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Agrarpolitik und Ernährungssituation in der Schweiz

Titel: Agrarpolitik und Ernährungssituation in der Schweiz

Hausarbeit , 2012 , 14 Seiten

Autor:in: B. Sc. Jana Bösche (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Agrar- und Ernährungssektor der Schweiz ist seit mehreren Jahren einem enormen Wandel unterworfen. Die einst sehr stark geschützte und nach außen hin fast vollständig abgegrenzte Landwirtschaft steht heute verstärkt dem internationalen Wettbewerb gegenüber und die aktuelle Agrarpolitik strebt eine zunehmende Liberalisierung der Schweizer Agrar- und Lebensmittelmärkte an. Die Ernährungssituation der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren ebenfalls stark verändert. Das reiche Nahrungsmittelangebot führte zu Überkonsum, Fehlernährung und Übergewicht. Übergewichtsbedingte Krankheiten stellen daher heute ein großes Problem für das Schweizer Gesundheitssystem dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Infos zum Schweizer Agrarsektor

3. Ernährungssituation in der Schweiz

4. Agrarpolitik

4.1. Entwicklung der Schweizer Agrarpolitik

4.2. Direktzahlungen und Protektion

5. Aktuelle Situation

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den strukturellen Wandel des Schweizer Agrarsektors im Kontext der zunehmenden Marktliberalisierung und analysiert gleichzeitig die damit einhergehenden Veränderungen der Ernährungssituation der Bevölkerung, insbesondere im Hinblick auf gesundheitliche Herausforderungen wie Übergewicht.

  • Wandel der Schweizer Landwirtschaft im internationalen Wettbewerb
  • Entwicklung und Instrumente der Schweizer Agrarpolitik
  • Auswirkungen von Preisstützungen und Direktzahlungen
  • Ernährungsverhalten und ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken
  • Debatte um das Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich (FHAL)

Auszug aus dem Buch

4.2. Direktzahlungen und Protektion

Derzeit wird die Schweizer Landwirtschaft von einem eigenen Gesetz, einem Verfassungsartikel und zahlreichen Verordnungen reglementiert (vgl. VIMENTIS 2005). Das System der nicht produktgebundenen Direktzahlungen bildet die Basis der Schweizer Agrarpolitik.

Direktzahlungen sind produktungebundene Subventionen, die den Bauern für Leistungen zugunsten des allgemeinen Wohls der Bevölkerung gezahlt werden und deren Auszahlung an bestimmte ökologische Auflagen gebunden ist. Unterschieden werden allgemeine Direktzahlungen - gebunden an die landwirtschaftliche Nutzfläche und Haltung rauhfutterverzehrender Tiere - und ökologische Direktzahlungen für besondere Leistungen und freiwillige Teilnahme an Programmen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. In den Bergregionen werden zusätzliche Beträge zum Ausgleich erschwerter Produktionsbedingungen gezahlt (vgl. BLW 2004).

Obwohl der Schutz nach außen zunehmend abgebaut wird und die Landwirte verstärkt einem internationalen Wettbewerb gegenüber stehen, weist der Agrarsektor nach wie vor eine hohe Protektionsrate auf. Die Erzeugerstützung (Producer Support Estimate, PSE) lag 2006-2008 bei 60%. Im Vergleich dazu betrug der OECD-Durchschnitt im gleichen Zeitraum lediglich 23%. 1986-1988 betrugen die Zahlungen für einzelne Produkte (Single Commodity Transfer, SCT) 86% des gesamten PSE. Diese konnten bis 2006-2008 auf 51% gesenkt werden. Die Produkte mit den höchsten SCT waren Raps, Eier und Geflügel. Die Erzeugnisse mit der geringsten Stützung waren Mais, Weizen und andere Getreidesorten (vgl. Abb. 4). Der finanzielle Aufwand für Stützungszahlungen gemessen am BIP (Total Support Estimate, TSE) betrug im Zeitraum 2006-2008 1,3 % und somit nur noch etwa ein Drittel der Kosten der Jahre 1986-1988 (vgl. OECD 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Schweizer Landwirtschaft vom geschützten Sektor hin zum internationalen Wettbewerb und skizziert die Problematik ernährungsbedingter Krankheiten durch Überkonsum.

