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Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?

Möglichkeiten lokaler Demokratie

Título: Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?

Trabajo Escrito , 2008 , 30 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Jan Refle (Autor)

Política - Sistemas políticos en general y en comparación
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Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten lokaler Demokratie in gescheiterten Staaten als Möglichkeit der Demokratisierung.
[...]
Demokratie gilt mittlerweile als universelles Konzept und wird gemeinhin als bestmögliche Regierungsform angesehen, weshalb eine globale Verbreitung als wünschenswert erscheint1. Besonders westliche Mächte wie die USA haben sich in ihrer durch Demokratie geprägter Geschichte um eine Verbreitung der demokratischen Grundsätze eingesetzt, nicht zuletzt durch herausragende Staatslenker wie Woodrow Wilson. Auch heutzutage erheben demokratische Staaten den Anspruch auf eine Expansion des demokratischen Lagers2.
Nun ist Demokratie nicht gleich Demokratie, da jedes Land unterschiedliche Voraussetzungen aufzuweisen hat. Ebenso wenig ist Demokratisierung überall gleich erfolgreich, womit die Frage nach den Grenzen der effektiven Demokratisierung aufgeworfen wird. Diese Grenzen einer Demokratisierung treten heutzutage beispielsweise im Irak deutlich zu Tage. Die vorliegende Arbeit greift diese Punkt auf, indem sie die Grenzen einer Demokratisierung ausleuchtet. Dabei sollen besonders so genannte „failed states“ und fragile Staaten fokussiert werden3. Dies sind Staaten, die sich scheinbar einer Demokratisierung widersetzen.
[...]
1 Insbesondere liberale Demokratie, Vgl. Bauzon, Kenneth E.: Introduction. Democratization in the Third World – Myth or Reality?, in: Ders. (Hrsg.): Development and Democratization in the Third World. Myths, Hopes, and Realities, Washington 1992, S. 3; Geis, Anna; Brock, Lothar und Mueller, Harald: From Democratic Peace to Democratic War?, in: Peace Review: A journal of social justice, Jg. 19, H.2, 2007, S.157.
2 und versuchen dabei auch schwache Staaten zu demokratisieren: Ottaway, Marina: Demokratieexport in prekäre Staaten: ein vorsichtiger Schritt vorwärts, in: Weiss, Stefani und Joscha Schmierer (Hrsg.), Prekäre Staatlichkeit und internationale Ordnung. Wiesbaden 2007, S. 367.
3 Zur Definition wird auf den entsprechenden Unterpunkt verwiesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Demokratie

2.2 Demokratischer Frieden

2.3 Demokratisierung

2.4 failed states

3 Methodik

4 Analyse

4.1 Demokratie und gescheiterte Staaten

4.2 lokale Demokratie

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Fragestellung, ob gescheiterte Staaten ("failed states") auf lokaler Ebene demokratisierbar sind. Dabei wird analysiert, inwiefern Ansätze lokaler Demokratie, die jenseits staatlicher Strukturen ansetzen, als Alternative zur gescheiterten nationalen Demokratisierung dienen können, wobei insbesondere die Hindernisse durch fehlende Staatlichkeit und Gewaltakteure kritisch beleuchtet werden.

  • Analyse der Vereinbarkeit von Demokratiekonzepten mit fragiler Staatlichkeit
  • Untersuchung der Rolle lokaler Governance und autonomer demokratischer Strukturen
  • Kritische Reflexion internationaler Demokratieförderung in instabilen Staaten
  • Evaluation der Erfolgsbedingungen für lokale demokratische Partizipation unter widrigen Umständen

Auszug aus dem Buch

4.1 Demokratie und gescheiterte Staaten

Zunächst soll die Vereinbarkeit von Demokratie und failed states diskutiert werden: Anhand der acht Faktoren von Dahl (2.1) wird erläutert in wie weit Demokratie möglich ist. Zunächst ist in gescheiterten Staaten die Assoziationsfreiheit (1) von der Macht anderer Akteure abhängig. Der Staat kann diese Freiheit nicht garantieren und ob andere Akteure das wollen, hängt von deren Befürchtungen um ihre Machtposition ab. So könnten herrschende Gewaltakteure sich grundsätzlich gegen die Gründung von Organisationen stellen. Befinden wir uns in einem herrschaftslosen Raum, ist die Freiheit der Versammlung gegeben, obwohl es keinen gibt, der diese garantiert. Andererseits ist das Interesse an Versammlungen womöglich eher gering, wenn das eigene Überleben wichtiger erscheint.

