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Die Entnazifizierung – ein politischer Neuanfang? (Deutsche Geschichte nach 1945)

Unterrichtspraktische Prüfung (UPP) im Fach Geschichte (2. Staatsexamen)

Título: Die Entnazifizierung – ein politischer Neuanfang? (Deutsche Geschichte nach 1945)

Plan de Clases , 2010 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Friedrich Kollhoff (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Stundenziel

Die Schülerinnen und Schüler können kritisch zum Umgang mit NS-Kriegsverbrechern Stellung nehmen, indem sie die Ansichten von Kogon und Dorn kennen lernen, sich in einen Zeitzeugen hineinversetzen und anschließend auf Grundlage gegenwärtiger gesellschaftlicher und subjektiver Normen ein Werturteil abgeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. THEMATIK

1.1. Unterrichtsvorhaben

1.2. Thema der vorigen Stunde

1.3. Stundenthema

1.4. Thema der nachfolgenden Stunde

2. ZIELE

2.1. Stundenziel

2.2. Teilziele

3. DIDAKTISCHE UND UNTERRICHTSMETHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN

4. LITERATUR

5. INTERNET

6. VERLAUFSPLAN

7. ANHANG

7.1 FolieLebenslauf 1/2

7.2 ABEntnazifizierung 1

7.3 ABEntnazifizierung 2

7.4 ABSpiegel

Zielsetzung & Themen

Diese schriftliche Planung für eine unterrichtspraktische Prüfung im Fach Geschichte zielt darauf ab, den Schülerinnen und Schülern eines Leistungskurses ein kritisches Verständnis für die Problematik der Entnazifizierung im Nachkriegsdeutschland zu vermitteln. Die Lernenden sollen befähigt werden, den Umgang mit NS-Kriegsverbrechern anhand exemplarischer Biografien zu reflektieren und auf Basis demokratischer Werte ein eigenständiges Urteil zu bilden.

  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Entnazifizierungspolitik der Besatzungsmächte.
  • Die Analyse und der Vergleich unterschiedlicher Zeitzeugenperspektiven.
  • Die Untersuchung der Diskrepanz zwischen öffentlichem Anspruch und politischer Realität im Umgang mit NS-Funktionären (Fallbeispiel Theodor Oberländer).
  • Die Förderung der Urteilsbildung durch multiperspektivische Erarbeitung und Gegenwartsbezug.

Auszug aus dem Buch

3. DIDAKTISCHE UND UNTERRICHTSMETHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN

Der Geschichts-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 13 besteht aus fünf Schülerinnen und elf Schülern. Es herrscht zwar ein zahlenmäßiges Ungleichgewicht zwischen Schülerinnen und Schülern, jedoch weisen die Mädchen ein höheres Maß an Redegewandtheit und Aktivität im Unterricht auf. Einzelne Schüler nehmen eine eher passive Rolle im Unterrichtsgeschehen ein, können sich aber in schüleraktiven Phasen, wie z.B. Partner- und Gruppenarbeiten, aktiv einbringen und engagiert mitarbeiten.

Um der Komplexität der Materialien und der angesprochenen Heterogenität der Lerngruppe gerecht zu werden, wurde als zentrale methodisch-didaktische Entscheidung eine kooperative Erarbeitungsphase gewählt, um auch die eher passiven Schüler zu aktivieren. Da es in dieser Stunde auch darum geht, sich in einen Zeitgenossen hineinzuversetzen, erscheint es mir wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihre Deutungen in Kleingruppen zu besprechen.

Die Richtlinien geben das Semesterthema „Vergangenheit, die nicht vergeht – Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg“ vor, in das der Bereich „Entnazifizierung durch die Besatzungsmächte“ integriert ist. Den thematischen Rahmen der heutigen Stunde bildet die Unterrichtseinheit „Deutschland und Europa nach dem Zweiten Weltkrieg“, der als inhaltlicher Schwerpunkt für das Zentralabitur 2011 in Geschichte festgeschrieben ist und sich auch im schulinternen Curriculum des Couven-Gymnasiums als „Zentrale Probleme des Demokratieverständnisses in Antike und Gegenwart: Entstehung der Demokratie in Athen und im Nachkriegsdeutschland“ wiederfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. THEMATIK: Dieses Kapitel verortet das Unterrichtsvorhaben im Rahmen der Nachkriegsgeschichte und benennt das spezifische Thema der Prüfung sowie dessen Einbettung in die Unterrichtsreihe.

