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Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung im neuen Hamburger Stadtteil HafenCity

Eine Bestandsanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Immobilienleerstände

Titel: Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung im neuen Hamburger Stadtteil HafenCity

Bachelorarbeit , 2011 , 75 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Isabella Melchert (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Waterfront Development, ein Begriff, der die Immobilienwirtschaft des 21. Jahrhunderts prägt und die Entwicklung eines Hafenviertels durch städtische Revitalisierung brachgefallener, alter oder gebrauchsloser Hafenanlagen beschreibt. Auf diese Weise entsteht auch die HafenCity in Hamburg – ein Prestigeprojekt, welches mindestens europaweit Anerkennung findet. Der neue Stadtteil gliedert sich in zehn einzigartige Quartiere, die von Westen nach Osten und von Norden nach Süden realisiert werden. Durch die Internationalität, die in allen Quartieren repräsentiert wird, gewinnt die HafenCity eine offene Darstellung. Sie etabliert sich als eines der markantesten Stadtentwicklungsvorhaben in Wasserlage weltweit und gilt als Paradebeispiel einer Waterfrontentwicklung. Die HafenCity befindet sich in perfekter Lage zwischen Elbe und Innenstadt und wird in Fachkreisen als „die Made im Speck“ (Grossmann & Berger 2011d:27) bezeichnet. Vor etwa zehn Jahren begannen die ersten Bauarbeiten zu diesem Stadtteil, der quasi aus dem Nichts südlich angrenzend an die Speicherstadt geschaffen wurde. An der Elbe entsteht eine neue City mit maritimem Flair, die Arbeiten und Wohnen, Freizeit und Kultur sowie Einzelhandel und Tourismus miteinander verbindet. Während die überwiegend fertiggestellte westliche HafenCity bereits ein lebendiger Ort ist, befinden sich die zentralen Areale größtenteils noch im Bau. In ihrem östlichen Teil ist die HafenCity noch Planungsgebiet, welches ab 2011 in die Entwicklung gehen soll. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, in wie weit sich die fertiggestellten Teilquartiere der HafenCity als exklusive Wohnstandorte bereits etabliert haben. Fakt ist, dass kleine Single-Wohnungen durchaus beliebt sind, sich die größeren Wohnflächen jedoch nur mühsam vermieten lassen. Aus der Situation der jüngsten Finanzkrise heraus setzt vor allem die Vermietung von Büroimmobilien die Beteiligten vor großen Herausforderungen. Doch die verschiedenen Entwicklungsphasen der HafenCity-Quartiere sind bei weitem noch nicht abgeschlossen und es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich der Neuflächenleerstand entfaltet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Dokumentation der verwendeten Methodik

2.1 Technische Dokumentation der Kartogramm-Erstellung

2.2 Technische Dokumentation der Erstellung von Schlagwortwolken

2.3 Quantitatives Forschungsdesign: Online-Umfrage

2.4 Technische Dokumentation der Umfrage-Auswertung mit SPSS

2.5 Qualitatives Forschungsdesign: Experteninterviews

3 Die HafenCity Hamburg als Untersuchungsgebiet

3.1 Geographische Einordnung

3.2 HafenCity – Daten und Fakten

4 Von Westen nach Osten, von Norden nach Süden: Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung in den Quartieren

