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Luthers Verständnis der Taufe und der Kindertaufe in den Katechismen

Título: Luthers Verständnis der Taufe und der Kindertaufe in den Katechismen

Tesis (Bachelor) , 2010 , 31 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sina Lethaus (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Im Sermon von dem heiligen, hochwürdigen Sakrament der Taufe (1519) findet sich Martin Luthers erste Abhandlung zur Taufe. Während er in diesem sogenannten Taufsermon sein Verständnis des Taufsakraments noch mit den Kategorien Augustins (Zeichen, Bedeutung und Glaube) entwickelt, geht er in De captivitate Babylonica ecclesiae (1520) über dessen Auffassung hinaus, indem er die Taufe „aus der Relation von Verheißung (promissio), Zeichen und Glaube interpretiert“. Seine Tauflehre hält Luther schließlich 1529 im Kleinen und Großen Katechismus fest. Das sich in diesen Lehrstücken widerspiegelnde Verständnis soll Gegenstand dieser Ar-beit sein. Dabei soll deutlich werden, dass Luther sein Taufverständnis in Auseinandersetzung mit seinen jeweiligen Gegnern konkretisiert.
Die Gliederung orientiert sich weitestgehend an der Auslegung der Taufe im Großen Katechismus: Zunächst wird Luthers Sakramentsverständnis auf Grundlage der Schrift De captivitate Babylonica ecclesiae dargelegt, anschließend Intention und Adressaten der Katechismen anhand ihrer Vorreden herausgearbeitet, um dann einzelne Aspekte der Taufe näher zu erläutern: Zuerst Wesen, sodann Nutzen und schließlich Empfang der Taufe. Im Anschluss sollen Luthers Argumente gegen das Taufverständnis des Spiritualismus herausgearbeitet werden. Anschließend wird die Kindertaufe als ein besonderer Teilaspekt thematisiert und in diesem Kontext Luthers Position zum Täufertum dargelegt. Nachfolgend soll die Bedeutung der Taufe erläutert und die Auslegung des Taufsakraments in den beiden Katechismen verglichen werden. Im letzten Teil der Arbeit wird ein Fazit gezogen.
Der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit halber wird nach Absprache mit dem Erstprüfer die Ausgabe der Katechismen nach Kurt Aland verwendet. Für weitere Schriften Luthers greife ich vor allem auf die Kritische Gesamtausgabe zurück. Zur Aufschlüsselung der von mir verwendeten Abkürzungen verweise ich auf das Abkürzungsverzeichnis der RGG.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

1. Einführung

2. Luthers Sakramentsverständnis

3. Entstehung und Intention der Katechismen

B. Hauptteil: Luthers Taufauslegung in den Katechismen

4. Das Wesen der Taufe

4.1 Die Stiftung der Taufe

4.2 Die Umschreibung der Taufe

4.3 Die Bedeutung des Wassers

5. Der Nutzen der Taufe

6. Der Empfang der Taufe

7. Luther und seine Gegner

7.2 Luthers Ablehnung des Spiritualismus

8. Die Kindertaufe

8.1 Kirchengeschichtliche Begründung der Kindertaufe

8.2 Die Lehre von der fides infantium

8.3 Luthers Ablehnung des Täufertums

9. Die Bedeutung der Taufe

C. Schluss

10. Vergleich der Taufauslegungen in den Katechismen

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Taufverständnis Martin Luthers anhand seiner Ausführungen im Kleinen und Großen Katechismus. Ziel ist es, Luthers Tauflehre in ihrer Entwicklung und in kritischer Auseinandersetzung mit zeitgenössischen theologischen Gegnern wie den Spiritualisten und Täufern zu analysieren und deren Bedeutung für das christliche Leben aufzuzeigen.

  • Luthers Sakramentsverständnis und die Rolle von Wort und Glaube.
  • Die systematische Auslegung der Taufe im Großen Katechismus (Wesen, Nutzen, Empfang).
  • Luthers Verteidigung der Kindertaufe und die Lehre von der fides infantium.
  • Abgrenzung gegen abweichende Taufauffassungen der Reformationszeit.
  • Die lebenslange Aktualität und seelsorgerliche Funktion der Taufe für den Christen.

Auszug aus dem Buch

4. Das Wesen der Taufe

Seiner Taufauslegung stellt Luther sowohl im Kleinen als auch im Großen Katechismus eine Charakterisierung der Taufe voran. Diese Wesensbeschreibung kann in die Stiftung der Taufe (4.1), die Umschreibung der Taufe (4.2) und in die Bedeutung des Wassers (4.3) unterteilt werden.

