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Die Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Emanzipation der Afroamerikaner im US-Sport und die Bürgerrechtsbewegung

Titel: Die Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Emanzipation der Afroamerikaner im US-Sport und die Bürgerrechtsbewegung

Seminararbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Romina Zeller (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Sport gilt als Verkörperung von Fairness und Gleichheit. In ihm soll jeder durch Leistung bestechen können und sich Erfolg erarbeiten können.
Dass diese Überzeugung ein utopisches Gebilde ist, haben einige Phasen unserer Geschichte gezeigt. Bewiesen wird dies durch zahlreiche Vorkommnisse, die entgegen jeder fairen Überzeugung stehen, wie zum Beispiel Bestechung oder auch Doping. Den Zenit der Unfairness bilden jedoch jegliche Formen von Diskriminierung aufgrund von geographischer Herkunft, religiöser Überzeugung oder der Rasse.
Daher steht eines fest – Sport war oder ist sogar immer noch, alles andere als die Verkörperung von Fairness und Gleichheit. Insbesondere anhand der Geschichte der Afroamerikaner in den USA lässt sich erkennen, wie wenig der Grundsatz der Gleichheit im Sport realisiert wurde. Jahrhunderte lange Diskriminierung und Ungerechtigkeit verfolgten Afroamerikaner nicht nur im sozialen Leben, sondern auch in der Welt des Sports (in der sie zu den Besten gehörten) wurden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Dabei diente der Sport nicht mehr nur als rein körperliche Veranstaltung, sondern er wurde immer mehr zum Schauplatz und Austragungsort sozialer Konflikte.
Im Rahmen dieser Arbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Bedeutung afroamerikanische Sportler für die Emanzipation der Afroamerikaner im US-Sport und auch im Alltag gehabt haben. Darüber hinaus, welchen Beitrag sie zur Bürgerrechtsbewegung in den USA geleistet haben. Dazu soll zunächst die Geschichte der Schwarzen in den USA von den Anfängen bis heute umrissen werden. In einem weiteren Schritt werden das Schicksal und der Kampf um Anerkennung der Schwarzen und die Entwicklungen, bezogen auf den Sport, näher beleuchtet. Im dritten Abschnitt soll dann dargelegt werden, wie bedeutende Persönlichkeiten es geschafft haben, sich die Anerkennung im Spot zu verdienen und welchen Beitrag sie persönlich zum Emanzipationskampf der Afroamerikaner in den USA geleistet haben. Ein Fazit bringt zum Schluss alle Erkenntnisse konzentriert zusammen um in Hinblick auf die Fragestellung Antworten geben zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Einordnung – das Civil Rights Movement

3. Schwarze im US- Sport – Ein Ringen um Anerkennung

4. Große Sportler mit großer Bedeutung für die Integration der Schwarzen

a. Joe Louis

b. Jackie Robinson

c. Muhammad Ali

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle afroamerikanischer Sportler bei der Emanzipation der schwarzen Bevölkerung in den USA sowie ihren konkreten Beitrag zur Bürgerrechtsbewegung. Dabei wird analysiert, wie diese Sportler durch ihre öffentliche Präsenz und ihr Handeln gesellschaftliche Barrieren überwanden und den Kampf gegen Diskriminierung unterstützten.

  • Historische Einordnung der US-Bürgerrechtsbewegung
  • Diskriminierungserfahrungen und Widerstand im US-Sport
  • Die identitätsstiftende Rolle von Sporthelden wie Joe Louis und Jackie Robinson
  • Muhammad Ali als politisch aktives Symbol des Emanzipationskampfes
  • Die integrative Kraft des Sports und deren Grenzen

Auszug aus dem Buch

c) Muhammad Ali

Wenn man sich mit der Bürgerrechtsbewegung in den USA und dem Sport beschäftigt, darf auch an dieser Stelle ein Name nicht in Vergessenheit geraten – Muhammad Ali. Inspiriert von Jackie Robinson tauchte dieser Mann auf, als Robinsons Karriere zu Ende ging.

