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Die Theorie des "Long Tails" angewendet auf das Musikbusiness

Título: Die Theorie des "Long Tails" angewendet auf das Musikbusiness

Presentación (Redacción) , 2011 , 14 Páginas

Autor:in: Julian Gilbert (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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1. Einleitung
Durch die stetig voranschreitenden Entwicklungsprozesse der Medientechnologien und den immer stärker werdenden Konvergenzen in allen Bereichen der Medienlandschaft entstehen fortlaufend neue Geschäftsmodelle und Branchen, welche die Medienmärkte grundlegend verändern. Vorangetrieben wurden diese Veränderungen vor allem durch das Aufkommen des Internets, mit seinen netzwerkartigen Strukturen und den oftmals kollaborativen Grundkonzepten, dass die User dazu einlädt aktiv an der Bereitstellung von Content zu partizipieren. Für die „klassischen Medien“ brachte das Internet jedoch, vor allem bezüglich der ökonomischen Aspekte, nicht nur positive Effekte. Während das Internet und die onlinebasierten Geschäftsmodelle eine immer größere Beliebtheit bei den Nutzern verzeichnen können, verlieren die „klassischen Medien“ an Nutzerzahlen, Umsätzen und Werbeerlösen. Diese Entwicklungen und das Aufkommen von neuen Märkten und Nischenprodukten lassen sich auch im Musikbusiness beobachten, über die sich die Big Player wie Sony, Universal, Warner etc. keineswegs erfreuen.
Als Reaktion auf die Entwicklungen der neuen Märkte im digitalen Zeitalter und der daraus folgenden Veränderungen in der Medienlandschaft, leitete Chris Anderson, US-amerikanischer Journalist und derzeitiger Chefredakteur des Technologie-Magazins "Wired" seine sogenannte Long Tail-Theorie ab.
Sein Werk "The Long Tail - Der lange Schwanz, Nischenprodukte statt Massenmarkt. Das Geschäft der Zukunft" bildet daher auch den Grundlagentext dieser Ausarbeitung, in der die Theorie des Long Tails im Folgenden speziell auf das Musikbusiness angewendet wird. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen, welche Prozesse, Geschäftsmodelle und Veränderungen mit der Long Tail-Entwicklung einhergehen.
Um die Long Tail-Theorie zu verstehen, muss jedoch zunächst ein historischer Abriss über die Hitkultur der Musiklandschaft getätigt werden, da sie über viele Jahre das Musikbusiness bestimmte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Hitkultur

3. Rahmenbedingungen und Entwicklungen im digitalen Zeitalter

4. Der Long Tail

4.1. Digitale Märkte vs. reale Märkte

4.2. Innovationen im digitalen Zeitalter

4.3. Die Wirkungsmechanismen des Long Tail

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Musikwirtschaft und untersucht, inwieweit Chris Andersons "Long Tail-Theorie" als Erklärungsmodell für den Wandel von einem massenmarktorientierten Hitsystem hin zu einer durch Nischenprodukte geprägten digitalen Medienlandschaft dienen kann.

  • Historische Entwicklung der Hitkultur
  • Einfluss der Digitalisierung auf Produktions- und Vertriebsprozesse
  • Vergleich zwischen digitalen Märkten und realen Marktstrukturen
  • Wirkungsmechanismen der Long Tail-Theorie
  • Ökonomische Potenziale von Nischenmärkten in der Musikindustrie

Auszug aus dem Buch

4.1. Digitale Märkte vs. reale Märkte

Die wesentlichen Unterschiede von digitalen Märkten im Gegensatz zu gewöhnlichen Marktstrukturen finden sich in den Preis-, Produktions- und Distributionsprozessen wieder. Während bei digitalen Gütern vergleichbar hohe fixe Kosten bei der Produktion anfallen, liegen die variablen Kosten aufgrund ihrer trägerlosen Erscheinung weit unterhalb der habtischen Güter.

Ein wesentliches Merkmal digitaler Güter besteht darin, dass die Erstellung der ersten Kopie in der Regel hohe Kosten verursacht („First-Copy-Costs“), wohingegen die variablen Kosten der Reproduktion gegen null gehen. Dieses ermöglicht es also Unternehmen oder Einzelpersonen im digitalen Markt bei steigenden Stückzahlen wesentlich kostengünstiger zu produzieren. Auch besteht erstmalig für „Hobbymusiker“ die Möglichkeit ihre Musik selber zu produzieren oder gar zu veröffentlichen, da das Equipment mit dem qualitativ hochwertige Musikproduktionen getätigt werden können, mittlerweile erschwinglicher geworden ist.

