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Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG

Título: Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG

Tesis , 2009 , 96 Páginas , Calificación: 1.3

Autor:in: Alina Weber (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Die Unternehmensteuerreform 2008 bringt tiefgreifende Änderungen bei der Besteuerung der Unternehmen mit sich. Besonders betroffen sind die Fragen der Rechtsformwahl und –gestaltung sowie Finanzierungsentscheidungen. Die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform sind im Einzelfall höchst unterschiedlich. Bei ertragstarken mittelständischen Unternehmen wurden im Bereich der Rechtsformwahl wesentliche Änderungen durchgeführt. Die wichtigsten Auswirkungen gehen dabei von der Steuersatzbegünstigung für nicht entnommene Gewinne bei Personenunternehmen, der Einführung einer Zinsschranke und der Senkung des Körperschaftsteuersatzes aus. Allerdings müssen auch Änderungen im Bereich des Gewerbesteuerrechts beachtet werden. Ein wesentliches Ziel der Reformbemühungen ist die Rechtsformneutralität.
Im Bereich der mittelständischen Wirtschaft stehen die Rechtsformen der GmbH und der GmbH & Co. KG in unmittelbarer Konkurrenz. Diese beiden Rechtsformen unterscheiden sich wesentlich aus steuerlicher Sicht. Während die GmbH der Körperschaftsteuer und die Gewinnausschüttungen auf Ebene der Gesellschafter der Abgeltungsteuer unterliegen, wird die GmbH & Co. KG nach den Prinzipien der Personengesellschaft besteuert. Bei der GmbH & Co. KG wird insbesondere die hohe gesellschaftsrechtliche Flexibilität und die Flexibilität im Hinblick auf die Aufbringung des Eigenkapitals als Vorzug gegenüber der GmbH herausgestellt.
1 Im Folgenden soll daher untersucht werden, welchen Einfluss die umgesetzten Gesetzesänderungen auf die Steuerbelastung der GmbH & Co. KG haben und welche Handlungsempfehlungen für unternehmerische Entscheidungen sich dabei ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die GmbH & Co. KG vor der Unternehmensteuerreform 2008

2.1 Der Begriff der GmbH & Co. KG

2.2 Die Organisationsformen der GmbH & Co. KG

2.3 Besteuerung der GmbH & Co. KG und ihrer Gesellschafter

2.3.1 Gewerbebetriebseigenschaft der GmbH & Co. KG

2.3.2 GmbH & Co. KG als Mitunternehmerschaft

2.3.3 Einkommensteuer bei der GmbH & Co. KG

2.3.3.1 Gewinnermittlung

2.3.3.1.1 Gesamthandsvermögen der GmbH & Co. KG

2.3.3.1.2 Sonderbetriebsvermögen der GmbH & Co. KG

2.3.3.2 Gewinnverteilung

2.3.3.3 Vergütung für die Geschäftsführung der GmbH & Co. KG

2.3.3.3.1 Geschäftsführung durch Gesellschafter der GmbH & Co. KG

2.3.3.3.2 Geschäftsführung durch Nicht-Gesellschafter der GmbH & Co.KG

2.3.4 Gewerbesteuer

3. Die GmbH & Co. KG nach der Unternehmensteuerreform 2008

3.1 Einführung der Thesaurierungsbegünstigung

3.1.1 Grundprinzip der Thesaurierungsbegünstigung

3.1.2 Besteuerung des begünstigten Gewinns

3.1.2.1 Anwendungsbereich der Thesaurierungsbegünstigung

3.1.2.2 Ermittlung des nicht entnommenen Gewinns

3.1.2.3 Besonderheiten bei der Ermittlung des Begünstigungsbetrages

3.1.3 Nachversteuerung des begünstigt besteuerten Gewinns

3.1.3.1 Der nachversteuerungspflichtige Betrag

3.1.3.2 Nachversteuerungsbetrag und Besteuerung

3.1.3.3 Übertragung und Überführung von Wirtschaftsgütern (§ 34a Abs. 5 EStG)

