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Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen

Título: Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen

Trabajo de Seminario , 2011 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: B.A. Christian Luther (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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Die folgende Arbeit mit dem Thema „Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen “ entstand im Sommersemester 2011 im Seminar „Historische Varietäten des Deutschen“ bei Prof. Dr. Hans Ulrich Schmid und baut auf dem Referat im gleichnamigen Kolloquium auf.
Sie wird durch vier Bereiche thematisch voneinander getrennt. Im Grundlagenteil, der sich wiederum in zwei Teile untergliedert, werden Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen thematisiert, die für das Verständnis des Umbaus des Subjunktionssystems nötig sind. In einem zweiten Schritt wird hier auf die Klasse der Konjunktion und Subjunktionen eingegangen und der Begriff definitorisch abgesteckt.
Der Hauptteil der Arbeit besteht in einem ersten Schritt aus der Darstellung der Ausgangslage als Grundlage der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Daran schließt sich die Betrachtung der Veränderungen im System an. Dies geschieht unter dem Rückgriff auf heutige Verhältnisse im heutigen System. Es ist klar, dass dies im Rahmen der Arbeit nur exemplarisch geschehen kann. Daher legt die Arbeit den Fokus im weiteren Verlauf auf drei Prozesse, die innerhalb der Neustrukturierung des Systems der Konjunktionen und Subjunktionen zu beobachten sind – Abbau von Polyfunktionalität, Univerbierung und den Wechsel der semantischen Kategorie am Beispiel der Konjunktion weil.
Den dritten Teil der Arbeit bildet die Hinterfragung der Ursachen für die Entwicklung bzw. Herausbildung des neu strukturierten Systems. Hier wird vor allem die Rolle der Schriftlichkeit eine wichtige Rolle spielen.
Den Schluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung der in der Arbeit vorgestellten Prozesse und Entwicklungen im Bereich der Konjunktionen und Subjunktionen.
An diesem Punkt bietet es sich an, auf nicht thematisierte Punkte der Arbeit Bezug zu nehmen, diese für die weitere Beschäftigung mit der Thematik anzureißen und somit Anreize für eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Rekapitulation 1: Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen

2.2 Rekapitulation 2: Konjunktion und Subjunktion – koordinierend und subordinierend.

3. Das System der Konjunktionen und Subjunktionen im Frühneuhochdeutschen

3.1 Ausgangslage im Althochdeutschen/ Mittelhochdeutschen

3.2 Veränderungen zum Frühneuhochdeutschen

3.2.1 Abbau von Polyfunktionalität

3.2.2 Univerbierung

3.2.3 Wechsel der semantischen Kategorie am Beispiel weil von der temporalen zur kausalen Konjunktion)

4. Ursachen?

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Systems der Konjunktionen und Subjunktionen mit einem besonderen Fokus auf den Übergang vom Mittel- zum Frühneuhochdeutschen. Ziel ist es, die strukturellen Veränderungen und Spezialisierungsprozesse innerhalb dieser Wortarten nachzuvollziehen und die treibenden Faktoren für die Herausbildung des modernen Systems zu identifizieren.

  • Historische Entwicklung der Satzverknüpfung
  • Abbau von Polyfunktionalität bei Konjunktionen
  • Prozesse der Univerbierung
  • Semantischer Bedeutungswandel (Grammatikalisierung)
  • Rolle der Schriftlichkeit und des Bildungsaufstiegs

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Univerbierung

Ein weiterer Prozess, der hier vorgestellt werden soll, ist die Univerbierung. Als Beispiel dafür soll ob zur Darstellung genutzt werden. Ob erfüllt vor allem zwei semantische Funktionen – die Realisierung eines kausalen oder konzessiven Verhältnisses. Dabei konkurriert es als kausale Konjunktion mit wenn, wo und so, bei konzessiver Nutzung zusammen mit gleich, schon, wol neben wenn gleich, wenn schon, wie wol, so doch (Hartweg/ Wegera 2005: 178). Was hier auffällt ist die Hinzunahme bestimmter Partikeln um den konzessiven Ausdruck zu realisieren.

Welche sprachliche Bedürfnis ist daher als Grund für die Hinzunahme anzusehen? Bei konzessiven Relationen werden in der Regel zwei Sachverhalte aufeinander bezogen (Nübling 2006: 231). Wollte man in mhd. bzw. fnhd. Zeit ein konzessives Verhältnis ausdrücken, genügte auch meist nur das „einfache“ ob. Jedoch wird durch diese Variante eine hohe Kontextabhängigkeit bedingt, was dazu führt, dass Texte nicht sprachlich konkret bzw. präzise sind.

