Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Thematik von Warenwirtschaftssystemen und Warensicherungssystemen zu behandeln und in einer Verkaufseinrichtung des Einzelhandels anhand der vorher beleuchteten theoretischen Grundlagen eine Potentialanalyse für ein Warenwirtschaftssystem sowie ein Warensicherungssystem durchzuführen. Ein Schwerpunkt liegt hier auf Konzepten und Grundlagen für die Einführung solcher Systeme.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Ausgangssituation
1.3 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Die Stiftung Liebenau
3 Das Liebenauer Landleben
3.1 Der Geschäftsbereich Liebenauer Landleben
3.2 Allgemeines zum Verkaufsladen des Liebenauer Landleben
4 Allgemeines zum Einzelhandel
4.1 Absatzmethoden im Einzelhandel
4.2 Strukturwandel im Einzelhandel
4.3 Neue Trends im Einzelhandel
4.4 Prozesskette des Einzelhandels
5 Grundlagen von Warenwirtschaftssystemen im Handel
5.1 Der Begriff des Warenwirtschaftssystems
5.2 Historie von Warenwirtschaftssystemen
5.3 Grundprinzipien von Warenwirtschaftssystemen
5.4 Die Ebenen von Warenwirtschaftssystemen
5.4.1 Warenprozessebene
5.4.2 Abrechnungsebene
5.5 Modelle von Warenwirtschaftssystemen
5.5.1 Offene und geschlossene Warenwirtschaftssysteme
5.5.2 Integrierte Warenwirtschaftssysteme
5.6 Funktionsbereiche von Warenwirtschaftssystemen
5.6.1 Beschaffung
5.6.2 Verkauf
5.6.3 Warenabwicklung
5.6.4 Abrechnungssysteme
5.6.5 Rechnungsschreibung
5.6.6 Rechnungsprüfung
5.6.7 Inventur
5.7 Warenwirtschaftliche Kennzahlen im Handel
5.8 Nutzenpotentiale von WWS
5.9 Standardsoftware oder Individualsoftware?
6 Warensicherungssysteme im Handel
6.1 Definition von Warensicherungssystemen
6.2 Sicherungssysteme
7 Ist-Analyse: Verkaufsladen des Liebenauer Landleben ohne WWS
7.1 Ist-Analyse Wareneingang
7.2 Ist-Analyse Ausstellung der Ware / Preisauszeichnung
7.3 Ist Analyse Verkauf (Kassiervorgang)
8 Zieldefinition (Soll-Konzeption)
9 Konzeption von Warenwirtschaftssystemen (Lösungsmöglichkeiten)
10 Anbietervergleich: Warenwirtschaftssysteme
11 Vorgehen zur Bewertung von Warenwirtschaftssystemen
12 Ist-Analyse: Verkaufsladen des Liebenauer Landleben ohne WSS
13 Zieldefinition (Soll-Konzeption)
14 Anbieter eines Warensicherungssystems
15 Fazit
15.1 Anwendungsmöglichkeit der Theorie auf die Praxis
15.2 Resümee
15.3 Aublick für das Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer Potentialanalyse zur Einführung eines EDV-gestützten Warenwirtschaftssystems sowie eines Warensicherungssystems für den Verkaufsladen des Liebenauer Landleben. Dabei werden theoretische Grundlagen als Basis genutzt, um eine fundierte Soll-Konzeption zu entwickeln und die Wirtschaftlichkeit durch Anbietervergleiche und Nutzenbetrachtungen zu evaluieren.
- Grundlagen moderner Warenwirtschaftssysteme im Einzelhandel
- Analyse der Ist-Situation und Schwachstellen im Liebenauer Landleben
- Konzeption von Lösungsmöglichkeiten für Warenwirtschaft und Warensicherung
- Bewertung von Systemen und Anbietervergleich
- Anwendung der Theorie auf die spezifischen betrieblichen Erfordernisse einer sozialen Einrichtung
Auszug aus dem Buch
5.1 Der Begriff des Warenwirtschaftssystems
Zweck eines jeden Unternehmens ist es, Waren und/oder Dienstleistungen bereitzustellen und abzusetzen. Um den Begriff des Warenwirtschaftssystems zu erläutern, ist es vorab von Bedeutung, den Begriff der Warenwirtschaft zu deuten.
Die Warenwirtschaft als solche beschäftigt sich mit der Planung und Durchführung sowie der Kontrolle der Aufgaben zur Beschaffung, Lagerung, Bereitstellung der Waren, zur Auftragsbearbeitung und zur Verteilung der Waren. Warenwirtschaft ist folglich die physische, administrative und dispositive Behandlung von Handelsware in einem Handelsunternehmen.
Die Warenwirtschaft hat für jegliche Unternehmen eine hohe strategische und wirtschaftliche Bedeutung. In Produktionsunternehmen beispielsweise machen die durch die Warenwirtschaft beeinflussten Kosten oft mehr als 70% der Umsatzerlöse aus. Von 100% Umsatzerlös entfallen in vielen Branchen der verarbeitenden Industrie:
Ca. 50% auf Materialaufwand (Waren, Roh- und Hilfsstoffe, Zulieferteile, etc.)
Ca. 20% auf Materialbewirtschaftungskosten, das sind die Kosten, die im Unternehmen für das Einlagern, Verwalten, d.h. durch die Prozesse der Warenwirtschaft entstehen.
Im Handel ist der Anteil des Materialaufwandes naturgemäß noch viel höher.
