Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich die historische Entwicklung der europäischen Sozialpolitik darzustellen und dabei einige für das Feld der Sozialpolitik relevanten Verträge näher beleuchten. Außerdem der Frage nachzugehen inwieweit es möglich ist sozialpolitische Ziele mit den vorhandenen Instrumenten zu erreichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
3. Geschichtlicher Rückblick
3.1 Sozialcharta
3.2 Sozialpolitisches Aktionsprogramm
3.3 Die Einheitliche Europäische Akte
3.4 Gemeinschaftscharta der soziale Grundrechte der Arbeitnehmer
3.5 Der Vertrag von Maastricht
3.6 Das Weißbuch der Sozialpolitik
3.7 Amsterdamer Vertrag
3.8 Charta der Grundrechte der Europäischen Union
4. Ziele der europäischen Sozialpolitik
5. Grundlagen der europäischen Sozialpolitik
5.1 Die institutionellen Akteure der EU
5.2 Rechtliche Grundlagen der Sozialpolitik
5.3 Instrumente der europäischen Sozialpolitik
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der europäischen Sozialpolitik sowie die damit verbundenen Verträge und untersucht die Effektivität der eingesetzten Instrumente zur Erreichung sozialpolitischer Ziele innerhalb der Europäischen Union.
- Historische Evolution der EU-Sozialpolitik von 1951 bis heute
- Vertragliche Grundlagen und soziale Grundsatzdokumente
- Institutionelle Struktur und Akteure der EU-Sozialpolitik
- Instrumente und Methoden der europäischen Sozialpolitik
- Herausforderungen durch nationale Traditionen und unterschiedliche Wohlfahrtsregimes
Auszug aus dem Buch
3.4 Gemeinschaftscharta der soziale Grundrechte der Arbeitnehmer
Die Einführung des Binnenmarktes mit seinen vier Grundfreiheiten sorgte für eine intensive Diskussion unter den Gewerkschaften. Diese warnten vor dem Verlust der sozialen Standards insbesondere in den entwickelten EG-Ländern (vgl. Wisch et al., S. 93). Aus diesem Grund forderte der Europäische Gewerkschaftsbund eine Gemeinschaftscharta für soziale Grundrechte. Diese wurde am 9.12.1989 bis auf Großbritannien von allen Mitgliedstaaten unterzeichnet.
Die Gemeinschaftscharta ist kein völkerrechtlicher Vertrag zwischen den Unterzeichnerstaaten und besitzt keine Qualität des verbindlichen Rechtsaktes. Sie ist lediglich eine feierliche Erklärung der Regierungsstaaten, die eine Erklärung der Grundprinzipien der Mitgliedstaaten darstellt (vgl. EU-Parlament, 2000).
Folgende Themenkomplexe enthält die Gemeinschaftscharta:
• Freizügigkeit der Arbeitnehmer
• Beschäftigung und Arbeitsentgelt ( Verbot der Zwangsarbeit, gerechtes Arbeitsentgelt)
• Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen
• Schutz der sozialen Wohlfahrt
• Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
• Schutz der Kinder und Jugendlichen
• Schutz der älteren Menschen
• Schutz der Behinderten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Entstehung der EU als Wirtschaftsgemeinschaft und die zunehmende Notwendigkeit einer gemeinsamen Sozialpolitik aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen.
2. Begriffsdefinitionen: Erläutert das Verständnis von Sozialpolitik als staatliches Handeln und ordnet den Begriff in den wissenschaftlichen sowie europäischen Kontext ein.
3. Geschichtlicher Rückblick: Detaillierte Darstellung der Meilensteine wie Sozialcharta, Maastrichter Vertrag und Amsterdamer Vertrag in ihrer Bedeutung für die soziale Dimension der EU.
4. Ziele der europäischen Sozialpolitik: Identifiziert die Hauptziele wie sozialen Zusammenhalt, hohes Beschäftigungsniveau und verbesserte Lebensqualität.
5. Grundlagen der europäischen Sozialpolitik: Analysiert die Institutionen der EU, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die verfügbaren Instrumente wie Richtlinien und die offene Methode der Koordinierung.
6. Fazit: Reflektiert die Schwierigkeiten bei der Umsetzung gemeinsamer Ziele und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter dem Vertrag von Lissabon.
Schlüsselwörter
Europäische Union, Sozialpolitik, Europäische Gemeinschaft, Arbeitsrecht, Sozialcharta, Binnenmarkt, Beschäftigungspolitik, soziale Sicherheit, Vertragsgrundlagen, Institutionen, Sozialer Dialog, Richtlinien, Lebensqualität, soziale Grundrechte, Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Ausgestaltung der europäischen Sozialpolitik im Rahmen der europäischen Integration.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen historische Verträge, die Rolle der EU-Institutionen, soziale Grundrechte sowie die Instrumente zur Umsetzung sozialpolitischer Ziele.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Es soll die historische Entwicklung nachgezeichnet und bewertet werden, inwieweit aktuelle sozialpolitische Ziele mit den vorhandenen Instrumenten der EU erreichbar sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und historische Aufarbeitung der europäischen Integrationsprozesse im sozialpolitischen Kontext.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen geschichtlichen Abriss der maßgeblichen Verträge, die Ziele der Sozialpolitik sowie die Analyse der institutionellen Akteure und Instrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Europäische Union, Sozialpolitik, soziale Grundrechte, Institutionen, Verträge und Arbeitsbedingungen.
Warum ist die Umsetzung sozialpolitischer Ziele in der EU so schwierig?
Die Umsetzung stößt auf Widerstand, da Sozialpolitik tief in nationalen, geschichtlich gewachsenen Traditionen verwurzelt ist und die Mitgliedstaaten ihre Kompetenzen nur ungern teilen.
Welche Rolle spielt der Europäische Gerichtshof?
Als judikatives Organ hat er durch seine Rechtsprechung, insbesondere in Fragen der Freizügigkeit und Gleichstellung, maßgeblichen Einfluss auf nationale Anpassungsprozesse genommen.
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- Dipl. Päd. Valerie Wittenbeck (Author), 2009, Sozialpolitik in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/187946