Migration und Integration von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft in Deutschland


Magisterarbeit, 2011
123 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis:

1. Einleitung
1.1. Problemsituation
1.2. Relevanz und Aufbau der Arbeit
1.3. Fragestellung und methodische Herangehensweise
1.4. Klärung relevanter Begriffe

2. Genese von Modellen zu Migration und Kultur
2.1. Ursachen der Migration von Hochqualifizierten
2.2. Migrationstheorien
2.2.1. Klassische Integrationstheorien
2.2.2. Neuere Migrationstheorie von Esser
2.3. Akkulturation
2.3.1. Dimensionen der Akkulturation
2.3.2. Entwicklung von Forschungsansätzen zur Akkulturation
2.3.3. Akkulturationstheorie von Berry
2.3.4. Empirische Befunde der bisherigen Forschung zum Modell von Berry
2.4. Kultur und kulturelle Identität
2.4.1. Kulturtypologie
2.4.2. Kulturstandards
2.4.3. Kulturelle Identität

3. Empirischer Teil – Das Interview
3.1. Untersuchungsdesign
3.2. Aufbau des Leitfadens
3.3. Auswahl der Probanden
3.4. Feldforschung
3.5. Auswertungsverfahren

4. Analyse und Ergebnisse der Felduntersuchung
4.1. Charakterisierung der Hochqualifizierten tschechischer Herkunft
4.2. Herkunftsfamilien der Hochqualifizierten tschechischer Herkunft
4.3. Gründe für die Migration
4.4. Arbeitssituation der Befragten
4.5. Schwierigkeiten und Chancen in Deutschland von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft
4.6. Kulturelle Identität und Verhalten
4.7. Zufriedenheit und Zukunftsperspektiven von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft
4.8. Einordnung der Akkulturationsstrategien

5. Zusammenfassende Darstellung

6. Anhang

7. Literaturverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis:

Abb. 1: Faktoren, Prozesse und Auswirkungen der internationalen Migration

Abb. 2: Schematisierte Modellvorstellung von Akkulturation

Abb. 3: Die Akkulturationsstrategien von J. W. Berry

Tabellenverzeichnis:

Tab. 1: Kulturdimensionen nach Hofstede für Tschechien und Deutschland

Tab. 2: Tschechische vs. deutsche Kulturstandards

Tab. 3: Sozialistische und kapitalistische Gesellschaft im Vergleich (Idealtypen)

Tab. 4: Soziodemographische Daten der Befragten

Tab. 5: Akkulturationsstrategien von befragten Hochqualifizierten tschechischer Herkunft

1. Einleitung

1.1. Problemsituation

In den letzten Jahrzehnten wird die grenzüberschreitende Mobilität hoch qualifizierter Arbeitskräfte für Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft sowohl in Deutschland als auch weltweit unter verschiedenen Aspekten wie brain drain, brain gain, zirkulärer Migration oder – im Rahmen der Politik der Europäischen Union – bezüglich der Blue Card diskutiert. Die Nachfrage nach international mobilen, hoch qualifizierten Arbeitskräften zeigt in der globalisierten Wirtschaft steigende Tendenz. Die Industrieländer haben die Einwanderungspolitik als Instrument ihrer Wirtschafts- und Strukturpolitik entdeckt, mit dem sie sektorale Engpässe auf dem heimischen Arbeitsmarkt decken und technische und ökonomische Innovationen fördern wollen.

Inzwischen existieren in fast allen OECD-Ländern[1] spezielle Anwerbeprogramme, mit denen Hochqualifizierte aus aller Welt angezogen werden sollen. Für Deutschland ist die Zuwanderung von Hochqualifizierten zudem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Auswanderung von heimischen Fachkräften bedeutend. Neue Ideen und Impulse sind grundlegend für den wissenschaftlichen Bereich, sodass auch der Aspekt der Vernetzung und des Austausches von Ideen durch Migration nicht vernachlässigt werden darf.

Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass immer öfter Menschengruppen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen in Kontakt miteinander kommen. Oft hat interkultureller Kontakt Veränderungen in der Kultur und Lebensweise einer oder mehrerer Gruppen zur Folge. Diese Veränderungen sind von Redfield, Linton und Herskovits[2] als Akkulturation bezeichnet worden.

Akkulturation stellt ein psychologisch und auch gesamtgesellschaftlich relevantes Thema dar, was sich in einer starken Zunahme von Forschungen über Akkulturation in den letzten Jahren äußert[3]. Dies hängt insbesondere mit Änderungen der politischen Bestrebungen der angesprochenen Gruppen innerhalb pluralistisch organisierter Gesellschaften sowie mit der wachsenden Anzahl von Flüchtlingen und Auswanderern zusammen.

Die zentralen Fragestellungen der Akkulturationsforschung beziehen sich im ersten Schritt auf das Erleben und Verhalten der Migranten unter der Bedingung ihres Aufenthaltes in einem anderen als ihrem primären soziokulturellen Kontext.

Weitergehend wird untersucht, unter welchen Bedingungen spezifische Verlaufsformen der Akkulturation auftreten sowie welche Faktoren Einfluss auf den Akkulturationsprozess haben.

Beim Eingliederungsprozess von Migranten in die Aufnahmegesellschaft sind durchaus verschiedene Ausgänge denkbar. Um diese Vorgänge zu strukturieren, weist Nauck[4] auf zwei einflussreiche und eng verwandte Typologien hin, erstens auf die Akkulturationsstrategien („Integration“, „Assimilation“, „Separation“, „Marginalisierung“) nach Berry und zweitens auf die Formen der Sozialintegration („Mehrfachintegration“, „Assimilation“, „Segmentation“, „Marginalität“) nach Esser. Die Integration bzw. Mehrfachintegration und Assimilation werden als positive Strategien betrachtet, während die Separation bzw. Segmentation und Marginalisierung als negative Strategien bezeichnet werden. Als theoretische Grundlage der vorliegenden Arbeit dient die Akkulturationstheorie von Berry, wobei auch auf die Migrationstheorie von Esser eingegangen wird, um den Vergleich zu ermöglichen und die Wahl der Theorie zu begründen.

Anfangs des 21. Jahrhunderts wurden in der Öffentlichkeit überwiegend Diskussionen über die soziale Einbindung von Migranten in Deutschland mit niedriger bis mittlerer Qualifikation geführt. Diese Gruppe stellt die Mehrheit dar, doch war das Interesse in den Medien deutlich größer als an der Gruppe der hoch qualifizierten Migranten. Nach allgemeiner Meinung seien diese durch ihren erhöhten gesellschaftlichen Status ohnehin besser in die deutsche Aufnahmegesellschaft integriert. Eine gute Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhöhe die Wahrscheinlichkeit von Kontakten zu Personen der Aufnahmegesellschaft und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass Symbole benutzt werden, die die Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft signalisieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Hochqualifizierten aufgrund ihrer Bildung die positiven Strategien der Akkulturation (Integration oder Assimilation) wählen.

Es stellt sich die Frage, inwiefern diese Annahme den Tatsachen entspricht.

1.2. Relevanz und Aufbau der Arbeit

Das Thema der vorliegenden Arbeit wurde aus zweierlei Gründen gewählt. Erstens handelt die Arbeit von einer Gruppe der Migranten und Migrantinnen, über deren Situation in Deutschland bislang nur wenig bzw. gar nicht bekannt ist, und zwar über die Hochqualifizierten tschechischer Herkunft. Die Forschung über Einwanderer/innen gehobenen Bildungsniveaus aus Mittelosteuropa bzw. Tschechischer Republik wurde in Deutschland bislang vernachlässigt, da der Großteil des Forschungsinteresse nach wie vor auf die hauptsächlich in den 50-er und 60-er Jahren angeworbenen Arbeitermigranten/innen aus der Türkei oder dem ehemaligen Jugoslawien bzw. deren zweite Generation, sowie auf die Hochqualifizierten vorwiegend aus den Ländern der „Dritten Welt“ und der ehemaligen Sowjetunion (Aussiedler bzw. Spätaussiedler) gerichtet wird. Die vorliegende Arbeit füllt diese Lücken in der gegenwärtigen Migrationsforschung.

Zweitens wurde sich für das Thema entschieden, da die kulturelle und soziale Mobilisierung ein zentraler Bestandteil auch der Biographie der Autorin sind. Sie bilden nicht zuletzt deshalb den Schwerpunkt des Forschungsinteresses der vorliegenden Analyse.

Die Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. In der Einleitung wird nachfolgend auf die begriffliche Klärung eingegangen. Im zweiten Kapitel sind vorab Ursachen der Migration von Hochqualifizierten von Interesse, da diese eine Voraussetzung für den Akkulturationsprozess darstellen. Danach erfolgt die Auseinandersetzung mit theoretischen Grundlagen der Arbeit, und zwar mit den Migrationstheorien allgemein, sowie im Speziellen mit dem Vergleich von Essers Migrationstheorie und Berrys Akkulturationstheorie, die mit dem Themen der Akkulturation und der kulturelle Identität fortgesetzt werden.

Im dritten Kapitel werden die Untersuchungsgrundlagen zur eigenen Forschung vorgestellt. Das Kapitel befasst sich näher mit der Befragung und führt in die Methode des qualitativen Interviews ein. Über den Aufbau des Leitfadens und Auswahl der Probanden geht das Kapitel zur Vorstellung vom Verlauf der Feldforschung über. Das Auswertungsverfahren schließt das Kapitel ab.

Das vierte Kapitel enthält die Analyse und Ergebnisse der Felduntersuchung. Der letzte Teil dieses Abschnitts greift den theoretischen Hintergrund der vorliegenden Arbeit auf und geht auf die Einordnung der Akkulturationsstrategien von den Befragten anhand der gewählten Kategorien im Auswertungsverfahren ein. Die Reflexion der Ergebnisse wird auch in dieses Kapitel herangezogen.

Die Zusammenfassung im fünften Kapitel bietet einen kurzen Rückblick auf die gesamte Arbeit.

Auf die Geschichte der tschechischen Einwanderer nach Deutschland wird in dieser Arbeit verzichtet, da diese Aspekte bereits von anderen Autoren ausführlich behandelt worden sind.[5]

1.3. Fragestellung und methodische Herangehensweise

Die folgende Studie beschäftigt sich mit der Migration und Akkulturation von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft in der deutschen Aufnahmegesellschaft. Es wird überprüft, welche Akkulturationsstrategien eine Gruppe von Migranten aus einer spezifischen europäischen Region - die tschechischen Hochqualifizierten - wählen bzw. anstreben und ob der sozioökonomischer Status die Präferenz bestimmter Akkulturationsstrategien beeinflusst.

Die zentrale Fragestellung, welche der Arbeit zugrunde liegt, lautet: Welche Akkulturationsstrategie wählen bzw. streben die Hochqualifizierten tschechischer Herkunft mit diesem spezifischen Bildungsniveau an?

Des Weiteren soll auf die Frage der kulturellen Identität und ihrer Beziehung zum Akkulturationsprozess eingegangen werden. Welche Identität bringen die nach Deutschland ausgewanderten Hochqualifizierte tschechischer Herkunft mit und welche übernehmen sie im Laufe des Verbleibs in der Aufnahmegesellschaft, welcher Gruppe fühlen sie sich zugehörig, oder leben sie in zwei Gesellschaften? Wo liegt das Zentrum ihrer Identitätsorientierung?

Neben Daten aus der Perspektive der Aufnahmegesellschaft soll hier hauptsächlich die Sicht der Migranten im Mittelpunkt stehen, die sich in der Statusgruppe der Hochqualifizierten befinden. So soll von dieser Seite ein möglicher Zusammenhang zwischen Akkulturationstrategien und kultureller Identität untersucht werden.

