Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?

Möglichkeiten lokaler Demokratie


Hausarbeit, 2008

30 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Demokratie
2.2 Demokratischer Frieden
2.3 Demokratisierung
2.4 failed states

3 Methodik

4 Analyse
4.1 Demokratie und gescheiterte Staaten
4.2 lokale Demokratie

5 Fazit

6 Literatur- und Quellenverzeichnis

7 Anhang

1. Einleitung

Demokratie gilt mittlerweile als universelles Konzept und wird gemeinhin als bestmögliche Regierungsform angesehen, weshalb eine globale Verbreitung als wünschenswert erscheint1. Besonders westliche Mächte wie die USA haben sich in ihrer durch Demokratie geprägter Geschichte um eine Verbreitung der demokratischen Grundsätze eingesetzt, nicht zuletzt durch herausragende Staatslenker wie Woodrow Wilson. Auch heutzutage erheben demokratische Staaten den Anspruch auf eine Expansion des demokratischen Lagers2.

Nun ist Demokratie nicht gleich Demokratie, da jedes Land unterschiedliche Voraussetzungen aufzuweisen hat. Ebenso wenig ist Demokratisierungüberall gleich erfolgreich, womit die Frage nach den Grenzen der effektiven Demokratisierung aufgeworfen wird. Diese Grenzen einer Demokratisierung treten heutzutage beispielsweise im Irak deutlich zu Tage. Die vorliegende Arbeit greift diese Punkt auf, indem sie die Grenzen einer Demokratisierung ausleuchtet. Dabei sollen besonders so genannte „failed states“ und fragile Staaten fokussiert werden3. Dies sind Staaten, die sich scheinbar einer Demokratisierung widersetzen.

Bietet „lokale Demokratie“ in gescheiterten Staaten eine Lösung, indem sie einem bottom- up-Ansatz folgendendem Demokratieaufbau erlaubt? Ansatzpunkte lokalen Demokratieaufbaus bilden Konzepte von „governance“4 jenseits des Staates, die in kleinerem Umfang ebenfalls Demokratie gewährleisten könnten. Die Demokratie war zudem in ihren direktdemokratischen Ursprüngen nicht an den Staat oder gar den Nationalstaat gebunden, auch wenn deren feste Etablierung eng mit diesem verbunden war5.

Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet: Sind gescheiterte Staaten auf lokaler Ebene demokratisierbar?

Anschließend wird die These vertreten, dass gescheiterte Staaten ein absolutes Hindernis für Demokratisierung sind und je gescheiterter ein Staat ist, desto unwahrscheinlicher wird die Demokratisierung. Damit müsste die Stabilisierung des Landes einer Demokratisierung vorangehen. Lokale Demokratisierung wird als eine schwierige und utopische Vorstellung bezeichnet. Eine andere Erklärungsmöglichkeit für das Scheitern von Demokratieexport bezieht sich darauf, dass Demokratieexport häufig als standardisiertes Modell betrachtet wird und damit regionale Besonderheiten ausklammert, womit ein Scheitern wahrscheinlicher wird. Zudem wird davon ausgegangen, dass schnelle Demokratisierung unmöglich ist und damit Probleme bei einer schnellen Umsetzung auftreten. Diese Vermutungen stellen besonders internationale (westliche) Demokratieförderung in instabilen Staaten in Frage.

Nachfolgend sollen die Grenzen der Demokratisierung dargestellt werden. Dies soll größtenteils per Sekundäranalyse auf einer theoretischen Ebene erfolgen. Dabei werden die Faktoren und Zustände in fragilen Staaten mit den Phasen einer Demokratisierung abgeglichen und unter Gesichtspunkten lokaler demokratischer Regierungsformen betrachtet. Die Vorgehensweise ist deduktiv. Der aktuelle Forschungsstand wirdüber die Werke von Abromeit, Grugel, Croissant, Ottoway, Rotberg, Risse und von Trotha, sowie zusätzlicher weiterführender Literatur wiedergegeben.