Wie an den Beispielen zu sehen ist, findet sich immer wieder die gleiche Struktur: Ob leitet einen subordinierenden Nebensatz ein und steht ohne Partikel. Hierbei werden verschiedene Relationen realisiert, doch ist allein durch die semantischen Eigenschaften der Junktion und der syntaktischen Abfolge nicht ersichtlich, um welche Relation es sich handelt. So ist es möglich, dass Satz 3 ebenso wie Satz 2 als konzessiv-konditionale Relation verstanden werden kann.

Um diese Vieldeutigkeit zu vermeiden, wird daher die Zunahme von Partikeln genutzt, um die Lesart zu begrenzen. Zu Beginn des Frühneuhochdeutschen gibt es die Tendenz, zahlreiche Partikeln zur Verdeutlichung zu nutzen, darunter: ouch, halt, gleich, schon, wohl und zwar. Darüberhinaus gibt es schon im Mhd. erste Belege für die Kontaktstellung einiger Partikeln (auch, halt, joch) mit ob (Nübling 2006: 232). Jedoch setzen sich die bereits in mhd.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Thema der Satzverknüpfung im Rahmen des Seminars „Historische Varietäten des Deutschen“ und erläutert die methodische Herangehensweise anhand dreier zentraler Prozesse des Sprachwandels.

2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Voraussetzungen durch eine Rekapitulation der Entwicklungen vom Mittelhochdeutschen zum Frühneuhochdeutschen geschaffen sowie die linguistischen Definitionen von Konjunktionen und Subjunktionen abgesteckt.

3. Das System der Konjunktionen und Subjunktionen im Frühneuhochdeutschen: In diesem Hauptteil werden die Ausgangslage sowie die spezifischen Prozesse der Monosemierung, Univerbierung und des semantischen Bedeutungswandels am Beispiel von ob und weil analysiert.

4. Ursachen?: Dieses Kapitel beleuchtet externe Einflussfaktoren auf den Sprachwandel, insbesondere die Rolle der Schriftlichkeit, die Gründung von Universitäten und die Verbreitung von Bildung in Städten.

5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden hier gebündelt und durch einen Ausblick auf die Notwendigkeit umfangreicherer Textkorpora für zukünftige Forschungsarbeiten ergänzt.

Schlüsselwörter

Satzverknüpfung, Konjunktionen, Subjunktionen, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Polyfunktionalität, Univerbierung, Monosemierung, Grammatikalisierung, Sprachwandel, Syntax, Hypotaxe, Schriftlichkeit, Semantik, Kausalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Systems der Konjunktionen und Subjunktionen, insbesondere wie sich diese im Übergang zum Frühneuhochdeutschen strukturell verändert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Spezialisierung von Konjunktionen (Monosemierung), der Univerbierung durch Partikelzusätze und dem semantischen Bedeutungswandel von zeitlichen hin zu logischen Verknüpfungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Prozesse der Neustrukturierung im Bereich der subordinierenden Konjunktionen zu identifizieren und zu erklären, warum bestimmte Ausdrucksformen präzisiert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse des Sprachwandels unter Rückgriff auf sprachwissenschaftliche Fachliteratur und vergleicht beispielhaft Sprachdaten aus verschiedenen Epochen des Deutschen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Abbau von Polyfunktionalität bei Junktoren, die Entstehung univerbierter Subjunktionen sowie die Verschiebung der semantischen Kategorie am Beispiel der Konjunktion „weil“ detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Grammatikalisierung, Polyfunktionalität, Univerbierung, Frühneuhochdeutsch, Hypotaxe und sprachlicher Bedeutungswandel.

Warum spielt die Konjunktion „weil“ eine besondere Rolle im Text?

„Weil“ dient als anschauliches Beispiel für den Grammatikalisierungspfad von der ursprünglichen temporalen Bedeutung („eine Weile“) hin zur modernen kausalen Funktion.

Welche Rolle spielt die „Univerbierung“ für das moderne Sprachsystem?

Die Univerbierung trug dazu bei, Vieldeutigkeiten in komplexen Sätzen zu vermeiden, indem durch die feste Verbindung von Partikeln mit einer Konjunktion eine präzisere und eindeutigere logische Relation festgelegt wurde.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen
Universidad
University of Leipzig  (Germanistik)
Curso
Historische Varietäten des Deutschen
Calificación
1,3
Autor
B.A. Christian Luther (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V188280
ISBN (Ebook)
9783656119371
ISBN (Libro)
9783656119760
Idioma
Alemán
Etiqueta
Luther Schmid Subjunktion Junktion Konjunktion subordinierend koordinierend Junktor Historische Sprachwissenschaft Sprachwissenschaft Linguistik Sprachgeschichte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Christian Luther (Autor), 2011, Die Entwicklung der Satzverknüpfung: Das System der Konjunktionen und Subjunktionen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188280
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