Unbewusstes steuert unsere Wahrnehmung und unser Verhalten.
Es ist maßgeblich durch unsere Erfahrungen aus Beziehungen und deren Verarbeitung im Leben geprägt. Durch Reinszenierung kann es in Beratungen zum Vorschein gebracht werden. Beratungen sind immer Beziehungsarbeit zwischen einem Sender und Empfänger und finden freiwillig statt. Sie sind nicht wertend, eher in der Form eines narrativen Interviews, den Beratenden erzählen lassen. Nicht nur auf das Was, sondern auf das Wie hören. Das Beratungsgespräch ist im wesentlichen eine Lösung suchende, klärende und unterstützende Interventionsform. Wir haben verschieden Beratungsformen während unseres Ethik Studiums kennen gelernt. Wie die systemische Beratung, die Einzel-Gruppenberatung oder auch das sokratische Gespräch. In der humanistischen Beratung steht der Mensch als Ganzheit im Vordergrund. Es geht darum ihn als Mensch mit einem eigenen Willen, Vorstellungen über sich selbst zu respektieren, sowie seine Individualität, seine Freiheit und Verantwortung für sich und seine Ziele zu respektieren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Die Voraussetzungen und Grundannahmen einer humanistischen Beratung
1.2 Vorbedingungen für eine erfolgreiche Beratung
1.3 Rahmenbedingungen fürdieses Beratungsgespräch
2 Das Beratungsgespräch
2.1 Das Setting
2.2 Der Verlauf des Gespräches
2.3 Das Aufzeigen und finden des richtigen Weges, die suche nach möglichen Handlungsoptionen
3 Das reflektieren des Beratungsgespräches
4 Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Durchführung und Reflexion eines humanistisch orientierten Beratungsgesprächs in einer Tagesgruppe für Demenzkranke, wobei das primäre Ziel darin besteht, die Klientin bei der Klärung eines existenziellen Dilemmas bezüglich einer Wohnsituation zu unterstützen und dabei professionelle Gesprächsführungsmethoden anzuwenden.
- Grundlagen der humanistischen Beratung und Beziehungsgestaltung
- Professionelle Rahmenbedingungen und Kompetenzanforderungen in der Beratung
- Praktische Durchführung eines narrativen Beratungsinterviews
- Reflexion des Gesprächsprozesses anhand des Kommunikationsmodells nach Schulz von Thun
- Ethische Aspekte und Autonomieerhalt bei älteren Menschen
Auszug aus dem Buch
1 Einleitende Gedanken zu einem Beratungsgespräch
In der Lehrveranstaltung Ethik, Psychologie und Gesprächsführung wurden uns theoretische Beratungsmodelle vorgestellt, aber es wurden auch Beratungssituationen in Einzel-Gruppenberatungen durchgeführt. Es fanden viele Beratungsgespräche statt, doch reichte der zeitliche Umfang nicht, dass alle von uns vor Ort in der Lehrveranstaltung eine Beratung durchspielen konnten. So führte ich am 29.04.2011 in der Tagesgruppe in I.…, ein Beratungsgespräch durch.Ich kannte Frau O, aus der Beschäftigungstherapie und der Biografiearbeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Kontext des Beratungsgesprächs innerhalb einer Lehrveranstaltung ein und definiert die humanistische Beratung als Beziehungsarbeit, die den Menschen in seiner Ganzheit respektiert.
2 Das Beratungsgespräch: Hier wird die praktische Umsetzung der Beratung beschrieben, von den räumlichen Rahmenbedingungen über den Gesprächsverlauf bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung von Handlungsoptionen für die Klientin.
3 Das reflektieren des Beratungsgespräches: Die Autorin reflektiert ihre Haltung als Beraterin, beleuchtet die angewandten Prinzipien wie Empathie und Wertschätzung und analysiert den Prozess anhand von Kommunikationsmodellen.
4 Schlussbemerkungen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über das Potenzial des Gesprächs, betont die Bedeutung der ethischen Reflexion und unterstreicht den Wert der schriftlichen Dokumentation von Schlüsselwörtern während der Beratung.
Schlüsselwörter
Humanistische Beratung, Beziehungsarbeit, Beratungsgespräch, Tagesgruppe, Autonomie, ethische Reflexion, Gesprächsführung, Empathie, Wertschätzung, Entscheidungsfindung, professionelle Haltung, Selbstoffenbarung, Kommunikationsmodell, Lebensqualität, Klärung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert ein professionelles Beratungsgespräch, das die Autorin mit einer Klientin in einer Tagesgruppe geführt hat, um ein persönliches Dilemma zu klären.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der humanistischen Beratung, der professionellen Gesprächsführung, ethischen Grundprinzipien in der Arbeit mit älteren Menschen sowie der theoretischen Reflexion des Beratungsprozesses.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Anwendung von Beratungsmodellen in der Praxis zu erproben und zu reflektieren, insbesondere in Hinblick auf die Unterstützung der Klientin bei der Entscheidungsfindung zu ihrer Wohnsituation.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine praxisorientierte Interventionsmethode gewählt, die auf dem humanistischen Ansatz (nach Carl Rogers) und narrativen Interviewtechniken basiert, ergänzt durch eine strukturierte Reflexion mittels Kommunikationsmodellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Schilderung der Rahmenbedingungen, den detaillierten Verlauf des Beratungsgesprächs inklusive der Lösungsfindung und eine abschließende tiefgehende Reflexion des Prozesses.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie humanistische Beratung, Autonomie, Empathie, Entscheidungsfindung und ethische Reflexion.
Welche Rolle spielt die Privatsphäre der Klientin?
Die Anonymisierung der Klientin wurde durch die Verwendung von Großbuchstaben (O für die Klientin, J für die Beraterin) sichergestellt, um den Datenschutz zu wahren.
Welche Bedeutung hat das Vier-Ohren-Modell in dieser Arbeit?
Das Kommunikationsmodell nach Friedemann Schulz von Thun wird genutzt, um die Beziehungsebene und die Selbstoffenbarungen im Beratungsgespräch analytisch zu untermauern.
- Citar trabajo
- Dipl.Pflegewirtin Jenny Enssle (Autor), 2011, Das ethische Beratungsgespräch in der Tagesgruppe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187486