Diese Arbeit gibt einen allgemeinen Überblick über die okzitanische Sprache, dessen Sprecher sowie das okzitanische Sprachgebiet. Weiters wird der Ursprung des Namen der Sprache diskutiert, denn dieser ist in einigen Kreisen bis heute umstritten. Nach einer allgemeinen Erläuterung wird die externe Sprachgeschichte dieser durch viele politische Entscheidungen zugunsten des Französischen ins Vergessen geratene Sprache behandelt. Dabei streifen wir durch die Jahrhunderte - angefangen von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1102, über wichtige sprachgeschichtliche Meilensteine wie das Edikt von Villers-Cotterets 1539, die Einführung der allgemeinen Schulpflicht 1881 bis hin zur aktuellen Situation in Frankreich.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die okzitanische Sprache
- Allgemeines
- Name der Sprache
- Interne vs. externe Sprachgeschichte
- Die externe Sprachgeschichte des Okzitanischen
- Vorgeschichte
- Die altokzitanische Blütezeit
- Die Albigenserkreuzzüge 1209 – 1229
- Der Triumph des Französischen
- Eindringen in den schriftlichen Bereich
- Das Edikt von Villers-Cotterets 1539
- Verdrängung des Okzitanischen im mündlichen Gebrauch durch das Französische
- die Französische Revolution 1789
- Außersprachliche Faktoren
- Literarische Bewegungen
- allgemeine Schulpflicht 1881 bis heute
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die okzitanische Sprache, ihr Verbreitungsgebiet und ihre Sprecher. Sie beleuchtet die kontroverse Namensgebung der Sprache und analysiert die externe Sprachgeschichte, die stark von politischen Entscheidungen zugunsten des Französischen geprägt wurde. Die Arbeit strebt an, das Okzitanische als vollwertige Sprache zu würdigen und sein Wiederaufleben zu fördern.
- Die geographische Verbreitung und soziolinguistische Situation des Okzitanischen
- Die Geschichte der Namensgebung und die Debatte um die Bezeichnung der Sprache
- Schlüsselereignisse in der externen Sprachgeschichte des Okzitanischen
- Der Einfluss politischer und gesellschaftlicher Faktoren auf die Entwicklung der Sprache
- Die aktuelle Situation des Okzitanischen und Perspektiven für seine Zukunft
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 (Einleitung): Einführung in das Thema und die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der okzitanischen Sprache im Kontext des Französischen auseinandersetzt.
Kapitel 2 (Die okzitanische Sprache): Allgemeine Informationen über das Okzitanische, einschließlich seiner Klassifizierung als galloromanische Sprache und seiner geographischen Verbreitung. Die Debatte um den Namen der Sprache wird angesprochen.
Kapitel 3 (Interne vs. externe Sprachgeschichte): Ein kurzer Überblick über die unterschiedlichen Forschungsansätze der Sprachgeschichte.
Kapitel 4 (Die externe Sprachgeschichte des Okzitanischen): Ein historischer Überblick über die Entwicklung des Okzitanischen, beginnend mit der Vorgeschichte bis hin zu wichtigen Meilensteinen wie den Albigenserkreuzzügen und dem Edikt von Villers-Cotterets. Der Einfluss der Französischen Revolution und der allgemeinen Schulpflicht auf den Rückgang des Okzitanischen wird thematisiert.
Schlüsselwörter
Okzitanisch, Langue d'oc, galloromanische Sprache, Sprachgeschichte, Soziolinguistik, Französisch, Albigenserkreuzzüge, Edikt von Villers-Cotterets, Sprachverdrängung, Sprachpolitik, Dialekt, Patois.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Okzitanisch?
Okzitanisch (Langue d'oc) ist eine galloromanische Sprache, die im südlichen Drittel Frankreichs sowie in Teilen Italiens und Spaniens gesprochen wird.
Warum wurde Okzitanisch durch das Französische verdrängt?
Politische Entscheidungen wie das Edikt von Villers-Cotterets (1539) und die Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1881) machten Französisch zur alleinigen Amts- und Bildungssprache.
Welche Rolle spielten die Albigenserkreuzzüge?
Die Kreuzzüge (1209–1229) führten zum politischen Niedergang des Südens und markierten den Beginn der kulturellen und sprachlichen Dominanz Nordfrankreichs.
Was ist der Unterschied zwischen "Patois" und Okzitanisch?
Der Begriff "Patois" wurde oft abwertend für regionale Dialekte verwendet. Die Arbeit würdigt Okzitanisch hingegen als vollwertige Sprache mit einer reichen literarischen Tradition.
Wann wurde Okzitanisch zum ersten Mal urkundlich erwähnt?
Die erste urkundliche Erwähnung der Sprache wird auf das Jahr 1102 datiert.
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- Antje Schrammel (Autor), 2009, Externe Sprachgeschichte des Okzitanischen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187342