Für die Analyse wird die Gruppe der tschechischen Ärzte gewählt, die nach 1989[6] nach Deutschland immigrierten und ihren Bildungstitel in der Tschechischen Republik erworben haben. Demnach wurden Fälle ausgewählt, die einen relativ homogenen Kontext vorweisen können, sodass die zeitgenössischen Einflussfaktoren ähnliche Ausprägungen auf die Probanden hatten.

Für die Befragung der Interviewpartner wurde die Methode des qualitativen Leitfadeninterviews gewählt. Auf quantitative Untersuchungsmethoden wurde verzichtet, da nur eine kleine Zahl von Probanden (10 Befragten) zur Verfügung stand. Zudem ist das Ziel der vorliegenden Arbeit, individuelle Pfade der gewählten Akkulturationsstrategien zu ergründen.

Den theoretischen Hintergrund der vorliegenden Untersuchung bildet das Akkulturationsmodell des kanadischen Psychologen und Migrationsforschers John W. Berry. Ein Teil dieses Modells bilden die Akkulturationstrategien, die für die Anpassung von Zuwanderern an die Mehrheitsgesellschaft vorgesehen werden: Integration, Assimilation, Separation und Marginalisation.

Vor der Untersuchung wurden zwei Hypothesen entwickelt, die anhand der Ergebnisse der themenzentrierten Interviews überprüft werden sollen:

1. Die hohe Bildung der Migranten tschechischer Herkunft trägt automatisch dazu bei, dass die Akkulturationsstrategien Integration bzw. Assimilation präferiert werden.
2. Trotz der hohen Bildung bei den Migranten tschechischer Herkunft können die Akkulturationsstrategien unterschiedlich ausfallen.

Der Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf dem Zusammenhang des sozioökonomischen Status der untersuchten Migrantengruppe mit der Wahl der Akkulturationstrategien. Anhand ihres hohen Bildungsniveaus als Kriterium sollen die Akkulturationsstrategien der befragten Hochqualifizierten der tschechischen Herkunft bewertet werden. Da es aber sicherlich nicht ausreichend ist, nur eine unabhängige Variable der Ausbildung der spezifischen Akkulturationsstrategie zu beachten, werden weitere Dimensionen der Bewertung mit einbezogen: Sprache, soziale Kontakte sowie Mediennutzung und Freizeitaktivitäten der Migranten in der Aufnahmegesellschaft. Da die Strategien sich im privaten und öffentlichen Raum verschieben können, wird bei der Bewertung darauf geachtet, welche Strategie in welchem Bereich verfolgt wird. Wenn solche Verschiebungen festgestellt werden sollen, werden sie als Hybride bezeichnet. Die Selbstzuordnung der Migranten zu einer Akkulturationstrategie wird oft als wichtig erachtet.[7] Die vorliegende Untersuchung verzichtet auf eine gezielte Fragestellung zu Akkulturationsstrategien und bewertet diese nur anhand der genannten Kriterien. Jedoch werden die Selbstwahrnehmung der kulturellen Identität sowie das (weitere) Integrationsbestreben erfragt, was zu der Akkulturationsbewertung ebenfalls beiträgt.

1.4. Klärung relevanter Begriffe

An dieser Stelle werden die Schlüsselbegriffe der Arbeit definiert, die als zentraler Bestandteil der Untersuchung gelten.

Hochqualifizierte Migranten

Laut Statistischen Bundesamt Deutschland sind Migranten/innen Personen, die nicht auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik, sondern im Ausland geboren und nach Deutschland zugezogen sind. Je nach Staatsangehörigkeit können sie Deutsche (z. B. Spätaussiedler) oder Ausländer/innen sein.[8]

Der Begriff des „hochqualifizierten Migranten“ kann auf verschiedene Art und Weise definiert werden:

– Hochqualifizierte Migranten sind laut deutschem Aufenthaltsgesetz (§ 19 AufenthG) Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen, Lehrpersonen in herausragender Funktion, Spezialisten und leitende Angestellte mit einem festgesetzten Mindestgehalt.

– Hochqualifizierte Migranten haben einen Hochschulabschluss.
– Hochqualifizierte Migranten sind Menschen mit Migrationshintergrund, die in ihrem Land eine anerkannte und hohe Ausbildung absolviert haben und diesem Beruf auch in Deutschland nachgehen.[9] Auf diese Definition bezieht sich die vorliegende Arbeit.

Die einfachste Operationalisierung ist sicherlich eine Unterscheidung anhand von universitären Bildungszertifikaten. Hier bereiten sowohl die verschiedenen Bildungsabschlüsse mit ihren unterschiedlichen Niveaus (heute als Beispiel Bachelor, Master oder Diplom) als auch der Standard der verschiedenen Universitäten bei einer internationalen Definition Probleme. Die Frage der Anerkennung dieser Zertifikate durch die Arbeitgeber des Ziellandes stellt sich zusätzlich. Zwar haben hoch qualifizierte Migranten einen formalen Bildungsabschluss in ihrem Herkunftsland erworben, dieser wird aber in einigen Fällen von den zuständigen Stellen im Zielland (hier Deutschland) nicht anerkannt. Eine Definition, die die tatsächliche berufliche Qualifikation in den Vordergrund stellt, ist in vielen Fällen passender. Mit Hilfe der Berufsgruppen kann versucht werden, die hoch qualifizierte Tätigkeit von beruflicher Ausbildung zu trennen, doch es bleibt schwierig mehr als grobe Aussagen über das Qualifikationsniveau zu treffen. Im Falle der Greencard-Regelung ist eine Beschäftigung in Deutschland für beide Fälle zugelassen. Sowohl IT-Fachkräfte mit Hochschulabschluss als auch Fachkräfte mit beruflicher Erfahrung, die sich in einem festgesetzten Mindestgehalt ausdrückt, sind hier im Sinne des Gesetzes hoch qualifizierte Arbeitskräfte.

Da die oben genannte Definition jedoch nur auf der formalen Qualifikation anhand des Bildungsabschlusses ermittelt und nicht aber auf der tatsächlichen Berufsausübung basiert, erarbeitete die OECD zusammen mit Statistischem Amt der Europäischen Union (EUROSTAT) im Jahre 1995 ein neues Konzept zur Erfassung hoch qualifizierter Personen – Human Resources in Science and Technology (HRST). Die dort verwendete Definition basiert auf zwei Kriterien. Nach denen gelten Personen als hoch qualifiziert, die entweder über eine entsprechende Ausbildung im Bereich der Wissenschaft und/oder Technologie verfügen oder in einem entsprechenden Beruf tätig sind.[10]

Zu den Personen, die als HRST eingestuft werden, gibt es empirische Daten beim Amt für Statistik der Europäischen Union (EUROSTAT), über die sich aber nur eingeschränkt Migrationsbewegungen abbilden lassen. Gleichwohl existieren einige länderübergreifende empirische Studien, die allerdings auf Grund unzureichender Daten eingeschränkt sind.[11]

Auch bezogen auf Deutschland gibt es kaum Informationen über die Gruppe der Hochqualifizierten. Es wurden allerdings einige empirische Untersuchungen durchgeführt, die zumindest in einigen Aspekten die Migration Hochqualifizierter näher beleuchten.[12]

Die Forschung in Deutschland hat sich erst spät dem Thema „hoch qualifizierte Migranten“ intensiver zugewandt. Wie oft bei explorativen Studien, wurden zunächst Klagen über die unzureichende empirische Datenbasis erhoben. Velling[13] kritisierte die ersten Arbeiten, die den Zusammenhang von Immigration und Arbeitsmarkt systematisch analysierten, dass über die Qualifikation der Migranten bisher so gut wie gar nichts bekannt sei. Ebenso fehlten Studien zur Arbeitssituation, selbst von Flüchtlingen mit festem Aufenthaltsstatus.[14] Aufgrund der unzureichenden Forschungs- und Datenlage ist man auf Schätzungen im Hinblick auf die Qualifikation von Immigranten angewiesen. Frick und Wagner[15] rechnen etwa mit 20% Hochqualifizierten bei der Gruppe der Flüchtlinge. Maur[16] geht von 5-10% AkademikerInnen bei den SpätaussiedlerInnen aus; den höchsten Anteil an Akademiker sehen zahlreiche WissenschaftlerInnen bei den jüdischen Aussiedlern. (ca. 70%).[17]

Hochqualifizierte Migranten werden als eine Gruppe mit relativ homogenen sozioökonomischen Merkmalen beschrieben. Es handelt sich dabei meistens um Männer[18] mit Hochschulausbildung und einem überdurchschnittlichen Einkommen. Auf das Alter bezogen, findet man typischerweise zwei unterschiedliche Alterskohorten. Einerseits relativ junge Berufstätige, um die 25 Jahre, die noch unverheiratet nach Berufsausbildung ins Ausland gehen und andererseits ältere Fachkräfte, um die 45 Jahre, mit Berufserfahrung, die oftmals in Leitungspositionen beschäftigt sind.[19]

Vergleicht man die Verteilung der Männer und Frauen nach Altersklassen, zeigt sich, dass die hoch qualifizierten Frauen im Durchschnitt fast zwei Jahre jünger sind als die Männer. Der Altersdurchschnitt bei den Frauen liegt bei 39,5 Jahren, bei Männern dagegen bei 41,2 Jahren.[20]

In Deutschland stellt die Befragung des Stifterverbandes heraus, dass 73% der ausländischen Fach- und Führungskräfte verheiratet sind und 44% mit ihren Kindern in Deutschland leben.[21]

Die Ausbildungszertifikate haben in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bedeutung. Während in den USA ein Hochschulzeugnis geringere Bedeutung hat, stellt dessen Bedeutung in Deutschland eine wichtige Zugangsvoraussetzung zu bestimmten Berufspositionen dar. So wird z. B. die Ausbildung von Ärzten in der Regel unter anderem von deren starken Berufsverbänden und den Gesundheitsbehörden überwacht und in Perioden des Bedarfsüberhanges reglementiert.[22]

Anders ist es bei Flüchtlingen, deren Qualifikation in vielen Fällen nicht anerkannt wird. Diese haben trotz der Prüfung ihrer Qualifikation durch die Einwanderungsbehörde oftmals Schwierigkeiten eine adäquate Stellung zu finden. Dies trifft beispielsweise in Deutschland im hohen Maße auf die jüdischen Kontingentflüchtlinge[23] aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion zu.[24] Studien dokumentieren, dass die Migranten auf die verschiedenen Schritte der Anerkennung ihrer im Heimatland erworbene Qualifikation nicht vorbereitet sind und die Immigranten aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert werden.[25] Das zeigt, dass persönliches Engagement und Anpassungsbereitschaft wichtig für einen erfolgreichen Transfer von vermeintlich universalen Qualifikationen sind. Genauso sind Fähigkeiten im interkulturellen Umgang und Durchhaltevermögen für eine erfolgreiche internationale Berufstätigkeit bedeutend.[26]

Migration

Angesichts der Komplexität von Migration und unzähligen wissenschaftlichen Betrachtungen ist es schwierig, eine einheitliche Definition zu finden.