Ähnlich verhält es sich mit der Meinungsfreiheit (2). Diese kann von niemandem garantiert werden und zudem fehlt eine breite Öffentlichkeit. Die einzig denkbare Möglichkeit für Demokratisierung in gescheiterten Staaten wären Regionen, die ohne jegliche Herrschaft in einer Art Naturzustand belassen worden sind und an denen Gewaltakteure auch kein Interesse haben. Die Meinungsfreiheit ist womöglich nicht das wichtigste Gut in zerfallenen Staaten, da zunächst das eigene Überleben im Vordergrund steht. Das Wahlrecht (3) wird in gescheiterten Staaten weder garantiert noch existieren überhaupt die Institutionen für deren Durchführung. Korruption und patrimoniale Systeme von Akteuren würden selbst bei Wahlmöglichkeiten zweifelhafte Ergebnisse hervorrufen.

Wiederum eine Möglichkeit der Demokratisierung durch Wahlen wäre eine Umsetzung in begrenztem Rahmen, z.B. auf lokaler Ebene, dort sind Wahlmöglichkeiten aber eingeschränkter. Damit zusammenhängend fehlt womöglich auch ein demokratisches Verständnis. Die Idee einer lokalen Polis bei adäquater lokaler problembezogener Umsetzung erscheint dennoch verlockend. Die Auswahl öffentlicher Ämter, (4) kann auf Grund fehlender Staatsstrukturen nicht gegeben sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Demokratisierung in gescheiterten Staaten und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage.

2 Theoretische Grundlagen: Definition zentraler Begriffe wie Demokratie, demokratischer Frieden, Demokratisierung und die Einordnung des Konzepts "failed states".

3 Methodik: Erläuterung des deduktiven Vorgehens und der vergleichenden, interpretativen Betrachtung anhand eines fiktiven Modellstaates.

4 Analyse: Untersuchung der Vereinbarkeit von Demokratieprinzipien mit den Realitäten in gescheiterten Staaten sowie Diskussion regionaler Demokratisierungsansätze.

5 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse, die eine lokale Demokratisierung als eher unwahrscheinlich oder nur unter sehr spezifischen Bedingungen als möglich bewerten.

Schlüsselwörter

Demokratisierung, gescheiterte Staaten, failed states, lokale Demokratie, Governance, fragile Staatlichkeit, Demokratieförderung, politische Partizipation, Staatsversagen, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltmonopol, Zivilgesellschaft, Legitimität, Polyarchie, Transformationsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grenzen der Demokratisierung und prüft, ob gescheiterte Staaten, in denen zentrale staatliche Funktionen nicht mehr gewährleistet sind, dennoch auf lokaler Ebene demokratisierbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Demokratie und Staatsversagen, die Rolle von Governance-Konzepten in Räumen begrenzter Staatlichkeit sowie die Möglichkeiten und Grenzen lokaler politischer Partizipation.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet: Sind gescheiterte Staaten auf lokaler Ebene demokratisierbar?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein deduktives Vorgehen und stellt eine vergleichende, interpretative Analyse an, wobei auf Basis der Literatur ein fiktiver gescheiterter Modellstaat als Untersuchungsgrundlage dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte (Demokratie, Demokratisierung, failed states) und die anschließende Analyse, in der die theoretischen Kriterien für Demokratie an die Bedingungen der untersuchten Staaten gespiegelt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Kernthema "failed states" sind die Begriffe "Demokratisierung", "lokale Demokratie", "Governance" und "Staatlichkeit" für das Verständnis der Arbeit essenziell.

Warum wird Demokratisierung in gescheiterten Staaten als so schwierig eingeschätzt?

Die Autorin argumentiert, dass das Fehlen staatlicher Institutionen, das mangelnde Gewaltmonopol und die Existenz gewaltbereiter Akteure grundlegende Voraussetzungen für demokratische Prozesse (wie Wahlen oder Versammlungsfreiheit) verhindern.

Welche Rolle spielt die "lokale Ebene" in der Argumentation?

Die lokale Ebene wird als mögliche, wenngleich hypothetische Nische betrachtet, in der durch bottom-up Ansätze oder bestehende lokale Strukturen (wie Dorfgemeinschaften) eine gewisse politische Teilhabe oder Verteilungsgerechtigkeit erreicht werden könnte, auch wenn ein Übergreifen auf die nationale Ebene schwierig bleibt.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?
Subtítulo
Möglichkeiten lokaler Demokratie
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
1
Autor
Jan Refle (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
30
No. de catálogo
V186819
ISBN (Ebook)
9783869434490
ISBN (Libro)
9783656991038
Idioma
Alemán
Etiqueta
grenzen demokratisierung ist staat möglichkeiten demokratie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Refle (Autor), 2008, Grenzen der Demokratisierung - Ist ein gescheiterter Staat noch demokratisierbar?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/186819
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