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Transfer im Rahmen der Europäischen Interkomprehension

Título: Transfer im Rahmen der Europäischen Interkomprehension

Trabajo Escrito , 2006 , 37 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Dipl.-Betriebswirtin (BA) und M.A. Gisa Becker (Autor)

Ciencia del lenguaje / Lingüística
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Die Methode EuroCom ist eine Möglichkeit, mit relativ geringem Aufwand eine gute Lesekompetenz in verschiedenen europäischen Sprachen zu erwerben und gegebenenfalls weitere Sprachkompetenzen darauf aufbauend zu erwerben. Das Lesen und somit die Lesekompetenz wird in unserer Gesellschaft immer bedeutsamer, da die Anzahl an schriftlichem Material wächst. Zudem gilt, dass Menschen für gewöhnlich wesentlich "mehr hören als sprechen, lesen als schreiben" (Bär, 2004, S. 147) und dass immer mehr Entscheidungsprozesse auf schriftlichen Unterlagen basieren (vgl. Klein, 1999b, S. 1555). Mehrsprachige rezeptive Kompetenz gewinnt unter anderem an Bedeutung, da der Anteil des Englischen auf Internetseiten prozentual deutlich im Sinken ist, während der Anteil der restlichen Sprachen ansteigt (vgl. Klein, 2004, S. 19 f). Eine weit verbreitete rezeptive Mehrsprachigkeit innerhalb Europas könnte dazu führen, dass sich zwei Europäer unterhalten könnten, wobei jeder seine Muttersprache sprechen würde und die Muttersprache des anderen verstehen könnte (vgl. Castagne, 2004, S. 96).
Kapitel 2 dieser Arbeit befasst sich mit Interkomprehension. Zunächst wird auf die lerntheoretischen Grundlagen zum Mehrsprachenerwerb eingegangen. Dabei werden sowohl der Informationsverarbeitungsprozess allgemein als auch die Verarbeitung von Sprache und deren Speicherung behandelt. Anschließend wird auf den Transfer (-prozess) und den Verarbeitungsprozess beim Lesen in nahverwandten, jedoch nicht erlernten Sprachen eingegangen. Es werden verschiedene Verarbeitungsebenen beim Lesen vorgestellt, die auch bei der Interkomprehension eine wichtige Rolle einnehmen. Danach wird dargestellt, was bei der Textauswahl zur Interkomprehension zu beachten ist. In Kapitel 3 wird die interkomprehensive Methode EuroCom vorgestellt. Das 4. Kapitel umfasst ein praktisches Beispiel zur EuroCom-Methode und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Kapitel 5 beinhaltet die Schlussbetrachtung, welche die Arbeit und die dabei gesammelten Erkenntnisse zusammenfasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Interkomprehension

2.1 Lerntheoretische Grundlagen zum Mehrsprachenerwerb

2.2 Transfer

2.3 Verarbeitungsprozess beim Lesen in nahverwandten Sprachen

2.4 Textauswahl und Schwierigkeitsgrad

3 EuroComRom: Die sieben Siebe

3.1 Erstes Sieb: Internationaler Wortschatz (IW)

3.2 Zweites Sieb: Panromanischer Wortschatz (PW)

3.3 Drittes Sieb: Lautentsprechungen (LE)

3.4 Viertes Sieb: Graphien und Aussprache (GA)

3.5 Fünftes Sieb: Panromanische syntaktische Strukturen (PS)

3.6 Sechstes Sieb: Morphosyntaktische Elemente (ME)

3.7 Siebtes Sieb: Prä- und Suffixe (FX)

3.8 Ergebnisse von Untersuchungen zu EuroCom

4 Praktisches Beispiel zum Transfer

4.1 Spanischer Text: Nado con Delfines

4.2 Fragen zum Textverständnis

4.3 Fragen zur Hypothesengrammatik inklusive Lösungen

4.4 Erkenntnisse aus der Transferübung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Förderung der Mehrsprachigkeit in Europa durch die Methode der Interkomprehension. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch den gezielten Einsatz von Transferstrategien – insbesondere bei der Nutzung bereits vorhandener Sprachkenntnisse – Lesekompetenz in bisher nicht erlernten, aber nahverwandten romanischen Sprachen aufgebaut werden kann.

  • Lerntheoretische Grundlagen des Mehrsprachenerwerbs
  • Methodik der EuroCom-Methode und ihrer "sieben Siebe"
  • Analyse von Transferprozessen beim Lesen nahverwandter Sprachen
  • Praktische Erprobung der Interkomprehension an einem spanischen Text

Auszug aus dem Buch

3.1 Erstes Sieb: Internationaler Wortschatz (IW)

Die Internationalismen bzw. der internationale Wortschatz werden im Deutschen häufig als „Fremdwörter“ bezeichnet, obwohl viele von ihnen genauso geläufig sind wie andere deutsche Wörter. Es sind Wörter, die in allen lebenden Standardsprachen enthalten sind, wobei es meist nur zu geringfügigen Veränderungen gekommen ist. Im mentalen Lexikon Erwachsener sind in der Regel viele Internationalismen gespeichert. Zum Verstehen der Internationalismen wird auf die Repräsentation des sehr ähnlichen bekannten Wortes zugegriffen. Aus diesem Grund ist der internationale Wortschatz ebenso wie international bekannte Namen von Personen und Institutionen sowie geographische Begriffe sofort verständlich. Da sehr viele Internationalismen den romanischen Sprachen bzw. dem Latein entstammen, sind diese im Vergleich zu anderen Sprachen im Vorteil.

