Heilung des Knochenbruchs - Probleme der konservativen Behandlung


Seminararbeit, 2001

10 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Frakturtypen
2.1 Sonderformen von Frakturen
2.2 Begleitverletzungen

3. Frakturzeichen

4. Heilungsvorgang
4.1 Primärheilung
4.2 Sekundärheilung

5. Behandlung von Frakturen

6. Probleme der konservativen Therapie

7. Fazit

1. Einleitung

Knochenbrüche gehören noch immer zu den häufigsten Verletzungen, welche beim Menschen jeder Zeit, durch vielerlei Umstände eintreten können. Die Häufigkeit des Auftretens von Frakturen nimmt mit zunehmendem Erwachsenenalter ab, tritt jedoch in hohem Alter wieder verstärkter auf.

„Eine Fraktur ist die Zusammenhangstrennung des Knochens unter direkter und indirekter Gewalteinwirkung, wobei die Elastizitätsgrenze des Knochens überschritten wird und Fragmente entstehen, die durch den Frakturspalt getrennt sind“ (Menke, 1997).

Gerade aktive Sportler – Sportstudenten eingeschlossen – liefern einen großen Anteil an Patientengut mit Frakturenbeteiligung. Da „der Hälfte aller stationär behandelten Sportverletzungen eine Fraktur zugrunde liegt“ (Menke, 1997), ist es nicht verwunderlich, dass jedes Semester einige Sportstudierende mit Gips, Schienen oder Krücken dem Sportunterricht nur passiv beiwohnen dürfen.

Die jeweilige Fraktur eines Sportlers hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Sportart, Leistungsstufe, Intensität der Sportausübung, aber auch Risikoverhalten und motorische Eigenschaften werden hierbei von Menke (1997) genannt.

Da ein aktiver Ausfall aufgrund einer Sportverletzung gerade für Sportstudenten von erheblichem Nachteil sein kann, weil sich der Ablauf des Studiums möglicherweise verzögert oder gar Spät- bzw. Folgeschäden den Abschluss weiterer praktischer Kurse beeinflusst, ist es sinnvoll, sich intensiv mit Verletzungen dieser Art und deren Behandlungsmethoden auseinander zu setzen. Hierzu gehört auch die mehr oder minder schwerwiegende Komplikation im Rahmen einer Therapie.

Infolgedessen geht diese Arbeit nach einem kurzen Überblick näher auf die Probleme einer Behandlungsmöglichkeit von Frakturen – nämlich der konservativen – ein.

2. Frakturtypen

Damit Knochenbrüche explizit voneinander abgegrenzt werden können, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Niethard (1989) gliedert Frakturen beispielsweise nach Ätiologie, Entstehungsmechanismus, Grad der Kontinuitätstrennung, Verlauf der Frakturlinien und Anzahl der Bruchstücke. Im Gegensatz dazu erfolgt eine Enteilung von Müller (1995) zum einen nach Formen der Fraktur mit ätiologischer Fraktureinteilung, zum anderen nach Bruchformen mit Lokalisation und Mehrfachverletzungen. Menke (1997) wiederum beschränkt sich auf eine Unterscheidung nach Beanspruchung des Knochens.

2.1 Sonderformen von Frakturen

Als Sonderformen von Frakturen werden unvollständige Brüche bezeichnet, wie etwa Fissuren, Infraktionen, Impressionen und Kompressionen, aber auch Spontan- oder pathologische Frakturen, Stressfrakturen, Osteoporose und Frakturen sowie Ermüdungs- bzw. schleichende Frakturen zählen dazu (Heberer, 1993).

Eine weitere Besonderheit stellen kindliche Knochenbrüche dar. „Der kindliche Knochen unterscheidet sich hinsichtlich der Anatomie und der Stabilität wesentlich von dem des Erwachsenen, so dass sowohl im Schaftbereich als auch in den gelenknahen Regionen andere Verletzungsformen und Unfallmechanismen auftreten“ (Heberer, 1993)

Eine Einteilung kindlicher Frakturen erfolgt in inkomplette Frakturen, zu denen Grünholz-, Wulstfrakturen und plastische Verbiegungen zählen, und in Verletzungen, welche die Epiphysenfugen betreffen (Böttcher, 2001).

2.2. Begleitverletzungen

Ein Knochenbruch geht stets mit einer Begleitverletzung einher. Wie und in welchem Ausmaß die jeweilige Schädigung vorliegt, hängt immer vom Schweregrad der Verletzung des Knochens ab.

Üblicherweise werden bei einem Bruch umliegende Blutgefäße stets mitverletzt, aufgrund dessen ein Frakturhämatom entsteht, welches mit einer Schwellung im Bereich der Fraktur einhergeht.

Weitere Begleiterscheinungen können laut Menke (1997) an Nerven, Muskulatur und Sehnen auftreten, welche durch Knochendurchspießung oder Kompression geschädigt werden können. Vor allem bei Thorax-, Wirbelsäulen- und Schädelfrakturen besteht die Möglichkeit innere Organe zu schädigen. Ebenso können Verletzungen auftreten an Gelenkknorpeln, Menisken und Kapselbandapparat, die insbesondere durch Gelenkfrakturen beeinträchtigt werden können, außerdem an der Haut, durch welche bei offenen Frakturen Schmutz und Keime an die Knochen gelangen können.

3. Frakturzeichen

Das Vorliegen eines Knochenbruchs kann nach sicheren und unsicheren Zeichen beurteilt werden.

Niethard (1989) nennt als sichere klinische Symptome Deformität, Krepitation und abnorme Beweglichkeit, während Heberer (1993), Müller (1995) und Krämer (1993) außerdem sichtbare freie Knochenenden bzw. Fragmente (bei offenen Frakturen) hinzuzählen.

Unsichere bzw. relative Symptome können Schmerz, Kompressionsschmerz, Schwellung, Hämatom und Functio laesa (Funktionsstörung) sein (Müller, 1995).

Um letztendlich eine Gewissheit über das Vorhandensein einer Fraktur zu erhalten, ist eine Röntgenuntersuchung, welche in zwei Ebenen vorgenommen werden muss, unabdingbar (Niethard, 1989).

Bei Brüchen im Kindesalter kann eine Röntgenaufnahme des gesunden Körperteils zum Vergleich herangezogen werden, insbesondere zur Beurteilung der Wachstumsfugen (Müller, 1995 und Niethard, 1989). Laut Krämer (1993) sind diese Vergleichsaufnahmen zwar zweifelhaft, können jedoch trotzdem hilfreich sein.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Heilung des Knochenbruchs - Probleme der konservativen Behandlung
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (ISSW Heidelberg)
Veranstaltung
Sportorthopädie/ Traumatologie
Note
2
Autor
Jahr
2001
Seiten
10
Katalognummer
V18667
ISBN (eBook)
9783638229609
ISBN (Buch)
9783638758802
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text.
Schlagworte
Heilung, Knochenbruchs, Probleme, Behandlung, Sportorthopädie/, Traumatologie
Arbeit zitieren
M.A. Barbara Urban (Autor), 2001, Heilung des Knochenbruchs - Probleme der konservativen Behandlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18667

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