Zunächst werden die Begrifflichkeiten (2) geklärt, ehe das methodische Vorgehen (3) erläutert wird. Danach findet die eigentliche Analyse anhand der identifizierten Faktoren statt und abschließend wird ein Fazit gezogen.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Demokratie

Der Definition des Demokratiebegriffs ist umstritten6. Verschiedene Autoren sehen unterschiedliche Faktoren als notwendig und entscheidend an. Allgemein ist Demokratie heutzutage eng mit Konzepten wie Republikanismus und Rechtsstaatlichkeit verbunden. Außerdem wurde der heutige Demokratiebegriff von der liberalen Demokratie geprägt7.

Zunächst ist Demokratie ein Oberbegriff, der eine Vielzahl politischer Ordnungen bezeichnet, wobei es sich allgemein um „government of the people, by the people and for the people“ handelt8. Demokratie ist damit eine Art der Entscheidungsfindungüber kollektiv verbindliche Regeln,über die die Bevölkerung die Kontrolle besitzt9. In ihrer Idealform soll Demokratie den Willen des Volkes umsetzen und dadurch Legitimation für kollektive Entscheidungen schaffen10.

Kernelemente einer liberalen Demokratie sind das Wahlrecht (und die Wahl zwischen mehreren Alternativen), Repräsentation mit bindenden Gesetzen basierend auf Gleichheit, Toleranz und Pluralismus, sowie Meinungs- und Versammlungsfreiheit genauso wie Selbstbestimmung und Verantwortlichkeit11. Der Schutz von eigenen Rechten wird vielfach instrumentell als Mittel zum individuellen Glück gesehen, um die Zufriedenheit der Bevölkerung zu erreichen12. Andere Autoren heben zusätzlich Fairness und Gerechtigkeit oder Reflektion und Deliberation als wichtige Faktoren hervor13. Das Interesse an einer Minimaldefinition von Demokratie besteht seit einiger Zeit. Dabei betonen Autoren meist Wahlen und universelles Wahlrecht in fairer und geheimer Art, sowie die Garantie politischer Freiheiten und Rechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit, wobei Prozedualität und Kontextabhängigkeit hervorgehoben werden14.

Institutionen bilden in Demokratien den notwendigen Transmissionsriemen und Rahmenüber den Bürger teilhaben können15. Die Institutionen habenüber die Zeit hinweg jedoch variiert und sich in einer Vielzahl politischer Systeme (z.B. föderal oder präsidentiell) niedergeschlagen. Zudem steht Demokratie zwischen Beteiligung und Effizienz oder Output- und Input-Legitimierung16.

Die Entstehung des Demokratiebegriffs hat sich in ihrer historischen Betrachtung aus verschiedenen verengten Ideen zusammengesetzt, von denen einige hier kurz angerissen werden sollen: Plato beurteilte Demokratie zunächst nicht als sinnvolles Konzept, da es an Ordnung und Disziplin fehlte17. Bei Madison existierte noch die strenge Unterscheidung zwischen Republik (also Repräsentationsgedanken) und Demokratie, wobei die Republik (gegenüber der Demokratie) bei höheren Wählerzahlen zu bevorzugen sei18. Durch Locke und Smith wurde der Begriff der liberalen Demokratie dann eng mit dem Individualismus verknüpft19. Der Repräsentationsgedanken floss erst durch Mills und andere, vor allem britische Theoretiker, ein und ersetzte die demokratische Souveränität durch die parlamentarische20.

Auch bei Marx spielt die bürgerliche Demokratie, die dem Zwecke des Kapitals dient und durch eine Revolution entsteht, eine Rolle21. Für Schumpeter wird schließlich Demokratie durch institutionelle Arrangements zum Erreichen politischer Entscheidungen, die Individuen die Macht zur Entscheidung geben und um die Wählergunst streiten, gebildet22.

