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Die Projektmethode

Ein Überblick und die Frage nach der Umsetzbarkeit in der Schule

Título: Die Projektmethode

Trabajo de Seminario , 2011 , 14 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Hendrik Beyer (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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Fächerübergreifendes Denken, Handeln und Unterrichten wird immer mehr gefordert und in den Curricula und Bildungsstandards verankert. Während man früher streng getrennt in den klassi-schen Fächern lernte, steht heute vor allem im Projektunterricht das fächervernetzende Denken im Vordergrund. Für den Unterrichtserfolg in der Schule stellt die Auswahl der Methode eine besonders wichtige Rolle dar. Doch was genau ist die sogenannte Projektmethode, die heute in den unterschiedlichsten Schularten angewandt wird und als Methode des modernen Unterrichtens gilt? Zunächst soll daher ein kurzer Definitionsversuch unternommen werden, der sich jedoch äußerst schwierig gestaltet. Wie Knoll 1993 angesichts seiner umfangreichen Studien zur Ge-schichte des Projektbegriffs treffend anmerkt, wird der Begriff oft „unpräszis, ausufernd und in-flationär“ gebraucht. Daher erscheint es notwendig, im Anschluss einen kurzen Blick auf die His-torie dieser Methode und ihre Entwicklung zu werfen. Anschließend werden die Projektkriterien sowie die methodischen Merkmale des Konzepts aus-führlich dargestellt, wie sie heute vor allem von Herbert Gudjons und Karl Frey postuliert wer-den. Daran schließt sich die Erläuterung der Komponenten der Projektmethode nach Frey an, die das Projekt in ein hierarchisches Phasenmodell untergliedern und so leicht nachvollziehbar ma-chen. Die genaue Darlegung dieser Kriterienkataloge erscheint angesichts der benannten Schwie-rigkeiten bei der Definition unabdingbar, um dennoch einen ausreichenden Überblick über das Thema zu erhalten. Des weiteren soll dann die Umsetzbarkeit der Projektidee im schulischen Projektunterricht kritisch beleuchtet und Probleme aufgezeigt werden. Dabei soll unter anderem aufgedeckt werden, dass Projektwochen oftmals den Grundgedanken der Projektmethode verfeh-len. Abschließend sollen die gewonnenen Erkenntnisse bewertet und die Projektmethode im Be-zug auf ihre Anwendbarkeit in der Schule und qualifiziert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Definitionsversuche

Historisches

2. Projektkriterien und methodische Merkmale

2.1 Situationsbezug

2.2 Orientierung an den Interessen der Beteiligten

2.3 Gesellschaftliche Praxisrelevanz

2.4 Zielgerichtete Projektplanung

2.5 Selbstorganisation und Selbstverantwortung

2.6 Einbeziehung vieler Sinne

2.7 Soziales Lernen

2.8 Produkt- und Ergebnisorientierung

2.9 Interdisziplinarität

2.10 Grenzen des Projektunterrichts

3. Komponenten der Projektmethode

3.1 Projektinitiative

3.2 Auseinandersetzung mit der Projektinitiative

3.3 Gemeinsame Entwicklung des Betätigungsgebiets

3.4 Projektdurchführung

3.5 Abschluss des Projekts

3.6 Fixpunkte

3.7 Metainteraktion

4. Probleme des Projektunterrichts

4.1 Institutionelle Rahmenbedingungen

4.2 Veränderte Rolle von Lehrer- und Schüler

4.3 Methodische Probleme (speziell in der Projektwoche)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen sowie die praktische Umsetzbarkeit der Projektmethode im schulischen Kontext. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse von Projektkriterien und dem phasenorientierten Komponentenmodell nach Karl Frey, um kritisch zu hinterfragen, inwieweit Projektunterricht den pädagogischen Anforderungen moderner Schule gerecht wird.

  • Historische Entwicklung und theoretische Herleitung der Projektidee.
  • Methodische Qualitätskriterien für erfolgreichen Projektunterricht.
  • Strukturierung von Projekten durch das siebenstufige Komponentenmodell.
  • Identifikation institutioneller und methodischer Barrieren im Schulalltag.
  • Bewertung des Einflusses der Lehrkraft und der Schülerrolle auf den Projekterfolg.

