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Unterrichtsplanung zu Schillers "Maria Stuart"

Titre: Unterrichtsplanung zu Schillers "Maria Stuart"

Plan d'enseignement , 2011 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Ulrike Roder (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Pédagogie, Linguistique
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Das Drama "Maria Stuart" von Friedrich Schiller bietet für Lernende und Leser vielerlei (moralische) Anknüpfungspunkte und Denkanstöße. Gerade das Handeln der zwiespältigen und gemischt dargestellten Königin Elisabeth kann aus verschiedenen Standpunkten und anhand verschiedener Parameter beurteilt werden. Zur Bewertung menschlichen Handelns können entweder situative Faktoren oder innere persönliche Dispositionen herangezogen werden. So könnte man sagen, Elisabeth hat einen schlechten Charakter und ist an und für sich eine gemeine und böse Persönlichkeit oder man berücksichtigt die situativen Zwänge, denen die Königin unterliegt. Sie obliegt starkem Druck seitens der Bevölkerung und teils seitens ihrer Berater. Dementsprechend befindet sie sich in einer realen und psychischen Zwangslage, da sie selbst Maria fürchtet und nur glaubt, durch ihren Tod wieder frei zu sein. Diese spannende Verhältnis von Fremdzwang, Selbstzwang, moralischen und politischen Werten zeigt sich speziell im Monolog Elisabeths (Szene 10, Akt 4), der deshalb hier zum Unterrichtsthema gemacht werden soll. Um ein umfassenderes Verständnis und eine stärkere kognitive Aktivierung zu erzielen, wird darüber hinaus der philosophische Essay „Über das Erhabene“ behandelt. Anhand dieser Schrift, lernen die Jugendlichen zuvor das Konstrukt des freien Willens bei Schiller kennen. Zunächst soll nun die literaturdidaktische Grundkonzeption des Stundenentwurfs erläutert werden, um dann in einer literaturwissenschaftlichen Analyse das Thema der Stunde zu reflektieren. Anschließend folgt die konkrete Planung des Unterrichts, mit einer Betrachtung der Lernvoraussetzungen und der Lernergruppe, sowie einer Formulierung der Lernziele und der methodischen Planung. Bei der zu planenden Stunde wird von einer Doppelstunde ausgegangen (90 Minuten).

Extrait


Inhaltsverzeichnis des Unterrichtsentwurfs

1. Einleitung

2. Literaturdidaktische Konzeption

3. Literaturwissenschaftliche Analyse

4. Unterrichtsplanung

4.1 Verortung im hessischen Lehrplan

4.2 Lerngruppenanalyse

4.3 Lernvoraussetzungen

4.4 Lernziele

4.5 Methodische Planung und Phasierung

5. Reflexion

Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit

Ziel dieser Arbeit ist die didaktische Planung einer Unterrichtsstunde zum Drama „Maria Stuart“, in der das philosophische Konstrukt des freien Willens bei Schiller in den Kontext der literarischen Analyse der Figur Elisabeth gestellt wird. Die Forschungsfrage untersucht dabei, inwiefern der Monolog Elisabeths im vierten Akt unter Einbeziehung des Essays „Über das Erhabene“ eine kritische Auseinandersetzung mit moralischem Handeln und individueller Autonomie ermöglicht.

  • Analyse des Freiheitsbegriffs bei Friedrich Schiller
  • Untersuchung der psychologischen und politischen Zwangslage der Königin Elisabeth
  • Vermittlung von Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Rezipieren, Sprechen und Schreiben
  • Methodische Gestaltung einer Doppelstunde mit Fokus auf handlungsorientierten Verfahren

Auszug aus dem Buch

Literaturwissenschaftliche Analyse

„Maria Stuart“ von Friedrich Schiller wurde am 14. Juni 1800 in Weimar uraufgeführt und zählt neben „Wallenstein“, „Die Jungfrau von Orleans“ und „Wilhelm Tell“ zu den bekannten klassischen Dramen Schillers. Das Besondere an „Maria Stuart“ ist unter anderem, dass sie von allen Dramen Schillers „am strengsten gebaut [und] am weitesten von jeder subjektiven Anteilnahme des Herzens entfernt“ ist. Die strenge Bauweise des Dramas zeigt sich vornehmlich in der „Symmetrie der tragischen Handlungsabläufe“. So dominiert Maria den ersten Akt. Elisabeth wird als englische Herrscherin im zweiten Akt vorgestellt, dann treffen sich beide Königinnen im dritten Akt. Der vierte Aufzug zeigt das Zögern und Zweifeln der Elisabeth bis hin zur Unterzeichung des Todesurteils. Und der letzte Akt zeigt den moralischen Sieg und die „Wandlung“ Marias. So enden die symmetrischen Abläufe mit der Inversion des Dramenbeginns. Maria ist es am Ende, die im Bewusstsein eines moralischen Sieges, geläutert und erhaben, dem physischen Tod entgegen tritt, während Elisabeth allein und verlassen steht.