Diese Auswahl der Vielfältigkeit der Ansätze macht es schwierig, eine einzige, weitreichende Definition von Demokratie zu finden. Nachfolgend soll der Ansatz Dahls, der sich vom Demokratiebegriff löst und den Begriff der Polyarchie einführt, fokussiert werden23. Der Polyarchieansatz basiert auf folgenden Faktoren: Der Freiheit Organisationen zu gründen und ihnen beitreten zu können (1), der Meinungsfreiheit (2), dem Recht zu wählen (3), der Auswahl für öffentliche Ämter (4), dem Recht politischer Führer um Unterstützung und Wählerstimmen zu streiten (5), alternativen Informationsquellen (6), freien und fairen Wahlen (7) sowie dem Rückbezug bei der Umsetzung von Regierungsprogrammen auf Wahlen und andere Meinungsäußerungen(8)24. In einem demokratischen System werden diese Faktoren bestmöglich realisiert.

Herausforderungen für die Demokratie werden durch die Globalisierung, Konflikte zwischen Partizipation und Repräsentation, die Qualifizierung der Bevölkerung (pol. Bildung), die Rolle und besonders die Überbewertung von Wahlen und den fließenden Grenzen zu Nichtdemokratien, die eine Abgrenzung schwieriger werden lassen25, gegeben26. Demokratie wird zudem auf ein westliches Idealbild beschränkt und wird häufig basierend auf diesem Vorbild auf andere Länder und Regionen angewendet27.

Ein klar definierter (National-)Staat mit unumstrittenen Grenzen wird als zusätzliche Bedingung einer Demokratie gesehen28. Die Frage ist, ob diese Bedingung bei zunehmenden Verlusten von Staatlichkeit derartig weiter aufrecht zu halten ist.

Zusammenfassend ist Demokratie ein Prozess, der sich durch mehrere Faktoren auszeichnet und je nach Stärke ihrer Umsetzung besser oder schlechter umgesetzt wird29.

2.1 Demokratischer Frieden

Der demokratische Frieden gilt als Ausgangspunkt der Demokratisierung durch internationale und nationale Akteure, also einer gezielten Einflussnahme zur Demokratie hin. Außerdem begründet er, warum Demokratie international wünschenswert ist.

Er bezieht sich als Strömung des Liberalismus (hier Großtheorie der Internationalen Beziehungen) auf das Individuum, auf Freiheit, Partizipation, Glück und Frieden und begründet die staatlichen Positionen in den internationalen Beziehungen aus internen Faktoren heraus30. Der Liberalismus versucht damit ein staatliches Handeln aus gesellschaftlichen Strukturen, Prozessen und Interessen abzuleiten31.

Die Variante des demokratischen Liberalismus fokussiert die friedenswirksame Funktion von Demokratien und damit Theorien des demokratischen Friedens, wie sie Ernst-Otto Czempiel beschreibt32. Demnach entscheidet das Herrschaftssystem, das wiederum auf Partizipationsgraden und Werteverteilungen beruht33, wie Staaten handeln. Demokratien sind nicht geneigt, Kriege zu beginnen, da Bürger grundsätzlich einen Krieg als negativ wahrnehmen, sie diesen daher vermeiden möchten und sich deren Willen direkt durchsetzt. Diese These wurde dahingehend modifiziert, dass sich Demokratien untereinander als demokratisch wahrnehmen und daher keine Kriege miteinander führen34. Nötig wurde diese Anpassung, da empirische Untersuchungen gezeigt haben, dass Demokratien nicht seltener, jedoch nicht untereinander Krieg führen35.

Als einflussreiche Vertreter der Theorien des demokratischen Friedens gelten besonders Robert Dahl und Ernst-Otto Czempiel.

2.3 Demokratisierung

Demokratisierung ist ein langfristiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Transformationsprozess36. Sie beschreibt die Transformation eines nicht demokratischen Systems zu einer verantwortlichen und repräsentativen Regierungsform37. Demokratisierung ist ebenso wie die Demokratie an sich ein umstrittenes Konzept38.

Eine Minimaldefinition von Demokratisierung erachtet die Einführung von nichtmanipulierten, fairen Wahlen und von Grundnormen, die diese möglich machen, als essentiell, während etwas ausführlichere Ansätze individuelle Rechte oder eine polyarchische Herrschaft anführen39.

