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Tugenthafte maget und zarte lîp. - Zur Emotionsdarstellung der Frauenfiguren Angelburg und Jeromê im Roman „Friedrich von Schwaben“.

Título: Tugenthafte maget und zarte lîp. - Zur Emotionsdarstellung der Frauenfiguren Angelburg und Jeromê im Roman „Friedrich von Schwaben“.

Trabajo Escrito , 2010 , 16 Páginas

Autor:in: Fraenze Gade (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Im folgenden soll anhand zweier zentraler Frauenfiguren im Roman „Friedrich von Schwaben“ untersucht werden, inwiefern die Konzeption von Identität durch Emotionsdarstellungen im Text konstruiert und vermittelt werden. Maßgebend für die Untersuchungen sind dabei die verbalen und nonverbalen Gefühlsausdrücke der Figuren Angelburg und Jerome, sowie der Entwurf beider Frauenfiguren und deren Verhältnis zueinander. Die Analyse konzentriert sich dabei vor allem auf die gegensätzliche Figurenkonzeption und ihrem Minneverhalten in der Beziehung zu Friedrich. Im Zentrum steht dabei die These, dass mittels verbaler Äußerungen und Körperinszenierungen, die vollkommende Tugendhaftigkeit der Angelburg, und die raffinierte Sinnlichkeit der Jerome als alternative Figurenkonzepte gegenübergestellt werden. Abschließend soll diskutiert werden, inwieweit Emotionsdarstellungen zur Bildung von Stereotypen und Geschlechterkonzepten beitragen können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Tugenthafte maget und zarte lîp – Tugendhaftigkeit und Sinnlichkeit

2.1 junckfrœlich êr – Inbegriff der Keuschheit

2.2 Die Zwergenkönigin Jerome als alternative Figurenkonzeption

3.Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion von Emotionen im Minne- und Abenteuerroman "Friedrich von Schwaben". Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Zentrum, inwiefern durch die Emotionsdarstellung der beiden zentralen Frauenfiguren Angelburg und Jerome Identitätskonzepte konstruiert sowie gesellschaftliche Normen vermittelt werden.

  • Rolle und Funktion von Emotionen in mittelalterlichen Texten
  • Analyse der Figurenkonzeption von Angelburg als tugendhafter Idealtypus
  • Untersuchung der Zwergenkönigin Jerome als Kontrastfigur mit Fokus auf Sinnlichkeit
  • Zusammenhang zwischen Körperinszenierungen und Minneempfinden
  • Konstruktion von Geschlechterkonzepten und gesellschaftlicher Ordnung

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Zwergenkönigin Jerome als alternative Figurenkonzeption

Die gesamte Jerome Episode bot Anlass für zahlreiche Diskussionen und Spekulationen über deren Ursprung29, und obwohl die Figur der Zwergenkönigin in allen sieben Handschriften vorkommt, kamen „Ende des 19. Jahrhunderts Zweifel an der Ursprünglichkeit“30 der Episode auf. Die Debatte, ob die Jerome Episode zum Ursprungsbestand des Romans gezählt werden kann, soll hier keine Berücksichtigung finden, vielmehr wird eine zentrale Bedeutung dieser komplexen Episode vorangestellt.

Bei der Beschreibung einer vorbestimmten, idealen Herrscherehe, verweist Klaus Ridder eindringlich auf die „wesentlichen Voraussetzungen dieser Minne“31, nur wenn die sich liebenden Menschen gleicher Natur sind, kann von einer natürlichen Vorbestimmung füreinander ausgegangen werden. Die Minne gilt außerdem als verfehlt, wenn sie durch niedere Absichten wie etwa ökonomischen Interessen oder sexueller Begierde motiviert ist. Dahingehend scheint zunächst die Beziehung zwischen Jerome und Friedrich als illegitime und unerfüllte Minne, zumal Jerome als Zwergin aus einem nicht-weltlichen Reich in ihrer Konzeption der verführerischen Königin nicht dem Ideal der Herrschergattin entspricht. Erst viel später nach der Annäherung an Angelburgs Handlungsweisen32 und aufgrund der Gefährdung Friedrichs rechtmäßiger Herrschaft durch den Tod Angelburgs, kann die Minnebeziehung mit einer veränderten Jerome, im Sinne einer gemäßigten Herrschergattin, erfüllt und legitimiert werden.

