Sind Katastrophenereignisse in Zukunft durch die Versicherungsbranche überhaupt noch versicherbar?Diese Frage ist Ausgangspunkt dieser Ausarbeitung. Das erste Kapitel definiert die möglichen Katastropgenfälle und grenzt diese untereinander ab. Zudem wird dargestellt, wie diverse Institutionen die zukünftige Entwicklung derartiger Ereignisse einschätzen. Das zweite Kapitel gibt Antwort darauf, welche Wege die Versicherer derzeit gehen um das eigene Risiko zu begrenzen. Neben den versicherungstechnischen Risiken werden insbesondere Risikomanagement, Rückversicherungsvarianten und die Formen des Alternativen Risikotransfers diskutiert. Voraussetzungen müssen gegeben sein um Katastrophenfälle versichern zu können? Dem Leser wird auch ein Einblick in die Kalkulation von Elementarschadentarifen und in die Modellierung von Katastrophenszenarien gegeben.Zuletzt erfolgt die Einordnung des NatCat-Risikos im Rahmen der Solvency II Anforderungen. Es wird dargestellt welche Empfehlungen der GDV zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen gibt.
Inhaltsverzeichnis
- Problemstellung
- Erscheinungsformen von Katastrophenereignissen und erwartete Entwicklungen
- Definition einer Katastrophe
- Arten von Katastrophen
- Erdbeben
- Stürme und Unwetter
- Überschwemmungen
- Terror
- Prognosen und Trends
- Relevanz von Katastrophenrisiken für die Versicherungs- und Volkswirtschaft
- Risikobegriff und versicherungstechnische Risiken
- Risikobegriff
- Versicherungstechnische Risiken im Überblick
- Risikomanagement und risikopolitische Maßnahmen im Versicherungsunternehmen
- Risikomeidung
- Risikotransfer
- Risikodiversifikation
- Risikoausgleich
- Bedeutung und Varianten des Risikotransfers
- Grenzen des privatwirtschaftlich organisierten Risikotransfers
- Risikobegrenzung mittels Rückversicherung
- Alternativer Risikotransfer
- Entwicklung der Katastrophenschäden
- Risikobegriff und versicherungstechnische Risiken
- Versicherbarkeit von Katastrophenereignissen und die Rolle des Staates
- Kriterien der Versicherbarkeit
- Untersuchung der Versicherbarkeit von Katastrophen anhand der Kriterien
- Umgang der Assekuranz mit Katastrophenrisiken
- Produktgestaltung als Antwort auf neue Risiken
- Versicherung gegen Elementargefahren
- Kalkulation des Elementarschadentarifs
- Modellierung von Hagel- und Sturmszenarien
- Risikoübernahme durch den Staat
- Katastrophenrisiken im Rahmen der Solvenzkapitalanforderungen
- Das Drei-Säulen-Modell von Solvency II
- Einordnung des NatCat Risikos
- Berechnung des SCR-Catrisikos auf Basis der QIS 4 Studie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die Relevanz von Katastrophenrisiken für die Assekuranz, insbesondere die Versicherbarkeit und den Einfluss des sich verändernden klimatischen Umfelds. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen, denen sich die Versicherungsindustrie angesichts zunehmender Extremwetterereignisse und des Terrorismusrisikos gegenübersieht.
- Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken
- Risikomanagement in der Assekuranz
- Rollen des Staates bei der Risikoübernahme
- Alternativer Risikotransfer (ART)
- Solvenzkapitalanforderungen (Solvency II)
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 beschreibt die Problemstellung, ausgehend von der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen. Kapitel 2 definiert den Begriff „Katastrophe“ und beschreibt verschiedene Arten von Katastrophenereignissen (Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen, Terrorismus) sowie aktuelle Prognosen und Trends. Kapitel 3 beleuchtet die Relevanz von Katastrophenrisiken für die Versicherungs- und Volkswirtschaft, indem es den Risikobegriff, versicherungstechnische Risiken und verschiedene Risikomanagement-Maßnahmen (Risikomeidung, Risikotransfer, Risikodiversifikation, Risikoausgleich) behandelt. Kapitel 4 analysiert die Versicherbarkeit von Katastrophenereignissen im Detail, die Kriterien der Versicherbarkeit und verschiedene Strategien der Assekuranz (Produktgestaltung, Versicherung gegen Elementargefahren, Modellierung von Szenarien). Schließlich geht es auf die Rolle des Staates bei der Risikoübernahme ein. Kapitel 5 widmet sich den Katastrophenrisiken im Kontext der Solvenzkapitalanforderungen von Solvency II.
Schlüsselwörter
Katastrophenrisiken, Versicherbarkeit, Klimawandel, Extremwetterereignisse, Terrorismus, Risikomanagement, Rückversicherung, Alternativer Risikotransfer (ART), Solvency II, Modellierung, Kapitalanforderungen, Staatliche Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Sind Katastrophenereignisse in Zukunft noch versicherbar?
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch angesichts steigender Schäden durch den Klimawandel und zeigt Grenzen sowie neue Strategien wie den Alternativen Risikotransfer auf.
Was gehört zu den versicherungstechnischen Katastrophenrisiken?
Dazu zählen Naturereignisse wie Erdbeben, Stürme und Überschwemmungen, aber auch vom Menschen verursachte Katastrophen wie Terrorismus.
Welche Rolle spielt Solvency II für Versicherer bei Naturkatastrophen?
Solvency II legt Anforderungen an die Eigenmittel (Solvenzkapital) fest, die Versicherer vorhalten müssen, um auch extreme Schadensereignisse (NatCat-Risiken) finanziell stemmen zu können.
Was ist Alternativer Risikotransfer (ART)?
ART bezeichnet Methoden, Risiken nicht über klassische Rückversicherungen, sondern direkt über den Kapitalmarkt (z.B. Katastrophen-Anleihen) abzusichern.
Wann muss der Staat bei Katastrophenschäden eingreifen?
Der Staat tritt oft als „Versicherer der letzten Instanz“ auf, wenn Risiken so groß sind, dass sie privatwirtschaftlich nicht mehr allein gedeckt werden können.
- Citation du texte
- Mario Leanza (Auteur), 2009, Relevanz von Katastrophenrisiken für die Assekuranz unter besonderer Berücksichtigung der Versicherbarkeit und der Veränderung des klimatischen Umfelds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186673