Nicht erst die im September 2011 vorgestellte Studie der Universitäten Lübeck und Greifswald zur Verbreitung der Internetabhängigkeit in Deutschland zeigt deutlich, dass die Internetsucht zu den Krankheiten einer modernen Gesellschaft gezählt werden kann. Die Generation Y, nachfolgend GenY genannt, steht dabei besonders im Fokus, da diese Generation mit dem Internet aufgewachsen ist und nun in den Arbeitsmarkt eintritt. Ob in der Freizeit oder auf der Arbeit, den gefährdeten bzw. bereits betroffenen Internetnutzern stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, ihr exzessives Internetnutzungsverhalten auszuleben. Neben der dienstlichen Nutzung des Internets, wie beispielsweise dem E-Mailverkehr, erstreckt sich mittlerweile die private Nutzung über E-Mails hinaus, auch auf sog. Social Media Anwendungen. Es obliegt dem Human Resources Management, nachfolgend HRM genannt, sich zukünftig auch mit Herausforderungen wie der Internetsucht und den Auswirkungen am Arbeitsplatz auseinander zu setzen.
Im Rahmen dieser Arbeit wird das Internetnutzungsverhalten der GenY im Kontext der Internetsucht näher beleuchtet. Weiterhin soll die Relevanz dieser Problematik für das HRM aufgezeigt und Handlungsansätze abgeleitet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen
1.1 Motivation und Ziel
1.2 Generation Y
1.3 Social Media
1.4 Facebook
1.5 Onlinespiele
1.5.1 World of Warcraft
1.5.2 Social Games
1.5.3 Flow-Modell
1.6 Internetsucht
1.7 Rechtliche Würdigung
1.8 Zwischenfazit
2. Empirische Untersuchung
2.1 Stand der Forschung
2.2 Methode
2.3 Ergebnisse
3. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Internetnutzungsverhalten der Generation Y im Kontext von Internetsucht und analysiert die daraus resultierenden Herausforderungen sowie Handlungsansätze für das Human Resources Management (HRM). Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen unter Abwägung wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte einen ausgewogenen Umgang mit dem Medium Internet am Arbeitsplatz fördern können.
- Charakteristika und Internetaffinität der Generation Y
- Phänomene wie Social Media Nutzung, Onlinespiele und Internetsucht
- Rechtliche Rahmenbedingungen der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz
- Empirische Analyse des Nutzungsverhaltens anhand einer Online-Befragung
- Strategische Handlungsempfehlungen für das HRM und betriebliche Gesundheitsmanagement
Auszug aus dem Buch
1.6 Internetsucht
In der Literatur gibt es keine einheitliche Definition der Internetsucht. Einige Autoren orientieren sich an den Kriterien der DSM-IV bzw. ICD 10 für stoffgebundene Suchtformen, wie z.B. der Alkohol- oder Nikotinsucht. Andere Autoren orientieren sich wiederum an der Definition der stoffungebundenen Suchtform des pathologischen Spielens. Bei der Internetsucht handelt es sich in Abgrenzung zu den stoffgebunden Suchtformen, um eine stoffungebundene Suchtform. Das Internet wird dabei nicht als Ursache der Erkrankung betrachtet, sondern als Austragungsmedium der Verhaltensstörung. Die Internetsucht ist jedoch anders als das pathologische Spielen, aufgrund noch unzureichender Forschung nicht in den Katalogen der DSM-IV bzw. ICD 10 aufgenommen.
Allgemein kann man unter der Internetsucht, den exzessiven und unkontrollierten Gebrauch des Mediums Internet verstehen. Der Betroffene wird dabei vom Internet beherrscht, anstatt es selbst zu beherrschen, die persönlichen Bedürfnisse nach Nahrung und sozialen Kontakten leiden und es treten Entzugserscheinungen wie Missstimmung, Reizbarkeit oder Langeweile auf, wenn der Betroffene nicht online ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, beleuchtet das Nutzungsverhalten der Generation Y und führt in die Thematik der Internetsucht sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen der Internetnutzung am Arbeitsplatz ein.
2. Empirische Untersuchung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zusammengefasst und die methodische Vorgehensweise sowie die Ergebnisse der onlinebasierten Befragung von Vertretern der Generation Y detailliert ausgewertet.
3. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, erörtert die künftige Relevanz des Themas für das Personalmanagement und schlägt proaktive Maßnahmen zur Sensibilisierung und Prävention vor.
Schlüsselwörter
Generation Y, Internetnutzungsverhalten, Internetsucht, Social Media, Onlinespiele, World of Warcraft, Browsergames, Flow-Modell, Arbeitsplatz, Human Resources Management, HRM, Verhaltensabhängigkeit, Prävalenz, Internetabhängigkeit, Online-Befragung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Belegarbeit untersucht, wie die Generation Y das Internet nutzt und welche Risiken hinsichtlich einer Internetsucht bestehen, insbesondere im Hinblick auf das professionelle Arbeitsumfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Internetaffinität der Generation Y, den verschiedenen Online-Anwendungen, rechtlichen Aspekten der privaten Internetnutzung und den Auswirkungen für das Personalmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, das Internetnutzungsverhalten der Generation Y besser zu verstehen und abzuleiten, wie Unternehmen mit den Herausforderungen dieser Internet-geprägten Generation umgehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin/der Autor führt eine empirische Untersuchung mittels eines onlinebasierten Fragebogens durch, um Daten zum Nutzungsverhalten von 375 Befragten zu erheben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Internet-Phänomenen und eine empirische Analyse, die das Verhalten, die Nutzungsdauer und Einstellungen zur Internetreglementierung bei der Zielgruppe beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Generation Y, Internetsucht, Arbeitsplatz, Human Resources Management und Online-Verhalten definieren.
Wie bewerten die Befragten Social Media Richtlinien am Arbeitsplatz?
Die Mehrheit der Befragten begrüßt Richtlinien wie Social Media Guidelines, allerdings geben viele Teilnehmer an, dass sie solche Vorgaben im Arbeitsalltag dennoch nicht strikt befolgen würden.
Welche Rolle spielt das Alter der Zielgruppe für die Zukunftsrelevanz des Themas?
Obwohl die Generation Y eine hohe Internetaffinität zeigt, wird besonders auf die nachfolgende Generation der heute 14- bis 16-Jährigen verwiesen, deren noch höhere Prävalenzraten das Thema in Zukunft für Unternehmen noch dringlicher machen werden.
- Citation du texte
- Tibor Pintér (Auteur), 2012, Bitte nicht stören - muss klicken!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188023