4.1 Die Stiftung der Taufe

Für die Einsetzung der Taufe durch Jesus Christus beruft sich Luther im Kleinen und Großen Katechismus auf den Taufbefehl Mt 28,19: „Gehet hin in alle Welt, lehret alle Heiden und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Darüber hinaus führt er im Großen Katechismus Mk 16,16 an: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt.“ Mit den Schriftworten will Luther besonders Gottes Gebot und Einsetzung hervorheben und auf diese Weise die Göttlichkeit der Taufe zum Ausdruck bringen. Die Merkmale begründen für ihn ferner die Abgrenzung der Taufe gegenüber einer menschlichen Tat. Denn auch wenn der Akt durch Menschenhand ausgeführt werde, sei die Taufe das Werk Gottes, in der der Täufling von Gott selbst getauft werde. Gott selbst sei „der Anwesende und Wirkende“, dessen Handeln mit der trinitarischen Taufformel zum Ausdruck gebracht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage und Zielsetzung der Untersuchung von Luthers Taufverständnis in den Katechismen.

2. Luthers Sakramentsverständnis: Analyse der theologischen Grundlagen Luthers unter Berücksichtigung von Wort und Glaube im Kontrast zur scholastischen Tradition.

3. Entstehung und Intention der Katechismen: Untersuchung des historischen Kontexts und der seelsorgerlichen Beweggründe für die Erstellung der Katechismen.

4. Das Wesen der Taufe: Erläuterung der biblischen Stiftung, der Definition der Taufe und der zentralen Rolle des Wassers und des Wortes Gottes.

5. Der Nutzen der Taufe: Detaillierte Betrachtung der Taufe als Heilsmittel zur Sündenvergebung und Errettung vom Tod und Teufel.

6. Der Empfang der Taufe: Analyse der persönlichen Aneignung der Taufe durch den Glauben als Werk Gottes.

7. Luther und seine Gegner: Einordnung von Luthers Auseinandersetzung mit dem Spiritualismus.

8. Die Kindertaufe: Untersuchung der theologischen Begründung der Kindertaufe und der Verteidigung gegen das Täufertum.

9. Die Bedeutung der Taufe: Reflexion über die lebenslange Relevanz der Taufe als tägliche Buße und Neuanfang.

10. Vergleich der Taufauslegungen in den Katechismen: Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Taufdarstellung in Kleiner und Großer Katechismus.

11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der drei zentralen Aspekte von Luthers Tauflehre.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Taufe, Sakrament, Katechismus, fides infantium, Kindertaufe, Sündenvergebung, Wort Gottes, Glaube, Spiritualismus, Täufertum, Rechtfertigung, Taufbefehl, Gnade, Heilsmittel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Tauflehre Martin Luthers anhand seiner beiden Hauptkatechismen von 1529 und stellt diese in den Kontext der reformatorischen Auseinandersetzungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Sakramentsverständnis, die Bestimmung des Wesens und Nutzens der Taufe sowie die theologische Rechtfertigung der Kindertaufe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die systematische Erarbeitung von Luthers Taufverständnis im Dialog mit seinen Gegnern und die Verdeutlichung der seelsorgerlichen Funktion der Taufe.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die primär auf den Texten der Katechismen sowie auf einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wesen, Nutzen und Empfang der Taufe, gefolgt von der Analyse der Kindertaufe und der Abgrenzung gegenüber Spiritualisten und Täufern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Luther, Kindertaufe, Sakrament, fides infantium, Sündenvergebung und Glaube.

Wie unterscheidet sich die Taufauslegung im Kleinen und Großen Katechismus?

Während der Kleine Katechismus das einfache Volk mit prägnanten Inhalten unterweisen will, vertieft der Große Katechismus die Aspekte des Empfangs und der Kindertaufe für Pfarrer und Prediger.

Wie begründet Luther die Kindertaufe gegenüber den Täufern?

Luther argumentiert, dass die Taufe ein göttliches Werk ist, dessen Gültigkeit nicht vom persönlichen Glaubensbekenntnis des Täuflings abhängt, sondern allein auf Gottes Wort und Befehl beruht.

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Detalles

Título
Luthers Verständnis der Taufe und der Kindertaufe in den Katechismen
Universidad
University of Münster
Calificación
1,0
Autor
Sina Lethaus (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
31
No. de catálogo
V187518
ISBN (Ebook)
9783656110620
ISBN (Libro)
9783656110439
Idioma
Alemán
Etiqueta
luthers verständnis taufe kindertaufe katechismen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sina Lethaus (Autor), 2010, Luthers Verständnis der Taufe und der Kindertaufe in den Katechismen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187518
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