Die eigentliche Demokratisierung unterteilt sich in verschiedene Stufen40, die jedoch nicht durchgängig sein müssen und sprunghaft in die eine oder andere Richtung verlaufen können. Hierbei müssen allerdings verschiedene Grundperspektiven betrachtet werden: Wesentlich erscheint zunächst die Unterscheidung zwischen einem bottom up und einem top down Ansatz41. Die Demokratisierung setzt außerdem eine Motivation der Bevölkerung für selbige voraus42. Nach Linz benötigt Demokratie generell die Unterstützung für die Grundideen des Regimes, aber auch die Unterstützung für die Umsetzung in Form des politischen Outputs43. Die Zivilgesellschaft und ein individuelles Engagement bilden zudem ein weiteres wesentliches Element der Demokratie44. Außerdem bildet die Institutionalisierung einen wichtigen Faktor der Demokratie: Ohne effiziente und legitime Institutionalisierung wird nach Hennie Kotzé und Carlos Garcia-Rivero jede Demokratisierung letztlich erfolglos bleiben, selbst wenn die politische Kultur ausgeprägt ist45. Damit einher gehen Forderungen nach stabiler Staatlichkeit46. Darüber hinaus betont Vanhanen den Einfluss von politischer Führung, die selbst unzureichende Voraussetzungen der Zivilgesellschaft ausgleichen kann47.

Auch soll die wirtschaftliche Ebene nicht unbeachtet gelassen werden. Wirtschaftliche Liberalisierung muss kurzfristig nicht zu mehr Demokratie führen, sondern kann in Folge von neuen Einnahmequellen für das Regime zu verstärkten Autoritarismus führen48. Dennoch kann wirtschaftliche Entwicklung für Demokratisierung unterstützend wirken, auch wenn dieser Zusammenhang keinesfalls kausal ist49.

Betrachtet man Machtstrukturen wird als Grundlage für erfolgreiche Demokratie die Streuung von Machtressourcen vorausgesetzt - je weiter, desto wahrscheinlicher wird eine erfolgreiche Demokratisierung50.Außerdem wird bei der Demokratisierung einem „window of opportunity“, also einer einmaligen Möglichkeit basierend auf speziellen Umständen, eine wichtige Rolle zugeordnet51.

Demokratisierung wird also durch ökonomische Entwicklung, Entstehen eines komplexen Staates, das Aufkommen einer starken Arbeiterklasse oder anderer Gruppierungen, die den politischen Wechsel (durch kollektive Aktion) fördern, begünstigt52. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass internationale Demokratisierungsversuche von Bestrebungen um Sicherheitspolitik, Geostrategie und wirtschaftlichen Beziehungen verdrängt werden53. Westliche Demokratiemodelle können zudem nicht auf jedes System angewendet werden, da sie auf der Basis eines zentralisierten, kulturell integrierten Staates beruhen54. Eine Vielzahl an Autoren verweist auf die Einzigartigkeit der Demokratisierung in Europa auf Basis verschiedener Entwicklungsrichtungen und -ideen, die nicht nur von Erfolg sondern auch von Scheitern geprägt war55.

Demokratisierungsbemühungen von außen wie durch die USA, die EU oder einzelner Staaten können außerdem als „identitätsgefährdend“,„neokolonialistisch“ oder „neoimperialistisch“ aufgefasst werden56. Internationale Einflussnahme ist zwar mit geringer Umsetzungsmöglichkeit verbunden und variiert je nach regionalen Gegebenheiten, kann aber bei gezieltem diplomatischen Druck Regierungen in eine bestimmte Richtung leiten57. Außerdem sollen zu demokratisierende Staaten durch internationale Akteure dazu angereizt werden, sich selbstständig zu organisieren, legale Institutionen zu gründen und diese zu stärken (Menschenrechtsorganisationen etc.)58. Demokratisierung von Außen, die nur auf Wahlen fokussiert und von inkonsistenten Demokratisierungspolitiken begleitet wird, ist selten erfolgversprechend, sondern kann sogar die Entstehung hybrider Regime, die auf Scheinwahlen basieren, unterstützen59.

