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Einfluss der Digitalisierung auf die Wettbewerbssituation im TV-Markt: neue Anbieter, Strategien und Wertschöpfungsarchitekturen

Title: Einfluss der Digitalisierung auf die Wettbewerbssituation im TV-Markt: neue Anbieter, Strategien und Wertschöpfungsarchitekturen

Seminar Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Abel Hoffmann (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Nach den ersten beiden Revolutionen „Werbefinanziertes Privatfernsehen“ und Satellitenfernsehen“ spricht man im Zusammenhang mit der Digitalisierung des Fernsehens auch von der „dritten Fernsehrevolution“ (vgl. Breunig 1997, 11). Das revolutionäre ist dabei der Wechsel von der analogen zur digitalen Verarbeitung und Ausstrahlung, der zahlreiche Veränderung zur Folge hat: Übertragungsressourcen können besser genutzt und die Anzahl der Kanäle somit vervielfacht werden. Die technische Qualität der Signale steigt genauso wie die Möglichkeiten der Speicherung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung und ein Rückkanal ermöglicht eine direkte Interaktion der Zuschauer (vgl. Beckmann 2003, 1). All diese Faktoren führen zu grundlegenden Veränderungen auf dem TV-Markt, von denen einige in dieser Arbeit thematisiert werden sollen.

Im ersten, grundlegenden Schritt geht es zunächst darum, einen kurzen Überblick über die Entwicklungsgeschichte, die Funktionsweise und das Potential des Digital-TV zu geben. Danach folgt eine Einordnung des Themas in den wirtschaftswissenschaftlichen Kontext: Grundsätzliche Strategieoptionen, Veränderungen in der Wertschöpfungskette und die Systematik der Erlösformen werden angerissen. Im letzten Schritt geht es dann noch einmal um die Identifikation von möglichen Strategie-Ansätzen für neue Erlösmodelle.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen des Digitalen Fernsehens

2.1. Geschichte

2.2. Funktionsweise

3. Implikationen für Anbieter

3.1. Kurzfristige Implikationen

3.2. Langfristige Implikationen

4. Grundsätzliche Strategieoptionen der Fernsehsender

4.1. Fokussierungsstrategien

4.2. Integrationsstrategien

4.2.1. Horizontale Integration

4.2.2. Vertikale Integration

4.2.3. Laterale Integration

4.3. Netzwerkstrategien

5. Ansätze für neue Wertschöpfungs-Architekturen und Erlösmodelle

5.1. Verlängerung und Vertiefung der Wertschöpfungskette

5.2. X-Modell der Medienindustrie

5.3. Systematik der Erlösformen

5.4. Medienzugang

5.4.1. Anmeldegebühren und Decodier- bzw. Empfangsgeräte

5.4.2. Triple Play

5.5. Mediennutzung

5.5.1. Transaktionsabhängige und transaktionsunabhängige Nutzung

5.5.2. Bündelung und Digitale Bouquets

5.5.3. Pay follows Free

5.6. Sonstige

5.6.1. Interaktives Spiel- und Mitmach-Fernsehen

5.7. Lizenzen und Rechte

5.7.1. Superdistribution

5.7.2. Content Syndication und Revenue Sharing

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die grundlegenden Veränderungen der Wettbewerbssituation im TV-Markt, die durch die Digitalisierung angestoßen wurden. Das Ziel ist es, zu analysieren, wie neue Anbieter, veränderte Strategien und innovative Wertschöpfungsarchitekturen das klassische Fernsehgeschäft transformieren.

  • Technische Grundlagen und Standards des digitalen Fernsehens (DVB, MPEG-Codecs).
  • Wettbewerbsimplikationen für etablierte und neue Marktteilnehmer.
  • Strategische Optionen für Fernsehsender (Fokussierung, Integration, Netzwerkbildung).
  • Neue Wertschöpfungsmodelle und Erlösformen im Kontext der digitalen Konvergenz.

Auszug aus dem Buch

3. 1 Kurzfristige Implikationen

Zu den unmittelbaren Implikationen der Digitalisierung des Fernsehens, die man auf dem deutschen TV-Markt beobachten kann, gehören zum einen die Überwindung von Kapazitätsengpässen und zum anderen die Kosteneinsparungen bei der Programmproduktion und Übertragung (vgl. Tegge 2006, 3). Zusammen mit der gelockerten Zulassung für neue Fernsehsender führen diese Faktoren zu einem Absinken der Markteintrittsbarrieren, die einen Markteintritt für neue, kostengünstig produzierende Nischenanbieter attraktiv macht (vgl. Pfeiffer 2002, 11). Für Pay-TV-Anbieter stellt die Digitalisierung überhaupt erst die Existenzgrundlage dar: Auch wenn es im analogen Fernsehen bereits Bezahlfernsehen gab, so erlaubt erst die Kanalvielfalt das Schnüren von Programmpaketen und die Realisierung der Pay-per-View-Programme (vgl. Pelzer 2004, 22).