2. Allgemeine Infos zum Schweizer Agrarsektor: Dieses Kapitel beschreibt die Bedeutung der Landwirtschaft für die Landschaftspflege, den Rückgang der Beschäftigtenzahlen sowie die Abhängigkeit der Schweiz von Agrarimporten.

3. Ernährungssituation in der Schweiz: Der Fokus liegt hier auf dem Ernährungsverhalten der Bevölkerung, steigenden Gesundheitskosten durch Adipositas und den präventiven Maßnahmen zur Förderung einer gesunden Lebensweise.

4. Agrarpolitik: Dieser Abschnitt analysiert die historische Entwicklung der Agrarpolitik, den Übergang von Preisgarantien zu Direktzahlungen sowie die Protektionsmechanismen des Sektors.

4.1. Entwicklung der Schweizer Agrarpolitik: Hier wird der Prozess der Liberalisierung durch Freihandelsabkommen mit der EU sowie die agrarstrukturellen Reformen seit den 1990er Jahren erläutert.

4.2. Direktzahlungen und Protektion: Das Kapitel erläutert das System der produktungebundenen Subventionen und analysiert das Schutzniveau der Schweizer Landwirtschaft im Vergleich zum OECD-Durchschnitt.

5. Aktuelle Situation: Es wird die Agrarpolitik 2014-2017 sowie die kontroverse Debatte um ein mögliches weiteres Freihandelsabkommen (FHAL) mit der EU thematisiert.

Schlüsselwörter

Schweiz, Agrarpolitik, Landwirtschaft, Ernährungssituation, Liberalisierung, Direktzahlungen, Freihandelsabkommen, Protektion, Importabhängigkeit, Adipositas, Gesundheitskosten, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Agrarsektor, Kulturlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel zwischen dem Wandel der Schweizer Agrarpolitik und der aktuellen Ernährungssituation der Bevölkerung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Hauptthemen umfassen die Strukturveränderungen des Schweizer Agrarsektors, politische Steuerungsinstrumente wie Direktzahlungen sowie ernährungsphysiologische Aspekte und Präventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Transformationsprozess des Sektors unter dem Druck internationaler Liberalisierung und die Auswirkungen auf die heimische Produktion sowie die Ernährungsgewohnheiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Sekundärdaten, Agrarberichten und offiziellen Statistiken von Institutionen wie dem BLW, dem BFS und der OECD.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Agrarsektors, eine Analyse der Ernährungssituation, die Erläuterung agrarpolitischer Reformen sowie die aktuelle politische Debatte um weitere Liberalisierungsschritte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten charakterisieren?

Agrarpolitik, Schweiz, Liberalisierung, Direktzahlungen, Ernährung, Adipositas und Freihandelsabkommen sind die maßgeblichen Begriffe.

Wie hoch sind die Kosten für ernährungsbedingte Folgeerkrankungen in der Schweiz?

Im Jahr 2006 beliefen sich die Kosten in Zusammenhang mit Übergewicht und Adipositas auf etwa 5,8 Milliarden Schweizer Franken.

Warum wird das geplante Freihandelsabkommen FHAL von konservativen Landwirten kritisiert?

Die Kritiker befürchten durch die Liberalisierung einen Rückgang des bäuerlichen Einkommens, eine Schwächung der inländischen Produktion und eine Gefährdung der einheimischen Verarbeitungsindustrie.

Welche Rolle spielen Direktzahlungen in der heutigen Schweizer Agrarpolitik?

Direktzahlungen dienen als zentrales, produktungebundenes Instrument, um landwirtschaftliche Leistungen für das Gemeinwohl, wie z.B. die Landschaftspflege und ökologische Ziele, zu vergüten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Agrarpolitik und Ernährungssituation in der Schweiz
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Autor
B. Sc. Jana Bösche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V187000
ISBN (eBook)
9783656104506
ISBN (Buch)
9783656104216
Sprache
Deutsch
Schlagworte
agrarpolitik ernährungssituation schweiz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. Sc. Jana Bösche (Autor:in), 2012, Agrarpolitik und Ernährungssituation in der Schweiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187000
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Leseprobe aus  14  Seiten
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