Migration bedeutet Wanderung. In einem ersten Zugriff spricht man von Migration, wenn Personen oder Gruppen über einen längeren Zeitraum hinweg ihren Lebensmittelpunkt verlagern[27]. Räumliche Bewegungen von Personen oder Gruppen, die nicht mit einem dauerhaften Wechsel des Wohnortes verbunden sind (z.B. Reisende, beruflich bedingte Pendelbewegungen von Arbeitnehmern, Umzüge innerhalb derselben politischen Gemeinde), werden begrifflich dem Phänomen der Migration nicht zugerechnet.[28]

Im zweiten Zugriff spricht man von Migration, wenn Menschen ihren Lebensmittelpunkt verlagern und zum alten Lebensmittelpunkt ein neuer hinzukommt.[29]

Laut einer modernen Definition muss Migration (1) eine politische Grenze überschreiten, und (2)

einen Wechsel des Wohnsitzes, also nicht nur des Aufenthaltsortes, beinhalten.[30]

Migration bedeutet nicht nur seine Heimat bzw. sein Geburtsland zu verlassen, sondern neben vertrauten auch stützende Systeme hinter sich zu lassen und sich in Neue hineinzufinden.[31] Migration ist eine Erfahrung, in der sich „ein Individuum oder eine Familie auf eine Reise durch viele Phasen und soziale Systeme begibt und sich eine neue Heimat schafft."[32]

Weil die Auflösung sozialer Netzwerke, Isolation, den Verlust von Status und Halt in der Gemeinschaft, häufig unklare Aufenthaltsrechte, Scham und Träume verbunden mit Schuldgefühlen gegenüber der zu Hause gelassenen Familie mit sich bringt, ist die Erfahrung der Migration oft auch ein Stressfaktor. Dementsprechend bedeutet Migration oft auch Isolation, Entwertung, Krankheit.[33]

Allgemein steht der Begriff Migration für den dauerhaften Wechsel des Lebensumfeldes einer oder mehrerer Personen. Zur Konkretisierung und Differenzierung des oft allgemein gehaltenen Migrationsbegriffes wurden mehrere Typologien entwickelt. Demnach wird Migration unter folgenden Aspekten betrachtet:

1. Der räumliche Aspekt (Zielrichtung bzw. zurückgelegte Distanz bei der Wanderung); wobei es zwischen Binnenwanderung oder internationaler Wanderung unterschieden wird.
2. Der zeitliche Aspekt beinhaltet temporäre Wanderung oder dauerhafte Wanderung bzw. Immigration.
3. Der Aspekt der Wanderungsentscheidung oder –ursache unterscheidet zwischen freiwilliger oder Zwangswanderung.
4. Der Aspekt des Umfanges bezieht sich auf Einzel bzw. Individualwanderung, Gruppen- oder Massenwanderung[34].

Was die Dauer betrifft, wurden im Laufe der Zeit verschiedenen Definitionen angewendet. Die International Organization for Migration (IOM)[35] definiert internationale Migration als den mehr als einjährigen Aufenthalt in einem anderem Staat als dem der Geburt. Die Organisation der Vereinten Nationen (UN) schlug eine einheitliche Definition vor, wonach Migration der Aufenthalt an einem Ort für mehr als ein Jahr sei, während von temporärer Migration schon ab 3 Monate zu sprechen sei.[36] Diese Definition ist für die vorliegende Arbeit relevant.

In Anbetracht konkreter Migrationsentscheidungen und -prozesse ist es schwierig, freiwillig angestrebte und erzwungene Migration zu unterscheiden. In der Literatur wird statt zwischen freiwilliger und erzwungener in der Regel zwischen erzwungener und ökonomischer Migration unterschieden.[37] So werden Flüchtlinge in Angrenzung zur freiwilligen Migration definiert. Demnach wird ökonomische Migration als freiwillige Migration verstanden. Laut Bade ist diese Unterscheidung wenig hilfreich und eher irreführend, „denn auch freiwillige Migrationen wurden meist von vielerlei materiellen und immateriellen, durchaus nicht immer und insgesamt überblickten oder gar in rationaler Güterabwägung kalkulierten Bestimmungsfaktoren angetrieben.“[38]

Ökonomische Migration kann sehr wohl eine Form von erzwungener Migration sein, und zwar wenn z.B. den Menschen die wirtschaftliche Lebensgrundlage entzogen worden ist und die wirtschaftspolitischen Entscheidungen den Verbleib von Menschen an einem Ort unmöglich machen, z.B. wenn Armutsgrenze und reale Überlebensgrenze unterschritten ist[39].

Neben dem Begriff Migration entstand in Deutschland auch die Bezeichnung `Person mit Migrationshintergrund`. Wer dieser Gruppe von Personen angehört, definierte 2005 der Statistische Bundesamt. Demnach hat eine Person einen „Migrationshintergrund“, wenn:

- sie nicht auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik geboren wurde und 1950 oder später zugewandert ist und/oder
- sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder eingebürgert wurde oder
- ein Elternteil mindestens eine der in den ersten beiden Punkten genannten Bedingungen erfüllt.[40]

Kultur

Eine allgemein akzeptierte Definition des Kulturbegriffs liegt nicht vor. Der Begriff Kultur hat mehrere Bedeutungen, wobei alle aus seinem lateinischen Ursprung, dem Wort cultura, abgeleitet sind, was die Pflege sowie sorgfältige Gestaltung des Ackers bezeichnet. In den meisten westlichen Sprachen bedeutet „Kultur“ „Zivilisation“ oder „Verfeinerung des Geistes“. Das ist „Kultur im engeren Sinne“.[41] In den Wissenschaftsdisziplinen sind Kulturen hochkomplexe Phänomene, die sich unter zahlreichen Blickwinkeln betrachten lassen. Jede Wissenschaft widmet sich mit je eigenen Perspektiven, Fragestellungen und Methoden der Erforschung von Kultur.

Aus der Vielfalt der Kulturbegriffsdefinitionen in den Wissenschaftsdisziplinen soll hier nur ein Auszug gebracht werden.

In den Sozial- und Kulturwissenschaften, die für die vorliegende Arbeit von Bedeutung sind, ist der Begriff „Kultur“ im wesentlichen als ein System von Konzepten, Überzeugungen, Einstellungen, Wertorientierungen zu verstehen, die sowohl im Verhalten und Handeln der Menschen als auch in ihren geistigen und materiellen Produkten sichtbar werden.[42]

Laut Oberbichler[43] kann man „ Kultur grenzenlos definieren, doch die am meisten wiederholte Definition besagt, dass Kultur die Gesamtheit der typischen Lebensformen einer Bevölkerung, ihre Wertorientierung, deren Handlungen und Produkte, deren Ideen und Symbolen sei. Kultur ist eine Lebensweise. Sie ist nichts Statisches, sie wird kontinuierlichen Wandlungsprozessen unterzogen.“ Im Prozess der Sozialisation wird die Kultur unbewusst aufgenommen, „verinnerlicht und wieder vergessen“ und somit als etwas Selbstverständliches und Natürliches empfunden.[44]

In den Erziehungswissenschaften wird die Kultur als ein Prozess aufgefasst:

„Kultur ist ein offener und instabiler Prozess der Auseinandersetzung und des Aushandelns von Bedeutungen, der sozial, emotional und kognitiv kompetente Akteure mit unterschiedlichen Interessen und unterschiedlichem Status zueinander in Beziehung setzt und bei einer Einigung oder Kompromissbildung zu vorübergehender sozialer Abschließung und Grenzziehung führt.“[45]

Aus anthropologischer Sicht wird der Kulturbegriff von der Bedingung des Menschen als Kulturwesen und erst in zweiter Linie als Sozialwesen folgendermaßen abgeleitet:

"Von diesen (den Tieren, Anm. d. Verf.) unterscheidet sich der Mensch aber schon radikal dadurch, dass sein soziales Verhalten die verschiedenen Formen und Inhalte aufweist und weder artspezifisch festgelegt noch an eine bestimmte Umwelt gebunden ist. Offenbar fällt der Mensch – […] – aus der Naturordnung hinaus, die das tierische Verhalten artspezifisch durch Instinkte regelt und festlegt. Seine Instinkte sind so reduziert, dass er für die Befriedigung seiner Triebe und Bedürfnisse keine feste Lösung kennt. Diese […] Verhaltensunsicherheit muss der Mensch, um überleben zu können, durch Kultur ausgleichen und ist in seiner Konstitution, statt als Naturwesen, als Kulturwesen angelegt. […] Deshalb ist sein Tun und Lassen, von geringen und vagen Instinktresten abgesehen, kein von Natur festgelegtes Sichtverhalten, sondern ein durch Sinn und Bedeutung verfasstes Handeln. Aus dieser Eigenart des Menschen als Kulturwesen entspringt alle Kultur."[46]

Die Psychologie beschäftigt sich u.a. mit den Zusammenhängen zwischen Kultur und Erleben, Verhalten eines Subjekts, wobei von einer Wechselwirkung zwischen Kultur und dem Individuum ausgegangen wird.[47] Es gibt zahlreiche psychologische Definitionen des Kulturbegriffs, ich teile die Ansicht von Triandis[48], dass alle Kulturdefinitionen in drei Punkten konvergieren. Zum einen darin, dass Kultur als psychologisch fassbare Größe erst in adaptivem, d.h. interaktivem Verhalten salient wird, zum anderen, dass Kultur aus Elementen besteht, die von mehreren Individuen geteilt werden müssen. Schließlich werden kulturelle Werte und Merkmale über Generationen hinweg „vererbt“, indem sie als Riten, Symbole, Mythen oder Bräuche in die Zukunft fortgeschrieben werde n.

Akkulturation

Das Akkulturationskonzept wurde erstmalig von amerikanischen Anthropologen im ausgehenden 19. Jahrhundert eingeführt. Seitdem haben sich unterschiedliche Vorstellungen darüber, was unter Akkulturation zu verstehen ist, entwickelt.

Die am meisten verbreitete Definition von Akkulturation in Soziologie und Psychologie stammt von Redfield, Linton und Herkovits:

„Acculturation comprehends those phenomena which result when groups or individuals having different cultures come into continuous first-hand contact with subsequent changes in the original culture patterns of either or both groups. Under this definition, acculturation is to be distinquished from culture change, of which it is but one aspect, and assimilation, which is at times a phase of acculturation.“[49]

Die Autoren unterscheiden zwischen Assimilation (die Anpassung an die Aufnahmekultur bei gleichzeitiger Aufgabe der Herkunftskultur) und Akkulturation, wobei sie Assimilation als ein Teilkomponent des Akkulturationsprozesses verstehen.

Unter Akkulturation wird also verstanden, wenn Individuen oder Gruppen in eine Kultur „hineinkommen“ und der Kontakt mit der anderen Kultur eine Veränderung entweder für die eine oder für die beiden aufeinander treffenden Kulturen mit sich bringt. Diese Annahme ist für die vorliegende Arbeit relevant. Die Veränderungen während der Akkulturation können auf den unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Die Bandbreite reicht von veränderten Ernährungsgewohnheiten, über veränderte ökonomische Situationen, die neuen Sprachkenntnisse bis hin zu psychologischen Veränderungen wie beispielsweise der Veränderung von Normen und Werten.[50]

Eine andere Definition stammt von der International Organization for Migration. Akkulturation wird hier definiert als „the progressive adoption of elements of a foreign culture (ideas, words, values, norms, behaviour, institutions) by persons, groups or classes of a given culture“[51]

Phinney, Horenczyk, Liebkind und Vedder[52] weisen darauf hin, dass die Konstrukte „ethnische Identität“ und „Akkulturation“ oftmals unscharf voneinander abgegrenzt und austauschbar verwendet werden. Laut ihrer Definition wird Akkulturation wie folgt verstanden: „ [ … ] a broader construct, however, encompassing, a wide range of behaviors, attitudes, and values, that change with contact between cultures.“[53] Unter ethnischer Identität wird der Aspekt der Akkulturation verstanden, der sich auf die Beziehung des Individuums zu seiner ethnischen Gruppe als Subgruppe der aufnehmenden Gesellschaft bezieht.[54]

Laut Esser[55] muss sich Akkulturation nicht auf ein einheitliches kulturelles System beziehen, sondern liegt auch vor, wenn sich die Übernahme kultureller Elemente auf Teilkulturen oder auf die Übernahme von Teilelementen aus der dominanten Kultur bezieht. Deshalb hat Akkulturation im Gegensatz zu Identität eher prozesshaften Charakter.