3.1.3.4 Sondertatbestände des § 34a Abs. 6 EStG

3.1.4 Thesaurierungsbegünstigung bei Verlusten

3.1.5 Gestaltungsüberlegungen für GmbH & Co. KG

3.1.6 Beurteilung der Thesaurierungsbegünstigung

3.2 Das System der Besteuerung der Komplementär-GmbH und ihrer Anteilseigner

3.2.1 Besteuerung auf Ebene der Gesellschaft

3.2.2 Besteuerung der Dividenden auf Ebene der Anteilseigner

3.2.2.1 Kapitalbeteiligung im Privatvermögen

3.2.2.2 Kapitalbeteiligung im Betriebsvermögen

3.2.3 Steuerbelastungsvergleich derzeit und künftig

3.3 Einführung einer Zinsschranke

3.3.1 Anwendungsbereich der Zinsschranke

3.3.1.1 Betrieb

3.3.1.2 Zinsaufwendungen und Zinserträge

3.3.3 Wirkungsweise der Zinsschranke

3.3.3.1 Ermittlung der nicht abziehbaren Zinsen

3.3.3.2 Maßgeblicher Gewinn

3.3.3.3 Zinsvortrag

3.3.4 Ausnahmen von der Zinsschranke

3.3.4.1 Freigrenze

3.3.4.2 Konzernzugehörigkeit im Allgemeinen und im Bezug auf GmbH & Co. KG

3.3.4.3 Escape-Klausel

3.3.4.4 Anwendung der Zinsschranke bei schädlicher Gesellschafterfremdfinanzierung

3.3.5 Auswirkungen der Zinsschranke

3.4 Gewerbesteuerrechtliche Änderungen

3.4.1 Änderungen bei der Berechnung der Gewerbesteuer

3.4.2 Änderungen bei den Hinzurechnungstatbeständen

3.4.3 Änderungen bei den Kürzungstatbeständen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG, insbesondere im Hinblick auf die Rechtsformwahl, Finanzierungsentscheidungen und die steuerliche Belastung. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie sich die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen auf diese spezifische Rechtsform auswirken und welche Handlungsempfehlungen für unternehmerische Entscheidungen daraus resultieren.

  • Thesaurierungsbegünstigung für nicht entnommene Gewinne (§ 34a EStG).
  • Auswirkungen und Anwendungsbereich der Zinsschranke.
  • Gewerbesteuerrechtliche Änderungen und deren Bedeutung für Personengesellschaften.
  • Steuerliche Behandlung der Komplementär-GmbH und ihrer Anteilseigner.
  • Gestaltungsmöglichkeiten zur steuerlichen Optimierung bei GmbH & Co. KG Strukturen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Begriff der GmbH & Co. KG

Die GmbH & Co. KG ist dadurch gekennzeichnet, dass eine GmbH die Funktion des Komplementärs übernimmt, da sie alleiniger Vollhafter ist. Die beteiligten natürlichen Personen treten in die Gesellschaft als Kommanditisten ein, die typischerweise gleichzeitig die Gesellschafter der GmbH sind. Gesellschaftsrechtlich handelt es sich dabei um eine Kommanditgesellschaft. Handelsrechtlich erfolgt eine analoge Behandlung zu den Kapitalgesellschaften. Steuerrechtlich stellt eine GmbH & Co. KG eine Personengesellschaft dar. Im Gegensatz zu anderen Gesellschaftsformen treten bei einer GmbH & Co. KG nach außen hin zwei juristisch selbständige Gesellschaften, nämlich die Kommanditgesellschaft und eine GmbH. Somit bedarf es des Abschlusses zweier Gesellschaftsverträge. Die unmittelbare Vertretung und Geschäftsführung der KG übernimmt die Komplementär-GmbH, wobei der Geschäftsführer der GmbH in der Regel mittelbar auch der Geschäftsführer der Personengesellschaft ist. Es ist jedoch möglich, dass ein Kommanditist oder ein fremder Dritter im Rahmen eines schuldrechtlichen Dienstverhältnisses als Geschäftsführer angestellt ist. Als Personengesellschaft stellt die GmbH & Co. KG einkommensteuerrechtlich kein selbständiges Steuersubjekt dar.

Die Komplementär-GmbH und GmbH & Co. KG sind getrennt im Handelsregister einzutragen. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass beide Gesellschaften ihren Sitz am gleichen Ort haben. Ein wesentlicher Vorteil einer GmbH & Co. KG liegt in der Haftungsbeschränkung für die natürlichen Personen. Die persönliche Haftung wird auf Seite der Kommanditisten durch Eintragung im Handelsregister auf ihre Hafteinlage (Kapitalanteil) beschränkt. Die Komplementär-GmbH haftet gegenüber den Gläubigern der GmbH & Co. KG allerdings mit ihrem gesamten Vermögen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die tiefgreifenden Änderungen der Unternehmensteuerreform 2008 ein und skizziert das Ziel der Untersuchung der steuerlichen Auswirkungen auf die GmbH & Co. KG.

