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Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten

Título: Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten

Tesis de Maestría , 2003 , 113 Páginas , Calificación: 1.6

Autor:in: Renate Kleinau (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Im Rahmen der mittelalterlichen Ritualforschung befasst sich die Arbeit mit den Ritualen, die zum politischen Repertoire im Umgang der karolingischen Herrscher mit den Päpsten gehörten.
[...]
Mit den Karolingern trat eine Königsdynastie in das Licht der damaligen Weltpolitik, die ihre Vorgänger, die Merowinger, bei weitem in den Schatten stellen sollte. In einer Phase der Schwäche des byzantinischen Kaisertums gelang es ihnen bald, die führende Position in Europa einzunehmen und – zumindest zeitweise – ein Großreich aufzubauen, aus dem dann Frankreich und das deutsche Reich hervorgingen. Dabei bedienten sie sich schon frühzeitig der Hilfe des römischen Papsttums. Diese Verbindung ermöglichte es den Karolinger schließlich, in der Person Karls des Großen das westliche Kaisertum wieder zu begründen, das bis weit in die Neuzeit Bestand haben sollte.
Unter diesen Voraussetzungen ist es von berechtigtem Interesse, die Begegnungen zwischen den fränkischen Herrschern und den Päpsten näher zu betrachten und die bei ihnen durchgeführten Rituale zu untersuchen. Die Fragestellung soll hierbei sein, ob sich Regelhaftigkeiten in den Ritualen der Treffen feststellen lassen und ob sich die politischen Begebenheiten der Zeit in ihnen widerspiegeln. Gab es Unterschiede im Zeremoniell, je nachdem wer der Gast bzw. der Gastgeber war? Kann man an den Ritualen ablesen, wer zur jeweiligen Zeit die dominierende Person war? Wer von wem etwas forderte oder erwartete? Spiegeln sich etwaige Spannungen darin wider?

Extracto


Inhalt

1. Einleitung

2. Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten

2.1. Das erste Zusammentreffen: Pippin und Papst Stephan II. 754 in Ponthion

2.2. Die Begegnungen zwischen Karl dem Großen und den Päpsten Hadrian I. und Leo III.

2.2.1. Karl der Große in Rom: Patriarch und Kaiser

2.2.2. Leo III. in Paderborn: Ein Papst unter Anklage

2.3. Der Papst als Freund oder als Feind? Die Treffen Ludwigs des Frommen mit den Päpsten Stephan IV. und Gregor IV.

2.4. Das Treffen Ludwigs II. mit Papst Sergius II. 844 in Rom – Eine Kopie der Begegnung Karls des Großen mit Papst Hadrian I.?

2.5. Die Begegnungen Ludwigs II. mit Papst Nikolaus I. 858 in Rom und in Quinto

2.6. Konfliktreiche Begegnungen: Die Treffen Ludwigs II. mit den Päpsten Leo IV. und Nikolaus I. und das Treffen Lothars I. mit Papst Hadrian I.

2.7. Die Begegnung Arnulfs von Kärnten mit Papst Formosus 896 in Rom – Ein Kaiser erobert Rom

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rituellen Begegnungen zwischen karolingischen Herrschern und den Päpsten, um festzustellen, ob sich in diesen Treffen Regelhaftigkeiten ablesen lassen, die den politischen Wandel und die Machtverhältnisse der Zeit widerspiegeln.

  • Analyse des Empfangszeremoniells bei Papst-Kaiser-Treffen
  • Untersuchung der politischen Symbolik von Ritualen wie Fußfall und Stratordienst
  • Darstellung der historischen Hintergründe der Begegnungen
  • Vergleichende Analyse der rituellen Kommunikation über mehrere Generationen hinweg
  • Auswertung zeitgenössischer Quellen (Annalen, Viten, Epen) zur Rituallandschaft

Auszug aus dem Buch

2.1. Das erste Zusammentreffen: Pippin und Papst Stephan II. 754 in Ponthion

Gleich das erste Zusammentreffen eines Karolingers mit einem Papst liefert eine Reihe Rituale, deren Betrachtung vor allem vor dem politischen Hintergrund interessant ist. Das Treffen des ersten karolingischen Königs Pippin mit Papst Stephan II. 754 in Ponthion ist auch dahingehend aufschlussreich, als darüber sowohl fränkische als auch römische Quellen berichten, was leider eine Ausnahme darstellt.

Diese Begegnung war in der Tat denkwürdig, denn sie führte zum ersten Mal einen Papst über die Alpen in den Norden. Doch zunächst soll die Vorgeschichte betrachtet werden, ohne die ein Verständnis der Rituale des Zusammentreffens nicht möglich ist.

Dem Karolinger Pippin war es 751 in einer Art ‚Staatsstreich’ gelungen, den letzten Merowingerkönig vom Thron zu verdrängen und an seiner Stelle – sozusagen offiziell – die Macht zu übernehmen. Die Karolinger hatten als Hausmeier schon lange die eigentliche Macht innegehabt, doch vor Pippins Umsturz war es ihnen nicht gelungen, die nur noch nominell den Thron innehabenden Merowinger ganz zu verdrängen und selbst das Königtum zu übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Karolinger und ihre Verbindung zum Papsttum ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich ritueller Regelhaftigkeiten bei Herrschertreffen.

2. Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die rituellen Abläufe bei verschiedenen Treffen, von Pippin bis zu Arnulf von Kärnten, unter Einbeziehung der jeweiligen politischen Situation.

2.1. Das erste Zusammentreffen: Pippin und Papst Stephan II. 754 in Ponthion: Dieses Kapitel behandelt das erste historische Treffen, das durch den Besuch des Papstes im Frankenreich und symbolträchtige Handlungen wie den Fußfall gekennzeichnet war.

2.2. Die Begegnungen zwischen Karl dem Großen und den Päpsten Hadrian I. und Leo III.: Hier wird der Fokus auf die Intensivierung der Beziehungen unter Karl dem Großen gelegt, insbesondere im Hinblick auf seine Rolle als Patricius und später als Kaiser.

2.2.1. Karl der Große in Rom: Patriarch und Kaiser: Dieses Unterkapitel beleuchtet Karls Romzüge und wie sich sein ritueller Empfang wandelte, je nachdem, ob er als König oder als künftiger Kaiser auftrat.

2.2.2. Leo III. in Paderborn: Ein Papst unter Anklage: Analysiert die dramatische Flucht des Papstes und die rituellen Inszenierungen beim Treffen in Paderborn unter besonderer Berücksichtigung des Karlsepos.

2.3. Der Papst als Freund oder als Feind? Die Treffen Ludwigs des Frommen mit den Päpsten Stephan IV. und Gregor IV.: Beleuchtet die Abkühlung der Beziehungen unter Ludwig dem Frommen und die konfliktreichen Begegnungen, etwa auf dem Lügenfeld von Colmar.

2.4. Das Treffen Ludwigs II. mit Papst Sergius II. 844 in Rom – Eine Kopie der Begegnung Karls des Großen mit Papst Hadrian I.?: Untersucht, inwieweit das Treffen Ludwigs II. rituell als bewusste Anknüpfung an frühere Vorbilder inszeniert wurde.

2.5. Die Begegnungen Ludwigs II. mit Papst Nikolaus I. 858 in Rom und in Quinto: Behandelt die eher harmonische Begegnung 858 und die dabei auftretenden zeremoniellen Neuerungen, wie den Stratordienst.

2.6. Konfliktreiche Begegnungen: Die Treffen Ludwigs II. mit den Päpsten Leo IV. und Nikolaus I. und das Treffen Lothars I. mit Papst Hadrian I.: Analysiert, wie politische Konflikte, wie die Eheaffäre Lothars II., das Zeremoniell beeinflussten oder zu dessen bewusstem Ausbleiben führten.

2.7. Die Begegnung Arnulfs von Kärnten mit Papst Formosus 896 in Rom – Ein Kaiser erobert Rom: Betrachtet das letzte hier untersuchte Treffen, das trotz kriegerischer Umstände den Versuch unternahm, das traditionelle Kaisereinzugsritual zu wahren.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die gewonnenen Erkenntnisse und konstatiert einen deutlichen Machtverlust der Karolinger, der sich parallel in der Reduzierung der rituellen Ehrungen durch die Päpste widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Karolinger, Papsttum, Ritual, Zeremoniell, Kaiserkrönung, Stratordienst, Fußfall, Proskynese, Herrschertreffen, Pippin, Karl der Große, Ludwig der Fromme, Machtsymbolik, Diplomatik, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den rituellen Umgang der karolingischen Herrscher mit den Päpsten bei deren persönlichen Zusammentreffen und untersucht, wie diese Rituale politische Machtverhältnisse widerspiegelten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse von Empfangszeremonien, die Bedeutung von Gesten wie Fußfall oder Stratordienst sowie die historische Einordnung dieser Treffen im Kontext der wechselhaften Beziehungen zwischen fränkischem Reich und Papsttum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, ob sich in den rituellen Abläufen über mehrere Jahrzehnte hinweg eine Veränderung der Machtbalance zwischen den Karolingern und den Päpsten ablesen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Auswertung relevanter Quellentexte wie Annalen, Viten und panegyrische Dichtungen unter Berücksichtigung der zeitgenössischen Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und behandelt die einzelnen Begegnungen von Pippin bis Arnulf von Kärnten, wobei jeweils der historische Kontext und das spezifische Zeremoniell analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Karolinger, Papsttum, Zeremoniell, Machtsymbolik, Kaiserkrönung und Herrschertreffen.

Warum war der Stratordienst ein so wichtiges Ritual?

Der Stratordienst, bei dem der Herrscher dem Papst das Pferd führte, wurde als Zeichen der Ehrerbietung und symbolischer Anerkennung des geistlichen Ranges des Papstes interpretiert, teils in Anlehnung an byzantinische Traditionen.

Spiegeln die Rituale immer die politische Realität wider?

Nicht immer. Zwar gab es oft Übereinstimmungen, doch in Krisenzeiten oder bei Konflikten wurde das Zeremoniell teils bewusst vernachlässigt, verweigert oder zur Provokation modifiziert.

Final del extracto de 113 páginas  - subir

Detalles

Título
Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten
Universidad
University of Münster
Calificación
1.6
Autor
Renate Kleinau (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
113
No. de catálogo
V186747
ISBN (Ebook)
9783869435046
ISBN (Libro)
9783869433950
Idioma
Alemán
Etiqueta
umgang karolinger päpsten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Renate Kleinau (Autor), 2003, Der rituelle Umgang der Karolinger mit den Päpsten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186747
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