Auszug aus dem Buch

Historisches

Nach aktuellen Erkenntnissen (Knoll 1993, Frey 1998) liegen die Ursprünge der Projektidee wohl an italienischen und französischen Universitäten des 16. Jahrhunderts. Architekturstudenten hatten in Wettbewerben eigenverantwortlich sogenannte „projets“ (Entwürfe) von Gebäuden zu erstellen. Mit der zunehmenden Professionalisierung und Verschulung der handwerklichen Berufe breitete sich diese Arbeitsweise dann über den ganzen Kontinent bis in die Vereinigten Staaten aus. Die Projektmethode sollte vor allem die Distanz zwischen Theorie und Praxis in technischen Studiengängen verringern (Vgl. Frey 1998, S. 39). Durch die amerikanischen Reformpädagogen Woodward, Rogers und Richards wurde diese Methode dann im 20. Jahrhundert in die allgemeine amerikanische Unterrichtspraxis eingeführt. Die Methode verlor somit ihre Bindung an den technischen Bereich, der Lernende mit seinen Interessen rückt in den Vordergrund. Lernen am Projekt kann von nun an in jedem Fach und in jedem Bereich stattfinden (vgl. ebd.).

Der Philosophie und Pädagogikprofessor John Dewey schuf die Grundlage für die politische und wissenschaftliche Konzeption der Projektmethode. Er gründete 1896 die „Laboratory School“ und ließ anstelle von Schulfächern Lebenseinheiten treten, welche praktische Aufgaben an die Schüler stellen, die sie nach ausführlicher Planung selbstständig lösen sollten. Projektunterricht war nach einer Definition von Wiliam Kilpatrick, einem Schüler Deweys, „etwas Projektiertes“: herzhaftes, planvolles und zielorientiertes Handeln in einem sozialen Umfeld (Vgl. Kilpatrick 1918, S. 163). Dabei unterscheidet bereits Kilpatrick vier Phasen (siehe oben): 1. Zielsetzung, 2. Die Planung, 3. Die Durchführung und 4. Die Beurteilung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des fächerübergreifenden Lernens und Begründung der Relevanz einer methodischen Analyse des Projektunterrichts.

2. Projektkriterien und methodische Merkmale: Darstellung zentraler Kennzeichen wie Situationsbezug und Interdisziplinarität, die ein Projekt von anderen Unterrichtsformen abgrenzen.

3. Komponenten der Projektmethode: Erläuterung des phasenorientierten Modells nach Karl Frey, das von der Projektinitiative bis zur Metainteraktion reicht.

4. Probleme des Projektunterrichts: Kritische Auseinandersetzung mit institutionellen Hürden, der veränderten Lehrerrolle und typischen methodischen Schwächen in der Schulpraxis.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit des Projektunterrichts unter Betonung der Bedeutung aktiver Vor- und Nachbereitung durch die Lehrkraft.

Schlüsselwörter

Projektmethode, Projektunterricht, Reformpädagogik, John Dewey, Karl Frey, Projektinitiative, Selbstorganisation, Handlungsorientierung, Projektwoche, Unterrichtsformen, Lernprozess, Schulpraxis, Projektmanagement, fächerübergreifendes Lernen, Methodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den methodischen Merkmalen und der praktischen Anwendung der Projektmethode im schulischen Alltag.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die historische Herleitung der Projektidee, die strukturgebenden Komponenten nach Frey sowie eine kritische Analyse der Umsetzungsprobleme in Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die theoretischen Anforderungen der Projektmethode den realen Rahmenbedingungen von Schulen gegenüberzustellen und deren tatsächliche Anwendbarkeit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Standardwerke zur Projektmethode und wird ergänzt durch eine kritische Reflexion auf Basis von Unterrichtserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kriterien, die detaillierte Beschreibung der sieben Projektkomponenten nach Frey sowie eine Analyse der institutionellen und methodischen Problemfelder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Projektmethode, Selbstorganisation, Handlungsorientierung, Projektinitiative und die pädagogische Rolle der Lehrkraft.

Warum wird im Text die Projektwoche als problematisch eingestuft?

Oftmals fehlt bei Projektwochen die prozesshafte Entwicklung, da Projekte durch Lehrkräfte vorselektiert werden, was dem Grundgedanken der Schülerinteressen und Mitbestimmung entgegensteht.

Was versteht man unter dem Begriff „Metainteraktion“?

Frey versteht darunter ein pädagogisches Zwischengespräch, bei dem die Schüler Distanz zu ihrem Handeln gewinnen und gruppendynamische Prozesse reflektieren.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Projektmethode
Subtítulo
Ein Überblick und die Frage nach der Umsetzbarkeit in der Schule
Universidad
Technical University of Braunschweig  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Curso
Unterrichten – Erwerb von Methodenkompetenz
Calificación
1.0
Autor
Hendrik Beyer (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
14
No. de catálogo
V187734
ISBN (Ebook)
9783656113928
ISBN (Libro)
9783656113256
Idioma
Alemán
Etiqueta
Projektunterricht K. Frey offener Unterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Hendrik Beyer (Autor), 2011, Die Projektmethode, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187734
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