Die kulturvergleichende Psychologie unterscheidet zwischen Akkulturation von Gruppen und individueller Akkulturation[56]. Diese Unterscheidung ist hervorzuheben, da die beobachteten Bereiche unterschiedlich sind. Bei der Analyse der Akkulturation von Gruppen geht es vor allem um politische, sozioökonomische und kulturelle Veränderungen, bei individueller Akkulturation geht es vor allem um die Veränderung von persönlichen Ressourcen, mit denen Individuen unterschiedliche Voraussetzungen in den Akkulturationsprozess einbringen. Persönliche Ressourcen sind Personenmerkmale, die bei der Bewältigung von Anforderungen hilfreich und nützlich sind. Bildung, Gesundheit und Intelligenz sind Beispiele für wertvolle Ressourcen im Akkulturationsprozess.[57]

Idealerweise sollten im Akkulturationsprozess - beim so genannten Vorgang des kulturellen Verlernens[58] - Elemente der eigenen Kultur, und das gilt sowohl für Individuen aus der Aufnahme- als auch der Herkunftskultur, aufgegeben werden, weil sie nicht mehr funktional sind. Obgleich hier von einer Veränderung in beiden Gruppen die Rede ist, betrifft die Notwendigkeit zur Akkulturation vor allem Angehörige zugewanderter, nun kultureller Minderheiten, die den Anforderungen der Aufnahmegesellschaft in vielen Bereichen nachkommen müssen. Solche Veränderungen können aber auch zur Bereicherung der eigenen Kultur durch die Übernahme ausgewählter Elemente der fremden Kultur und die Entstehung einer Interkultur führen.[59]

Die Akkulturation setzt die Realisierung eines individuellen Prozesses der Enkulturation in der Herkunftsgesellschaft voraus. Die Enkulturation entspricht dem Erlernen des Wissens und der Überzeugungen der sozialen Gruppe (in der Herkunftsgesellschaft) im primären Sozialisationsprozess als Teil der Anpassung menschlicher Individuen an ihre Umgebung. Akkulturation hingegen wird dann eingeleitet, wenn Gruppen oder Individuen direkten Kontakt mit einer oder mehreren anderen Kulturgruppen erfahren. Infolgedessen treten sowohl Veränderungen in der Herkunftskultur der sich Akkulturierenden als auch in der Kultur der Aufnahmegesellschaft auf. Akkulturation ist also zweiseitig, aber nicht notwendig symmetrisch. Sie kann auch einen Kulturwandel innerhalb der Herkunftskultur, zum Beispiel durch Modernisierungsprozesse, bedeuten.[60]

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass allen Definitionen der Akkulturation zwei Komponenten zu Grunde liegen: Kontakt und Veränderung. Dabei ist der Kontakt die Interaktion zwischen Vertretern der an der Akkulturation beteiligten kulturellen Gruppen und Individuen. Die Veränderung bedeutet Wandel der kulturellen und psychologischen Phänomene, der einige Generationen und ganze soziale Strukturen und Institutionen betreffen kann.

2. Genese von Modellen zu Migration und Kultur

Bevor auf die theoretischen Ansätze von Migration und Akkulturation eingegangen wird, sollen die Ursachen der Migration von Hochqualifizierten erörtert werden, da diese eine Voraussetzung für den Akkulturationsprozess darstellen.

2.1. Ursachen der Migration von Hochqualifizierten

Laut Soziologen werden Ursachen der Migration in der Regel durch biographische Entscheidungsmodelle nach rationalistischem Muster interpretiert, so genannte Push (Druck)- und Pull (Zieh)-Modelle.[61] Beim diesem Ansatz ist die Migration auf das Zusammenspiel einzelner anziehender (Pull-) im Zielgebiet und abstoßender (Push-) Faktoren im Herkunftsland zurückzuführen.[62] Push- und Pull- Faktoren bewirken, dass ein potentieller Migrant in seiner Migrationsentscheidung im Heimatland negativ und vom Zielland positiv beeinflusst wird. Diese Faktoren können demographischer, ökonomischer, politischer, gesellschaftlicher, ökologischer, familiärer oder auch individueller Natur sein, die unabhängig von ihrem objektiven Vorhandensein subjektiv empfunden werden.[63]

Die Push-Faktoren bestimmen lediglich das Migrationspotential. Dieses muss auf eine Migrationsnachfrage stoßen (Pull-Faktoren), damit Migration wahrscheinlicher wird.[64] Ein simultanes Vorliegen von Push- und Pull-Faktoren ist also notwendige Bedingung für Migration.

Typische Push-Faktoren sind z.B. Arbeitslosigkeit, geringes Lohnniveau, hohe Steuerlast[65], Enteignung, Armut, (politische, religiöse, geschlechtliche oder sonstige) Verfolgung oder Diskriminierung oder kriegerische Auseinandersetzungen.[66]

Übliche Pull-Faktoren sind in den Zielländern z.B. ökonomische Attraktivität ausgedrückt im Wohlstandsniveau, Arbeitskräftemangel, überdurchschnittliche Einkommensmöglichkeiten (verglichen mit der Herkunftsland), (soziale, rechtliche, politische usw.) Sicherheit, Wohnkomfort, Bildungsmöglichkeiten oder Toleranz.[67]

Eine Zusammenfassung der Faktoren beider Seiten bietet nachstehende Darstellung, die von Genov[68] entnommen ist.

Abbildung 1: Faktoren, Prozesse und Auswirkungen der internationalen Migration

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei der Erklärung der Ursachen von Migration steht oft die ökonomische Rationalität im Vordergrund, was man als sehr einseitig interpretieren kann. Beaverstock[69] nennt höhere Lohnerwartungen im Ausland, ein rascheres Voranschreiten im Karrierepfad und das Sammeln von internationaler Erfahrung als Hauptmotive für eine internationale Migration. Doch die Befragung des Stifterverbandes[70] zeigt geringe Erwartungen der hoch qualifizierten Migranten bei der Karriereentwicklung nach einem internationalen Aufenthalt. Nur 24% der befragten Fach- und Führungskräfte schätzen ihren Karriereverlauf im Heimatland nach einem Auslandsaufenthalt optimistischer ein, wobei man zwischen den Nationalitäten der Auswanderer stark unterscheiden muss. Es handelt sich dabei um die Migration von Hochqualifizierten zwischen Deutschland und USA, was sich natürlich nur bedingt auf die Ost-West-Migration in Europa beziehen kann.

Auch Wolburg[71] geht davon aus, dass wirtschaftliche Gründe, vor allem höhere Entgelte und bessere Karrieremöglichkeiten, bei der Migrationsentscheidung dominieren. Im Falle Deutschlands und seiner europäischen Nachbarländer kommt hinzu, dass solche Differentiale aufgrund räumlicher Nähe und aufgrund historischer wie familiärer Verbindungen zwischen diesen Ländern besonders sichtbar sind. Doch es ist zum Beispiel nicht denkbar, dass man bei der Analyse der Ursachen der Migration und der Entscheidungen der einzelnen potentiellen Auswanderer von der wirtschaftlichen Situation und von der politischen und historischen Lage des Landes abstrahieren kann. Der individuelle Beschluss für die Auswanderungsentscheidung kann außerdem von den strukturellen (sozialen, familiären sowie ökonomischen und politischen) Prozessen der Gesellschaft beeinflusst werden[72].

Problematisch bei den Push-Pull-Ansätzen ist jedoch, dass bei ihrer Anwendung Migration meist nur im ökonomischen Zusammenhängen gesehen wird. Dabei wird die räumliche Mobilität von Menschen überschätzt, da der Wert der Immobilität von Menschen nicht erfasst wird.[73]

Ebenso wird der geschichtliche Hintergrund eines Landes vernachlässigt, da einfach von einer unterschiedlichen Faktorausstattung ausgegangen wird, ohne zu erklären, woher diese kommt, so z.B. für den Faktor Kapital in kapital-armen und -reichen Ländern.[74]

Die Abgrenzung von ökonomischen Push-Pull-Faktoren wird problematisch, denn auf welchem Niveau liegt das Existenzminimum oder die untere Grenze des Gehalts im Herkunftsland und wird damit zum Push-Faktor? Und ab welchem Betrag wird ein Angebot aus dem Zielland zum Pull-Faktor? Laut Thorn, Holm-Nielsen[75] gibt es neben den monetären Überlegungen zur Migration auch die individuellen Gründe, die von der Existenzsicherung, bis zum Streben nach Anerkennung und Selbstverwirklichung reichen, oder eine Mischung unterschiedlicher Motive sind.

Durch eine Kategorisierung der hoch qualifizierten Fachkräfte in verschiedene Berufsgruppen arbeitete Mahroum[76] unterschiedliche Motive der Migration hoch qualifizierter Fachkräfte heraus. Während finanzielle Anreize sowie konjunkturelle Unterschiede besonders bei technischen Fachkräften, bei Führungskräften und bei Unternehmern eine Rolle spielen, sind interessante Arbeitsbedingungen und anspruchsvolle Arbeitsaufgaben und das Prestige des Arbeitgebers, d.h. der Universitäten, für Studenten und Wissenschaftler von größerer Bedeutung.[77] Die Immigrationsgesetze haben für diese Gruppe eine geringere Bedeutung, während soziale Netzwerke und eine hervorgehobene Position der Einrichtung im sozialen Raum der Disziplin von größerem Gewicht sind.[78] Für Unternehmer spielen wiederum die gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem Zielland eine größere Bedeutung sowie das vorhandene Risikokapital.

Weber et al[79]. unterscheiden hingegen die Motivation nach den Herkunftsländern der Fachkräfte. Für die hoch qualifizierten Fachkräfte aus den Entwicklungsländern ist der Verdienst entscheidend, während für die Migranten aus Industrieländern Karrierevorteile und die berufliche Herausforderung die Hauptmotive sind.

Des Weiteren tragen die persönlichen Beziehungen und Informationen zwischen denen, die bereits gewandert sind und denen, die wandern wollen, entscheidend zum Wanderungsentschluss bei.[80] Insofern handelt es sich um eine Erweiterung des Push-Pull-Modells, die dem Informationsaustausch und dem Einfluss von Netzwerken in Migrationsentscheidungen Rechnung trägt, so „dass die anderen Faktoren bzw. Hypothesen dagegen verblassen“.[81] Werden die lebensweltlichen Kontakte und sozialen Netzwerke dichter, ist davon auszugehen, dass familien- oder partnerorientierte Motivationsgründe häufiger auftreten. Lebenspartner können sich beispielsweise während des Studiums kennen gelernt haben und versuchen danach wieder gemeinsam an einem Ort zu leben. Laut Stifterverband[82] geben bei einer Befragung von ausländischen Wissenschaftlern fast 40% private Gründe für ihren Aufenthalt in Deutschland an, von Fach- und Führungskräften fast die Hälfte der Befragten, wobei es nur bedingt möglich sei, die Trennung von ökonomischen und privaten Motiven in individuellen Entscheidungen nachzuvollziehen.

Findlay und Garrick[83] nennen schon Anfang 1990er Reiselust als ein weiteres Motiv von Arbeitskräften. Die internationale Mobilität mit der Berufstätigkeit zu verbinden scheint nur als eine nahe liegende Schlussfolgerung.

