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Pflegebedürftigkeit und individuelle Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung in der Pflege

Empfehlungen für ein pflegerisches Konzept am Beispiel der Zieglerschen Anstalten

Titel: Pflegebedürftigkeit und individuelle Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung	in der Pflege

Bachelorarbeit , 2009 , 85 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Patricia Huß (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen mit geistiger Behinderung, die in Institutionen der Behindertenhilfe leben, sind häufig auf pflegerische Unterstützung angewiesen. Die Relevanz pflegerischer Versorgung in diesem Bereich wird in Zukunft weiterhin zunehmen. Die Entwicklungen im Gesundheitssektor, höhere Lebensqualität und ein besseres Bildungssystem haben zur Folge, dass die Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich steigt. Ein weiterer Grund ist in den strukturellen Versorgungsbedingungen zu finden. In Zukunft werden neben älteren Menschen vor allem Menschen mit schweren Behinderungen und erhöhtem pflegerischem Bedarf in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe versorgt.
Angehörige unterschiedlicher Berufsgruppen stehen hier vor der Aufgabe, die betroffene Personengruppe nicht nur aufgrund der Pflegebedürftigkeit, sondern ebenso unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und der entsprechenden Lebenssituation zu pflegen. Dabei werden die Pflegenden mit speziellen Herausforderungen konfrontiert, denn die Lebensbegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung beinhaltet pflegerische Problemstellungen, die in besonderer Weise berücksichtigt werden müssen. In der Praxis stellt sich täglich die Frage: Welche Pflege brauchen Menschen mit geistiger Behinderung?
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, das Spezifische der pflegerischen Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung zu erfassen. Es wird durchleuchtet, welche Formen der Pflegebedürftigkeit und welche individuellen Bedürfnisse die Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung umfasst. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen als Ausgangslage für die Entwicklung eines angemessenen Versorgungskonzeptes dienen, um die pflegerische Begleitung dieser Personengruppe zu optimieren und somit ihre Lebensqualität zu erhöhen. Im ersten Teil der Arbeit wird der theoretische und konzeptionelle Rahmen skizziert. Zunächst werden einige wesentliche Aspekte der Bedürfnistheorie nach Maslow vorgestellt sowie die Grundlagen und Grundbegriffe der geistigen Behinderung, der Pflegebedürftigkeit, des Pflegebedarfs und der individuellen Bedürfnisse geklärt. Des Weiteren werden die wesentlichen Aspekte der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung erläutert sowie das Verhältnis von Pflege und Pädagogik näher beleuchtet.
Der zweite Teil widmet sich der Vorstellung der Studie: Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: gesellschaftliche und professionelle Relevanz

2 Theoretischer und konzeptioneller Rahmen

2.1 Maslowsche Bedürfnispyramide

2.2 Definition der Schlüsselbegriffe

2.3 Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung

3 Empirische Studie: Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse in der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung

3.1 Zentrale Fragestellung

3.2 Ziele der empirischen Untersuchung

3.3 Forschungsdesign – Grounded Theory

3.4 Untersuchungsfeld und Feldzugang

3.5 Auswahl der Untersuchungseinheit und Population

3.6 Datenerhebung: methodisches Vorgehen

3.7 Durchführung der empirischen Studie

4 Untersuchungsergebnisse

4.1 Der Beobachtungsbogen

4.2 Die Experteninterviews

5 Interpretation der Ergebnisse

5.1 Information: Probleme, Ressourcen und individuelle Bedürfnisse

5.2 Ziele

5.3 Planung und Durchführung

5.4 Evaluation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Spezifische der pflegerischen Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung, um auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse über Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse ein angemessenes Versorgungskonzept zu entwickeln und die Lebensqualität dieser Personengruppe zu optimieren.

  • Analyse des pflegerischen Bedarfs und der individuellen Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung
  • Anwendung der Grounded Theory als methodisches Forschungsdesign
  • Diskussion der komplexen Schnittstelle zwischen Pflege und Pädagogik
  • Erarbeitung von Empfehlungen für ein zukunftsweisendes pflegerisches Konzept

Auszug aus dem Buch

Die besondere Herausforderung

Die besondere Herausforderung ist es, die Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen. Dabei müssen die Pflegenden über eine sehr sensible Wahrnehmung und gute Kenntnisse über den Betreuten verfügen. Sie müssen außerdem in der Lage sein, sich in den Betreuten hineinzuversetzen. In diesem Zusammenhang wurden von den Experten immer wieder die Begriffe „Intuition“ und „Empathie“ genannt.