Die Entwicklung der Frauenfigur Jerome und deren Verhältnis zur tugendhaften Angelburg sollen in den folgenden Überlegungen skizziert werden, indem die ästhetischen Strategien zur Emotionsdarstellung exemplarisch auf die Figurenkonzeption bezogen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die mediävistische Emotionsforschung ein und definiert Emotionen als performative Handlungen, die maßgeblich zur Etablierung und Stabilisierung gesellschaftlicher Normen beitragen.

2. Tugenthafte maget und zarte lîp – Tugendhaftigkeit und Sinnlichkeit: Hier erfolgt eine detaillierte Inhaltsangabe sowie die Analyse der Frauenfiguren, wobei die Gegensätzlichkeit zwischen der tugendhaften Angelburg und der sinnlich konzipierten Jerome herausgearbeitet wird.

2.1 junckfrœlich êr – Inbegriff der Keuschheit: Dieses Kapitel widmet sich der Figur der Angelburg, die als Idealtypus der keuschen und passiven Herrschergattin gezeichnet wird, deren Identität durch den Verzicht auf Sinnlichkeit konstituiert ist.

2.2 Die Zwergenkönigin Jerome als alternative Figurenkonzeption: Dieser Abschnitt beleuchtet die Jerome-Figur als komplexen Gegenentwurf, deren anfängliche sinnliche Unangemessenheit durch eine Läuterung im Verlauf der Erzählung in ein moralisch vorbildliches Konzept überführt wird.

3.Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung fasst die ästhetischen Strategien der Emotionsdarstellung zusammen und betont, dass die Frauenbilder des Romans als Reflexion zeitgenössischer Vorstellungen über weibliche Identität und gesellschaftliche Ordnung dienen.

Schlüsselwörter

Friedrich von Schwaben, Minne, Emotionen, Performativität, Angelburg, Jerome, Tugendhaftigkeit, Sinnlichkeit, Mittelalter, Figurenkonzeption, Gender, Herrschergattin, Körperinszenierung, Identität, Normenvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung von Emotionen im mittelalterlichen Roman "Friedrich von Schwaben" und analysiert deren Funktion für die Konstruktion von Frauenfiguren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören das höfische Minneverständnis, die performative Bedeutung von Gefühlsausdrücken sowie die Entwürfe von Geschlechterrollen im Mittelalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Gestaltung von Emotionen im Text Identitätskonzepte vermittelt werden und in welchem Verhältnis die Frauenfiguren Angelburg und Jerome zueinanderstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung der historischen Emotionsforschung und der Theorie der Performativität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konträren Figurenkonzepte der Angelburg als tugendhafte Gattin und der Jerome als sinnlich geprägte Zwergenkönigin mittels konkreter Textbelege.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Minne, Performative Dimension, Tugendhaftigkeit, Sinnlichkeit, Körperinszenierung und gesellschaftliche Ordnung.

Warum spielt die Figur der Jerome eine besondere Rolle für die Autorin?

Die Jerome-Episode gilt als komplexer Gegenentwurf zur Idealkonzeption der Angelburg und ermöglicht durch ihre Entwicklung eine kritische Auseinandersetzung mit moralischen Normen.

Welche Bedeutung kommt dem Körper in der Untersuchung zu?

Der Körper wird als Medium für Gefühlsausdrücke verstanden, wobei Gestik, Mimik und psychosomatische Leiden als Beweise für die Intensität der Emotionen der Figuren dienen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Mutterschaft zwischen den beiden Frauen?

Die Arbeit zeigt, dass die Darstellung der Schwangerschaft und Geburt bei Angelburg eher funktional und knapp erfolgt, während sie bei Jerome emotional aufgeladen ist, um das außereheliche Kind zu legitimieren.

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Detalles

Título
Tugenthafte maget und zarte lîp. - Zur Emotionsdarstellung der Frauenfiguren Angelburg und Jeromê im Roman „Friedrich von Schwaben“.
Universidad
Free University of Berlin
Autor
Fraenze Gade (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V187142
ISBN (Ebook)
9783656103349
Idioma
Alemán
Etiqueta
ÄDL Friedrich von Schwaben Emotionsforschung Geschlecht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Fraenze Gade (Autor), 2010, Tugenthafte maget und zarte lîp. - Zur Emotionsdarstellung der Frauenfiguren Angelburg und Jeromê im Roman „Friedrich von Schwaben“., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187142
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