Als letzter Punkt ist der Hinweis auf die politischen Rahmenbedingungen in dem Herkunftsland wichtig, der über ökonomische und soziale Motive hinaus verweist. Politische Unsicherheiten und Spannungen sind ein weiteres Motiv für die Migration von hoch qualifizierten Arbeitskräften.[84]

Die Zunahme von Migration der Hochqualifizierten hängt zweifelsohne von Globalisierungsprozessen ab, die auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft Konsequenzen zeigen. Erstens hat die Globalisierung der Produktions- und Arbeitsmarktstrukturen sowohl eine Formenvielfalt als auch eine soziale Klassendifferenzierung der Migration hervorgebracht. Manager und Ingenieure bewegen sich als hoch bezahlte Beschäftigte multinationaler Unternehmen, Wissenschaftler als Angehörige der internationalisierten scientific community, Diplomaten und Beamte als Mitglieder internationaler Organisationen rund um die Welt. Auf der anderen Seite finden Migranten und Migrantinnen mit geringeren Qualifikationen als billige Arbeitskräfte in privaten Haushalten oder als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft, in der Gastronomie und im Bauwesen Verwendung. Ganz am Ende der sozialen Leiter stehen die rechtlose und ausgebeutete illegale bzw. irreguläre Arbeitsmigranten.[85]

Zweitens führten die gesellschaftlichen Veränderungen zur Herausbildung einer globalen Wissensgesellschaft, die zusammen mit der Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung die Elitenmigration fördert. Um in einer globalisierten Wirtschaft konkurrenzfähig zu bleiben, benötigen die nationalen Arbeitsmärkte, wie z.B. in Deutschland, immer mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte. Die Realität zeigt, dass es Mangel an diesen Arbeitskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrscht. In Folge dessen entwickelten sich verschiedene Netzwerke, die einen internationalen Arbeitsmarkt überhaupt ermöglichen, bzw. die Mobilität von Kompetenzen in diesem globalen Raum erleichtern.[86]

Drittens ist hervorzuheben, dass es auch eine Internationalisierung der Bildung stattgefunden hat. Die Möglichkeit im Ausland zu studieren, bedeutet eine Möglichkeit sich auf dem internationalen Arbeitsmarkt zu etablieren. Die Internationalisierung der Bildung findet auch durch eine Konvergenz und Standardisierung der Ausbildungen statt. Die Bologna-Reform an den europäischen Universitäten ermöglicht, dass man Creditpoints an verschiedenen Universitäten und in verschiedenen Ländern sammeln kann. Dies gilt auch für den Abschluss von Bachelor- oder Masterstudium.

Selbstverständlich handelt es sich hier nur um eine Auswahl der Ursachen von Migration, und nicht alle treffen auf die Hochqualifizierten aus der Tschechischen Republik zu. Die persönlichen Schicksale sind zu vielfältig, um sie alle mit ein paar Faktoren eingrenzen zu können.

2.2. Migrationstheorien

Aufgrund der Globalisierung und der gesellschaftlichen Veränderungen ist das Thema der Eingliederung von Immigranten in den letzten Jahren stärker in den Fokus des sozialwissenschaftlichen Forschungsinteresses gelangt. Das Spektrum an neuen Publikationen und an unterschiedlichen Interpretationen sowie Erklärungsansätzen nimmt dadurch ständig weiter zu.

Im Folgenden soll ein Überblick zu wesentlichen Forschungslinien zum Thema Integration bzw. Akkulturation gegeben werden. Es geht in erster Linie darum, die wesentlichen theoretischen Differenzen herauszuarbeiten und relevante Ansätze hinsichtlich der Verwendbarkeit als theoretische Basis für die vorliegende Arbeit zu identifizieren.

2.2.1. Klassische Integrationstheorien

Bereits Klassiker der Sozialwissenschaften widmeten dem Forschungsbereich Integration ihre Aufmerksamkeit. Die Anfänge gehen auf Ravenstein[87] zurück, der versuchte, die Migration mit naturwissenschaftlichen Forschungsansätzen zu erklären. In den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden die theoretischen Konzepte zur Integration ihren Ausgangspunkt in der sogenannten Chicagoer Schule[88]. Vor allem ihre Hauptvertreter R. E. Park und E. W. Burgess mit dem „race-relation-cycle“ Modell sind hier zu nennen. Das Modell, auch Assimilationsmodell genannt, geht von der Annahme aus, dass sich die Eingliederung in einem Phasenablauf ergibt. Nach der ersten Kontaktphase der unterschiedlichen ethnischen Gruppen kommt es zur Konkurrenz und zum Konflikt, und über die Phase des Arrangierens im Rahmen von Nischenbildung in der Phase der Assimilation endet.[89] Laut Park[90] entspricht dieses Modell einer unumkehrbaren Entwicklung, an deren Ende es zur Einebnung jeglicher kulturellen Unterschiede sowie zur Auflösung der ethnischen Identität kommt.

Diese anfangs weit verbreiteten Thesen der klassischen Assimilationsmodelle mussten sich im Laufe der Zeit immer wieder einer Kritik unterziehen.[91] Insbesondere der zyklische Phasenverlauf wurde durch empirische Beobachtungen widerlegt. Sie zeigen, dass die Eingliederung von Migranten weder unvermeidbar noch in jedem Falle progressiv verläuft.[92]

In den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelten Shmuel N. Eisenstadt und Milton M. Gordon[93] ihre Migrationstheorien, mit denen sie sich von der den Assimilationskonzepten zu Grunde liegenden Vorstellung distanzierten. Im Rahmen ihrer Theorien führten sie Bedingungen an, die das Gelingen einer Integration sowohl von den Zuwanderern als auch von der Aufnahmegesellschaft abhängig machen. Doch in beiden Theorien ist kein anderer Ausgang der Anpassung an die Aufnahmegesellschaft vorhanden außer jener der Assimilation in die „ core culture“. Sowohl Eisenstadt als auch Gordon verstehen Assimilation als die Aufgabe der Migranten, Änderungen so zu vollziehen, dass die Gruppenexistenz und der Gruppenidentität zugunsten der vollständigen Anpassung an die Aufnahmegesellschaft durchgeführt wird.

Nach der Darstellung der klassischen Migrationstheorien wird die Assimilation als ein unumkehrbarer radikaler Prozess dargestellt, der nach Vollzug zu einer sozialen und kulturellen Homogenität der Gesellschaft führen sollte.

Alba und Nee[94] setzten sich mit den Migrationstheorien detaillierter auseinander und kamen zum Ergebnis, dass die klassische Auffassung von Assimilation zwei Aspekte nicht beachtet. Zum einen zeigen sie im Bezug auf die Assimilationstheorie von Gordon auf, dass die amerikanische Aufnahmegesellschaft nicht sozial und kulturell homogen ist. Zum anderen gehen sie davon aus, dass eine Wechselbeziehung zwischen der ethnischen Zugehörigkeit der Einwanderer und der amerikanischen Gesellschaft bestehen muss[95], was folglich zu einer Anpassung beider Gruppen (Einwanderer und Einheimische) aneinander führen sollte. Diese Kritik an den klassischen Assimilationstheorien bestätigen Alba und Nee mit einem empirischen Beweis, dass im Jahre 2000 in Los Angeles 45% der Bevölkerung Hispanier, 12% Asiaten und nur 31% Euro-Amerikaner waren. Eine Assimilation an die Mehrheitsgesellschaft (Euro-Amerikaner) ist hiermit praktisch unwahrscheinlich, da die Euro-Amerikaner zahlenmäßig keine Mehrheitsgesellschaft mehr darstellen. Die USA sind im Vergleich zu europäischen Nationalstaaten ein Sonderfall, da sie historisch eher als traditionell multiethnisch anzusehen sind.

Einen weiteren Kritikpunkt beschreibt Nauck[96] mit dem Phänomen „ethic revival“ bei türkischen Migrantensöhnen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die türkischen Migrantensöhne sowohl höhere ökonomisch-utilitaristische Erwartungen als auch stärkere normative Geschlechtsrollenorientierungen und stärkere Kontrollüberzeugungen als ihre Väter haben. Dies deutet darauf hin, dass die Väter sich aufgrund utilitaristische Erwartungen an Kinder an die Aufnahmegesellschaft im Sinne klassischer Assimilationstheorien annähern, während ihre Söhne sich von der Aufnahmegesellschaft in dieser Hinsicht distanzieren. Das Phänomen des ethic revival wird in den klassischen Migrationstheorien nicht angesprochen.

Da die klassischen Migrationstheorien nicht mehr im Einklang mit einigen empirischen Befunden standen, war eine Erweiterung bzw. eine Ergänzung derer notwendig. Während sie noch von einem linearen Anpassungsprozess an die Aufnahmegesellschaft ausgehen, wird dies in den neueren Migrationstheorien nicht mehr angenommen. Die neueren Migrationstheorien beschäftigen sich vor allem mit den veränderten Bedingungen der Migration, welche durch den Strukturwandel der kapitalistischen Gesellschaft im 20. Jahrhundert bewirkt wurden.

Das erweiterte Migrationsmodell von Esser und die neue Perspektive von Berry wird im Folgenden veranschaulicht.[97]

2.2.2. Neuere Migrationstheorie von Esser

Hartmut Esser gehört mit seiner im Jahr 1980 veröffentlichten Habilitation mit dem Titel „Aspekte der Wanderungssoziologie“ zu den bekanntesten und vielzitierten Theoretikern in der Soziologie des deutschsprachigen Raumes. Esser beschäftigt sich in seiner Theorie sowohl mit makrosozialen Rahmenbedingungen und deren Folgen für Migranten als auch von einer mikrosoziologischen Ebene ausgehend mit der Eingliederung von Personen in ein Gesellschaftssystem und versucht, empirische Ansätze zu integrieren. Er spricht bei Prozessen der Re-Sozialisierung und Re-Organisation von Eingliederung und geht von der Annahme aus, dass alle sozialen Prozesse im Rahmen der Migration aus dem interessengeleiteten Handeln von Individuen hervorgehen, die gleichzeitig von Umgebungspotentiale beeinflusst sind.[98] Des weiteren schließt er in die Betrachtung seiner Theorie die Wahrnehmungen und die Bewertungen der handelnden Personen ein.[99]

Laut Esser ist Integration kein eindimensionaler Prozess. Er gliedert den Prozess der Integration in Anlehnung an amerikanische Vorbilder in vier Dimensionen: kognitive (kulturelle Assimilation), soziale (Interaktion mit Einheimischen), strukturelle (Positionierung in verschiedenen Strukturen durch den Akteur)[100] und identifikative (Identifizierung mit den Umständen in der Aufnahmegesellschaft). Diese vier Dimensionen haben eine kausale Beziehung, indem sie sich in ihren Ausprägungen gegenseitig verstärken oder abschwächen können.

Die Assimilationsthese wird folgendermaßen begründet: Die kognitive, insbesondere die sprachliche Assimilation geht der strukturellen Assimilation, sprich Chancengleichheit, voraus. Kognitive und strukturelle Assimilation bedingen sich gegenseitig und beide bilden die Voraussetzung für die soziale und - schließlich die letzte Phase - die identifikative Assimilation. Der Migrant kann nach jedem Assimilationstyp seine Adaptation in die Aufnahmegesellschaft unterbrechen. Daraus ist ersichtlich, dass die Assimilation in das Aufnahmesystem nicht vollständig vollzogen sein muss. Der Grad der Assimilation reicht von „nicht assimiliert“ bis „vollständig assimiliert“, wobei dieser von den individuellen Ressourcen und den vorgefundenen Opportunitätsstrukturen abhängt.[101]

Esser stellt die „Assimilation“ also den „Zustand der Ähnlichkeit“ des Einwanderers mit der Aufnahmegesellschaft als zentrale Erklärungsdimension des Eingliederungsprozesses in den Mittelpunkt seiner Analysen. „Die Sozialintegration in die Aufnahmegesellschaft ist […] eigentlich nur in der Form der Assimilation möglich“[102] Dadurch beschränkt sich der Gültigkeitsbereich seiner Theorie auf „ethnisch zum Aufnahmesystem unterschiedliche Personen“.[103] Diese Beschränkung lässt auch einen bedeutsamen Aspekt außer Betracht. Es handelt sich um die Möglichkeit der Existenz von Anpassungsprozessen einer Mehrheit an eine zugewanderte Minderheit. Schon 1959 hat in Deutschland der Sozialpsychologe und Austauschforscher Dieter Dancwortt darauf hingewiesen:

„Internationaler Kontakt ist keine Einbahnstraße. Die Beeinflussung geht in zwei Richtungen, und auch der Gastgeber wird von seinem Gast beeinflusst.“[104]

Laut Esser bildet Segregation der Migranten den Gegenpol zu Integration. Segregierte Minderheiten sind ausgegrenzte Gruppen und können als solche nicht am Leben der dominierenden Gesellschaft teilnehmen. Demzufolge kann eine gelungene Integration – d.h. Chancengleichheit im Bildungssystem, auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu wichtigen Institutionen, auch beim Zugang zu den Medien – nur erfolgen, wenn sich die Minderheiten kulturell assimilieren.[105]

Diese Integrationstheorie betrachten die Soziologen Rainer Geißler und Horst Pöttker[106] angesichts der Entwicklung von modernen multikulturellen Gesellschaften als nicht mehr akzeptabel. Denn Integration darf nicht die vollkommene Abschaffung von kultureller Identität bedeuten und dies auch in normativer Perspektive nicht verlangen. Geißler und Pöttker weisen ebenso darauf hin, dass es heute mit dem Konzept der interkulturellen Integration[107] gearbeitet wird. Dieses Konzept betrachten die beiden Soziologen als einen Mittelweg zwischen Assimilation und Segregation, der auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Konzept der assimilativen Integration aufweist und nach „einer ausgewogenen Balance zwischen dem Recht der Minderheiten auf gleichberechtigte und gleichwertige kulturelle Differenz und der Forderung der Mehrheit nach (partieller) Akkulturation und Anpassung“[108] sucht. Auf den Begriff der interkulturellen Integration in Bezug auf die Hochqualifizierten tschechischer Herkunft wird im Schlussteil dieser Arbeit genauer eingegangen.