4.1 Quartiere der westlichen HafenCity

4.1.1 Ab 2003: Quartier Am Sandtorkai / Dalmannkai

4.1.2 Ab 2006: Quartier Am Sandtorpark / Grasbrook

4.1.3 Ab 2007: Quartier Strandkai

4.2 Quartiere der zentralen HafenCity

4.2.1 Ab 2007: Überseequartier

4.2.2 Ab 2008: Quartier Brooktorkai / Ericus

4.2.3 Ab 2008: Elbtorquartier

4.2.4 Ab 2011: Quartier Am Lohsepark

4.3 Quartiere der östlichen HafenCity

4.3.1 Ab 2011: Quartier Baakenhafen

4.3.2 Ab 2015: Quartier Oberhafen

4.3.3 Ab 2015/16: Quartier Elbbrücken

4.4 Überarbeitung des Masterplans im Jahr 2006

5 Immobilienleerstand in der HafenCity

5.1 Theoretischer Teil

5.1.1 Definitionen relevanter Begriffe der Immobilienökonomie

5.1.1.1 Wohnimmobilien

5.1.1.2 Büroimmobilien

5.1.1.3 Neubauleerstand von Büro- und Wohnimmobilien

5.1.2 Ursachen und Gründe für Leerstand von Büro- und Wohnimmobilien

5.1.3 Handlungsweisen und Strategien zur Vermeidung von Leerstand

5.2 Angewandter Teil

5.2.1 Immobilien in der HafenCity

5.2.1.1 Bestand und Neubau

5.2.1.2 Kauf- und Mietpreise

5.2.1.3 Flächenumsatz von Büroimmobilien

5.2.1.4 Neuflächenleerstand und Strategien zu dessen Vermeidung

5.2.2 Wohnflächen im Herzen der HafenCity: Das Überseequartier

6 Zukunftsaussichten für die Entwicklung der HafenCity

7 Zusammenfassung und Fazit: HafenCity – die “Made im Speck”?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die immobilienwirtschaftliche Entwicklung der HafenCity Hamburg unter besonderer Berücksichtigung des Büro- und Wohnflächenleerstandes. Ziel ist es, auf Basis einer Bestandsanalyse und empirischer Untersuchungen (Online-Umfrage und Experteninterviews) zu bewerten, inwieweit sich die einzelnen Quartiere etabliert haben und welche Strategien zur Vermeidung von Leerstand bestehen.

  • Analyse der immobilienwirtschaftlichen Entwicklung in den zehn Quartieren der HafenCity.
  • Untersuchung von Ursachen, Gründen und Strategien zum Umgang mit Immobilienleerständen.
  • Quantitative und qualitative Erhebung des Meinungsbildes zu Attraktivität und Zukunft des Standorts.
  • Analyse der Standortfaktoren und der demographischen Entwicklung für Hamburg.
  • Bewertung des Masterplans und der Entwicklung der HafenCity als "Made im Speck".

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Ab 2003: Quartier Am Sandtorkai / Dalmannkai

Das Quartier Am Sandtorkai / Dalmannkai gilt als erstes komplett fertiggestelltes Quartier innerhalb der Grenzen der HafenCity. Nachdem im Frühjahr 2003 die ersten Arbeiten der acht Gebäude auf dem Sandtorkai begonnen hatten, konnten bereits im Frühjahr 2009 die letzten der 15 Gebäude auf dem Dalmannkai fertiggestellt werden. Insgesamt wurden 23 städtebaulich einzigartige Gebäude sowie die Elbphilharmonie (Projekt 24) auf dem Kaiserspeicher A geschaffen (HafenCity Hamburg 2011d:10). Während die ersten Finanzierungspläne Kosten von insgesamt 114 Mio. Euro für das Leuchtturmprojekt Elbphilharmonie hergaben, beliefen sich diese bereits Ende 2008 auf 323,3 Mio. Euro für die öffentliche Hand (HafenCity Hamburg 2011b). Nach aktuellen Veröffentlichungen soll der Bau sogar zusätzliche 28 Mio. Euro mehr kosten. „Ferner sind die Ausgaben für das geplante Fünf-Sterne-Hotel in dem Gebäude noch nicht berücksichtigt. Die Kulturbehörde beziffert diese Kosten auf sechs Mio. Euro“ (Hamburger Abendblatt, 04.02.2011:Abs. 1).

Der Sandtorhafen bildet das Zentrum des Quartiers, „durch den sich die Pontons des Traditionsschiffhafens ziehen“ (HafenCity Hamburg 2011d:10). Sie bilden einen schwimmenden Anlegeplatz für circa 20 bis 30 fahrttüchtige Wasserfahrzeuge, der durch die Stiftung Hamburg Maritim betrieben wird. Nördlich des Sandtorhafens befindet sich der Sandtorkai, der weiter nördlich an die denkmalgeschützte Speicherstadt grenzt. Der Dalmannkai liegt folglich südlich des Sandtorhafens. Das modern vorliegende Stadtbild wird durch Promenaden abgerundet (HafenCity Hamburg 2011d:10). Im Quartier wurden die Magellan-Terrassen mit einer Größe von 5.600 qm, die Marco-Polo-Terrassen mit einer Größe von 7.800 qm und der kleinere Vasco-da-Gama-Platz geschaffen (HafenCity Hamburg 2011d:11). Abbildung 6 verschafft einen städtebaulichen Überblick über das fertiggestellte Quartier.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der HafenCity als Waterfront-Projekt ein und umreißt die Problemstellung des Leerstands sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2 Dokumentation der verwendeten Methodik: Hier werden die angewandten Methoden, wie Kartogrammerstellung, Schlagwortwolken, Online-Umfragen und Experteninterviews, technisch und forschungsorientiert dokumentiert.