2. Die GmbH & Co. KG vor der Unternehmensteuerreform 2008: Dieses Kapitel erläutert die zivilrechtlichen Grundlagen, Organisationsformen und die steuerlichen Besonderheiten der GmbH & Co. KG unter Berücksichtigung von Gewinnermittlung, Gewinnverteilung und Geschäftsführung vor der Reform.

3. Die GmbH & Co. KG nach der Unternehmensteuerreform 2008: Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen der neuen Gesetze, insbesondere der Thesaurierungsbegünstigung, der Besteuerung der Komplementär-GmbH, der Zinsschranke und gewerbesteuerrechtlicher Änderungen auf die GmbH & Co. KG.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Unternehmensteuerreform auf die steuerliche Belastung und Gestaltungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen.

Schlüsselwörter

Unternehmensteuerreform 2008, GmbH & Co. KG, Thesaurierungsbegünstigung, Zinsschranke, Gewerbesteuer, Mitunternehmerschaft, Personengesellschaft, Sonderbetriebsvermögen, Steuerbelastung, Körperschaftsteuer, Kapitalbeteiligung, Abgeltungsteuer, Nachversteuerung, Rechtsformwahl, Finanzierungsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der umfangreichen Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG. Dabei werden insbesondere die steuerlichen Veränderungen für diese spezielle Rechtsformform und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Unternehmensgestaltung untersucht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Einführung der Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen, die Einführung der Zinsschranke zur Beschränkung des Zinsabzugs, Änderungen im Gewerbesteuerrecht sowie die steuerliche Behandlung der Komplementär-GmbH und ihrer Anteilseigner.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, welchen Einfluss die gesetzlichen Änderungen der Reform auf die Steuerbelastung der GmbH & Co. KG haben und daraus Handlungsempfehlungen für unternehmerische Entscheidungen, insbesondere zur Rechtsformgestaltung und Finanzierung, abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung der geltenden Gesetzestexte, der fachspezifischen Literatur und der Rechtsprechung basiert, um die steuerlichen Auswirkungen modellhaft zu verdeutlichen.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit inhaltlich ab?

Der Hauptteil erstreckt sich auf die Darstellung der GmbH & Co. KG vor der Reform sowie eine tiefergehende, kapitelweise Untersuchung der zentralen Neuregelungen (Thesaurierung, Besteuerung der Komplementär-GmbH, Zinsschranke, Gewerbesteuer) und deren Auswirkungen auf die steuerliche Belastung.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Charakterisierung erfolgt über Begriffe wie Unternehmensteuerreform, GmbH & Co. KG, Thesaurierungsbegünstigung, Zinsschranke, Gewerbesteuer und Mitunternehmerschaft.

Warum ist die Komplementär-GmbH für die Steuerbelastung der GmbH & Co. KG so bedeutend?

Da die Komplementär-GmbH eine eigene Kapitalgesellschaft ist, unterliegt sie einer eigenen Besteuerung. Durch geschickte Gestaltung der Gewinnanteile und Vergütungen zwischen der KG und der Komplementär-GmbH kann die Gesamtsteuerbelastung der GmbH & Co. KG steuerlich optimiert werden.

Wann ist die Anwendung der Thesaurierungsbegünstigung für einen Gesellschafter sinnvoll?

Die Anwendung ist dann sinnvoll, wenn der persönliche Steuersatz des Gesellschafters über dem begünstigten Steuersatz liegt und eine langfristige Thesaurierung der Gewinne zur Stärkung der Eigenkapitalbasis beabsichtigt ist, wobei eine genaue Berechnung der Nachversteuerungseffekte erforderlich ist.

Welche Rolle spielt die Zinsschranke für die GmbH & Co. KG?

Die Zinsschranke begrenzt den steuerlichen Abzug von Zinsaufwendungen für Fremdkapital. Da GmbH & Co. KGs häufig auf Fremdfinanzierung angewiesen sind, kann dies zu einer höheren Steuerbelastung führen, sofern sie die entsprechenden Schwellenwerte überschreiten und nicht unter Ausnahmeregelungen fallen.

Final del extracto de 96 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1.3
Autor
Alina Weber (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
96
No. de catálogo
V186625
ISBN (Ebook)
9783869435886
ISBN (Libro)
9783869433202
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswirkungen unternehmensteuerreform gmbh
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alina Weber (Autor), 2009, Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008 auf die GmbH & Co. KG, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186625
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