Das vorgestellte Assimilationsmodell von Esser aus dem Jahr 1980 könnte den klassischen Migrationstheorien zugeordnet werden, da er ähnlich wie Gordon das Ende eines jeden Migrationsprozesses durch einen bestimmten Grad an Assimilation beschreibt. In den Jahren 1990 und 2000 erweiterte Esser seine Theorie, indem er seine Sozialintegration (Mehrfachintegration, Assimilation, Segmentation, Marginalisierung) ausdifferenziert. Durch diese Erweiterung erscheint es gerechtfertigt, Essers Migrationstheorie auch den neueren Migrationstheorien zuzuordnen. In der erweiterten Analyse generiert er zwei dichotome Dimensionen: Die sozial-strukturelle Assimilation steht der sozial-kulturellen Pluralisierung, Segmentation oder Marginalisierung gegenüber. Daraus entwickelt Esser eine weitere Grundannahme: Ethnokultureller Pluralismus erzeugt ethnische Schichtung, dies bedeutet: ethnokultureller Pluralismus und strukturelle Assimilation/Integration seien nicht miteinander vereinbar. Daraus zieht Esser den folgenden Schluss: „Die multiethnische Gesellschaft in der Form einer multikulturellen Gesellschaft […] ist allem Anschein nach nichts als ein schöner Traum.“[109]

An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass Esser seine „allgemeine Theorie“ ausschließlich anhand zweier Migrationsgruppen in einer Mehrheitsgesellschaft entwickelt hat. Dies waren die Gruppen der ArbeitsmigrantInnen aus der Türkei und aus dem ehemaligen Jugoslawien in Deutschland.[110] Es stellt sich die Frage, ob diese Theorie ihren Anspruch auf Allgemeingültigkeit gerecht werden kann und ob sie für die Eingliederung von AkademikerInnen geeignet ist, die unter völlig anderen Rahmenbedingungen in Deutschland eingewandert sind, einen speziellen Rechtsstatus haben und die sich auch in Bezug auf ihr Bildungsniveau stark von den seit Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts angeworbenen ausländischen Arbeitnehmern (den sogenannten „Gastarbeitern“) unterscheiden.

2.3. Akkulturation

Ausgehend von den oben genannten Definitionen von Akkulturation[111] wird verdeutlicht, welche unterschiedliche Ansichten es in der Forschung bezüglich des Konzepts der Akkulturation und die damit verbundene Kontroverse über Dimensionalität von Akkulturation gibt.

2.3.1. Dimensionen der Akkulturation

In den früheren Arbeiten zu Akkulturationsprozessen (siehe Gordon, 1964) lag ein eindimensionales Konzept von Akkulturation zugrunde, d.h. es handelte sich dabei um einen einseitigen Anpassungsprozess der Herkunftskultur an die Aufnahmekultur. Dieser Betrachtungsweise entsprechend kann Akkulturation mit Assimilation gleichgesetzt werden.[112]

Dem eindimensionalen Akkulturationsmodell steht ein zweidimensionales Konzept von Akkulturation gegenüber, der aus der Kritik entstand, dass die Annäherung an die Aufnahmekultur nicht gleichzeitig automatisch einen Verlust der Herkunftskultur bedeuten muss.[113] Es handelt sich dabei um zwei voneinander unabhängige Prozesse. Demnach ist es für Individuen möglich in Bezug auf eine, beide oder keine der beiden Kulturen akkulturiert zu sein.[114]

Eindimensionale Modelle gingen davon aus, dass eine schnelle Übernahme der Mehrheitskultur dazu führt, die Identitäts-, Werte- und Normenkonflikte auf Seiten der Minderheit zu vermeiden, und damit zu einer erfolgreichen Anpassung der Migranten beiträgt.[115] Zweidimensionalen Modellen liegt die Erfahrung zugrunde, dass eine einseitige Anpassung an die Aufnahmekultur bei gleichzeitiger Aufgabe der Herkunftskultur zu Stress, niedrigem Selbstwert und Leistungsdefiziten auf Seiten der akkulturierenden Gruppe führen kann.[116] Diese neueren Modelle vertreten die Einsicht, dass es für die Minderheiten vorteilhaft ist, sich einerseits mit der eigenen Herkunftskultur zu identifizieren und andererseits an der Aufnahmekultur teilzuhaben. Implizit betonen die zweidimensionalen Modelle, dass Bikulturalismus bzw. die Integration beider Kulturen der adaptivste Akkulturationsstil ist.[117] Der Kontakt zu beiden Kulturen fördert die Flexibilität und Wahlmöglichkeit einer Person und erhöht das Ausmaß der verfügbaren kulturellen Ressourcen und sozialen Unterstützung.

2.3.2. Entwicklung von Forschungsansätzen zur Akkulturation

Die zeitgenössische Akkulturationsforschung unterscheidet drei theoretische Hintergründe:[118]

- Akkulturation als Stress-Bewältigungsansatz
- Akkulturation als kulturelles Lernen
- Akkulturation als Identifikationsprozess

Der Stress-Bewältigungsansatz bezieht sich auf den bekannten allgemein-psychologischen Stress-Bewältigungsmodell[119] und geht davon aus, dass die Migration durch den Wechsel in eine neue Kultur eine kritische Lebensphase darstellt und dies sich je nach Bewältigungskompetenz auf Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und gesundheitlichen Zustand der Migranten auswirken kann.[120] Der kultureller Lernansatz analysiert die Anpassungsprozesse, die auf der Ebene des Verhaltens unter der Bedingungen des Kulturkontakts stattfinden. Der Ansatz geht davon aus, dass der Erwerb von neuen Fähigkeiten, Kenntnissen, Fertigkeiten für die Bewältigung der Interaktion und Kommunikation im neuen kulturellen Kontext unabdingbar ist.[121] In diesem Zusammenhang spricht man von einer soziokulturellen Anpassung einer Person.[122]

Bei dem Identifikationsansatz liegt der Fokus bei der Selbstzuordnung eines Individuums zur kulturellen Herkunftsgruppe und/oder zur kulturellen Gruppe des Aufnahmelandes, was im Zusammenhang mit individuellen bzw. gruppenspezifischen Akkulturationsorientierungen steht.[123] Da diese Forschungsrichtung von besonderem Interesse für die vorliegende Arbeit ist, wird sie anhand von theoretischen Grundlagen zur Entwicklung kultureller Identität[124] im Hinblick auf die Akkulturation und kulturelle Identität dargestellt.

2.3.3. Akkulturationstheorie von Berry

Das verbreitetste zweidimensionale Akkulturationsmodell stammt vom kanadischen Psychologen und Migrationsforscher John W. Berry und seinen Mitarbeitern.[125] Unter Akkulturation verstehen die Autoren die Veränderung der gebrachten Kulturmuster von Migrantengruppen oder -individuen aufgrund des fortgesetzten direkten Kontakts mit der Aufnahmegesellschaft.[126]

Berry differenziert, aufbauend auf der Arbeit von Graves[127], zwischen der Akkulturation auf individueller Ebene und Akkulturation auf Gruppenebene.[128] Die Anpassung von Migranten an eine neue Kultur, Annahme oder Ablehnung dieser bringt psychische Veränderungen mit sich. Berry nennt diese Anpassung „psychologische Akkulturation“, die als ein individueller Prozess betrachtet wird.[129] Laut Berry beschreibt der Begriff „psychologische Akkulturation“ die Erfahrungen der Immigranten als den Prozess der Veränderung von Individuen, wobei die Individuen einerseits durch den Kontakt mit einer anderen Kultur beeinflusst und andererseits durch die gesamten akkulturativen Veränderungen betroffen sind, die in der eigenen Kultur stattfinden.[130]

Auf Gruppenebene bedeutet Akkulturation die Veränderung von sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen sowie Einstellungen des Aufnahmesystems zu den Migranten, während Akkulturation auf individueller Ebene Veränderungen von Identität, Einstellungen und Werten bewirken.[131] Wenn sich die Akkulturation auf der Gruppenebene durch sozialen, ökonomischen und politischen Veränderungen auszeichnet, führt die Akkulturation auf der individuellen Ebene zu Änderungen im Verhalten, zu akkulturativem Stress und zu psychopathologischen Änderungen.[132] Der Akkulturationsprozess ist als variabel anzusehen, da er von persönlichen Eigenschaften, von der Gruppenentwicklung sowie von moderierenden Faktoren beeinflusst wird. Die moderierenden Faktoren, die vor und während der Akkulturation bestehen, können je nach Ausprägung Risiko- oder Schutzfaktoren sein.[133] Zu den vor der Akkulturation wirkenden Faktoren zählen Alter, Geschlecht, Erziehung, Migrationsmotivation, Erwartungen, Aspekte der Persönlichkeit sowie Bildung. Letztere ist mit dem wirtschaftlichen Status eng verbunden ist, der ebenfalls eine bedeutende Rolle im Akkulturationsprozess spielt.

Moderierende Faktoren während der Akkulturation sind dessen Aufenthaltsdauer, Akkulturationsorientierungen, soziale Unterstützung der Familie, gesellschaftliche Einstellungen, und Spracherwerb.[134] Der Akkulturationsprozess ist beendet, wenn eine langfristige Anpassung an die Gesellschaft eintritt. Berry[135] unterscheidet die langfristige Anpassung in die psychologische, die soziokulturelle und ökonomische Anpassung.[136] Die psychologische Anpassung schreibt Berry einem Zustand zu, in dem die Migranten sich gefühlsmäßig in die neue Aufnahmekultur eingelebt haben und gewisse Zufriedenheit mit dem Aufnahmeland aufweisen. Unter der soziokulturellen Anpassung versteht er das Zurechtfinden und die Bewältigung in den alltäglichen Bereichen, z.B. Familie, Schule und Beruf, während bei der ökonomischem Anpassung der Aspekt der eines effektiven Handels im neuen soziokulturellen Kontext hinzukommt.

[...]


[1] Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist eine Internationale Organisation mit 30 Mitgliedsländern, die sich Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen. Die meisten OECD-Mitglieder gehören zu den Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und gelten als entwickelte Länder.

[2] Vgl. Redfield/Linton/Herskovits, 1936, zit. nach Berry, John W.: Acculturation and Psychological Adaption, In: Bade, Klaus J. (Hrsg.): Migration – Ethnizität – Konflikt, Osnabrück 1996, S. 171.

[3] Siehe Kapitel 1.4. in dieser Arbeit

[4] Vgl. Nauck, Bernhard: Akkulturation. Theoretische Ansätze und Perspektiven in Psychologie und Soziologie, In: Kalter, Frank: Migration und Integration, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 48/2008, Wiesbaden 2008, S. 108ff.