Auch Preisdifferenzierungen sind im digitalen Markt einfacher und darüber hinaus rentabler zu vollziehen. Als Beispiel dient an dieser Stelle eine Auskopplung eines Musiktitels. Während bei nicht-digitalen Märkten hierfür ebenso ein Trägermedium bereitgestellt werden muss, können digitale Anbieter sehr einfach einen anteiligen Preis des Gesamtwerkes (LP) für den einzelnen Song berechnen (bei ITunes üblicherweise 99Cent) und ihn dem potentiellen Rezipienten zum kostenpflichtigen Download bereitstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Wandel der Medienlandschaft durch das Internet und stellt die Long Tail-Theorie von Chris Anderson als theoretisches Rahmenwerk zur Analyse des Musikbusiness vor.

2. Die Hitkultur: Dieses Kapitel beschreibt das historische Phänomen des Hitsystems, das über Jahrzehnte durch die großen Plattenfirmen dominiert wurde, und dokumentiert dessen aktuellen Abwärtstrend.

3. Rahmenbedingungen und Entwicklungen im digitalen Zeitalter: Hier werden die technischen Grundlagen der Digitalisierung und der Begriff der Konvergenz als treibende Kräfte für neue Geschäftsmodelle in der Medienbranche erläutert.

4. Der Long Tail: Dieses Kernkapitel führt die Theorie von Chris Anderson ein, vergleicht digitale mit realen Marktmechanismen und analysiert, warum Nischenprodukte im digitalen Raum wirtschaftlich relevant werden.

5. Ausblick und Fazit: Das Fazit bewertet die Relevanz der Long Tail-Theorie und betont die Notwendigkeit für Musikunternehmen, sich an neue digitale Vertriebswege anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schlüsselwörter

Long Tail, Musikwirtschaft, Digitalisierung, Hitkultur, Internet, Nischenprodukte, Medienkonvergenz, First-Copy-Costs, Online-Musikdienste, Rhapsody, Musikproduktion, Vertriebskapazität, Konsumverhalten, Geschäftsmodelle, Digitale Märkte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den strukturellen Wandel in der Musikindustrie, der durch technologische Entwicklungen und das Internet ausgelöst wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die historische Hitkultur, die ökonomischen Vorteile der Digitalisierung und die Anwendung der Long Tail-Theorie auf den Vertrieb von Musik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Long Tail-Theorie von Chris Anderson auf das Musikgeschäft anzuwenden, um zu verstehen, wie sich Prozesse und Marktstrukturen im digitalen Zeitalter verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Modellen (wie dem Rhapsody-Fallbeispiel) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Unterschiede zwischen digitalen und realen Märkten, die Innovationskraft der Digitalisierung sowie die spezifischen Wirkungsmechanismen wie die Demokratisierung von Produktion und Vertrieb analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Long Tail, Digitalisierung, Nischenmärkte, Musikwirtschaft und Geschäftsmodelle fassen den Inhalt prägnant zusammen.

Warum ist das "Hitsystem" heute weniger dominant als früher?

Das Hitsystem verliert an Bedeutung, da Konsumenten durch das Internet Zugriff auf eine enorme Vielfalt an Nischenangeboten haben und die traditionellen Vorab-Selektionsmechanismen der Medienbranche an Einfluss verlieren.

Welche Rolle spielen die "First-Copy-Costs" im digitalen Markt?

Da die Kosten für die Erstellung der ersten Kopie zwar hoch sind, die Reproduktion weiterer Exemplare im Digitalen jedoch nahezu null kostet, können Anbieter Nischenprodukte deutlich rentabler anbieten als in der physischen Welt.

Warum spielt das Portal Rhapsody eine wichtige Rolle für die Argumentation?

Rhapsody dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie ein Online-Anbieter durch ein nahezu unbegrenztes Sortiment im "Long Tail" signifikante Umsätze generiert, die über das traditionelle Angebot des stationären Einzelhandels hinausgehen.

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Detalles

Título
Die Theorie des "Long Tails" angewendet auf das Musikbusiness
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Curso
„Das Monopol wird brechen!?“ Musikwirtschaft im Wandel technologischer Herausforderungen
Autor
Julian Gilbert (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
14
No. de catálogo
V188168
ISBN (Ebook)
9783656119111
ISBN (Libro)
9783656119265
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anderson Digitale Musik Digitaler Markt Rhapsody Web 2.0
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julian Gilbert (Autor), 2011, Die Theorie des "Long Tails" angewendet auf das Musikbusiness, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188168
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