Die Transition zu einer Demokratie ist von der Veränderung bestehender Ordnungen geprägt wobei Demokratisierungsversuche zunächst destabilisierend wirken, da nur einzelne Akteure von Demokratieüberzeugt sind, so dass Kompromisse gefunden werden müssen60. Da bestehende autoritäre Strukturen und Traditionen meist verteidigt werden, bilden parteilose Demokratien, Stammesvorsitzende oder Ältestenräte wichtige und notwendige Strukturen der Demokratisierung, welche Stabilität gewährleisten können61.

Demokratisierung geht in aller Regel nicht vom Staate aus, sondern basiert auf Selbstdemokratisierung des Volkes62. Das Abhalten von freien, kompetitiven Mehrparteienwahlen wird häufig als Beginn einer Demokratisierung gesehen63.

Als Hindernisse für eine Demokratisierung gelten ein starker gegen Demokratie gerichteter Staat -insbesondere patrimoniale Staaten-, Elitenopposition, nichtdemokratische politische Kulturen allgemein, Probleme bei der institutionellen Reform, Nationalitätsprobleme, verringerte Souveränität und geringe Staatskapazität sowie Probleme bei der ökonomischen Reform gesehen64.

[...]


1 Insbesondere liberale Demokratie, Vgl. Bauzon, Kenneth E.: Introduction. Democratization in the Third World - Myth or Reality?, in: Ders. (Hrsg.): Development and Democratization in the Third World. Myths, Hopes, and Realities, Washington 1992, S. 3; Geis, Anna; Brock, Lothar und Mueller, Harald: From Democratic Peace to Democratic War?, in: Peace Review: A journal of social justice, Jg. 19, H.2, 2007, S.157.

2 und versuchen dabei auch schwache Staaten zu demokratisieren: Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten: ein vorsichtiger Schritt vorwärts, in: Weiss, Stefani und Joscha Schmierer (Hrsg.), Prekäre Staatlichkeit und internationale Ordnung. Wiesbaden 2007, S. 367.

3 Zur Definition wird auf den entsprechenden Unterpunkt verwiesen.

4 Zum Begriff der governance: Rosenau, James N.: Governance in a Globalizing World, in: Held, David und McGrew, Anthony(Hrsg.): The Global Transformations Reader. An Introduction to the Globalization Debate, Cambridge und Malden 2000: S.181; Risse, Thomas: Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit. „Failed states“ werden zum zentralen Problem der Weltpolitik, in: Internationale Politik, H.3, 2005, S.12; ausführlich: Benz, Arthur: Einleitung: Governance - Modebegriff oder nützliches sozialwissenschaftliches Konzept?, in: Ders. (Hrsg.): Governance - Regieren in komplexen Regelsystemen. Eine Einführung, Wiesbaden 2004, S.25.

5 Vgl. Zur “polis” Roth, Klaus: Einleitung, in: Massing, Peter und Breit Gotthard (Hrsg.): Demokratietheorien. Von der Antike bis zur Gegenwart, fünfte Aufl., Schwalbach 2004, S. 13; zur griechischen Direktdemokratie auch: Bauzon, Kenneth E.: Development and Democratization in the Third World. Myths, Hopes, and Realities, Washington 1992, S. XV.

6 zur Umstrittenheit des Demokratiekonzepts siehe: Croissant, Aurel: Demokratische Grauzonen: Konturen und Konzepte eines Forschungszweigs, in: Bendel, Petra, Croissant, Aurel und Rüb, Friedbert W. (Hrsg.): Zwischen Demokratie und Diktatur. Zur Konzeption und Empirie demokratischer Grauzonen, Opladen 2002, S. 17.