Für die öffentlich-rechtlichen Sender hingegen bietet sich die Möglichkeit, ihr Programmangebot durch die Schaffung von Spartenkanälen und multimedialen Zusatzdiensten unter einer gemeinsamen Dachmarke weiter auszubauen und verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen (vgl. Pelzer 2004, 21). Nicklas (2000, 71) weist außerdem darauf hin, dass Markttreue und Reputation der etablierten Anbieter im digitalen Fernsehen zunächst eine höhere Markteintrittsbarriere darstellt, als noch im analogen Fernsehen. In Zeiten der Unsicherheit aufgrund neuer Technologien und Auswahlmöglichkeiten setzen Rezipienten demnach stärker auf die Reputation eines Anbieters.

Laut einer Studie der WestLB wächst durch die Digitalisierung die Nachfrage nach Inhalten, wodurch die Mehrfachverwertung von Inhalten eine größere Rolle spielt (vgl. Zervos, 2003, 75). Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass der einheitliche DVB Standard einen Export in andere Länder und damit eine Steigerung der Abverkaufszahlen ermöglicht (vgl. Pelzer 2004, 21). Weiter geht die Studie davon aus, dass der Konkurrenzdruck zwischen verschiedenen Übertragungswegen zunimmt und die Angebotsdifferenzierung der Inhalte einen neuen Stellenwert einnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung skizziert die digitale Transformation des Fernsehens als „dritte Fernsehrevolution“ und benennt die Schwerpunkte der Untersuchung von der Geschichte bis zu neuen Erlösmodellen.

2. Grundlagen des Digitalen Fernsehens: Dieses Kapitel erläutert die technischen Standards wie DVB, die Übertragungswege und die Funktionsweise der Datenkomprimierung mittels Codecs wie MPEG-2 und MPEG-4.

3. Implikationen für Anbieter: Hier werden die kurz- und langfristigen Auswirkungen der Digitalisierung analysiert, insbesondere hinsichtlich Markteintrittsbarrieren, Kundenbindung und technischer Innovationen wie PVRs.

4. Grundsätzliche Strategieoptionen der Fernsehsender: Dieses Kapitel stellt verschiedene strategische Ansätze wie Fokussierungs-, Integrations- (horizontal, vertikal, lateral) und Netzwerkstrategien zur Sicherung der Marktposition vor.

5. Ansätze für neue Wertschöpfungs-Architekturen und Erlösmodelle: Der Hauptteil beschreibt moderne Wertschöpfungsketten, das X-Modell der Medienindustrie und spezifische Erlösmodelle wie Medienzugangs- und Mediennutzungsentgelte sowie Content Syndication.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über die technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen und reflektiert das ungenutzte Potenzial für zukünftige nutzerzentrierte Geschäftsmodelle.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, TV-Markt, DVB, Wertschöpfungskette, Erlösmodelle, Konvergenz, Medienmanagement, Integrationsstrategien, Content Syndication, Triple Play, Pay-TV, Senderkapazität, Markteintrittsbarrieren, Nutzerschnittstelle, Digital Video Broadcasting

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss der Digitalisierung auf die Wettbewerbssituation im Fernsehmarkt, mit einem Fokus auf die veränderten strategischen Rahmenbedingungen und neue Wertschöpfungsarchitekturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit deckt technische Grundlagen des digitalen Fernsehens, strategische Handlungsoptionen für Anbieter sowie eine detaillierte systematische Darstellung neuer Erlösformen ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die wirtschaftlichen Konsequenzen der Digitalisierung im TV-Sektor zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen auf diese Veränderungen durch neue Strategien und Erlösmodelle reagieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender medienökonomischer Konzepte, die auf den digitalen Wandel im TV-Sektor angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Integrationsstrategien für Fernsehsender und eine Vielzahl neuer Ansätze für Wertschöpfungsketten und Erlösmodelle, wie Bündelungsstrategien oder Superdistribution, analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Digitalisierung, Konvergenz, Wertschöpfungsarchitekturen, Erlösmodelle, Integrationsstrategien und der TV-Markt als Kernfeld.

Wie unterscheidet sich die horizontale von der vertikalen Integration in diesem Kontext?

Horizontale Integration zielt auf die Erweiterung des Leistungsspektrums auf gleicher Stufe ab (z.B. neue Spartensender), während vertikale Integration vorgelagerte oder nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette miteinbezieht.

Was ist die Kernbotschaft bezüglich des zukünftigen Potenzials des digitalen Fernsehens?

Der Autor konstatiert, dass ein Großteil des Potenzials bisher ungenutzt bleibt, da Konsumenten das digitale Angebot oft nur mit Pay-TV gleichsetzen und der Innovationswert für den Nutzer bisher noch nicht vollständig erschlossen ist.

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Details

Title
Einfluss der Digitalisierung auf die Wettbewerbssituation im TV-Markt: neue Anbieter, Strategien und Wertschöpfungsarchitekturen
College
University of Siegen
Course
Perspektiven der Digitalisierung in der TV-Branche
Grade
2,3
Author
Abel Hoffmann (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V188359
ISBN (eBook)
9783656121084
ISBN (Book)
9783656121473
Language
German
Tags
einfluss digitalisierung wettbewerbssituation tv-markt anbieter strategien wertschöpfungsarchitekturen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Abel Hoffmann (Author), 2011, Einfluss der Digitalisierung auf die Wettbewerbssituation im TV-Markt: neue Anbieter, Strategien und Wertschöpfungsarchitekturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/188359
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