„... Das weiß ich dann einfach. Das sagt mir die Intuition, dass er das jetzt will. Das Meiste läuft intuitiv ab ...“ (Interview 005/1).

„... Man muss sich in die Lage versetzten können, empathisch sein ...“ (Interview 004/1).

Die Experten sind der Ansicht, dass eine berufliche Erfahrung die Basis dafür ist, die Bedürfnisse der Betreuten zu erkennen und entsprechend zu interpretieren. Dabei werden sowohl die berufliche Qualifikation benannt als auch die Jahre in der Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: gesellschaftliche und professionelle Relevanz: Einführung in die steigende Bedeutung der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und struktureller Rahmenbedingungen.

2 Theoretischer und konzeptioneller Rahmen: Darstellung grundlegender Theorien wie Maslows Bedürfnispyramide sowie Klärung zentraler Begriffe wie geistige Behinderung und Pflegebedürftigkeit.

3 Empirische Studie: Pflegebedarf und individuelle Bedürfnisse in der Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung: Beschreibung der Forschungsfrage, des Grounded Theory Designs und der angewandten Erhebungsmethoden (Beobachtung und Experteninterviews).

4 Untersuchungsergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zu Pflegebedarf, Ressourcen, individuellen Bedürfnissen und speziellen Problemlagen der Betreuten.

5 Interpretation der Ergebnisse: Kritische Diskussion der Forschungsergebnisse und Ableitung von Schlussfolgerungen für die pflegerische Praxis sowie Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Pflege, geistige Behinderung, Pflegebedarf, individuelle Bedürfnisse, Grounded Theory, Pflegepädagogik, Lebensqualität, Normalisierungsprinzip, Teilhabe, Selbstbestimmung, Behindertenhilfe, Pflegebeziehung, Kommunikation, Ressourcen, Experteninterview

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pflegerischen Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung in stationären Einrichtungen und analysiert deren spezifischen Pflegebedarf.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Pflege, die Erfassung individueller Bedürfnisse sowie die Untersuchung von Pflegeprozessen unter Berücksichtigung pädagogischer Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Spezifische der pflegerischen Begleitung zu erfassen, um daraus ein optimiertes Versorgungskonzept für die Behindertenhilfe abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet die Grounded Theory, ergänzt um teilnehmende Beobachtungen und teilstrukturierte Experteninterviews.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Problemen, Ressourcen und Bedürfnissen der Betreuten sowie auf die Rolle der Pflegenden als Bezugspersonen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflegebedürftigkeit, Normalisierungsprinzip, Selbstbestimmung und interdisziplinäre Begleitung beschreiben.

Welche Rolle spielen die "speziellen Problemlagen"?

Sie dienen dazu, typische Herausforderungen wie Kommunikationsstörungen oder abwehrendes Verhalten in der Pflegepraxis zu identifizieren und besser zu verstehen.

Warum ist das "Normalisierungsprinzip" für diese Arbeit wichtig?

Es dient als Grundmaxime für die soziale und pädagogische Gestaltung der Lebensbedingungen, um ein möglichst normales Leben für Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pflegebedürftigkeit und individuelle Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung in der Pflege
Untertitel
Empfehlungen für ein pflegerisches Konzept am Beispiel der Zieglerschen Anstalten
Hochschule
Hochschule Ravensburg-Weingarten
Note
1.3
Autor
Patricia Huß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
85
Katalognummer
V186694
ISBN (eBook)
9783656995814
ISBN (Buch)
9783656995838
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pflegebedürftigkeit bedürfnisse menschen behinderung pflege empfehlungen konzept beispiel zieglerschen anstalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Huß (Autor:in), 2009, Pflegebedürftigkeit und individuelle Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung in der Pflege , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186694
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  85  Seiten
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