7 Grugel, Jean: Democratization. A critical introduction, Houndsmill, Basingstoke und Hampshire 2002, S. 17.

8 Lincoln zitiert nach: Schmidt, Manfred G.: Wörterbuch zur Politik, zweite, vollst.überarb. Aufl., Stuttgart 2004, S.147.

9 Dahl, Robert:Democrazy and its critics, New Haven und London, 1989, S.107; Abromeit, Heidrun : Wozu braucht man Demokratie. Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie, Opladen 2002, S.69.

10 Denninger, Erhard: Demokratisierung- Möglichkeiten und Grenzen, in: Demokratisierung - Möglichkeiten und Grenzen. Ein Cappenberger Gespräch, Band 11, Köln und Berlin 1976, S.52;

11 Dazu auch die Ansätze von Moore, Tocqueville und Held, vergleiche: O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy. Revolution and totalitarianism, London 2004, S. 11 u.26; Bobbio, Norberto: Die Zukunft der Demokratie, Berlin 1988, S.10; zur Selbstbestimmung und dem Schutz von Rechten explizit: Dahl, Robert: Democrazy and its critics, S.88f; weitere Ansatzformen: Quaritsch, Helmut: Demokratisierung - Möglichkeiten und Grenzen, in: Demokratisierung - Möglichkeiten und Grenzen. Ein Cappenberger Gespräch, Band 11, Köln und Berlin 1976, S.38; Bauzon, Kenneth E.: Introduction, S. 16.

12 Dahl, Robert:Democrazy and its critics, S.94.

13 Abromeit, Heidrun: Wozu braucht man Demokratie, S.166f.; Dahl, Robert:Democrazy and its critics, S.91 u.93.

14 Für einen Überblick verschiedener Ansätze : O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 23; Abromeit, Heidrun : Wozu braucht man Demokratie. Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie, Opladen 2002, S.165ff.

15 Grugel, Jean: Democratization, S. 7.

16 Abromeit, Heidrun : Wozu braucht man Demokratie. Die postnationale Herausforderung der Demokratietheorie, Opladen 2002, S.15.

17 Bauzon, Kenneth E.: Development and Democratization in the Third World. Myths, Hopes, and Realities, Washington 1992, S. XV.

18 O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 49f.

19 Bauzon, Kenneth E.: Development and Democratization in the Third World, S. XVI.

20 Dahl, Robert:Democrazy and its critics, S.93; Grugel, Jean: Democratization, S. 14ff u. 23.

21 O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy.Revolution and totalitarianism, London 2004, S. 15.

22 Schumpeter nach: O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 24.

23 Zur Begründung wird auf den Unterschied zwischen demokratischen Idealen und realer Demokratie verwiesen: Bobbio, Norberto: Die Zukunft der Demokratie, S.12ff.

24 Dahl nach: O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 24; Grugel, Jean: Democratization, S. 19.

25 vor allem angesichts der Vielzahl der Faktoren und der gestiegenen Anzahl an Regimetypen.

26 Zur Globalisierung: McGrew, Anthony: Democrazy beyond Borders?, in: Held, David und McGrew, Anthony (Hrsg.): The Global Transformations Reader. An Introduction to the Globalization Debate, Cambridge und Malden 2000, S.407; zu Widersprüchen mit dem Repräsentationsgedanken (Repräsentation als Filter): Abromeit, Heidrun : Wozu braucht man Demokratie, S.78; zur Qualifikation der Bevölkerung: Dahl, Robert:Democrazy and its critics, S.97; zur Überbewertung von Wahlen: Grugel, Jean: Democratization, S. 22; und zur schwierigen Abgrenzung: O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 3 und Croissant, Aurel: Demokratische Grauzonen, S. 12ff.

27 Grugel, Jean: Democratization, S. 21.

28 Grugel, Jean: Democratization, S. 80; Hippler, Jochen: Failed States und Globalisierung, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 28-29/2005, S.3; Abromeit, Heidrun : Wozu braucht man Demokratie, S.116.

