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Kontrollentgleitung vs. Selbstverständnis

Betrachtung des Selbstverständnisses des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“ im Widerspruch zu dessen Kontrollverlust

Titel: Kontrollentgleitung vs. Selbstverständnis

Seminararbeit , 2012 , 18 Seiten , Note: gut

Autor:in: Samuel Burkhard (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werde ich versuchen, das Thema des Kontrollverlustes des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit “ im Widerspruch zu seinem Selbstverständnis zu analysieren. Die Hypothese dieser Arbeit lautet wie folgt: Das Entgleiten der Kontrolle des Zirkusdirektors über seine Untergebenen steht in starkem Widerspruch zu seinem Selbstverständnis.
Diese Hypothese werde ich versuchen am Quellentext zu zeigen. Bezüglich der eingehenden Forschungsliteratur kann gesagt werden, dass es bis Dato keine nennenswerten Werke gibt, welche massgeblich helfen würden, meine Hypothese zu unterstützen. Aufgrund dessen wird sich diese Arbeit vornehmlich auf den Quellentext stützen. Diese Methode stützt sich auch auf das, dieser Arbeit zugrundeliegende, Seminar von Prof. Dr. Wagner, welcher die Quellentexte in den Vordergrund stellt. Das Vorgehen wird so sein, dass zunächst eine Charakterisierung des Zirkusdirektors Caribaldi, dann die Bearbeitung der Hypothese und zum Schluss das Fazit mit einem Ausblick dargelegt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Charakterisierung Caribaldis

2. Kontrolle

3. Kontrollverlust

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Widerspruch zwischen dem Selbstverständnis des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“ und seinem faktischen Kontrollverlust gegenüber den Mitgliedern seiner Zirkustruppe.

  • Charakterisierung der Zirkusdirektor-Figur Caribaldi
  • Analyse der Machtstrukturen und der Kontrolle im Zirkusumfeld
  • Untersuchung des Kontrollverlusts auf persönlicher und zwischenmenschlicher Ebene
  • Auseinandersetzung mit den Themen Präzision, Konsequenz und Versagen
  • Interpretation von Verhaltensweisen im Kontext des Forellenquintetts

Auszug aus dem Buch

3. Kontrollverlust

Im Text sind grundsätzlich drei verschiedene Typen von Kontrollverlust auszumachen. Meiner Meinung nach sind dies erstens: der Kontrollverlust Caribaldis über sich selbst, zweitens jener über seine Untergebenen und drittens, was ich in dieser Arbeit nicht behandeln werde, da es meiner Ansicht nach der Fragestellung nicht entspricht, der Kontrollverlust über das Wetter.

Der erste Typus von Kontrollverlust, welcher im Text anzutreffen ist, ist jener über sich selbst. Wie ich bereits versucht habe zu zeigen, leidet Caribaldi an diversen körperlichen Gebrechen. Eine davon ist eine, vermutlich altersbedingte, Fingerschwäche. Die erfährt man im Text vom Jongleur als er zu Caribaldi sagt:

[…] Das Kolophonium Immer wieder das Kolophonium weil Sie von der unter Instrumentalisten berühmten Fingerschwäche befallen sind […]

Die Konsequenz aus dieser Fingerschwäche ist der Umstand, dass dem Direktor, an Stellen über die ganze erste Szene verteilt, das Kolophonium aus der Hand fällt. An einer Stelle findet sich jedoch ein Widerspruch zu der Tatsache, dass Caribaldi eine altersbedingte Fingerschwäche hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Charakterisierung Caribaldis: Dieses Kapitel zeichnet ein Bild von Caribaldis Selbstverständnis, das primär durch konstante Wiederholungen und eine zentrale Machtposition im Zirkus geprägt ist.

2. Kontrolle: Hier wird die Diskrepanz zwischen Caribaldis autoritärem Anspruch, die Truppe zu beherrschen, und der faktischen Machtsituation beleuchtet, in der er soziale Distanz erzwingt.

3. Kontrollverlust: Das Kapitel analysiert verschiedene Dimensionen des Scheiterns, von körperlichen Gebrechen bis hin zur Unfähigkeit, die Handlungen und das Verhalten seiner Untergebenen zu steuern.

Schlüsselwörter

Thomas Bernhard, Die Macht der Gewohnheit, Caribaldi, Kontrollverlust, Machtausübung, Selbstverständnis, Forellenquintett, Zirkus, Präzision, Konsequenz, Zwang, Untergebene, Scheitern, Körperlichkeit, Absurdität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen dem Selbstbild des Zirkusdirektors Caribaldi als autoritäre Führungsperson und seinem tatsächlichen Kontrollverlust über seine Zirkustruppe in Thomas Bernhards Werk „Die Macht der Gewohnheit“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Charakterisierung der Hauptfigur, den Mechanismen der Machtausübung, den verschiedenen Ausprägungen des Kontrollverlusts (physisch und psychisch) sowie dem Scheitern des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Hypothese zu belegen, dass das Entgleiten der Kontrolle über die Untergebenen in einem starken Widerspruch zu Caribaldis Selbstverständnis steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine textnahe Analyse des Quellentextes von Thomas Bernhard, da kaum nennenswerte Forschungsliteratur zu dieser speziellen Fragestellung existiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung Caribaldis, die Analyse seiner Machtstrukturen sowie eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Typen seines Kontrollverlusts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Caribaldi, Machtausübung, Kontrollverlust, Forellenquintett, Selbstverständnis und das systematische Scheitern der Kommunikation.

Warum zwingt Caribaldi seine Truppe zum Spielen des Forellenquintetts?

Laut der Arbeit dient das Forellenquintett Caribaldi als Kompensation für seine eigene, verloren gegangene Präzision; er versucht durch den Zwang, eine fehlerfreie Aufführung zu erreichen.

Wie zeigt sich der Kontrollverlust konkret an der Figur des Dompteurs?

Der Kontrollverlust zeigt sich beispielsweise darin, dass der Dompteur versucht, das Klavier mit einer Hacke zu zerstören, oder in seinem stark alkoholisierten Zustand während der Proben.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kontrollentgleitung vs. Selbstverständnis
Untertitel
Betrachtung des Selbstverständnisses des Zirkusdirektors Caribaldi in Thomas Bernhards „Die Macht der Gewohnheit“ im Widerspruch zu dessen Kontrollverlust
Hochschule
Universität Zürich  (Deutsches Seminar)
Note
gut
Autor
Samuel Burkhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V187451
ISBN (eBook)
9783656107972
ISBN (Buch)
9783656108504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kontrollentgleitung selbstverständnis betrachtung selbstverständnisses zirkusdirektors caribaldi thomas bernhards macht gewohnheit widerspruch kontrollverlust
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samuel Burkhard (Autor:in), 2012, Kontrollentgleitung vs. Selbstverständnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187451
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Leseprobe aus  18  Seiten
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