Warenwirtschaftssysteme (auch WWS genannt) dienen der mengen- und wertmäßigen Darstellung und Steuerung des Güter- und Warenstroms in Handelsunternehmen. Sie können somit als Modelle der Geschäftsprozesse von Handelsunternehmen interpretiert werden. Warenwirtschaftssysteme werden des Weiteren allgemein definiert als „immaterielles Abbild der warenorientierten dispositiven, logistischen und abrechnungsbezogenen Prozesse für die Durchführung der Geschäftsprozesse in Handelsunternehmen.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation, das Ziel der Arbeit und die methodische Vorgehensweise zur Potentialanalyse.
2 Die Stiftung Liebenau: Stellt das Unternehmen, dessen kirchlichen Hintergrund sowie die grundlegende Organisationsstruktur und Geschäftsbereiche vor.
3 Das Liebenauer Landleben: Bietet einen Einblick in den Geschäftsbereich sowie die Struktur und Historie des zu untersuchenden Verkaufsladens.
4 Allgemeines zum Einzelhandel: Vermittelt theoretische Grundlagen zu Absatzmethoden, Strukturwandel, Trends und der Prozesskette im Einzelhandel.
5 Grundlagen von Warenwirtschaftssystemen im Handel: Erläutert Begriffe, Modelle, Funktionsbereiche und Kennzahlen von Warenwirtschaftssystemen ausführlich.
6 Warensicherungssysteme im Handel: Definiert Warensicherung, analysiert die Problematik des Ladendiebstahls und stellt verschiedene Sicherungssysteme vor.
7 Ist-Analyse: Verkaufsladen des Liebenauer Landleben ohne WWS: Untersucht kritisch die aktuellen, manuellen Prozesse im Wareneingang und Verkauf des Ladens.
8 Zieldefinition (Soll-Konzeption): Definiert die Anforderungen an ein zukünftiges WWS und legt Bewertungskriterien für die Lagerbestandsführung fest.
9 Konzeption von Warenwirtschaftssystemen (Lösungsmöglichkeiten): Stellt verschiedene Lösungskonzepte basierend auf den identifizierten Anforderungen gegenüber.
10 Anbietervergleich: Warenwirtschaftssysteme: Präsentiert und bewertet konkrete Angebote für Warenwirtschaftssysteme.
11 Vorgehen zur Bewertung von Warenwirtschaftssystemen: Beschreibt methodische Ansätze zur Wirtschaftlichkeitsanalyse von Softwarelösungen.
12 Ist-Analyse: Verkaufsladen des Liebenauer Landleben ohne WSS: Analysiert die aktuelle Situation bezüglich fehlender Diebstahlsicherung im Verkaufsladen.
13 Zieldefinition (Soll-Konzeption): Formuliert die Anforderungen an ein Diebstahlsicherungssystem unter Berücksichtigung der speziellen Zielgruppen.
14 Anbieter eines Warensicherungssystems: Stellt ein konkretes Angebot für ein Warensicherungssystem vor.
15 Fazit: Reflektiert die Anwendung der theoretischen Ergebnisse auf die Praxis des Unternehmens und gibt einen Ausblick.
Schlüsselwörter
Warenwirtschaftssystem, WWS, Warensicherung, Einzelhandel, Stiftung Liebenau, Liebenauer Landleben, Prozesskette, Bestandsführung, Inventur, Scannerkasse, EAN, RFID, Kosten-Nutzen-Analyse, Ladendiebstahl, Automatisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Potenzial zur Einführung digitaler Warenwirtschafts- und Warensicherungssysteme im Verkaufsladen des Liebenauer Landleben, um Prozesse zu optimieren und Inventurdifferenzen zu minimieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie von Warenwirtschaftssystemen (WWS), der Bedeutung von Warensicherung im Einzelhandel, einer detaillierten Ist-Analyse des Betriebes sowie der Bewertung konkreter Anbieterkonzepte.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist die Erstellung einer fundierten Soll-Konzeption, die es dem Unternehmen ermöglicht, ein wirtschaftlich sinnvolles und auf die speziellen Bedürfnisse (z. B. Inklusion behinderter Mitarbeiter) abgestimmtes System auszuwählen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Der Autor nutzt eine Ist-Soll-Analyse, eine Kosten-Nutzen-Betrachtung, methodische Anbietervergleiche sowie eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung der Prozesse.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt umfassend die theoretischen Grundlagen des Einzelhandels und von WWS, führt eine Ist-Analyse für den spezifischen Verkaufsladen durch, definiert Soll-Konzepte und bewertet verschiedene Anbieter am Markt.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie WWS, RFID, EAN-Codierung, Inventurdifferenzen, Prozessoptimierung und Einzelhandelsmanagement charakterisieren.
Wie geht die Arbeit mit der besonderen Situation von behinderten Mitarbeitern um?
Die Zielsetzung berücksichtigt explizit, dass die Arbeitsabläufe so gestaltet werden müssen, dass die behinderten Mitarbeiter in die Prozesse integriert werden können und das Hofladen-Ambiente erhalten bleibt.
Warum wird in der Arbeit zwischen verschiedenen Konzepten für Warenwirtschaft unterschieden?
Der Vergleich dient dazu, die technische Machbarkeit und die Kosten gegen den Nutzen abzuwägen, da nicht jedes System (z. B. teure RFID-Lösungen) für die Größe und Budgetvorgaben des Liebenauer Landleben geeignet ist.
- Quote paper
- Stefan Welte (Author), 2009, Potentialanalyse von Warenwirtschaftssystemen und Warensicherungssystemen in Verkaufseinrichtungen des Einzelhandels am Beispiel der Stiftung Liebenau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186604