Je nachdem wie viele Internationalismen dem Leser bekannt sind, wird ihm das Erschließen eines Textes in einer bisher nicht erlernten, nahverwandten Sprache leichter oder schwerer fallen, so dass im Rahmen von EuroCom auch die Internationalismen wieder aktiviert werden, um sie zur Erschließung besser einsetzen zu können. Klein/Stegmann (2000) haben hierzu eine Übersicht mit 5000 deutschen „Fremdwörten“ zusammengestellt, über die ein Erwachsener in der Regel verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Mehrsprachigkeit in Europa und stellt die Interkomprehension als alternativen Ansatz zum herkömmlichen Sprachunterricht vor.

2 Interkomprehension: Dieses Kapitel erläutert die lerntheoretischen Grundlagen, den Transferprozess sowie die kognitiven Modelle zur Verarbeitung beim Lesen in nahverwandten Sprachen.

3 EuroComRom: Die sieben Siebe: Hier wird die Methode EuroCom vorgestellt und die sieben zentralen Ebenen (Siebe) zur Dekodierung fremdsprachiger Texte im Detail dargelegt.

4 Praktisches Beispiel zum Transfer: Dieses Kapitel veranschaulicht die Anwendung der EuroCom-Methode an einem spanischen Text unter Einbeziehung von Englisch und Italienisch als Brückensprachen.

5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die theoretischen Erkenntnisse und bestätigt den Erfolg der Interkomprehensionsmethode in der Praxis.

Schlüsselwörter

Interkomprehension, Mehrsprachigkeit, EuroComRom, Transfer, Lesekompetenz, Sprachdidaktik, nahverwandte Sprachen, Brückensprache, mentaler Wortschatz, Internationalismen, Profilwörter, Spontangrammatik, kognitive Sprachverarbeitung, Fremdsprachenerwerb, Eurocomprehension

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Förderung von rezeptiver Mehrsprachigkeit durch die Methode der Interkomprehension, um Lesekompetenz in verschiedenen romanischen Sprachen aufzubauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf lerntheoretische Grundlagen, den kognitiven Prozess der Sprachverarbeitung beim Lesen sowie auf konkrete Transferstrategien zwischen nahverwandten Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die EuroCom-Methode und die Nutzung bereits bekannter Sprachen als "Brücken" der Erwerb von Lesekompetenz in neuen Sprachen effizient gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Interkomprehensionsdidaktik sowie eine praktische Fallstudie, in der ein spanischer Text mithilfe von Englisch und Italienisch analysiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Transfers, die Vorstellung der sieben EuroCom-Siebe sowie die praktische Anwendung dieser Siebe an einem spezifischen Beispieltext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Interkomprehension, EuroComRom, Transfer, Lesekompetenz, Mehrsprachigkeit und Sprachdidaktik.

Welche Rolle spielen die "sieben Siebe"?

Sie dienen als systematisches Instrumentarium, um schrittweise alle Informationen aus einem fremden Text auszusieben, die dem Lerner aus anderen Sprachen bereits bekannt sind.

Warum ist Italienisch als Brückensprache hilfreicher als Englisch?

Aufgrund der engeren etymologischen Verwandtschaft und strukturellen Ähnlichkeit zum Spanischen ermöglicht das Italienische einen wesentlich schnelleren und direkteren Transfer als das Englische.

Was ist ein "Profilwort" im Kontext der Interkomprehension?

Profilwörter sind spezifische Lexeme, die nicht über den internationalen Wortschatz oder andere romanische Sprachen erschlossen werden können und daher den Schwierigkeitsgrad eines Textes maßgeblich beeinflussen.

Welche Erkenntnis lässt sich aus der praktischen Transferübung ziehen?

Die Übung zeigt, dass durch die Kombination mehrerer Brückensprachen und das Bewusstmachen von Sprachstrukturen auch komplexe fremdsprachige Texte erfolgreich dekodiert werden können.

Final del extracto de 37 páginas  - subir

Detalles

Título
Transfer im Rahmen der Europäischen Interkomprehension
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1
Autor
Dipl.-Betriebswirtin (BA) und M.A. Gisa Becker (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
37
No. de catálogo
V186738
ISBN (Ebook)
9783869435138
ISBN (Libro)
9783656992271
Idioma
Alemán
Etiqueta
transfer rahmen europäischen interkomprehension
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl.-Betriebswirtin (BA) und M.A. Gisa Becker (Autor), 2006, Transfer im Rahmen der Europäischen Interkomprehension, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186738
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