Der "Messias" gilt als eines der bedeutensten Werken in der Geschichte des Oratoriums. In dieser Arbeit werden vor allem die Entstehung von Musik und Text sowie die Rezeptionsgeschichte des "Messias" dargestellt. Auch auf wichtige Aspekte der musikalischen Gestaltung wird eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entstehung des „Messias“
1.1 Die Komposition
1.2 Das Libretto
1.3 Die Uraufführung
3. Aspekte der musikalischen Gestaltung
4. Rezeptionsgeschichte
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen Überblick über Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“. Ziel ist es, die besonderen Merkmale aufzuzeigen, die dieses Werk so einzigartig machen, wobei der Fokus auf den Entstehungsumständen, ausgewählten musikalischen Gestaltungselementen sowie der Rezeptionsgeschichte im deutschsprachigen Raum liegt.
- Biografische und historische Hintergründe der Entstehung
- Analyse des Librettos und der textlichen Konzeption
- Untersuchung zentraler musikalischer Gestaltungsmittel
- Darstellung der Aufführungs- und Wirkungsgeschichte
- Betrachtung der Rezeption und Bearbeitung in Deutschland
Auszug aus dem Buch
2.1 Die Komposition
Das Werk „The Messiah“ entstand im September 1741, zu einer Zeit, in der Händel seine letzten Opernhoffnungen gescheitert sah und in London stark angefeindet wurde. Seine Opern „Imeneo“ und „Deidamia“ wurden zu großen Misserfolgen und Händel hatte unter leeren Konzertsälen und öffentlichem Spott zu leiden. „Sing, sing and rorio – an Oratorio“, so lautete ein Knittelvers eines Dichters und Musikers namens Henry Carey, der somit seine Kritik an der vermeintlichen Oberflächlichkeit der Händelschen Musik zum Ausdruck brachte. In dieser Zeit plante Händel eigentlich keine Konzerte zu veranstalten. Sein Librettist Charles Jennens, der ihm bereits die Libretti zu „Saul“ und zum dritten Teil von „L'Allegro“ (wahrscheinlich auch zu „Israel in Egypt“) geschrieben hatte, versuchte ihn dennoch von einem neuen Projekt zu überzeugen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Oratoriums „Der Messias“ ein und grenzt das Vorhaben der Arbeit auf die Entstehung, musikalische Aspekte und die Rezeptionsgeschichte ein.
2. Die Entstehung des „Messias“: Dieses Kapitel beleuchtet die schwierige persönliche Phase Händels, die Zusammenarbeit mit Charles Jennens, die inhaltliche Konzeption des Librettos sowie die erfolgreiche Uraufführung in Dublin.
3. Aspekte der musikalischen Gestaltung: Hier wird die gattungstheoretische Einordnung diskutiert und anhand von musikalischen Beispielen wie der „Pifa“ oder dem „Halleluja-Chor“ die kompositorische Anlage erläutert.
4. Rezeptionsgeschichte: Dieser Abschnitt beschreibt die Wandlung des Werkes von den ersten Anfeindungen in London hin zu einem festen Bestandteil der Musikkultur, inklusive der deutschen Rezeption und Bearbeitungen durch Persönlichkeiten wie Mozart.
Schlüsselwörter
Georg Friedrich Händel, Der Messias, Oratorium, Charles Jennens, Komposition, Libretto, Uraufführung, Dublin, musikalische Gestaltung, Rezeptionsgeschichte, Aufführungspraxis, Johann Adam Hiller, Wolfgang Amadeus Mozart, Barockmusik, Kirchenmusik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Georg Friedrich Händels berühmtem Oratorium „Der Messias“ und analysiert dessen Entstehung, musikalische Charakteristika sowie seine geschichtliche Wirkungskraft.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die biografischen Umstände der Komposition, die Konzeption des Librettos, die musikalische Struktur des Werkes und die Verbreitung sowie Bearbeitung des Stücks in Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über das Werk zu geben und aufzuzeigen, durch welche Faktoren der „Messias“ zu einem der erfolgreichsten und bedeutendsten Oratorien aller Zeiten wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, bei der Forschungsergebnisse verschiedener Experten (z.B. Waczkat, Marx) herangezogen werden, um die Entstehung und Rezeption des Werkes darzulegen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei inhaltliche Blöcke: Die Entstehungsgeschichte, eine Analyse musikalischer Gestaltungsmittel und eine umfassende Darstellung der Rezeptionsgeschichte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben dem Namen des Komponisten und des Werkes insbesondere „Oratorium“, „Rezeptionsgeschichte“, „Libretto“ und „Aufführungspraxis“.
Warum war die Wahl des Librettos für den „Messias“ so besonders?
Das Libretto verzichtet auf direkte dramatische Handlungen und Paraphrasierungen; stattdessen beruht es auf einer theologisch konzipierten Zusammenstellung von Bibeltexten, die eine inhaltliche Einheit über die gesamte Heilsgeschichte hinweg bilden.
Welche Rolle spielte Wolfgang Amadeus Mozart bei der Rezeption des Werkes?
Mozart fertigte eine Bearbeitung des „Messias“ an, die im 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum weit verbreitet war und das Verständnis des Werkes maßgeblich prägte.
Wie reagierte das Publikum bei der Uraufführung in Dublin?
Die Uraufführung in Dublin war ein großer Erfolg und löste beim Publikum Begeisterungsstürme aus, was durch Berichte im „Dublin Journal“ belegt ist.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Beyer (Autor:in), 2011, Georg Friedrich Händel - Der Messias, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186793