rolle spielt der Grenzdolomit in dieser Kartierung?

Der Grenzdolomit fungiert als wesentlicher stratigraphischer Leithorizont, der die Grenze zwischen Lettenkeuper und Gipskeuper markiert und aufgrund seiner Verwitterungsresistenz morphologische Strukturen im Gelände prägt.

Warum ist die Tektonik im Untersuchungsgebiet so kompliziert?

Das Gebiet liegt in einer bedeutenden saxonischen Verwerfungszone, die zu einem komplexen Schollenmosaik mit stark variierenden Schichtneigungen und verschiedenen Bruchstrukturen geführt hat, was die Kartierung erheblich erschwerte.

Fin de l'extrait de 67 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Revisionskartierung von Muschelkalk und Keuper im N-Teil von Blatt 5728 Oberlauringen
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
1.3
Auteur
Dr. Thomas Stinder (Auteur)
Année de publication
1983
Pages
67
N° de catalogue
V186565
ISBN (ebook)
9783869436241
ISBN (Livre)
9783867469579
Langue
allemand
mots-clé
revisionskartierung muschelkalk keuper n-teil blatt oberlauringen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Thomas Stinder (Auteur), 1983, Revisionskartierung von Muschelkalk und Keuper im N-Teil von Blatt 5728 Oberlauringen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186565
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