Die Arbeit grenzt die Termini Aggression und Gewalt voneinander ab, diskutiert die verschiedenen Formen von Aggressionen(offen gezeigte vs. verdeckt hinterhältige A., körperliche vs. verbale A., direkte vs. indirekte A., nach außen gewandte vs. nach innen gewandte A.) sowie die Formen der Gewalt nach den Theorien von May, Bründel und Hurrelmann. Weiters werden Gene bzw. Umwelt als Ursachen von Aggression behandelt, die vier bekanntesten Aggressionstheorien vorgestellt und das Modell "Determinanden von Aggression" nach Green präsentiert. Schließlich wird auf Preuschofs und Oelweus Werke hingewiesen, in welchen Prävention von Gewalt an Schulen diskutiert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. DEFINITIONEN
1.1. AGGRESSION
1.2. GEWALT
1.2.1. TÄTERMERKMALE BEI GEWALTTÄTIGEM ANTISOZIALEM VERHALTEN NACH OLWEUS:
1.2.2. OPFERMERKMALE NACH OLWEUS U.A.
2. FORMEN DER AGGRESSION
2.1. OFFEN GEZEIGTE VS. VERDECKT HINTERHÄLTIGE AGGRESSION
2.2. KÖRPERLICHE VS. VERBALE AGGRESSION
2.3. DIREKTE VS. INDIREKTE AGGRESSION
2.4. NACH AUßEN GEWANDTE VS. NACH INNEN GEWANDTE AGGRESSION
3. FORMEN DER GEWALT
3.1. NACH MAY
3.2. NACH BRÜNDEL UND HURRELMANN
3.3. STRUKTURELLE GEWALT
3.4. INSTITUTIONELLE GEWALT
4. URSACHEN
4.1. UMWELT
4.2. GENE
5. AGGRESSIONSTHEORIEN
5.1. TRIEB-INSTINKT-THEORIE
5.2. FRUSTRATIONS-AGGRESSIONS-HYPOTHESE
5.3. STRESSTHEORIE
5.4. SOZIALE LERNTHEORIE UND AGGRESSIONSLERNEN BEI KINDERN
6. DETERMINANTEN DER AGGRESSION NACH GREEN
7. PRÄVENTION VON AGGRESSION UND GEWALT IN DER SCHULE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexen Phänomene Aggression und Gewalt zu definieren, ihre Ursachen zu beleuchten und theoretisch einzuordnen. Dabei wird insbesondere die Relevanz dieser Mechanismen im schulischen Kontext sowie die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen untersucht.
- Definition und Abgrenzung der Begriffe Aggression und Gewalt
- Differenzierung verschiedener Erscheinungsformen von Aggression und Gewalt
- Analyse der genetischen und umweltbedingten Ursachen von aggressivem Verhalten
- Diskussion zentraler Aggressionstheorien und deren wissenschaftliche Fundierung
- Vorstellung von Präventionsstrategien zur Gewaltminderung im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
1.2.1. Tätermerkmale bei gewalttätigem antisozialem Verhalten nach Olweus:
• sie sind durchschnittlich intelligent,
• sie haben insgesamt kaum schlechtere Schulergebnisse als der Durchschnitt,
• sie sind nicht isoliert, sondern haben zwei bis drei Freunde,
• sie verfügen über ein langfristiges Training aggressiver Selbstbehauptung bedingt durch ihre familiale Sozialisation,
• ein hoher Anteil der Jungen erfuhr Ablehnung durch die Mutter, sie sind kräftiger als der Durchschnitt,
• sie sind ihren Opfern körperlich überlegen,
• ihre Tat ist nicht stressmotiviert,
• sie selbst haben keine Erfahrung als Mobbingopfer gemacht,
• ihrer Tat geht keine unmittelbare Frustration voran,
• viele haben Freude daran, ihre Opfer zu quälen
Zusammenfassung der Kapitel
1. DEFINITIONEN: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlegung durch die definitorische Abgrenzung der Begriffe Aggression und Gewalt sowie die Charakterisierung von Täter- und Opferprofilen.
2. FORMEN DER AGGRESSION: Hier werden unterschiedliche Ausprägungen aggressiven Verhaltens systematisiert, wie etwa körperliche gegen verbale oder direkte gegen indirekte Aggressionsformen.
3. FORMEN DER GEWALT: Das Kapitel kategorisiert Gewaltarten basierend auf verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen und beleuchtet strukturelle sowie institutionelle Gewaltaspekte.
4. URSACHEN: Die Ursachenforschung wird hier in die zwei Bereiche Umwelteinflüsse und genetische Dispositionen unterteilt, wobei auch biochemische Faktoren berücksichtigt werden.
5. AGGRESSIONSTHEORIEN: Das Kapitel stellt vier fundamentale Theorien vor, darunter die Trieb-Instinkt-Theorie, die Frustrations-Aggressions-Hypothese, die Stresstheorie und die soziale Lerntheorie.
6. DETERMINANTEN DER AGGRESSION NACH GREEN: Es wird ein Modell präsentiert, das die Interdependenz zwischen situativen Auslösern und individuellen Hintergrundvariablen bei der Entstehung von Aggression erklärt.
7. PRÄVENTION VON AGGRESSION UND GEWALT IN DER SCHULE: Abschließend werden praktische Ansätze und Maßnahmen zur Gewaltprävention, wie soziale Spiele oder Klassenregeln, diskutiert.
Schlüsselwörter
Aggression, Gewalt, Gewaltprävention, Frustrations-Aggressions-Hypothese, Trieb-Instinkt-Theorie, Stresstheorie, Soziale Lerntheorie, Tätermerkmale, Opfermerkmale, Schulalltag, Mobbing, Verhaltenspsychologie, Sozialisation, Determinanten, Copingstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Aggression und Gewalt, deren definitorischer Einordnung, Entstehungsursachen und Möglichkeiten der Prävention, insbesondere im schulischen Umfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Definitionen von Gewalt und Aggression, die Einteilung in verschiedene Verhaltensformen, die Analyse genetischer und umweltbedingter Ursachen sowie die Darstellung bekannter psychologischer Theorien dazu.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die Hintergründe von aggressivem Verhalten zu schaffen und wissenschaftlich fundierte Ansätze zur Prävention und zum Umgang mit Gewalt in Bildungseinrichtungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse etablierter psychologischer und pädagogischer Modelle und Theorien zur Aggressions- und Gewaltforschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Systematisierung von Aggressions- und Gewaltformen, die Herleitung von Ursachen, die Vorstellung der vier Haupttheorien der Aggression sowie ein Modell zu dessen Determinanten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aggression, Gewalt, Prävention, Frustrations-Aggressions-Hypothese, soziale Lerntheorie und schulische Sozialisation charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Täter- von der Opferperspektive nach Olweus?
Täter zeichnen sich laut Olweus oft durch körperliche Überlegenheit und fehlende Empathie für das Leid der Opfer aus, während Opfer häufig durch Unsicherheit, körperliche Schwäche und soziale Isolation gekennzeichnet sind.
Warum spielt die Schule eine zentrale Rolle bei der Gewaltprävention?
Die Schule wird als Institution betrachtet, in der durch Disziplinierungsmaßnahmen und soziale Interaktionen Spannungen entstehen können, was sie gleichzeitig zu einem kritischen Ort für gezielte pädagogische Präventionsarbeit macht.
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- Antje Schrammel (Autor), 2009, Aggression und Gewalt - Ein Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187386