Ali wurde am 17. Januar 1942 in Louisville, Kentucky als Cassius Clay geboren und stammt aus einer Arbeiterfamilie. Als kleiner Junge musste er, als Bewohner eines südlichen Staats der USA, den Hass der Weißen auf seine Rasse ertragen und erlebte die Segregation aus erster Hand mit. Im Alter von 12 Jahren begann Clay mit dem Boxsport. Es folgte eine atemberaubende Karriere im Amateurboxen und die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom. Danach begann er seine Karriere als professioneller Boxer. In den 1960er Jahren fiel sein Erfolg im Boxen zusammen mit den sozialen und kulturellen Unruhen in den USA. Clay konnte große Aufmerksamkeit auf sich lenken, weil er eine unglaublich charismatische Persönlichkeit hatte und auch ein hervorragender Selbstdarsteller war. Große Aufsehen erregte er außerdem, als er 1964 den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Sonny Liston holte. Für diesen Sieg erhielt er große Bewunderung von allen Seiten, doch schon zwei Tage später schockte er nicht nur seine Fans, sondern auch alle diejenigen, die ihn ohnehin nicht leiden konnten. Er verkündete, dass er der Nation of Islam beigetreten sei. Dazu benannte er sich zunächst in „Cassius X“ um, nahm dann aber seinen „göttlichen“ Namen Muhammad Ali an und legte seinen „Sklavennamen“ endgültig ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Diskriminierung im US-Sport ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Bürgerrechtsbewegung.

2. Historische Einordnung – das Civil Rights Movement: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der Afroamerikaner von der Zeit des Sklavenhandels bis hin zu den Erfolgen der Bürgerrechtsbewegung in den 1960er Jahren.

3. Schwarze im US- Sport – Ein Ringen um Anerkennung: Hier wird der systematische Ausschluss und die Diskriminierung Schwarzer in Sportarten wie Boxen und Hockey sowie an Colleges analysiert.

4. Große Sportler mit großer Bedeutung für die Integration der Schwarzen: Anhand der Biografien von Joe Louis, Jackie Robinson und Muhammad Ali wird exemplarisch der Kampf um Anerkennung und gesellschaftliche Emanzipation verdeutlicht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sportler durch ihre Beharrlichkeit den Weg in einen integrierten Sport ebneten und als charismatische Persönlichkeiten Antrieb für die soziale Bewegung waren.

Schlüsselwörter

Afroamerikaner, Bürgerrechtsbewegung, Rassentrennung, Integration, US-Sport, Emanzipation, Diskriminierung, Joe Louis, Jackie Robinson, Muhammad Ali, Boxen, Baseball, Jim Crow, Civil Rights Movement, Gleichberechtigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen sportlichem Erfolg von Afroamerikanern und ihrem Beitrag zum Emanzipationskampf während der US-Bürgerrechtsbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung der Segregation (Jim Crow), die Diskriminierung im Sport und das Leben prägender Sportlerpersönlichkeiten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Emanzipation ihrer Rasse im US-Sport und im gesellschaftlichen Alltag.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Primär- und Sekundärquellen zur US-Geschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Situation von Schwarzen im Boxen und College-Sport sowie die spezifischen Rollen von Joe Louis, Jackie Robinson und Muhammad Ali.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bürgerrechtsbewegung, Rassentrennung, Integration, Emanzipation und das Wirken bedeutender afroamerikanischer Sport-Ikonen.

Wie unterscheidet sich die Rolle von Joe Louis von der von Muhammad Ali?

Während Louis durch sein zurückhaltendes, vorbildliches Verhalten den Weg ebnete, nutzte Ali seinen Status aktiv als politische Plattform gegen Rassismus und den Vietnamkrieg.

Welche Bedeutung hatte der Baseballspieler Jackie Robinson für die Integration?

Robinson war durch sein Engagement bei den Brooklyn Dodgers ein Pionier für die Desegregation im professionellen Teamsport und ein wichtiges Symbol für Gleichberechtigung.

Wie reagierten US-Behörden und Institutionen auf das politische Engagement von Sportlern wie Muhammad Ali?

Ali wurde aufgrund seiner Verweigerung des Militärdienstes die Boxlizenz entzogen, der Weltmeistertitel aberkannt und er wurde zeitweise gesellschaftlich geächtet.

Warum wird die Universität von New York im Kontext des College-Sports hervorgehoben?

Sie gilt als Vorreiter, da sie durch ein konsequentes „Athletic Program“ Diskriminierung im Hochschulsport unterband und so ein Fundament für die Bürgerrechtsbewegung schuf.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Emanzipation der Afroamerikaner im US-Sport und die Bürgerrechtsbewegung
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Sport und Nation
Note
1,3
Autor
Romina Zeller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V187929
ISBN (eBook)
9783656115120
ISBN (Buch)
9783656115793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Afroamerikaner Sport Emanzipation Muhammad Ali Joe Louis Jackie Robinson Bürgerrechtsbewegung Martin Luther King Civil Rights Movement Sport Baseball Boxen Association for the Advancement of Colored People (NAACP) Jim Crow Rosa Parks
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Romina Zeller (Autor:in), 2011, Die Bedeutung afroamerikanischer Sportler für die Emanzipation der Afroamerikaner im US-Sport und die Bürgerrechtsbewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187929
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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