29 Für einen Überblicküber die Faktoren siehe Abb. 1.

30 Krell, Gert: Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen, 3.erw. Auflage, Baden-Baden 2004, S. 182f.

31 Schieder, Siegfried: Neuer Liberalismus, in: Ders. und Spindler, Manuela (Hrsg.): Theorien der internationalen Beziehungen, zweite,überarb. Auflage, Opladen und Farmington Hills 2006, S.176.

32 Czempiel, Ernst-Otto: Friedensstrategien. Eine systematische Darstellung außenpolitischer Theorien von Machiavelli bis Madariaga, zweite, aktual. undüberarb. Aufl., Opladen 1998; zu nennen sind auch fruehe kantsche Theorien: Williams, Michael C.: The Discipline of the Democratic Peace: Kant, Liberalism and the Social Construction of Security Communities, in: European Journal of International Relations, Jg.7, H.4, 2001, S.531ff.

33 Krell, Gert: Weltbilder und Weltordnung, S. 195 u.198; zur Umsetzung des Staatsinteresses in Demokratien: Keohane, Robert O.: Sovereignty in International Society, in: Held, David und McGrew, Anthony(Hrsg.): The Global Transformations Reader. An Introduction to the Globalization Debate, Cambridge und Malden 2000, S.115.

34 sowie in gemeinsame normative Institutionen eingebettet sind: Geis, Anna; Brock, Lothar und Mueller, Harald: From Democratic Peace to Democratic War?, S.162; explizit zur Wahrnehmung als “doves” nach Bueno de Mesquita: Starr, Harvey: Democrazy and War: Choice, Learning and Security Communities, in: Journal of Peace Research, Vol. 29, H. 2, 1992, S.208.

35 zur Nichtkriegsführung unter Demokratien und dem Bezug zu Kant: Axworthy, Thomas S.: Democrazy and Development: Luxury or Necessity ,in: Bauzon, Kenneth E.(Hrsg.): Development and Democratization in the Third World. Myths, Hopes, and Realities, Washington 1992, S. 114; zur Empirie des demokratischen Friedens und zum demokratischen Krieg: Geis, Anna; Brock, Lothar und Mueller, Harald: From Democratic Peace to Democratic War?, S.157ff; Starr, Harvey: Democrazy and War, S.207.

36 Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten, S. 365; Grugel, Jean: Democratization. A critical introduction, Houndsmill, Basingstoke und Hampshire 2002, S. 1.

37 Grugel, Jean: Democratization, S. 3.

38 Ders., S. 4; Sandbakken, Camilla: The Limits to Democracy Posed by Oil Rentier States: The Cases of Algeria, Nigeria and Lybia, in: Democratization, Jg. 13, H. 1, 2007, S. 136.

39 Grugel, Jean: Democratization, S. 5.

40 siehe Abb. 2, sowie: Vanhanen, Tatu: Strategies of Democratization, Washington 1992, S. 165

41 Gillespie, Richard und Youngs, Richard: Themes in European Democracy Promotion, in: Dies. (Hrsg.): The European Union and democracy promotion: The Case of North Africa, London 2002, S.3.

42 Faath, Sigrid: Internationale Demokratieförderung seit dem 11. September 2001, S.15; Hinnebusch, Raymond: Authoritarian Persistence, Democratization Theory and the Middle East: An Overview and Critique, in: Democratization, Jg. 13, H.3, 2006, S.377.

43 Kotzé, Hennie und Garcia-Rivero, Carlos: Democracy and Islam in the Arab World: Lessons from Algeria, in: Comparative Sociology, Jg. 5, H.4, 2006, S.328f.

44 Putman nach: O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 35f; zur Zivilgesellschaft siehe auch: Grugel, Jean: Democratization 2002, S. 28.

45 Kotzé, Hennie und Garcia-Rivero, Carlos: Democracy and Islam in the Arab World, S.331; Croissant, Aurel: Demokratische Grauzonen, S. 23.

46 Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten, S. 375.

47 Vanhanen, Tatu: Strategies of Democratization, Washington 1992, S. 157.

48 Hinnebusch, Raymond: Authoritarian Persistence, S.384f.

49 Sandbakken, Camilla: The Limits to Democracy Posed by Oil Rentier States, S. 136; Vanhanen, Tatu: Strategies of Democratization, Washington 1992, S. 164.