Weitere charakteristische Merkmale sind einerseits der historische Stoff, der häufig zur Annahme verleitet „Maria Stuart“ sei ein Geschichtsdrama, andererseits die Spannung, die durch die tragische Ironie erzeugt wird. Zu Ersterem muss deutlich gemacht werden, dass „Maria Stuart“ kein Geschichtsdrama ist, da sich der Dichter hier nur des historischen Stoffs bedient, „um grundlegende menschliche und politische Konflikte zu exponieren“. Des Weiteren wird die oben erwähnte Spannung, trotz des nahenden sicheren Todes, durch die tragische Ironie im Drama aufrechterhalten. Das heißt, dass alle retardierenden Momente bei denen Hoffung auf Rettung aufkeimt, am Ende ironischerweise genau zur Beschleunigung der Handlung beitragen. Auf diese Art kann auch die Begegnungsszene, in der Maria zu Beginn die Erwartung auf Freispruch und Gnade hegt und sich am Ende selbst den Rettungsweg zerstört, gedeutet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das problematische Gefüge von Zwang und Freiheit bei Schiller ein und begründet die Relevanz von Elisabeths Monolog im vierten Akt für den Literaturunterricht.

2. Literaturdidaktische Konzeption: Dieses Kapitel erläutert die kompetenzorientierten Ansätze sowie handlungs- und produktionsorientierte Methoden, die für die Analyse des Dramas im Unterricht genutzt werden sollen.

3. Literaturwissenschaftliche Analyse: Es wird die strenge Struktur des Dramas beleuchtet und die Figur Elisabeths im Kontext ihrer politischen Zwangslage sowie der philosophischen Schriften Schillers, insbesondere „Über das Erhabene“, analysiert.

4. Unterrichtsplanung: Hier erfolgt die detaillierte Verortung der Unterrichtssequenz im hessischen Lehrplan, die Analyse der Lerngruppe, die Definition der Lernziele und die methodische Aufbereitung der 90-minütigen Doppelstunde.

5. Reflexion: Der Autor resümiert die Eignung des Dramas für den Schulunterricht und betont das Potenzial zur Schulung von Empathie und Selbstreflexion bei Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Maria Stuart, Friedrich Schiller, freier Wille, Elisabeth I., Literaturunterricht, Unterrichtsentwurf, Über das Erhabene, Handlungsorientierung, Klassik, Kompetenzorientierung, Schuldrama, Autonomie, Moral, Tragik, Fremdzwang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?

Der Entwurf befasst sich mit der didaktischen Vorbereitung einer Doppelstunde zur Oberstufe, in der Schillers Drama „Maria Stuart“ unter dem Fokus des freien Willens analysiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die literaturwissenschaftliche Analyse von Schillers Freiheitskonzept, die Interpretation der Figur Elisabeth und die praktische Umsetzung im Deutschunterricht.

Was ist das primäre Ziel der geplanten Unterrichtsstunde?

Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler Elisabeths Monolog unter Einbeziehung des Essays „Über das Erhabene“ verstehen und bewerten können, ob Elisabeth frei oder zwanghaft handelt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es werden textanalytische Verfahren, handlungsorientierte Methoden wie das „Ich-Du-Wir“-Prinzip und die Analyse philosophischer Texte angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die literaturdidaktische Konzeption, eine wissenschaftliche Analyse des Dramas und Elisabeths Monolog sowie die konkrete methodische Unterrichtsplanung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind freier Wille, Autonomie, Schillers Klassik, Fremdzwang und Kompetenzorientierung.

Warum wird Elisabeth im Entwurf als „unfrei“ bezeichnet?

Da sie ihre politischen Entscheidungen laut Interpretation stark affektgesteuert trifft und sich den Sachzwängen ihrer Stellung unterwirft, handelt sie nach Schiller nicht im Sinne eines freien, erhabenen Willens.

Welche Rolle spielt der Essay „Über das Erhabene“ im Unterricht?

Er dient als philosophische Grundlage, um den Schülern das Konstrukt des freien Willens bei Schiller näherzubringen, welches sie anschließend auf die Handlungsweise Elisabeths übertragen sollen.

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Résumé des informations

Titre
Unterrichtsplanung zu Schillers "Maria Stuart"
Université
Technical University of Darmstadt  (Sprach- und Literaturwissenschaft)
Cours
Schillers klassische Dramen
Note
1,0
Auteur
Ulrike Roder (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
21
N° de catalogue
V187873
ISBN (ebook)
9783656125396
ISBN (Livre)
9783656130987
Langue
allemand
mots-clé
Schiller Maria Stuart Unterricht Schule Dramen
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ulrike Roder (Auteur), 2011, Unterrichtsplanung zu Schillers "Maria Stuart", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187873
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Extrait de  21  pages
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