[5] Vgl. Koschmal, Walter/ Nekula, Marek/ Rogall, Joachim: Deutsche und Tschechen. Geschichte – Kultur – Politik, München 2001.

Vgl. Grotz, Peter: Die Vertreibung. Böhmen als Lehrstück, München 2003.

[6] Die zeitliche Abgrenzung ist für die vorliegende Arbeit relevant, da es sich vor dem Jahr 1989 um die Fluchtmigration handelt. Menschen flüchteten aus einem isolierten Regime unter repressiven Bedingungen. Ab dem Jahr 1989 handelt es sich um die Menschen, die nach der Grenzöffnung über das Fortgehen aus der Heimat frei entscheiden konnten.

[7] Vgl. Hoffmann, Dagmar: Identitätsverlust und Identitätsgewinn über mediale Welten verschiedener Kulturen, Bielefeld 2006, S. 29.

Vgl. Jäger, Cordula: Akkulturation auf der Ebene des Verhaltens, Diss., Osnabrück 2005, S. 57 ff .

[8] Vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland: MigrantInnen – Definition, In: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund/Begriffserlaeuterungen/Migranten__innen,templateId=renderPrint.psml, Zugriff am: 21.12.2010

[9] Vgl. Zuwanderungsgesetz 2005, In: www.bmi.bund.de, Zugriff am: 21.12.2010

[10] Vgl. OECD: The Measurement of Scientific and Technological Activities, Manual on the Measurement of Human Resources Devoted to S&T ("Canberra Manual"), OECD, Paris 1995.

[11] Vgl. OECD: The Global Competition for Talent: Mobility of the highly skilled, OECD, Paris 2008.

[12] Vgl. Winkelmann, Rainer/ Kunze, Astrid/ Locher, Lilo/ Ward, Melanie: Die Nachfrage nach internationalen hochqualifizierten Beschäftigten, IZA Research Report No. 4, Bonn 2001.

Vgl. Englmann, Bettina/Müller, Martina: Brain Waste. Die Anerkennung von ausländischen Qualifikationen in Deutschland, Augsburg 2007.

[13] Vgl. Velling, Johannes : Immigration und Arbeitsmarkt. Eine empirische Analyse für die Bundesrepublik Deutschland, Baden-Baden 1995, S. 125.

[14] Vgl. Kühne, Peter/ Rüßler, Harald: Die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge in Deutschland, Frankfurt/New York 2000, S. 283.

[15] Zit. nach Kühne/Rüßler: Die Lebensverhältnisse, 2000, S. 320.

[16] Vgl. Maur, Dagmar: Welche Zielgruppe werden vom Akademikerprogramm gefördert?, In: OBS (Hrsg.): Qualifizierte Zuwanderinnen und Zuwanderer erfolgreich integriere, Das Akademikerprogramm der Otto Benecke Stiftung, St. Augustin 2005, S. 5f.

[17] Ebda., S. 6.

Vgl. Gruber, Sabine/Rüßler, Harald: Hochqualifiziert und arbeitslos. Jüdische Kontingentflüchtlinge in Nordhein-Westfalen. Problemaspekte ihrer beruflichen Integration. Eine empirische Studie, Opladen: Leske und Budrich 2002, S. 35f..

Vgl. Haug, Sonja: Working Papers 2/2005: Jüdische Zuwanderer in Deutschland. Ein Überblick über den Stand der Forschung, Nürnberg 2005, S. 3.

[18] Vgl. Wolter, Achim: Globalisierung der Beschäftigung. Multinationale Unternehmen als Kanal der Wanderung Höherqualifizierter innerhalb Europas, Baden-Baden 1997, S. 69

Vgl. Stifterverband für die deutsche Wissenschaft (Hrsg.): Brain Drain – Brain Gain. Eine Untersuchung internationaler Berufskarrieren, durchgeführt von Bachaus, Beate/Ninke, Lars/Over, Albert, 2002, S. 20, In: www.ges-kassel.de/download/BrainDrain-BrainGain.pdf, Zugrif am: 03.01.2011.

[19] Vgl. Beaverstock, Jonathan V.: Revisiting High-Waged Labor-Market Demand in the Global Cities-British Professional and Managerial Workers in New-York-City. International Journal of Urban and Regional Research, 20. Jg. (1996b), S. 432.

[20] Ebda., S. 433f.

[21] Vgl. Stifterverband: Brain-Drain, 2002, S. 21f.

[22] Vgl. Nohl, Arnd-Michael: Jenseits der Green Card. Potenziale hochqualifizierter Migrantinnen und Migranten in Deutschland, S. 5f, In: http://www.loccum.de/material/staat/greencard/nohl.pdf , Zugriff am 03.01.2011.

[23] Bei Kontingentflüchtlingen handelt es sich um eine privilegierte Sondergruppe unter den Ausländern, die nach der Aufnahme in Deutschland eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erhalten, die Rechtsstellung von Flüchtlingen und damit einen besonderen Ausweisungsschutz genießen., In: http://www.aufenthaltstitel.de/stichwort/konti.html, Zugriff am 05.01.2011

[24] Vgl. Gruber/Rüßler: Hochqualifiziert und arbeitslos, 2002, S. 42.

[25] Vgl. Hiebert, Daniel: Local Geographies of Labor Market Segmentation: Montreal, Toronto and Vancouver, In: Economic Geographer, 75. Jg. (1999), S. 345.

Vgl. Bauder, Harald: „Brain abuse“, or the devaluation of immigrant labour in Canada, In: Antipode, 35. Jg. (2003), S. 703.

[26] Vgl. Hillmann, Felicitas/Rudolph, Hedwig: Via Baltica. Die Rolle westlicher Fach- und Führungskräfte im Transformationsprozess Lettlands, WZB Discussion Paper FS 198-106, Berlin 1998, S. 6.

[27] Vgl. Han, Petrus: Soziologie der Migration, Lucius & Lucius, Stuttgart 2000, S. 7.

[28] Vgl. Heberle, Rudolf: Theorie der Wanderungen. Soziologische Betrachtung, In: Schmollers Jahrbuch, 4. Jg. (1955), S. 2.

[29] Vgl. Treibel, Anette: Migration, In: Baur, Nina/Korte, Hermann/Löw, Martina/Schroer, Markus (Hrsg.): Handbuch Soziologie, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008, S. 295f.

[30] Vgl. Bilsborrow, Richard E.: The state of the art, In: Bilsborrow, Richard E.(Hrsg.): Migration, urbanisation, and development: New directions and issues. Norwell, Dordrecht: Kluwer 1998, S. 3.

[31] Vgl. Radice von Wogau, Janine/Eimmermacher, Hanna/Lanfranchi, Andrea (Hrsg): Therapie und Beratung von Migranten. Systemisch-interkulturell denken und handeln, 1. Aufl., Beltz Verlag Weinheim 2004, S. 9

[32] Zit. nach Ebda., S. 46

[33] Ebda., S. 47.

[34] Vgl. Treibel, Anette: Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit, München 2003, S. 19ff.

[35] Vgl. International Organization for Migartion (IOM): International Migration Law. Glossary on Migration. Genf: IOM 2000.

[36] Vgl. International Migration Report 2002, New York 2003: UN.

[37] Vgl. Bade, Klaus, J.: Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Beck, München 2002.

[38] Zit. nach ebda., S. 23.

[39] Ebda., S. 24.

[40] Vgl. Bevölkerung mit Migrationshintergrund, Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Reihe 2.2. 2005, In:

httpww.ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1020313

Zugriff am 21.12.2010

[41] Vgl. Hofstede, Geert: Interkulturelle Zusammenarbeit. Kulturen, Organisationen, Management, Wiesbaden 1993, S. 18.

[42] Vgl. Hofstede: Interkulturelle Zusammenarbeit, 1993, S. 19.

[43] Zit. nach Oberbichler, Petra: Über Kultur und Kulturbegriff. Kulturbegriff in klassischen und modernen Kulturtheorien. Eine theoretische Reise durch Definitionen des Kulturbegriffs, Diplomarbeit, Wien 2002, S. 20.

[44] Ebda., S. 11.

[45] Zit. nach Herzog, Walter: Die Schule und die Pluralität ihrer Kulturen. Für eine Neufassung des pädagogischen Kulturbegriffs, In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2. Jg. (1999), S. 232.

[46] Zit. nach Friedrich H. Tenbruck: Die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft. Der Fall der Moderne, Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1989, S. 15

[47] Vgl. Straub, Jürgen/Thomas, Andreas: Positionen, Ziele und Entwicklungslinien der Kulturvergleichenden Psychologie, In: Thomas, Andreas (Hrsg.): Kulturvergleichende Psychologie . 2. Aufl., Göttingen: Hogrefe 2003, S.38.

[48] Vgl. Triandis, Harry C.: Theoretical and methodological approaches to the study of collectivism and individualism, In: Kim, Uichol/Triandis, Harry C. et al (Hrsg.): Individualism and collectivism, Thousand Oaks, CA: Sage 1994, S. 41ff.

[49] Redfield/Linton/Herkovits 1936, zit. nach Berry, John W.: Acculturation and Psychological Adaption, In: Bade, Klaus J. (Hrsg.): Migration – Ethnizität – Konflikt, Osnabrück 1996, S. 171

[50] Vgl. Berry, John W.: Immigration, acculturation and adaptation. Applied Psychology, In: International Review, 46 (1). Jg. 1997, S. 12ff.

[51] Zit. nach International Organization for Migartion (IOM): International Migration Law. Glossary on Migration. Genf: IOM 2004, S. 5.

[52] Vgl. Phinney, Jean S./Horenczyk, Gabriel/Liebkind, Karmela/Vedder, Paul (Hrsg.): Ethnic identity, immigration, and well-being: An interactional perspective. Journal of Social Issues, 57. Jg. (2001), H. 3, S. 493ff.

[53] Zit. nach ebda., S. 497.

[54] Vgl. Phinney, Jean S.: Ethnic identity in adolescents and adults: Review of research, In: Psychological Bulletin, 108. Jg. (1990), S. 499ff.

[55] Vgl. Esser, Hartmut: Aspekte der Wanderungssoziologie: Assimilation und Integration von Wanderern, ethnischen Gruppen und Minderheiten. Eine handlungstheoretische Analyse. Darmstadt: Hermann Luchterhand Verlag 1980, S. 33f.

[56] Vgl. Graves, Theodore D.: Psychological acculturation in a triethnic community. South Western Journal of Anthropology, 23. Jg. (1967), S. 342.

[57] Vgl. Graves: Psychological acculturation,1967, S. 341f.

[58] Vgl. Berry, J. W.: Immigration, 1997, S. 22f.

[59] Vgl. Camilleri, Carmel/Malewska-Peyre, Hanna: Socialization and identity strategies, In: John W. Berry et al. (Hrsg.): Handbook of cross-cultural psychology, Vol. 2, Boston: Allyn & Bacon 1997, S. 41ff.

Vgl. Trommsdorff, Gisela: Internationale Kultur? Kulturpsychologische Aspekte der Globalisierung, In: Gogolin, Ingrid/Nauck, Bernhard (Hrsg.): Migration, gesellschaftliche Diffenzierung und Bildung, Opladen: Leske und Budrich 2000, S. 393f.

[60] Vgl. Schönpflug, Ute: Migration aus kulturvergleichender psychologischer Perspektive, In: Thomas, Alexander; Kulturvegleichende Psychologie, Göttingen 2003, S. 519.

[61] Vgl. Han: Soziologie, 2000, S. 14.

[62] Vgl. Nuscheler, Franz: Internationale Migration, Flucht und Asyl, 2. Auflage, Wiesbaden 2004, S. 32.

[63] Vgl. Han: Soziologie, 2000, S. 15

[64] Vgl. Fischer, Peter A./Straubhaar, Thomas: Ökonomische Integration und Migration in einem Gemeinsamen Markt: 40 Jahre Erfahrung im Nördischen Arbeitsmarkt, Bern 1994, S. 96.