2. ZIELE: Hier werden das übergeordnete Stundenziel sowie die konkreten Teilziele definiert, die sich auf die historische Erkenntnisfähigkeit und die Urteilsbildung der Lernenden konzentrieren.

3. DIDAKTISCHE UND UNTERRICHTSMETHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN: Dieser Abschnitt erläutert die Lerngruppensituation, die fachliche Begründung des Themas durch Richtlinien und Lehrpläne sowie die methodische Planung der Unterrichtsphase.

4. LITERATUR: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Sekundärliteratur zur Vorbereitung der Stunde.

5. INTERNET: Eine Auflistung der genutzten Online-Quellen und Web-Artikel zur inhaltlichen Vorbereitung.

6. VERLAUFSPLAN: Eine tabellarische Übersicht der geplanten Unterrichtsphasen mit Inhalten, Sozialformen und Medien.

7. ANHANG: Dieser Teil enthält die im Unterricht eingesetzten Materialien, darunter den Lebenslauf von Theodor Oberländer, Quellen zur Entnazifizierung sowie Pressematerialien.

Schlüsselwörter

Entnazifizierung, Geschichtsunterricht, Theodor Oberländer, Nachkriegsdeutschland, Urteilsbildung, NS-Kriegsverbrecher, Besatzungsmächte, Nationalsozialismus, Demokratisierung, Zeitzeugen, Geschichtsbewusstsein, Vergangenheitsbewältigung, Didaktik, Leistungskurs, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?

Die Arbeit entwirft ein unterrichtspraktisches Konzept für einen Geschichts-Leistungskurs, das sich mit der kritischen Aufarbeitung der Entnazifizierung in der frühen Bundesrepublik befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtsstunde?

Im Fokus stehen die Entnazifizierungspolitik der Alliierten, der gesellschaftliche Umgang mit NS-Funktionären nach 1945 und die Frage nach einem politisch-moralischen Neuanfang.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Stunde?

Das Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler durch multiperspektivische Analysen und die Auseinandersetzung mit der Biografie Theodor Oberländers ein reflektiertes, kritisches Werturteil über die Entnazifizierung abgeben.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Der Unterricht nutzt problemorientierte Geschichtsdidaktik, multiperspektivische Quellenarbeit, Gruppenpuzzles sowie think-pair-share-Verfahren zur Förderung aktiver Teilhabe.

Was wird im Hauptteil der schriftlichen Planung behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der fachdidaktischen Begründung der Unterrichtsstunde, der Analyse der Lerngruppe und der methodischen Entscheidung für kooperative Lernformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Entnazifizierung, Urteilsbildung, multiperspektivische Geschichtsbetrachtung und kritische Reflexion der NS-Vergangenheit.

Warum wurde das Beispiel Theodor Oberländer für den Unterricht gewählt?

Die Biografie Oberländers illustriert besonders deutlich, dass die Entnazifizierung ihre eigenen Ansprüche oft nicht erfüllte, da viele Funktionäre ihre Karriere in der jungen Bundesrepublik fortsetzen konnten.

Wie ist die Rolle der Medien in diesem Unterrichtskonzept gewichtet?

Medien wie Originalquellen, Zeitzeugenberichte und aktuelle Presseartikel dienen als Anlass für eine medienkritische und historische Analyse, um die Diskrepanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verdeutlichen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entnazifizierung – ein politischer Neuanfang? (Deutsche Geschichte nach 1945)
Subtítulo
Unterrichtspraktische Prüfung (UPP) im Fach Geschichte (2. Staatsexamen)
Universidad
Studienseminar Aachen
Calificación
1,7
Autor
Friedrich Kollhoff (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
16
No. de catálogo
V187943
ISBN (Ebook)
9783656116202
ISBN (Libro)
9783656116561
Idioma
Alemán
Etiqueta
Lehrprobe Staatsexamen Fall Oberländer Der Spiegel Vergangenheitsbewältigung Erinnerungskultur Deutschland nach 1945 Kriegsverbrechen Nationalsozialismus NSDAP Eugen Kogon Walter Dorn Narrative Kompetenz Geschichtsunterricht Geschichte Aachen NRW
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Friedrich Kollhoff (Autor), 2010, Die Entnazifizierung – ein politischer Neuanfang? (Deutsche Geschichte nach 1945), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187943
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