50 Croissant, Aurel: Demokratische Grauzonen, S. 24.

51 Arenhövel, Marc: Transitology revisited: Vorsichtige Schlussfolgerungen azs deb erfolgreichen Demokratisierungsprozessen in Südeuropa, in: Bendel, Petra, Croissant, Aurel und Rüb, Friedbert W. (Hrsg.): Zwischen Demokratie und Diktatur. Zur Konzeption und Empirie demokratischer Grauzonen, Opladen 2002, S. 172.

52 Grugel, Jean: Democratization, S. 65.

53 Faath, Sigrid: „Globale Demokratisierung“ als außenpolitisches Ziel, S.35.

54 Trotha, Trutz von und Rösel, Jakob: < Nous N’avons pas besoin d’Etat.> Dezentralisierung und Demokratisierung zwischen neoliberaler Modernisierungsforderung, Parastaatlichkeit und politischem Diskurs, in: Diess. (Hrsg.): Dezentralisierung, Demokratisierung und die lokale Repraesentation des Staates. Décentralisation, démocratisation, et les représentations locales de la force publique. Theoretische Kontroversen und empirische Forschungen. Débats théoretiques et recherches empiriques, Köln, 1999, S.29f; Debiel, Tobias: Fragile Staaten als Problem der Entwicklungspolitik, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 28-29/2005, S.13.

55 für eine historische Betrachtung der Demokratisierung Europas: Kaelble, Hartmut: Wege zur Demokratie. Von der französischen Revolution zur Europäischen Union, München 2002.

56 Faath, Sigrid: Internationale Demokratieförderung seit dem 11. September 2001, S.16; Trotha, Trutz von und Rösel, Jakob: < Nous N’avons pas besoin d’Etat.>, S.19.

57 Z.B. Sanktionen oder Kredite: Bauzon, Kenneth E.: Introduction, S. 5f; Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten, S. 375. Levitsky, Steven und Way, Lucan A.: Linkage versus Leverage: Rethinkinh the International Dimension of Regime Change [Campell Public Affairs Institute - Sawyer Law and Politics Program], New Work 2005, S.79, siehe auch das linkage-leverage Konzept bei Levitsky/Way.

58 Bauzon, Kenneth E.: Introduction, S. 6.

59 Levitsky, Steven und Way, Lucan A.: Linkage versus Leverage, S.5f.

60 Grugel, Jean: Democratization, S. 63; Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten, S. 375; O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 30.

61 Rösel, Jakob: Decentralization: Some critical remarks on an ideal and a strategy, S.94f; Klemp, Ludger und Poeschke, Roman: Good Governance gegen Armut und Staatsversagen, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 28-29/2005, S.22

62 Quaritsch, Helmut: Demokratisierung, S.32.

63 Grugel, Jean: Democratization, S. 71.

64 O’Kane, Rosemary H.T.: Paths to democrazy, S. 31; Reijne, Miriam und Rouverouy van Nieuwaal, E. Adrian van: Illusion of power. Actors in Search of Power in a Prefectural Area in Central Togo, in: Trotha, Trutz von und Rösel, Jakob (Hrsg.): Dezentralisierung, Demokratisierung und die lokale Repräsentation des Staates. Décentralisation, démocratisation, et les représentations locales de la force publique. Theoretische Kontroversen und empirische Forschungen. Débats théoretiques et recherches empiriques, Köln, 1999, S.177; Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten, S. 373.

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Details

Titel
Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?
Untertitel
Möglichkeiten lokaler Demokratie
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1
Autor
Jahr
2008
Seiten
30
Katalognummer
V186819
ISBN (eBook)
9783869434490
ISBN (Buch)
9783656991038
Dateigröße
701 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grenzen, demokratisierung ist, staat, möglichkeiten, demokratie
Arbeit zitieren
Jan Refle (Autor), 2008, Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186819

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