[65] Vgl. Fox, William F./Herzog, Henry W./Schlottmann, Alan M.: Metropolitan Fiscal Structure and Migration, In: Journal of Regional Science, No. 29. Jg. (1989), S. 529.

[66] Vgl. Nuscheler: Internationale Migration, 2004, S. 33f.

[67] Ebda., S. 34.

[68] Genov, Nikolai: Labour for Sale in the Globalmarket, In: Savvidis, Tessa (Hrsg.): International Migration. Local Conditions and Effects, Osteuropa-Institut der FU-Berlin 2009, H. 3, S. 13.

[69] Vgl. Beaverstock: Revisiting, 1996b, S. 427 und 439f.

[70] Vgl. Stifterverband: Brain-Drain, 2002, S. 27.

[71] Vgl. Wolburg, Martin: On Brain Drain, Brain Gain and Brain Exchange within Europe, HWWA Studies of the Hamburg Institute of International Economics, No. 61; Baden-Baden 2001, S. 42.

[72] Vgl. Chies, Laura: Das Migrationsproblem in der Europäischen Gemeinschaft: theoretische und empirische Analyse der Bestimmungsfaktoren und Folgen internationaler Arbeitskräftewanderungen, Frankfurt am Main 1994, S. 16f.

[73] Vgl. Straubhaar, Thomas: Migration im 21. Jahrhundert: von der Bedrohung zur Rettung sozialer Marktwirtschaften?, Tübingen, Mohr Siebeck 2002, S. 32.

[74] Ebda., S. 33f.

[75] Vgl. Thorn, Kristian/Holm-Nielsen, Lauritz B.: International Mobility of Researchers and Scientists, Research Paper No. 83/2006, S. 5.

[76] Vgl. Mahroum, Sami: Highly Skilled Globetrotters – Mapping the International Migration of Human-Capital. R & D Management 30. Jg. (2000a), H. 1, S. 23ff.

[77] Ebda., S. 29.

[78] Ebda., S. 26f.

[79] Vgl. Weber, Wolfgang/Festing, Marion/Dowling, Peter J./Schuler, Randall S.: Internationales Personalmanagement, 2. Aufl., Wiesbaden: Gabler 2001, S. 43f.

[80] Vgl. Treibel, Anette: Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht, Weinheim, München: Juventa 2003, S. 40.

[81] Zit. nach ebda., S. 42.

[82] Vgl. Stifterverband: Brain-Drain, 2002, S. 39.

[83] Vgl. Findlay, Allan M./Garrick, Lesley: Scottish Emigration in the 1980s: a Migartion Channels Approach to the Study of Skilled International Migration, In: Transactions of the Institute of British Geographers (NS) 1990, S. 187.

[84] Vgl. Borjas, George J.: Assimilation, changes in cohort Quality, and the Earnings of Immigrants, In: Journal of Labor Economics, Vol. 3. Jg. (1985), S. 484.

[85] Vgl. Martin, Quido, 2007, Projektarbeit an der Universität Bielefeld, S.29f. http://www.uni-bielefeld.de/(de)/soz/iw/projekte/projekteabgeschlossen.html, Zugriff am 27.12.2010

[86] Vgl. Nuscheler, Franz: Globalisierung und ihre Folgen: Gerät die Welt in Bewegung?, In: Butterwegge, Christoph/ Hentges, Gudrun (Hrsg.) : Zuwanderung im Zeichen der Globalisierung. Migrations-, Integrations- und Minderheitenpolitik, Wiesbaden 2009, S.26.

[87] Vgl. Ravenstein, 1889 zit. nach Han: Soziologie, 2000, S. 39f.

[88] Am Institut für Anthropologie und Soziologie an der University of Chicago wurde seit dem frühen 20. Jahrhundert die soziologische Chicagoer Schule betrieben, die sich auf die Forschungsarbeit mit Schwerpunkt u.a. Stadtsoziologie, Minderheiten- und Subkulturenstudien bezieht, In: www.wikipedia.de, Zugriff am 15.01.2011

[89] Vgl. Han: Soziologie, 2000, S. 42f.

[90] Vgl. Park, Robert E.: The Nature of Race Relation, In: Park, Robert E. (Hrsg.): Race und Culture, Glencoe, III., 1950, S. 115.

[91] Vgl. Treibel: Migration, 2003, S. 97.

[92] Vgl. Han: Soziologie, 2000, S. 44.

[93] Vgl. Eisenstadt, Shmuel Noah: The absorption of immigrants. London: Routledge & Kegan Paul Ltd 1954.

Gordon, Milton M.: Assimilation in American Life. The Role of Race, Religion and National Origins. New York: Oxford University Press 1964.

[94] Vgl. Alba, Richard/ Nee, Victor: Assimilation und Einwanderung in den USA, In: Bade, Klaus J./Bommes, Michael (Hrsg.): Migration – Integration – Bildung. Grundfragen und Problembereiche, IMIS-Beiträge, Osnabrück 2004, H. 23, S. 25f.

[95] Ebda, S. 26.

[96] Vgl. Nauck, Bernhard: Eltern-Kind-Beziehungen in Migrantenfamilien- ein Vergleich zwischen griechischen, italienischen, türkischen und vietnamesischen Familien in Deutschland, In: Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend (Hrsg.): Expertisen zum sechsten Familienbericht, Band 1: Familien ausländischer Herkunft in Deutschland. Empirische Beiträge zur Familienentwicklung und Akkulturation, Opladen: Leske + Budrich 2000, S. 383.

[97] Weiterhin wurden andere neue Theorien entwickelt, in denen sich ein Paradigmenwechsel manifestierte: Assimilation, ethnisch plurale Gesellschaft, Migration von Frauen, Transnationalismus, Migration aus der Sicht der Systemtheorie und der Wirtschaftswissenschaften. Diese hier näher zu erwähnen würde den Rahmen der Arbeit sprengen.

[98] Vgl. Esser: Aspekte, 1980, S. 20.

[99] Ebda., S. 23.

[100] Esser misst dem Einbezug des Akteurs in eine Gesellschaft eine hohe Bedeutung bei, da über diesen Vorgang eine Person in ein bereits bestehendes und mit Positionen versehenes soziales System eingegliedert wird.

[101] Vgl. Esser: Aspekte, 1980, S. 35f.

[102] Zit. nach Esser, Hartmut: Integration und ethnische Schichtung, In: Arbeitspapiere Mannheimer Zentrum

für Europäische Sozialforschung (Bd. 40). Mannheim 2001, S. 36, In: http://www.mzes.uni

mannheim.de/publications/wp/wp-40.pppppppppdf, Zugriff am: 13.03.2011.

[103] Vgl. Esser: Aspekte, 1980, S.13.

[104] Zit. nach Danckwortt, Dieter: Probleme der Anpassung an eine fremde Kultur – eine sozialpsychologische Analyse der Auslandsausbildung, Carl-Duisberg-Gesellschaft für Nachwuchsförderung e.V., Köln 1959, S. 187.

[105] Vgl. Geißler, Reiner/Pöttker, Horst (Hrsg.): Mediale Integration von Migranten. Ein Problemaufriss, In: Integration durch Massenmedien. Mass Media-Integration, Bielefeld 2006, S. 18.

[106] Ebda., S. 18f.

[107] Ebda., S. 19.

[108] Zit. nach ebda., S. 19f.

[109] Zit. nach Esser: Integration und ethnische Schichtung, 2001, S. 36.

[110] Esser räumt ein, dass seine theoretische Überlegungen das „Nebenprodukt eines empirischen Forschungsprojektes (…) [über] die sozialen und kulturellen Bestimmungsgründe des Verhaltens ausländischer Arbeitnehmer“ sind, In : Esser: Aspekte, 1980, S.11.

[111] Siehe Kapitel 1.4. in dieser Arbeit.

[112] Vgl. Schönpflug, Ute/Phalet, Karen: Migration und Akkulturation, In: Trommsdorff, Gisela/Kornadt, Hans Joachim (Hrsg.): Anwendungsfelder der kulturvergleichenden Psychologie, 1-48, Göttingen: Hogrefe 2007, S. 12.

[113] Vgl. Berry, John W.: Psychology of akkulturation, In: Brislin, Richard W. (Hrsg.): Applied cross cultural psychology, London: Sage 1990, S. 232ff.

Vgl. Birman, Dina: Acculturation and human diversity in a multicultural society, In: Trickett, Edison J./ Watts, Roderic J./Birman, Dina (Hrsg.): Human diversity. Perspectives on people in context, San Francisco: Jossey-Bass 1994, S. 261ff.

Vgl. LaFromboise, Teresa et al (Hrsg.): Psychological Impact of Biculturalism: Evidence and Theory. Psychological Bulletin, 114. Jg. (1993), H. 3, S. 395ff.

[114] Siehe Akkulturationsmodell von Berry in der vorliegenden Arbeit.

[115] Vgl. Horenczyk, Gabriel/Ben-Shalom, Uzi: Multicultural identities and adaptation of young immigrants in Israel, In: Shimahara, N. Ken/Holowinsky, Ivan Z./Tomlinson-Clarke, Saundra (Hrsg.): Ethnicity, race, and nationality in education. A global perspective, London: Lawrence Erlbaum 2001, S. 57ff.

[116] Vgl. Birman: Acculturation, In: Trickett, Edison J. et al., 1994, S. 265f.

[117] Vgl. Horenczyk/Ben-Shalom: Multicultural identities, 2001, S. 62f.

[118] Vgl. Schönpflug: Migration, 2003, S. 521ff.

[119] Auch Copingstrategie genannt. Vgl. Lazarus, Richard S./Folkman, Susan: Stress, appraisal, and coping, New York: Springer 1984.

[120] Vgl. Lazarus/Folkman: Stress, 1984, S. 31f.

[121] Vgl. Ward, Collen/Bochner, Stephen/Furnham, Adrian: The psychology of culture shock, 2. Aufl., Hove, UK: Routledge 2001, S. 65.

[122] Vgl. Berry, John W.: Immigration, acculturation and adaptation. Applied Psychology, In: International Review 46. Jg. (1997), H. 1, S. 56.

[123] Vgl. Schönpflug/Phalet: Migration und Akkulturation, 2007, S. 23f.

[124] Siehe Kapitel 2.4.3. in dieser Arbeit.

[125] Vgl. Berry, John W.: Acculturation as varieties of adaptation, In: Padilla, Amado M. (Hrsg.): Acculturation: Theory, models and some new findings, Colorado: Westview 1980, S. 9ff.

[126] Vgl. Berry: Psychologie of acculturation, In: Brislin, R. (Hrsg.), 1990, S. 232f.

[127] Vgl. Graves: Psychological acculturation, 1967.

[128] Siehe Abbildung 2 in dieser Arbeit, S.37.

[129] Vgl. Berry: Psychologie of acculturation, In: Brislin, R. (Hrsg.), 1990, S. 235.

[130] Vgl. Berry: Psychologie of acculturation, In: Brislin, R. (Hrsg.), 1990, S. 236f.

[131] Vgl. Berry, J. W.: Acculturation and Psychological Adaption, In: Bade, Klaus J. (Hrsg.), 1996, S. 177.

[132] Ebda., S. 179ff.

[133] Vgl. Berry: Immigration, 1997, S. 11.

[134] Vgl. Berry: Acculturation, In: Bade, Klaus J. (Hrsg.), 1996, S. 180f.

[135] Vgl. Berry: Immigration, 1997, S. 12.

[136] Ebda, S. 12ff.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Migration und Integration von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft in Deutschland
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
123
Katalognummer
V187806
ISBN (eBook)
9783656113768
ISBN (Buch)
9783656114390
Dateigröße
1057 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migration, integration, hochqualifizierten, herkunft, deutschland
Arbeit zitieren
Monika Meinhardt (Autor), 2011, Migration und Integration von Hochqualifizierten tschechischer Herkunft in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187806

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