3 Die HafenCity Hamburg als Untersuchungsgebiet: Dieses Kapitel liefert eine geographische Einordnung sowie grundlegende Daten und Fakten zur Entstehung und Planung der HafenCity.

4 Von Westen nach Osten, von Norden nach Süden: Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung in den Quartieren: Das Kapitel beschreibt detailliert die städtebauliche und immobilienwirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Quartiere der westlichen, zentralen und östlichen HafenCity sowie die Masterplan-Überarbeitung von 2006.

5 Immobilienleerstand in der HafenCity: Dieser Hauptteil beleuchtet theoretische Grundlagen der Immobilienökonomie und wendet diese durch Analysen von Bestand, Preisen und Flächenumsätzen auf das Untersuchungsgebiet an.

6 Zukunftsaussichten für die Entwicklung der HafenCity: Hier werden Prognosen zum Leerstandsabbau und zur weiteren standortspezifischen Entwicklung unter Berücksichtigung demographischer Faktoren diskutiert.

7 Zusammenfassung und Fazit: HafenCity – die “Made im Speck”?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch, ob sich die HafenCity als neuer Innenstadtstandort erfolgreich etabliert hat.

Schlüsselwörter

HafenCity, Immobilienwirtschaft, Büroflächenleerstand, Wohnimmobilien, Waterfront Development, Stadtentwicklung, Überseequartier, Flächenumsatz, Immobilienzyklus, Masterplan, Hamburg, Standortanalyse, Mietpreise, Leerstandsrate, Experteninterviews.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der immobilienwirtschaftlichen Entwicklung des Hamburger Stadtteils HafenCity unter besonderer Berücksichtigung des Leerstands von Büro- und Wohnflächen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die städtebauliche Entwicklung der Quartiere, die Analyse des Immobilienmarktes (Preise, Flächenumsatz), Leerstandsproblematiken sowie Strategien zur Vermarktung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine Bestandsanalyse, die aufzeigt, wie sich die fertiggestellten Quartiere als exklusive Standorte etabliert haben und welche Herausforderungen bei der Vermietung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es wird ein hybrides Forschungsdesign angewandt: Ein quantitatives Design mittels Online-Umfragen unter Experten sowie ein qualitatives Design durch Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Immobilienökonomie und eine detaillierte, empirische Anwendung auf das Untersuchungsgebiet HafenCity.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

HafenCity, Immobilienwirtschaft, Leerstandsmanagement, Stadtplanung, Waterfront Development und Nutzungsdurchmischung.

Welche Rolle spielt das Überseequartier in der Arbeit?

Das Überseequartier dient als zentrales Fallbeispiel für die spezifische Analyse von Wohnflächenleerständen und Vermarktungsstrategien eines großen Investorenkonsortiums.

Wie bewertet die Autorin die "Made im Speck"-Metapher?

Die Autorin untersucht, ob die Bezeichnung der HafenCity als "die Made im Speck" aufgrund der exklusiven Lage und der tatsächlichen Marktentwicklung gerechtfertigt ist.

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Details

Titel
Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung im neuen Hamburger Stadtteil HafenCity
Untertitel
Eine Bestandsanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Immobilienleerstände
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Geographie)
Note
1,3
Autor
Isabella Melchert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
75
Katalognummer
V187238
ISBN (eBook)
9783656108139
ISBN (Buch)
9783656108689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HafenCity Immobilienökonomie Immobilienleerstand Leerstand Leerstandsrate Leerstandsquote Hamburg Überseequartier Immobilien Waterfront Development
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabella Melchert (Autor:in), 2011, Die immobilienwirtschaftliche Entwicklung im neuen Hamburger Stadtteil HafenCity, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187238
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  75  Seiten
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